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02.03.2011 von eb
Mission
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 2

41x39cm Tinte,Polychromos   Zum Vergr. anklicken.


Vernünftiges Missionieren will gelernt sein. Was wiederum selbstverständlich erscheinen lässt, dass sich nach der Entdeckung einer intelligenten außerirdischen Spezies diejenigen darum kümmern würden, welche darin die meiste Erfahrung besitzen. Gottes Wort auch noch in Lichtjahren Entfernung zu verbreiten, ist erklärtermaßen fast schon eine heilige Pflicht für die römisch katholische Kirche.

Weshalb sie sich nach besagter Entdeckung und theologischer Diskussion darüber auch gleich ins Zeugs legte und die Kollekte für eine stilvolle Transportmöglichkeit herumreichte. Der Bau dauerte ein paar Jahre, weil man berücksichtigen musste mehre Generationen lang auf Reisen zu sein. 110 Lichtjahre sind kein Pappenstil den man mal eben so mit einem Spaceshuttle erledigt bekommt.

Allerneueste Antriebstechnik und ausreichend Platz zum Beten waren deshalb vonnöten, wenigstens einen Zeitrahmen von ungefähr 300 Jahren abstecken zu können um das Ziel zu erreichen, den extraterrestrischen Heiden die Taufe zukommen zu lassen. Die benötigte Bauzeit wurde im Besonderen von der kirchlichen Abteilung für "Human-Resources" genutzt, um eine gläubige und linientreue Mannschaft zu rekrutieren. Drei vom Papst ausgesuchte Bischöfe, welche gleichberechtigt die Aufgabe eines Kapitäns übernahmen, erhielten alle kirchlichen Vollmachten inklusive einer galaxieweiten päpstlichen Stellvertreterfunktion. Dazu suchte man gut an die hundert zusätzlicher junger mutiger Priester aus, welche bereit waren ihr Leben für Gott und die Kirche zu geben. Was zwar durchaus viele Bewerber brachte, aber nach Lesen des Kleingedruckten, lediglich in Ausnahmefällen auch begeisterte Vertragsunterschreiber. Eines der größten Probleme war nämlich von Anfang an die lange Reisezeit. Welche schließlich drei- bis viermal so lang wie ein mögliches Menschenleben war. Es gab zwar genug Jungpriester die sich bereitwillig bezüglich des Zölibats opfern wollten, um an Bord priesterliche Nachkommen zu zeugen. Aber weder war es der Kirchenführung geheuer während einer doch recht langweiligen Reise Frauen an Bord rum laufen zu lassen, - noch Ausnahmeregelungen für raumfahrende Geistliche zu gestatten.

Ganz davon abgesehen, dass sich eine solche Sonderregelung empfindlich mit der kirchlichen Abneigung gegen Empfängnisverhütung gebissen hätte. Zur Vermeidung von Inzucht und wenigstens einigermaßen sicherer Gewinnung von zweigeschlechtlichen Fortpflanzungspartnern, wären mindestens zwei bis drei mögliche Gebärmuttern zu kalkulieren gewesen. Was selbst bei strikter Verheiratungspolitik ausreichend Unsicherheitsfaktoren produziert hätte, um den Erfolg der Mission ernsthaft in Frage zu stellen. Die Vorstellung, - mittels einem nach dreihundert Jahren zum Bersten überbevölkerten Raumschiffes, andere Spezies von der Enthaltsamkeit der irdischen Gotteskinder überzeugen zu wollen, - löste bei den Verantwortlichen einmütig verneinendes Kopfschütteln aus. Automatisiertes Klonen oder künstliche Befruchtung ca. 20 Jahre vor Erreichen des Zieles, kam auch nicht in Frage. Das erste war mit der kirchlichen Lehre gar nicht mehr vereinbar und das zweite wäre nur bezüglich weniger ausgesuchter Verfahren sinnvoll gewesen. Die aber nicht weniger spirituelles Hängen und Würgen im eigenen Dogma erfordert hätten. Zudem hätten beide Vorgehensweisen die komplette Erziehung und Neuausbildung von Bischöfen und Priestern per Bordcomputer bedeutet.

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26.02.2011 von eb
Die Impertinenz der Symbolik.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 1

DIN-A4 Acryl,Polychromos   Zum Vergr. anklicken.


Die Reaktionen waren gewaltig, als die Wissenschaft plötzlich Funksignale separieren konnte, die nicht irdischen Ursprungs waren. Ähnlich wie wir unsere Fernseh- und Radiosendungen Tag für Tag haltlos ins All pusten, hatten offenbar auch schon andere solche Mitteilungszwänge entwickelt. Richtig sensationell wurde es allerdings erst, als es gelang, aus den anscheinend schon Lichtjahre lang reisenden Signalen einen Fetzen, der zufällig die Erde streifte zu erwischen, dessen Analyse und Bearbeitung zur Erzeugung eines Bildes führte. Was nicht nur endgültig die außerirdische Herkunft bewies, sondern auch noch einen eindrucksvollen Einblick ins alltägliche Geschehen einer fremden Spezies gestattete.

Was allerdings ebenfalls dazu führte, die Sache erstmal unter Verschluss zu halten. Der Direktor der entsprechenden wissenschaftlichen Projektabteilung meinte zwar; "Na ja, es sind nicht unbedingt die vierarmigen Monster die wir erwartet haben. Und Alienmädels sind auch nicht zu sichten. Aber im Großen und Ganzen, spricht nichts gegen eine Verbreitung an die Öffentlichkeit". Was den anwesenden Beobachter des Vatikans, zur puren Weißglut- und unmittelbaren Aktivierung des gesamten römisch-katholischen Beeinflussungsapparates führte.

Ein extra für diesen Fall zweckentfremdeter Bischof, reiste auch unverzüglich an und nahm die Wissenschaftler unter Androhung der Exkommunikation allerschwerstens ins Gebet. "Ob sie denn alle blind seien ?", wetterte der Kirchenmann bedeutungsschwer, nachdem einige noch anwesenden Protestanten die Kündigung ihrerseits eingereicht hatten. "Das Bild alleine könnte ausreichen, Milliarden von Menschen in tiefste religiöse Konflikte zu stürzen. Der rote Himmel. Das düstere Ambiente. Die Andeutung eines Geistwesens. All dies könnte als Untergangszenario empfunden werden. Und schlimmer noch. Es könnte mit dem Symbol des Kreuzes in Zusammenhang gebracht werden".

Dem Direktor blieb nach dieser Standpauke nichts anderes übrig als zu fragen, "woher den die Weisheit genommen werde, dass es sich hier nicht einfach nur um ein Bild aus einem extraterrestrischen Science-Fiction- oder Horrorfilm handelt? Vielleicht haben die Aliens nichts anderes gemacht als ein wenig Unterhaltungskino. Der Himmel könnte alles sein. Vom ausbrechenden Vulkan, bis zum ganz normalen Himmel unter einer fremden Sonne. Dass die Gnome auf dem Bild aussehen wie Alienmönche, könnte auch ganz anders interpretiert werden. Wer weiß? Vielleicht ist es sogar Gottes Planet und die ursprüngliche Herkunft der katholischen Kirche."

Solcherlei Blasphemie konnte natürlich unmöglich vom Vertreter Gottes geduldet werden. Was ihn auch veranlasste den hochgläubigen Präsidenten persönlich beim Papst vor tanzen zu lassen. Welcher diesen mit eindrücklichen Worten der Vernunft dazu bewegte, alle weiteren Forschungen bezüglich besagtem Bildes und der Funksignale unter Beobachtung, Leitung und Deutungshoheit des Vatikans zu stellen. Was wiederum, -die Anzahl beteiligter Forscher um die dreifache Anzahl von Theologen bereicherte. Zwar konnte im Laufe der folgenden Jahre, anhand von Berechnungen, der Planet ermittelt werden von dem die Funksignale stammten. Doch leider reichten diese Signale niemals wieder für einen solchen Glückstreffer aus, wie der, aus welchem besagtes Bild generiert werden konnte. Welches nach zehn Jahren eingehender Betrachtung, Bibelabgleich und Diskussionen darum, die Theologen zu dem Schluss kommen ließ, - dass es sich bei dieser außerirdischen Spezies nur um ein Volk handeln könne, welches jeder katholischen Glaubensdoktrin widersprach. Und zudem noch das Symbol des Kreuzes, auf geradezu heidnische Art und Weise missbrauchte. Was auch zur Empfehlung einer dringenden Missionierung zur Verbreitung des göttlichen Segens führte, die zur nächstmöglichen Gelegenheit angegangen werden müsse.

.... Kommentare


24.02.2011 von eb
Eine (Zeit)ung und ihr Produkt

DIN-A3 Polychromos   Zum Vergr. anklicken.


Ein Hauch von Nostalgie durchzieht das Land. Vermischt mit einem Geruch nach Plastik. Bilder von Chicago drängen sich auf. Finstere Schatten in finsteren Gassen. Unter schummrigen Straßenlaternen, machen einäugige Ganoven Geschäfte mit anderen zwielichten Gestalten. In verrauchten Hinterzimmern, brüten fremd klingende Schlapphüte über unamerikanische Ziele.

Und als Gegenstück, - Zahnpastawerbung und blitzsaubere Soldaten in schmucken Matrosenuniformen. Kantige Kommandeure, comikgerecht in Scene gesetzt, stolzieren mit ewig grinsenden Vollbusenschönheiten behängt, die auf Hochglanz gereinigten Truppen ab. Pastellfarbene Kinder mit roten Backen, spielen auf dem spiegelnden Vorderdeck eines Kriegsschiffes. Überdralle Frauen im leuchtenden Sommerkleid, preisen lachend die neuesten Produkte an.

Und dazwischen? Politiker beraten mit den führenden Wirtschaftsbossen des Landes die weiteren Vorgehensweisen. Und hemdsärmelige Zeitungsverleger, machen Public-Relation-Deals mit hochrangigen Politikern. Eine Hand, wäscht die andere.

Irgendwie, - fühlt man sich unwillkürlich in amerikanische Filmkulissen der 60iger-Jahre zurück versetzt. Vielleicht sogar noch früher. Professionelle Pinup-Künstler wie eine Joyce Ballantine oder ein Earl MacPherson, würden sich wahrscheinlich fröhlich im Grabe rum drehen, wenn sie heute Zeitung lesen- und sehen würden, welche Stilblüten und welcher Zeitgeist wieder verbreitet werden. Aber auch ein Erotikzeichner wie Mark Blanton, würde im Umfeld wieder exakt die konservative Doppelmoral orten, deren Anständigkeiten er selber den nötigen Pfiff geben konnte. Apropos Mark Blanton. Jetzt weiß ich, was dem eigenen Bild fehlt. Eine Ketchupflasche. Nein,- falsch...., passt zwar zum nicht mehr ganz so schwarzen Akademikerumhang. (Oder Clownkostüm ?) - Doch nicht in diesem Bild.... Aber in der Zeitung, - würde es passen. Die Leute lieben das. Ihr werdet sehen.



15.02.2011 von eb
Blasenschwäche

DIN-A4 Tinte, Polychromos, Pastell  Klick macht dick.


Ach, - das wollte ich schon immer mal. Den Experten spielen. Zwar hat außer, dass man das Geschehen bereits schon einmal rein praktisch und mittendrin durchlebt hat, unsereiner zwar keine Ahnung. Aber das macht auch nix. Damit unterscheidet man sich in keiner Weise vom Rest, bei welchem die Biertrinker sich doch immerhin ansatzweise zu den Blasenexperten zählen dürfen. Ansonsten besticht der Experte heutzutage sowieso durch Ahnungen. So wie der scheidende Google-Boss Eric Schmidt zu einer eventuellen neuen Internetblase, - da ihm der monetäre Hype um Facebook und Twitter so langsam ein ungutes Gefühl im Urin beschert. Dies könnte man fast als unbewussten Automatismus bezeichnen, bei welcher die Erfahrungen erster Trial and Error Versuche einer vergangenen Epoche, sich bereits als versteckte Restinformation im Harngang verankert haben. Sehr lobenswert.

Sinnigerweise, offenbaren sich solche Ahnungen immer dann, wenn der loyale Träger zwecks eigenen Scheidens in hochdotierte Rückzugsgebiete die nötige Freiheit dazu erlangt, oder sich eventuelle Konkurrenten strategiebewusst von anderen unterscheiden wollen. Ist ja jetzt nicht so, dass Google sich als Vorreiter vom Spielplatz entfernt hat und unbeteiligt zuschaut. Was ein Sergey Brin und Larry Page ( - der jetzt endlich als Gründer nach erfolgreichem Börsengang seinen verdienten Job als Oberboss antritt ), können, - kann eigentlich auch ein Marc Zuckerberg. Der ist zwar zu eitel, um sich von den Erfahrungen eines alten Hasen wie Schmidt abhängig fühlen zu wollen, aber letztendlich macht er auch nichts anderes, als in der gleichen Brühe rumzuschwimmen.

Na gut, lumpige 23 Mrd. Google-Dollar für ein bisschen Gesamtbewertung ist natürlich jetzt nicht vergleichbar mit selbstgeschätzten 60 Mrd. Dollar. Aber jede Blase, zeichnet sich durch eine gewisse Physik aus, die immer gleich abläuft. Stetiges Wachstum mit abschließendem Überdruck. Dass die Blasenentdecker erst mal den Boden bereiten müssen und sich deshalb mit bescheideneren Gewinnen auch von außerhalb der Blase begnügen müssen, liegt am Volumen der eingenommenen Blasenwandfläche, deren nächstmöglicher Nierenzugang gerade noch so nutzbar ist. Wobei Folgefüllungen sinnvollerweise sich mit den vorhandenen Flüssigkeiten entweder vermischen oder schlicht und einfach unter sich begraben. Zum Schluss, hängt es eigentlich nur noch an der Gesundheit der Blase selber, wie weit man den Entleerungsvorgang vor dem einfachen Zerplatzen in die Zukunft hinausschieben kann. Den Zustand vor diesem Zustand, beschreibt der Experte dann damit, - dass viele Leute daran glauben, dass diese Unternehmen in Zukunft gigantische Umsätze erreichen werden.

Bezeichnenderweise zeigte die letzte Blasenfüllung bereits schon nach ca. halber Füllung; (350 - 750 ml), erste Anzeichen von Instabilitäten mit Harndrang. Womit die Zeit der Nachzügler und Trittbrettfahrer anfing. Und z.B. sogar erst gut zehn Prozent vor Erreichen der maximal möglichen Füllung; (900 - 1500 ml), erreichte der Gedanke des haltlosen Geschäftemachens auch die bundesdeutsche Regierung mit Gerhard Schröder an ihrer Spitze. Welche sich fortan am munteren Spiel beteiligen wollte und pünklich zum Millenium dem Feuerwerk einer Zwangsentleerung zusehen durfte. Nachdem die Schließ- und sonstige Blasenmechanik, immerhin ein gutes halbes Jahr unter Höchstdruck standgehalten hatte.

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09.02.2011 von eb
ZweiPunktNull

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DIN-A4 Tinte, Polychromos und digit. Nachbearb.

Da gibt es tatsächlich immer noch Leute die glauben, dass das Internet keinen Einfluss aufs reale Leben hätte. Zugegeben, mit alten Unixkonzepten zur Softwareversionierung über endlose Nummerierungen von Releases, wäre diese Einstellung wahrscheinlich auch heute noch durchaus vertretbar. Aber der zeitgemäße Microsoft- oder "Open-Source"-Distributionsabhängige Webentwickler liebt es schnell, preiswert, einfach, - und vor allen Dingen, - modern. Vielleicht nicht so sehr er selber, - aber unbedingt seine Kunden. Und modern ist immer, - was neu ist. Im Wort; "Neu", liegt so eine Art Schöpfungsgefühl. Genesis. Das ultimative Verlassen des Alten. Nur was neu ist, ist gut. Merkwürdigerweise auch dann, wenns dann doch doppelt so lange braucht und kostet. Aber Webentwicklung, ist irgendwo auch Mystik. Zumindest seit Bill Gates, Sun-microsystems und Jakarta. Aber ich weiche vom Thema ab.

Jedenfalls ist dieses ultimative Gefühl des "Neuen", die ideale Brücke zwischen Marktplätzen jedweder Form. Ob die nun digital sind oder nicht, ist dabei fast unerheblich. Auf dem Gemüsemarkt, will ja schließlich auch keiner altes Zeugs, - oder? Und mit nichts kann man Menschen mehr begeistern, als ihnen in denkbar einfachster Form das neueste vom Neuen unter die Nase zu reiben. Das gibt ihnen dann schon fast das Gefühl selber neu zu sein. Also ganz weit vorne mitzumischen. Dieses Gefühl des Modernen, Neuen, ganz unabhängig davon, - wie alt es tatsächlich ist, lässt sich auf verschiedenen Wegen transportieren. Man kann hochgeistige Schlagworte, wie auszugsweise z.B. Technologietransfer, Interaktion und Kollaboration, multilaterale Softwareimpendanz (*gnnng*), Migration oder Server-Load-Balance kräftig mit Namen von Skript-Interpretern und/oder Textparsern würzen, deren Namen größtenteils alle mit einem "X" anfangen und mit maximal vier Folgebuchstaben aufhören, - und der Suppe dann eine neue Versionsnummer verpassen. Schon ist alles ganz neu und modern. Da den Außenstehenden solcherlei Schlagworte und Buchstabenkürzel allerdings das Gefühl der Modernität zwecks mangelnder Nachsprechbarkeit erheblich einschränken würde, reduziert man eben alles einfach aufs Nümmerle. Der schnellste Weg zum neuen Trend, ist einfach eine höhere Zahl als die vorherige. Die kann dann auch jeder aussprechen.

Wenn sich dann aus Webservern 2.0, Websprachen 2.0, Webframeworks 2.0 und etlichen anderen "1 plus 1 gleich 2" - Erzeugnissen das Ganze zu Tim O´Reilly´s Web in a Nutshell; "Web 2.0" erklärt hat, will selbstverständlich auch die nichtdigitale Welt auf keinen Fall der ultimativen Modernisierung des Zeitgeistes über Addition im Wege stehen. Schließlich benötigen hochgezählte Trends nicht nur entsprechende Bürolandschaften 2.0, Medienkompetenzen 2.0, Public-Relation 2.0, Lernen 2.0, sondern gleich auch die ganz neue Arbeitswelt 2.0. Dass sich, - frische Formen für die Kirche von heute, ebenfalls ganz von selber ergeben wenn man sie neu versioniert, versteht sich dabei genauso wie entsprechendes für Politik. Und da die Wissenschaft es nicht mag, wenn man ihr den Triumpf über neuzeitliches Denken so einfach aus der Hand nimmt, macht sie sich schleunigst auf die Suche nach der Earth 2.0. Wobei die Chancen gut stehen, dass die Suche weniger Zeit beansprucht als der Erklärungsnotstand, entweder mit Nachkommastellen herum hantieren zu müssen, - oder dem eigenen Planeten ohne Duplizierung einfach eine höhere Nummer zu verpassen.

Womit wir allerdings, bei einem ernsten Problem angekommen wären. Was die Adepten dieser Form von Softwareversionierung erfahrungsgemäß in der Vergangenheit genauso wenig interessiert hatte wie heute, - ist die Frage der Abwärtskompatibilität. Eine neue Nummer bringt schließlich neues Leben, ist modern, aktuell, zukunftsweisend - und überhaupt, alles darunter ist schlicht und einfach alt und unnütz. "Deprecated", wie der mittlerweile ebenfalls alt gewordene moderne Java-2.0 Web-Entwickler, in grauer Vorzeit einst frohlockend erklärte. Wer nicht von sich aus aufs aktuelle Nümmerle umzieht, hängt eben hinten dran und ist aus dem Rennen.

Sollen wir es deshalb wagen? ....... Mensch 2.0 ......?

(Am effektivsten Setupprogramm wird noch gebastelt. Neue Treiber, sonstige Updates und experimentelle Live-CD´s, sind aber bereits online verfügbar.)



07.02.2011 von eb
Man at work.

DIN-A4 Polychromos   Zum Vergr. anklicken.



Der Eintrag ins Bilderbuch für den gnadenlos begabten Heimwerker. .... Oder auch, - dem Ingeniör, is nix zu schwör.

Der gewiefte Elektroniker wird mit Sicherheit anmerken wollen, dass auf der linken Seite eine manuelle Schaltung sinnvollerweise durch ein bipolares Relais ersetzt werden könnte, - aber einerseits sind die Dinger zu groß um noch ins Bild zu passen. Und andererseits, wollen wir doch keine Arbeitsplätze wegrationalisieren, - oder ?



05.02.2011 von eb
Genesis, oder Gummi-Bärtierchen-Tango.

DIN-A3 Tinte, Polychromos   Klickst du im Schlick, macht sich das Leben dick.



Die Genesis, also die Schöpfung, schöpft ja mitunter aus vielen Quellen. Das kann sich angesichts der Vielfalt, ganz schön erschöpfend gestalten. Die einen reden vom Leuchtblitz, die anderen vom bärtigen Mann in der eigenen Werkstatt. Andere hantieren mit menschlichen Rippen rum, oder Lehm und Schmodder, - und wieder andere sprechen von gigantisch großen Göttern, die fleißig Krieg miteinander führten und die Menschen unbedingt benötigten, weil sie keine Zeit mehr für nützlicheres hatten. Dabei hat man offenbar eine Menge Probleme mit Zeitpunkten und Chronologien. Was bei dem einen Jahrtzehntausende erforderte, hat der andere in sieben Tagen geschafft. Eigentlich eine feine Sache. Ich mag Vielfalt. Blöderweise, glaubt natürlich auch jeder daran, dass ausgerechnet seine Bilderbuchphantasien die einzigen richtigen sind. Deshalb, und weil die Vielfalt doch etwas unübersichtlich wurde, nahmen sich kluge Leute mit weniger spirituellem, aber dafür mehr naturkundlichem Hintergrund der Sache an.

Die Wissenschaftler, also die Schaffenden ums Wissen herum, - konnten mit der Zeit, doch eine beträchtliche Verbindung zwischen Theorie und nachvollziehbarer Beweislage herstellen. Immerhin, ein Riesenvorteil gegenüber den doch mehr symbolhaften Gläubigkeiten aus dem anderen Spektrum.

Aber z.B. in Leistungsgesellschaften ist es einfach schwer, so ziemlich alles ausbluten zu lassen was solcherlei Lebenssäfte beinhaltet, wenn man dafür nicht eine höhere Gewalt zur Verfügung hat, die das alles entschuldigt. Was auch bei Teilen dieser Wissensschaffer zu unterschiedlichen Ansichten führte. Die einen sehen solcherlei göttlichen Willen in gequantelten Zwischenräumen, und wiederum andere sprechen vom großen Bio-Designer. Kurzum, - heutigen Schülern beizubringen wie die Welt und das, was sich so Menschheit schimpft entstanden sein könnte, ist weltweit genauso breit gefächert, wie die jeweilige Interessenlage der Meinungsbildenden.

Aber auch wenn manch kreative Schöpfer im Trüben schöpfen und die Sache wieder auf ein göttliches Blitzprojekt in sieben Tagen reduzieren wollen, hat sich doch relativ wacker die Überzeugung breit gemacht, dass die Geschichte nicht nur ziemlich lange gebraucht hat, sondern auch ganz schön kompliziert war. Das heißt, was z.B. das menschliche Leben betrifft, folgt eine Mehrheit von Lehrern doch den Denkanstößen der wissenschaftlichen Variante, und vermittelt die Entstehung des Lebens in der Urzeit dieses Urgesteins Erde, aus der Bildung erster organischer Verbindungen über Einzeller und Mehrzeller bis hin, - ... na wir wissen schon. Selbstverständlich in den naturkundlichen Fächern. Bei den Religionsspezifischen Fächern, kann dies stellenweise wieder ganz anders aussehen.

Übrigens, - meine privaten spirituellen Ansichten darüber, beruhen auf dem Gedanken, dass eine bekannte Fruchtgummi-Firma gar nicht terrestrischen-, sondern außerirdischem Ursprungs ist. Und seinerzeits, unseren geliebten Planeten durch entsprechende Urformen des Lebens, mit demselbigen gefüllt hat, - um später kräftig Geld mit ähnlichen Produkten verdienen zu können. Irgendwoher, - muss der Drang der Menschen zum kindlichen Spielen mit dem Leben anderer, - schließlich herkommen. Denn diese Glaubenszwiste haben ja nicht nur zu gewaltigen Kriegen geführt, - sondern sie führen immer noch dazu. Und der Widerspruch, Moral auf ein religiöses Glaubensgerüst aufzubauen, mit dem man dann moralisch einwandfrei, die Moral mit dem Religionsfeind gleich mit in den Himmel schicken kann, - bedarf einer logischen Lösung. Und die ist eigentlich ganz einfach. Gummibärchen, kennen keine Moral. Soll bloß keiner behaupten, dass unsereiner einen größeren Mangel an, als Logik verkaufter Unlogik aufweist, als die übrigen "vernünftigen" gläubigen Seelen.

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01.02.2011 von eb
Open wound.

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bild



DIN-A3 Tinte



05.01.2011 von eb
Native-Inhabitants

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DIN-A3 Polychromos
Aus der Reihe Pin-Ups für den modernen (maroden) Mann

Wenn die Welt um einen herum bereits schon von sich aus in comikhafte Surrealitäten zerfällt, kann es auch dem wackersten Verfechter der Suche nach Wahrheiten passieren, dass er mal den Faden verliert. Jedenfalls entstand just beim Überqueren der baden-württembergisch-bayrischen Landesgrenze und aufgrund eines Stops in einer mehr ländlich zu nennenden Gemeinde ein Bild im Kopf, welches ein durch SF nachhaltig zerstörtes Gehirn wie unsereiner eines mit sich herum zu tragen pflegt, nicht mehr ohne größere Schwierigkeiten entfernen kann.

Zudem war man noch Zeuge eines Gespräches von dort ansässigen Native-Inhabitants, welche ihre Habitate allem Anschein nach nicht sonderlich oft verlassen hatten. Nun ist unsereinem nicht daran gelegen, jemandem die Liebe zur Mutter- oder Vaterscholle unter seinen Schuhen zu vermiesen. Aber mitunter verspürt man doch den Wunsch, den einen oder anderen Süddeutschling darüber aufzuklären, dass Norddeutschland nicht bei Karlsruhe anfängt, die Welt allgemein etwas größer als Deutschland ist, - und zudem letzteres keine Kolonialmacht mehr darstellt.

Jedenfalls ging es um Migration und Integration von Menschen aus der Sicht derer, die gewohnheitsmäßig allem Anschein nach Gewohntes und Bekanntes ein Leben lang so erhalten wollen, wie es nunmal gewohnt und bekannt ist. In irgendeiner Form da näher drauf einzugehen, widerstrebt unsereinem hier aufs äußerste. Zumal man dann in die Lage käme, allerschwerste Beleidigungen digitalisieren zu müssen. Fassen wir es also in einem Wunsch zusammen. Sollte einmal so etwas wie ein extraterrestrischer Besuch auf unserem schönen Planeten stattfinden, so hoffen wir, dass es sich um freundliche und wohlgesonnene Wesen handelt, welche aber trotzdem über die bessere Bewaffnung verfügen. Und die ihre integalaktische Botschaft in einem kleinen Dorf, an der baden-württembergisch-bayrischen Grenze errichten.



25.12.2010 von eb
Weihnachten 2010

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Digitale Montage



24.12.2010 von eb
Der Weihnachtsstern und seine Gläubigen.

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Bleiskizze Digital nachcoloriert



17.12.2010 von eb
Wenn der Apfel denken könnte.

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DIN-A3
Polychromos mit digitaler Zusatz-Montage.

Zum vierten Advent und aufgrund von Kritik, dass man sich mal wieder ausschließlich aufs Polit- und Gesellschaftsgedröhn versteift hat, für die gewollt nutzfreien Selbstbeschäftiger mit Freude am Nonsens, - ein christliches Thema. Jetzt behaupten ja böse Zungen, dass unsereiner eine böse Zunge besitzt. Solcherlei Untertreibungen sind natürlich wie geschaffen um Schreiberlingen, welche im Gemäuer sensibler Glaubensseelen Unfrieden stiften könnten, die nötige Sensitivität anzumahnen. Aber keine Sorge, - hier geht es lediglich um Früchte und sonstige Gewächse.

Die Frage, warum die Frucht welche des Menschen Verweildauer im Paradies so vehement verkürzt hatte ausgerechnet ein Apfel sein musste, hat ja nun schon genügend Leute beschäftigt. Die besonders diesbezüglich Involvierten sind sich weitgehend darin einig, dass der Baum der Erkenntnis erkenntlicherweise am später folgenden Feigenblatt zur Bedeckung evtl. unchristlicher Körperteile auch kein Apfel-, sondern ein Feigenbaum war. Da Feigen aber damals ganz feige nur was mit Heilung zu tun hatten, und irgendjemand dringend was verbotenes benötigte, gabs Ärger mit dem Lateinischen. Wobei man ein Wort fand, welches sinnigerweise sowohl "böse" als auch "Apfelbaum" bedeuten könnte.

Ein simpler Übersetzungsfehler, der ganze Generationen von Kleinkindern dazu verdammte, beim Beißen in die süße Frucht kreationistische Lieder anzustimmen. Und dies, während man nebenher, der unheiligen Völlerei mit der doch erheblich kalorienhaltigeren Feige frönen durfte. Doch bevor wir uns über mangelhaftes Qualtitätsmanagment beim Übersetzen von Dokumenten verschiedener Epochen mokieren, wenden wir uns lieber einem zweiten Bäumchen zu. Worüber sich die Genesis bis heute nicht ganz schlüssig geworden ist, ist die Frage, ob der Baum der Erkenntnis und der Baum des Lebens jetzt nun das Gleiche mit lediglich unterschiedlichen Funktionalitäten waren, oder es sich um zwei unterschiedliche Gewächse handelte. Im letzteren Fall, hatte der Baum des Lebens neben seiner biblisch fehlenden botanischen Bestimmung evtl. sogar auch einen ganz anderen Gärtner. Denn solcherlei Lebensbäume findet man nicht nur als biblisches Motiv, sondern neben einer ausgesprochen komplizierten Symbolik in der jüdischen Mystik, - auch bei den ollen Germanen. Deren Biologen waren immerhin imstande, die gemeine Esche als Pflanzengattung in der Familie der Ölbaumgewächse dafür zu bestimmen.

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05.12.2010 von eb
Bad Monday.

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DIN-A4 Polychromos

Bad Monday. Bad mood. Poor sense of humor. ..... Indeed.

Zum Montag, heute mal etwas, was zwar nichts mit großen gesellschaftlichen oder politischen Problemen zu tun hat. Aber doch etwas, was trotz alltäglicher Harmlosigkeit, aus ähnlich unbedachtem Empfindens dafür, einem den Tag nicht minder versauen kann.

Was den Vegetarier vom Veganer unterscheidet ist der Umstand, dass ersterer sich durchaus auch mal ein Frühstücksei aus tierischer Herkunft gönnt. Ein mangelndes Bewusstsein für Ethik, welches mitunter übel bestraft werden kann. Und ob des göttlichen Schwertes i.d. Regel jene trifft, welche sich zusätzlich auch noch einer gewissen technischen Abstinenz hingeben, - und auf Spülmaschinen verzichten.

Aber bevor hier angenommen wird, dass sich hier jemand zu religiösen Überlegungen betreffs göttlicher Strafgerichte hinreißen lässt, - ist es wenigstens doch möglich, den naturwissenschaftlichen Gegenbeweis anzutreten.

So ein Ei, ist eine feine Sache. Vom Geschmack mal ganz abgesehen, hat alleine schon die Form für ein visuell orientiertes Wesen wie unsereins, bereits schon etwas absolut ansprechendes, ja sogar erotisches an sich. So wird denn auch der zerstörerische Akt des nachfolgenden Verzehrs mit ausgiebiger Hingabe begangen, für dessen in der Regel immer Reste und Verschnitt produzierenden Vorganges, die bemerkenswerte Erfindung des Eierbechers den temporären Mülleimer spielen muss. Doch jede noch so wollüstige Handlung erfährt einmal ihr Ende und eventuell beteiligte Gerätschaften, wie eben auch jener Eierbecher, bedürfen der Reinigung. Und wer auf eine Spülmaschine verzichtet, muss dies eben im i.d.R. in der Küche installierten Spülbecken manuell tätigen.

Nun weisen sphärische Innenräume, wie solch ein Eierbecher, ein ausgesprochen interessantes Verhalten bezüglich der Flussrichtung und Stauhöhe von Flüssigkeiten auf. Man könnte sich z.B. einen wunderschönen Brunnen in der Form einer ausgelassenen Halbkugel im Boden vorstellen, in dessen exaktem Zentrum von oben Wasser zugeführt wird. Ist die Halbkugel voll, läuft das Wasser gemächlich an allen Rändern über. Je mehr Wasser unter größerem Druck im Zentrum zugeführt wird, desto größer ist die Stauhöhe an den Rändern. Was bewirkt, dass mehr Wasser in einem höheren Bogen über diese gedrückt wird. Führt man das Wasser nicht in der Mitte, sondern näher am Rand hin zu, wird es entsprechend dem sphärischen Innenraum zum gegenüberliegenden Rand hin gedrückt, um auch dort seine größte Stauhöhe zu erreichen. Austrittspunkt und Austrittswinkel, sowie Menge und Druck, stehen also in einem direkten Verhältnis zur zugeführten Wassermenge und deren Zufuhrposition. Ein Umstand, der seine künstlerischen Qualitäten ganz besonders dann zeigt, wenn der Wasserstrahl einer guten Hausleitung mit wirklich kräftigem Druck ausgerechnet dort den äußersten Innenrand eines Eierbechers trifft, wo am gegenüberliegenden Ende das arme Schwein steht, welches gerade den Wasserhahn voll geöffnet hat.

Trocknungsbedürftige Aliens neigen allerdings zu einer gewissen morbiden Schadenfreude, gepaart mit einem nicht unerheblichen schwarzem Humor, - wenn sie erfahren, dass solcherlei Wasserhähne auch schon von Personen geöffnet wurden, die zusätzlich gerade mit der schönen Tätigkeit des elektrischen Föhnens der Haare beschäftigt waren. Parallele Tätigkeiten, erfordern nun mal auch parallele Aufmerksamkeiten.



27.11.2010 von eb
Advent 2010


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Aus der Reihe Pin-Ups für den modernen (maroden) Mann

Eigentlich wurde man hier durch wiederholte rot-grüne Ambitionen mit stifterischem Neugehabe alter Agendajubelei überrascht. Dazu kamen noch recht geschmackvolle Bilder und Zeitungsmeldungen über geschmacklose Auswüchse des Advents- und Weihnachtsbetriebes im Coca-Cola Fieber. Da es sich hier mehr um den allgemeinen Eindruck eines gesunden Mixes von überhaupt nur noch Geschmacklosigkeiten handelt, ist dieses Bild ersatzweise einem sympathischen Zeitgenossen mit politischen Ambitionen gewidmet, um diesem Menschen mit großer Liebe zur Natur und ebenso ausgeprägtem Hang zu Märchen nahezulegen, sich bei der nächsten Damenwahl die Kombination mit neuen Biotopprojekten, - evtl. mal etwas alternativer vorzustellen.



22.11.2010 von eb
Terrorwarnung

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Der Wirtschaftsverband der CDU, die Pharmalobby, der Seeheimer Kreis der SPD, sowie das nahestehende Innenministerium warnen eindringlich vor einer neuen, noch nie da gewesenen Terrorgefahr. Werden sie nicht hysterisch, aber misstrauisch, - um nicht zu sagen; paranoid. Bleiben sie gelassen, aber schließen sich sicherheitshalber lieber im Kühlschrank ein. Vermeiden sie Aufregung, aber verlassen sie diesen niemals ohne Kamera, Schrotflinte, Handy und der Nummer des nächsten Hühnerhofes. Nach unverbindlichen Aussagen aus Insiderkreisen, die aus sicherheitspolitischen Erwägungen heraus nicht näher benannt werden dürfen, - besteht der zwar nicht begründbare, aber dringende Verdacht, dass sich der Spezialagent einer terroristischen Vereinigung ins Land geschmuggelt hat.

Dieser Terrorist, als ornithologische Besonderheit getarnt, ist neben seiner, laut Zeitungsinformationen beabsichtigten Unterwanderung der Reinrassigkeit deutschem Hühner- und Entenbestandes, gleichzeitig Überträger der Vogel- und Schweinegrippe, des masurischen Fleckfiebers, eines eigens für Fliegen modifizierten Viralinfektes, sowie speziell darauf abgerichtet, Hühner- und Spiegeleiern mittels Nahrungsaufnahme das Protein zu entziehen.

Unsere Bundeskanzlerin bestätigte, dass sie das sicherheitspolitische Feld ihrem Innenminister und seinen Spitzenbeamten überlässt, während das BKA sich noch nicht schlüssig ist was denn jetzt angesagt ist, - aber die bisherigen Erkenntnisse mit zusätzlichen Ermittlungen abklären will. Ob nach Ermittlungen des Spiegels im Vorhof des Reichstages, ein Anschlag auf denselbigen "angeblich" geplant ist, lässt sich im Moment noch genauso wenig klären wie, ob nun eine Gruppe von sechs, oder zwei Terroristen nach Deutschland für entsprechende ähnliche Anschläge geschickt wurde. Innenminister de Maiziere, verlässt sich auf Aussagen des amerikanischen FBI, während der BND und das CIA eher skeptisch sind. Was sich heute auch wieder mal in einer Bekräftigung des Innenministers niederschlägt, die er damit begründet, dass die Bedrohungslage ernst ist, aber man sich nicht ganz sicher sein kann, ob sie ernst ist, - weil viele der Hinweise glaubwürdig-, man sich aber nicht sicher sein kann, ob sie glaubwürdig sind.

Doch dies ist alles nebensächlich. Bleiben sie wachsam und akzeptieren sicherheitshalber lieber mal alle Maßnahmen. Denn die neue Gefahr ist weitaus gefährlicher, und betrifft sie unmittelbar. Der deutsche Hühnerhof ist unantastbar, und seine Freiheit muss mit allen Mitteln verteidigt werden. Denn irgend woher, brauchen sowohl die Medien, als auch die Regierung des Landes, im Chaos strittiger und unklarer Meinungen, - ihr tägliches Ei.



15.11.2010 von eb
Der Export.

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oder auch....
wir bringen euch Frieden




Die Deutschen Leistungsträger sind eine friedliebende Rasse. Obwohl, - Rasse, ist vielleicht ein wenig politisch unkorrekt. Das turbulente Gemisch aus Altgermanen, Kelten, Slawen und sonstigen späteren Zwangschristen aus der Schmiede Karls des Großen, hat schon immer Schwierigkeiten damit gehabt, sich weniger als das zu betrachten, was es nun einmal nicht ist. Irgendwann und irgendwo, macht jeder mal das fest, was er so als seine Identität mit heimatlicher Esskultur betrachtet. Ist ja auch verständlich. Niemand ersetzt gerne die schnittige Lederhose mit Weißwurstambiente in Preußischblau durch Pfälzer Saumagen, wenn nebenher jungbackene Germanenrecken lateinische Kreuzworträtsel mit druidischen Runen verwechseln. Wo kämen wir da hin? Die Amerikaner bezeichnen ihre europäisch, lateinamerikanisch, indianisch und inuit geschwängerte Kultur ja auch als das, was sie eben gerade so als Amerika verstehen.

Ist ja jetzt auch nichts schlimmes dabei. Irgendjemand zieht immer irgendwelche Grenzen, und erklärt deren Inhalt zum ultimativen göttlichen Rest dessen, was der Rest dann wieder mißmutig als möglichen Konkurrenten zum eigenen Rest betrachtet. Keine Ahnung, warum das so ist, - aber usereins hat ja auch noch niemand deswegen um Weisheiten gebeten, die man sowieso nicht abgeben könnte.

Bemerkenswert jedenfalls, der Wille sich und auch den Rest der Welt, auch in den friedlichsten Zeiten so mit Waffen voll zu stopfen, dass man nun auch wirklich die gesamte Geschichte herrlich krachend in Schwarzpulverdampf, atomaren Rauchpilzen und ratternden Geschützsalven in einen einzigen weltweit umspannenden Anti-Kriegsfilm verwandeln kann. Ab und zu kommt man dabei mal an die Grenzen. So wie bis in die 80iger zum Beispiel. Man hat das damals kalten Krieg genannt. Der war so kalt, dass man sich nicht getraut hat, der Sache endgültig den Gnadenschuss zu versetzen. Aber wer will schon auf fröhliche Spiele verzichten, wenn man in den Genuss kommen kann, in das gähnende Loch der 120 mm Panzerkanone eines deutschen Leopard 2A5 oder eines französischen Leclerc zu schauen. Das ist ein wenig wie Bungeespringen. Drückt der drinnen jetzt ab, oder nicht?

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15.11.2010 von eb
Alles wird gut.
Oder auch, - wie man sich näher kommt.
(Heiter besinnliches zu Parteitagen)

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Einen besonderen Reiz haben Straßen- oder Grabenkämpfe an sich, bei denen für alle Beteiligten nur ein Graben oder eine Straße zur Verfügung steht und zudem das Verlassen des Zwangsaufenthaltes mit oppositioneller Einsamkeit belohnt wird. Da hängt man nun fest, grinst ein bisschen dümmlich und macht gute Mine zum bösen Spiel. Die Bandenführer der nun zusammengewürfelten neuen Bedarfsgemeinschaft, freuen sich deshalb auch artig über Zustimmung zu den üblichen Durchhalteparolen betreffs der neuen Bedingungen in der veränderten Welt. Und da den übrigen Mitbewohnern auch gar nichts anderes übrig bleibt als christliche Lieder singend in die Hände zu klatschen, will man sich denn aber doch wenigstens ein wenig demokratisch regressiv um kühle Progressionen mit den Bewohnern am gegenüberliegenden Ufer der Wasserrinne im eigenen Graben streiten. Man muss doch irgendwie nach draußen signalisieren, dass man noch vorhanden ist. Aus welchen Gründen auch immer.

Ein wenig Bekenntniss für die eigene gemeinsame Fahrrinne kommt auch immer gut, wenn man gemerkt hat, dass andere Gräben einen gar nicht mehr benötigen. Aber auch wenn es betreffs des geistigen Kontextes eigentlich egal ist, wenn man schmutziggelb in schmutziggrün umgestaltet, - was würde es sonst für einen Unterschied machen? Wenn man über ein Jahrzehnt benötigt, um dann erst im Straßengraben zu merken was da alles im Weg liegt, bleiben auch bei jeder erdenklichen Farbwahl nur die Umgangsformen übrig, die man bemängeln könnte. Und ob die Sache nun gerade durchstartet, - oder sich in voller Fahrt befindet, - so sieht das Resultat für den normalen durchschnittlichen Straßen- oder Grabenbenutzer immer gleich aus. Aber der ist es ja gewohnt, in der Mitte aller Mitten zu laufen.



13.11.2010 von eb
Sinnlos sinnliches.

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Eigentlich ohne Erklärung. .... Höchstens, .... Hagebuttentee mit Kandiszucker, (unbedingt nur aus dem Glas ), ist durchaus fähig, einem das Gefühl zu verinnerlichen, ständig vom Leben von etwas anderem zu leben.



11.11.2010 von eb
Vollbeschäftigung

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Eigentlich liebe ich ja die Menschen. Doch mitunter packt einem bei einigen Ablegern der Gattung Homo Hostias, doch das kalte Gruseln ob einer Konditionierung, die ihresgleichen sucht. Und eigentlich nur noch mit den Resultaten bestimmter Techniken der Hundedressur zu vergleichen ist. Sitz Hasso. Eigenverantwortung. Fass Hasso. Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Platz Hasso. Vollbeschäftigung. Manche Menschen scheinen tatsächlich nur darauf zu warten, dass über mediale Empfangsmöglichkeiten ein einzelnes Schlagwort alle Probleme der Welt für null und nichtig erklärt. Und stattdessen durch das gähnend schwarze Loch einer Vision, sinnlich abstrusem Positivismus im blauen Auge des eigenen Unterganges, die Funktion eines Raketentriebwerks ohne Sprit verleiht.

Das einzelne Erwähnen des Wortes Vollbeschäftigung, ist eines dieser Hebammen des gnadenlosen Optimismusses, mit dem man anscheinend auch normalerweise kritische Vertreter einfachster gedanklicher Vollauslastung, ins ewige glückselige Nirwana pusten kann. Der einfachste Weg mit null Inhalt, null Plan, null Strategie, null Hirn, die bloße politische Existenz zu legitimieren, ist die simple Erwähnung der ebenso simplen Möglichkeit von Vollbeschäftigung.

Einer der besonders auffälligen Strategen des einfaches Gedankens in der jüngeren Geschichte, war wohl bereits 1933 der Erfinder der weitläufigen Vollbeschäftigung in der Rüstungsindustrie, - kombiniert mit strategischem Autobahnbau. Und bis heute hat sich nicht ein Jota an der Vorgehensweise geändert. Gefälschte Statistiken, vermurkste Arbeitspolitik, Wirtschaftsinteressen, Profitgier, und irgendeine Geige die ihre Visionen auf den Problemen der Menschen austoben will, anstatt die Probleme menschengerecht zu lösen.

Und immer wieder aufs neue, greift der Hoffnungslose zur einfachsten Formel aller möglichen Sprengsätze. Dass Vollbeschäftigung letztendlich nichts anderes heißt als; Zwang zur Beschäftigung, stört doch den Inhaber mittlerer Einkommen nicht. Der würde sogar noch seine eigenen Kinder zur Zwangsarbeit verpflichten, nur damit der Nachbar nicht die berühmt hochgezogene Augenbraue ob möglicher Arbeitslosigkeit in die Diskussion wirft. Und der, der keine Wahl hat, - dem bleibt gar nichts anderes übrig, als auch noch den miesesten Galgenjob zur eigenen Ernährung zu akzeptieren, wenn seine politischen Verantwortungsträger gerade Bock auf Krieg, oder die selbst gemeinte Rettung der Welt haben.

Schröders Bündnis für Arbeit erklärte mit dem Verprechen für Vollbeschäftigung 1998 die BRD zur Firma, erklärte die Arbeitslosen zur mobilen Infanterie, und kalkulierte das gegebene Versprechen ins Niemandsland der namenlosen Verlierer mittels superministraler Vertretung seiner eigenen Visionen. Die großkoalierenden Gesamtkräfte beim Versprechen der Vollbeschäftigung, garantierten dabei sogar handwerklich saubere Arbeit. Ob dies nun wieder mal verschoben werden musste, oder einfach nur anders gesehen wurde, - den Rest erledigten handwerklich einwandfrei, nach uraltem Muster, die gleichen Zahlenmacher. Was die Opposition natürlich bewegte, sich des gleichen Spieles zu bedienen. Und was will man erwarten, wenn die Wählergunst den Bach runter geht. Glaubt jemand im Ernst, dass nicht auch eine weibliche Bundeskanzlerin zur Rettung des eigenen Pöstchens, in die mieseste und albernste Trickkiste aller Zeiten greift? Und schon springen sie wieder rum, und freuen sich wie kleine Kinder auf die Zukunft. Ob es möglich ist? Natürlich ist es möglich. Vollbeschäftigung ist immer möglich. Man muss die Leute nur dazu zwingen. Was mittlerweile seit Jahren tagtäglich mit HARTZ-IV Empfängern passiert. Und nachher, wills wieder keiner gewesen sein.



06.11.2010 von eb
Zeitalter der marktgerechten Visionen.

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Frau Constanze von Bullion amüsiert sich in der Zeitung über Frau Künasts dynamisch, biologisch und klimaneutralem Wahlkampf zur Berliner Bürgermeisterin. Unrecht gebe ich ihr nicht, wenn sie ihren Boullion aus selbst zusammen gelesenen Eutopien mit denen der Grünen vergleicht.

Dies entspricht exakt dem Vorstellungsvermögen von einer besseren Welt, die nach endlosen Strickereien aus Meldungen über wissenschaftliche Neuerungen, technisch konstruierbarem Umwelt- und Klimaschutz, Hollywood und zu viel SF von der Stange, in den Köpfen dieser Klientel herum spukt. Dass ihr diese Form eines grünen Metropolis gefällt, gibt sie selber zu wenn sie schreibt, dass es vielleicht zu schön ist um wahr zu sein. Aber zusätzlich zu dem, fällt auch ihr nichts besseres ein als die Frage; "Wer soll das bezahlen".

Na wer wohl? Wer hat den bisher immer die Visionen derer bezahlt, die aus der satten fetten Mitte im Glorienschein ihrer selber dem eigenen Untergang gar nicht schnell genug auf die Sprünge helfen können? Wer ständig Visionen wählen will, bezahlt sie nun mal auch. Die Visionäre selber, haben noch niemals die Eier interessiert, die man benötigt um ein Omelett zu zaubern. So ein Niedriglohnsektor z.B. war ja auch mal eine Vision. Hat nie jemand dran geglaubt. Geglaubt hat man an die Banalität, dass es dadurch allen besser gehen soll. Jetzt haben wir ihn. Den Niedriglohnsektor. Und? Geht es jetzt dem Niedriglohnsektor gut? Oder den Glücklichen außerhalb diesem, besser? Das nenne ich konstruktive Realisation von Visionen. Demokratisch gewählt kann man vielleicht nicht so ganz zu sagen. Denn irgendwie, ist damals Schrödingers Katze erst nach der Wahl aus dem Sack gesprungen. Aber so ein Quantenselbstmord ist ja von sich aus schon, eine recht zufällige Geschichte. Und Zufälle im Bereich zwischen Leben und Tod zu wählen, ist mittlerweile Standart. Deshalb heißt das auch Vision. Eine Art inneres Bild einer Vorstellung. Die Leute lieben so was. Besonders, wenn es schön bunt und modern aussieht.

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