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15.06.2012 von eb
Aktiv versus passiv, - in Grün.
Aus der Reihe: "Zivilisation und Barbarei."
Heute, - der Rasenmäherhasser.

30x24cm   Acryl auf Leinwand   Klick macht dick.
bild Da man bei der größeren Leinwand, immer noch erst am Hintergrund ist, und auch wieder Trocknungs-Pause hat, bzw. auch zum Austesten der mit Leinwand bespannten kleineren Malpappen,- doch mal wieder einen Quicky zwischendurch. Zudem, sprechen ja immer alle gerne von Profilen. Und Sozialpsychologie, gehört ja mittlerweile zum Hausfrauenalltag familiären Managements. Und nachdem, - trotz Sonnenschein, die eigene Mietterasse auch mal wieder keine Entspannung zu ließ, begab ich mich schweißtreibend und Eis-schleckend, auf Feldforschung im Vorstadt-Milieu. Um allgemein, - einen tieferen Einblick, in die deutsche Eigenheim-Gärtnerseele zu erhalten. Und auch auf ihre Leistungsfähigkeit zur Förderung von Sensibilitäten zu überprüfen. Komischerweise, konnte ich lediglich nur minimale Unterschiede, bezüglich Handlungsweise und Organisations-Strategie entdecken. Aber bleibende Eindrücke, haben die ganz besonders hinterlassen. Wenn sie zum Beispiel, - killend und mordend, mal wieder mit ihren, als Rasenmäher verkappten Panzern, - ihre High-Tech-Wiesen roden.

Ich glaube jetzt nicht wirklich, dass solcherlei Mentalität tatsächlich so hasserfüllt gegen alles Natürliche ist, aber auf der anderen Seite, fällt es ebenso schwer, diesen manisch stoischen Gewohnheits-Wahn mit motorisiertem Krachfaktor zugunsten von Einheits-Rasenflächen, - als normal zu empfinden. Die weitaus bösartigere Variante, wäre demzufolge, der vollkommen tumbe Programm-Abspuler, der einfach nur macht was alle machen, weil man dies nun mal so macht, und alle dies deshalb so erwarten. Und lediglich nur noch tolerieren, wann er gerade Zeit dazu hat. In diesem Sinne, wäre übrigens innerhalb transhumaner Sichten auf eine Mensch-Maschine-Kopplung, (die hier nicht ganz von der Hand zu weisen ist), auch eine eindeutige Trennung zwischen Soft- und Wetware, - nicht mehr möglich. Da ich meine Mitmenschen aber eigentlich liebe, und in meiner Naivität, außerhalb dieser Passivitäten, immer noch einen Restbestand individueller Kreativität bei jedem vermute, habe ich also bildlich, die aktive Version des gleichen praktischen Resultates gewählt. Die ist sicher nicht schöner, aber zeugt von konzentrierterem bewusstem Vorgehen, - und zerstört wenigstens auch den Rasen mit. Finde ich einfach ehrlicher. Mit Sensibilität, hat dies natürlich nur indirekt etwas zu tun.

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12.06.2012 von eb
documenta?

So etwas wie die documenta in Kassel, interessiert mich eigentlich nicht wirklich. Nichts ist zur Förderung von Kommunikation unnützer, als populäre Kunsttempel, welche im Elfenbeinturm das Verantwortungsgefühl für die Selbstkommunikation verloren haben, und sich entweder nur noch mit elitären Seelenverwandten unterhalten, oder in die egomane Selbstdarstellung einzelner umschlägt. Was im ersteren Fall zumindest keinen weitflächigen Schaden anrichtet, kann im zweiten -, mitunter zur Katastrophe nach beiden Seiten gleichzeitig führen.

In der Regel, ist das Schema solcher Kunstparks immer gleich. Die allermeisten Besucher davon, besuchen ihn hauptsächlich aus dem Grund, weil sie etwas bekanntes besuchen, - durchschreiten dann unverstehend die Hallen, und verlassen in den meisten Fällen, mit dem gleichen Kontext im Hirn das Geschehen, mit welchem sie es auch betreten haben. Das Verstehen, bleibt einem relativ kleinem Kreis vorbehalten, - und dem Volk, lediglich die mediale oder sonst wie populäre Kommunikation davon. Bis runter zur kleinsten Galerie, kann man dieses Verhalten beobachten. Man kann 200 Bilder abschreiten, und auch jedes auf sich wirken lassen, der Gesamtkontext der Bilder in ihrer Gesamtheit, fallen genauso unter das Motto der Ausstellung, wie diese als Ganzes. Weshalb diesbezüglich, - eigentlich von den Veranstaltern, bzw. Organisatoren, und ganz speziell von der Leitung des Ganzen, eine hoch sensible und extrem verantwortungsbewusste, - in diesem Falle Kunstkommunikation abverlangt wird. Ob man es nun wahrhaben will oder nicht, - aber für Außenstehende, ist die Leiterin nun mal oberste Pressesprecherin des Schuppens und reflektiert den Geist sowie die Mentalität des Ganzen. Und hier, reden wir sogar über eine weltweit anerkannte Institution.

Ob sich eine documenta nun wirklich im "grenzenlosen" Sinne über ihre eigene Leiterin blamieren will, ist mir selber eigentlich ebenfalls vollkommen schnuppe. Beängstigend wird die Geschichte aber unbedingt, wenn deren geistige Halbheiten,- auch tatsächlich zu heftig zustimmendem Kopfnicken führt. In diesem Fall, gibt es dann doch ein paar Punkte, die schlimm auf den Schuh drücken.

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10.06.2012 von eb
Autokorso

Glücksgespenster .....

fahren ihre stumpfen Zellen der Isolation,
   durch erstickende Straßen der Einfalt einer Gemeinsamkeit.
Stumpfe vorgewölbte Glücksaugen, - ohne jede Tiefe,
   treffen auf leere Freudengesichter, - ohne jedes Strahlen.
Dazugehören, - mit verkrampftem Lachgebahren,
   trifft auf aggressiven Spaßzwang, - der dem ersten folgt.
Dumpfe Hyänen, - der Sprache nicht mehr fähig,
   geckern blöde einem Gefühl hinterher.
Vom Hirn verlassene Bewegungslosigkeiten,
   schalten gehormsam in den Vulgärgang.
Manisch selbst reduzierende Bewusstseine,
   drücken auf die Hupen der eigenen Unfähigkeiten.

Um zu hören, ..... ob man das Gefühl noch kennt.

Spaß haben, Spaß haben, Spaß haben .....

..... im Kreis.

Lasst uns doch ein wenig Spaß haben .....

..... wir wissen doch sonst nicht, - was das ist.
..... im Kreis.

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09.06.2012 von eb
Marktkultur oder Kultur im Markt?

Manchmal stehen Sätze stellvertretend für einen Zeitgeist. So etwa wie folgend aufgeführter aus einem Artikel bei Achäologie online.

Fast unbemerkt von Öffentlichkeit und Politik steht die in den letzten 20 Jahren erfolgreich realisierte flächendeckende Bodendenkmalpflege in Nordrhein-Westfalen vor dem Aus.

Mal vom Metier und dem Kontext abgesehen, könnte man dies auch folgendermaßen übersetzen;

Die Privatisierungswelle hat auch uns erfasst, wir haben kräftig zugegriffen, und erfolgreich erreicht, dass Fachleute aus dem Kultursektor, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten auf dem freien Markt anbieten müssen, und - dass; der Trend zum Dritt- oder Viertjob geht.

Jaja, - die freiberuflich Kreativen. Sie sind schon stolz, - auf ihre Unabhängigkeit.



08.06.2012 von eb
Zeitunglesen macht dumm.

Naja, - so kann man's auch auf den Teppich bringen. Die oberste Vertretung deuropäischer Finanz- und Wirtschaftspolitik, merkelt das Ding merklich zugrunde, hebt weise den moralischen Finger für anständiges Zollverhalten, - und in der FR, scheint man sozige Wege zu gehen, und spricht von attac und einigen; "linken Gruppen", bezüglich einem Gedanken, den man 2008 einem Oskar Lafontaine noch als absurde Idee vorgeworfen hatte. .... Witzig, - immerhin scheint man zu erkennen, dass die USA nun endgültig den Weg in die Barbarei zurück gefunden hat, - während sie an anderer Stelle immerhin ebenfalls sieht, dass Deutschland nur den USA nacheifert. Und deshalb natürlich unbedingt Beispiele empfehlen muss, mit deren sozial-netzwerklicher Zugeschnittenheit, - auch hierzulande, bereits geliebäugelt wurde.

Die Kreationisten machen Politik und schieben modernen Lifestyle als Tupperware durchs Gehänge zeitgemäßem Brauchtums, von in Technokratie verliebter Ideologen, die im System krampfhaft nach dem Wörtchen Humanität suchen, während sie es selber damit erschlagen. Alles im Lot, ... auf'm Boot.



07.06.2012 von eb
Von Landmännern, Worthülsen und techno-sozialem Management.

Selbstvermarktung, Werbestrategien, Produktengineering, Management. Merkwürdigerweise, sind dies Worte, welche für die Mehrzahl dieses deutschsprachigen Umfeldes wie von selber von der Zunge laufen, aber bei unbequemen Themen, dann immer plötzlich von zu viel intellektuellem Kauderwelsch radebrechen. Versteh ich ja auch. Des Menschen große Gabe, ist die Überbewertung des selbst Gewohnten. So findet es auch unsereiner durchaus sinnvoll, sprachliche Brücken zugunsten aller Menschen zu bauen. Ganz besonders aufgrund von Erinnerungen an hiesige süddeutsche Sprachkünstler, welche mich ob meines eher mitteldeutschem Sprachgebahrens, anfangs immer mit Sätzen konfrontiert haben, wie z.B. "Kansch nit recht babble?". Dass mein eigenes, zugegebenerweise mitunter etwas gestelztes Hochdeutsch, eigentlich lediglich das gut gemeinte Angebot eines Dialektikers aus dem bergischen Lande ist, um überhaupt eine Unterhaltung zwischen zwei höchst eigensinnigen Sprachformen zu erreichen, - dringt eher weniger ins Herz, des seinen eigenen Dialekt liebenden Heimattümlers. Was um so mehr verwundert, dass das Wort; "Produktmanagement", sich jedenfalls, bis auf kleine Unebenheiten in der Silbenbetonung, merkwürdigerweise frei von jeglichem Lokalcolorit, trotzdem allgemeiner und vollkommen kritikloser Bekanntheit erfreut. Und nach einer Bemerkung am Tresen, dass ich schmerzlich eine Übersetzersoftware für heutigen Managementjargon vermisse, bekam eines der kommunikationsfreudigen Mitglieder dörflichem Landlebens, plötzlich diesen Gesichtsausdruck des Missionars gegenüber dem unzivilisierten Wilden, - und fragte auf liebenswürdige Art; "Vaschtohscht des etwa nedde?" Naja, - was soll ich jetzt dazu sagen? Ich bin mir nicht mehr ganz so sicher, ob Englisch wirklich, die viel zitierte Weltsprache ist.

Die werbespezifisch interessante Zielgruppe landschaftspflegendem Ressourcenmanagements, neigt innerhalb seines Projektportfolios zugunsten der strategischen Ausrichtung des Prozessmanagements, als auch der heimischen Sprachpflege, zum Synergismus zwischen Investition ins Profiling werbeintensivierter Erdnähe, und einer, die eigene Corporate Identity fördernde Unternehmenskommunikation. Eine Geschäftsprozess-modellierung, wird nicht ganz einfach werden.

Ich würde dies jetzt so schrecklich gerne mal, in reinstem Schwäbisch hören. Oder auch Allemanisch. Oder Bayrisch. Oder Kölsch? ... Von mir aus auch Ebbelwoi.

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05.06.2012 von eb
In eigener unsachlicher Sachlichkeit.

Ob das jetzt für den digitalen Wüstenwind interessant ist, - weiß ich nicht. Aber am lokalen Wasserloch, hat man sich mal wieder ein paar Rüffel eingefangen, ob zu viel Politgedröhns und wo denn die bunten Bildchen bleiben. Andere wiederum, freuen sich, dass man anscheinend endlich mal wieder vernünftig sachlich geworden ist. (Und das mir). Ein wenig nervt dies. Sich von politischen und/oder (ich trenn da nicht zwischen) gesellschaftlichen Themen nicht auffressen zu lassen, muss nicht das andere Extrem bedeuten, - nämlich es komplett zu ignorieren. Eine gesunde Verhältnismäßigkeit, finde ich durchaus brauchbar. Jeder kann sich natürlich in seinen heimeligen Lieblings-Schuhkarton zurück ziehen, und den lieben Gott einen weisen Mann sein lassen, der einem dann die Hosen runter zieht. Auf der anderen Seite, kann man sich auch so damit zu nageln, dass daraus auch ein Schuhkarton wird, der keinerlei Brücken mehr zwischen der Vielfalt der Menschen zulässt. Es ist Frühling Leute. Zieht die Sandalen an oder geht barfuß. Da braucht's keinen Schuhkarton. Auch nicht den vom fixen Polit- oder Kunst- oder was weiß ich blogger. Dem einen oder anderen Naturfetischisten, und der einen oder anderen Künstlerseele, täte ein wenig politische Beschäftigung mit der eigenen Zukunft genauso gut zu Gesicht stehen, wie es dem einen oder anderen politischen Strategen hilfreich sein könnte, etwas über die Menschen zu erfahren, für die er sich politisch theoretisch berufen fühlt. Dies möglichst, - bevor er die Welt erklärt. Die leider auch als System, - nicht unkomplizierter, aber dafür kälter wird. Aber kommen wir zu den bunten-, statt den menschlichen Sachen.

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03.06.2012 von eb
Parteitagseindrücke

Wie wahrscheinlich die meisten linkslastigen bloggerles, hab ich natürlich auch mit Spannung am livestream des Parteitages der LINKEN gehangen. Und nachdem das Duo Kipping/Riexinger klar war, ist mir denn doch ein Stein vom Herzen gefallen. Naja, - ein Steinchen, aber doch mit Hoffnung gesegnet. Nach dem überraschenden Rücktritt von Schwabedissen und Zimmermann, muss man schon ein wenig arg blind sein, um nicht zu sehen, dass Lafontaine und Wagenknecht trotzdem gewonnen haben. Ob dahinter jetzt tatsächlich Strategie steckt, weiß ich nicht, - aber mit dem Über-Strategen Bartsch, hätte ich definitiv mein Tschüss und Adieu abgegeben. Den Willen zur Regierungsbeteiligung, sieht unsereiner immer noch kritisch, da die LINKE bisher eigentlich durch die ständige indirekte Übernahme ihrer Ideen und Kritiken durch die anderen Parteien, einen mehr subtil zu nennenden Einfluss hat, den man weiter hätte ausbauen können. Ich muss allerdings auch zugeben, dass die anfängliche Einstellung, aus der Opposition heraus die SPD zu sozialisieren, einfach an den Sozen gescheitert ist. Da bewegt sich gar nichts. Ganz im Gegenteil. Die Agendaritter dort, und speziell auch bei den Grünen, bilden für mich ein hyper-gefährliches Fortsetzungsspiel für ganz Europa. Welches auf keinen Fall harmloser sein wird, als das momentane christlich-liberale Bankrottspiel, das immerhin auf der gleichen Basis weiter marodiert. Genauso wie die linken Sozen sich jetzt endgültig als linke Seeheimer etablieren, haben die Grünen sich so was von eingekuschelt, in ihrem Endloskompromiss zwischen Ökonomie und Ökologie, dass die gar nicht mehr merken, dass sie nur noch der Spielball von Marktinteressen sind, dessen Klischee vom liebenswerten Natur- Klima- und Umweltschützer als Marktsegment, genauso wie zur Imaginierung eigener Corporate Identities, manipuliert und ausgeraubt wird, wie eine Keksdose im Feerienlager. Und mit den erklärten Agendagegnern Kipping und Riexinger, ist für mich im Moment die Glaubhaftigkeit vorhanden, auch über evtl. Regierungsmitbeteiligungen ohne an Macht orientierter Kompromisssklaverei, nicht mehr subtilen sondern praktischen Einfluss auszuüben. Doch dies wird die Zukunft zeigen.

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01.06.2012 von eb
Die Interpretation

Ohne Worte .................
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29.05.2012 von eb
Leseempfehlung

bild Soll keiner behaupten, dass sich das Stöbern in alten Sachen nicht lohnt. Jedenfalls bin ich dabei auf einen Vortrag von Dr. Phil. R. Reichert von der Kunstuni Linz aus dem Jahr 2006 gestoßen, den ich schwerstens zum Lesen empfehlen möchte. Ganz bestimmt nicht nur für Kunstinteressierte. Sagen wir einfach, - für alle Liebhaber der eigenen Legende und gemanagten Unabhängigkeiten. Ich fand den Artikel gerade deshalb so interessant, weil er eigentlich aus einer ganz unpolitischen Ecke heraus Dinge beleuchtet, dessen Leuchten auch weit danach, - nicht einen Jota bereit sind, ihre Dummheit und Skrupellosigkeit einzugestehen. Obwohl sie mehr als deutlich sehen, dass ihr Denken zu einem Mainstream geworden ist, dessen Reflexion gescheut wird, - wie die Pest. Ich erlaube mir hier den Schlusssatz des Vortrages aufzuführen. Sollte es deshalb rechtliche Problem geben, bin ich natürlich jederzeit bereit, ihn wieder zu entfernen.

Der im Artenschutzprogramm hegemonialer Kunstdiskurse bewahrte Mythos vom autonomen Künstlersubjekt jenseits aller Normen und Reglementierungen der Gesellschaft steht dem Alltag freiberuflich tätiger Künstler/innen, die von ihrer Kunst alleine nicht leben können und daher mit unregelmäßigen und niedrigen Einkommen konfrontiert sind, diametral gegenüber. Ihre sozial prekäre Position zwingt Künstler/innen in ein gespaltenes Bewusstsein. In der Ungewissheit über die Form ihrer Existenz gehören sie in derselben Weise der ökonomischen Sphäre und der anti-ökonomischen Subkultur an.

Aber wie bereits bemerkt, - es ist auf keinen Fall nur für Kunstinteressierte von Belang.

Die Legende vom Künstler als Entrepreneur.



28.05.2012 von eb
Glücklich durch Unternehmensberatung.

Ich weiß nicht..... Man kann mich ja für destruktiv halten. Aber trotzdem werde ich das blöde Gefühl nicht los, den Grund dafür zu ahnen, warum die Deutschen beim Weltglücksbericht der UN nur auf Platz 30 bzw. 46 liegen. Möglicherweise, - aber natürlich nur möglicherweise, - benötigen diese Deutschen, ja mittlerweile immer erst den Beleg anhand eines Glücksrankings, um sich die einfachsten Dinge der Welt möglichst noch professoral erklären zu lassen. Ist das jetzt ein Scherz? Oder bin ich einfach nur daneben? Ich meine, - ich habe hier Schwarz auf Weiß, die Studie einer UN zur Verfügung, dafür, - dass meine Oma recht hatte. Hätte man auch wirklich einfacher haben können. Gut, - ich bin jetzt kein Anhänger dieser manischen Glückssucher, und der nette Oma-Schmarrn klingt ja auch besser als die vielen Egoworte der bisherigen bundesdeutschen Glücksprofile, aber da dampft die tabellarisch messbare Esoterik schon aus der Tinte raus. Den Satz; "....zählt ein Job mehr als das Einkommen für die Zufriedenheit der Menschen", konnte man sich eigentlich sparen, - denn weder ist ein Gallup World Poll vertrauenswürdig, noch der Rest der Happiness-Begeisterten. Oh, Taz, ich hör dir tapsen. Vom BIP zum Glück, vom gleichen Verein. Da können wir uns gleich das Glück vom Papst erklären lassen. Ist auch nicht schlechter.



26.05.2012 von eb
Samstags-Stoßgebet

Klick macht dick.
bild Oh Herr. Ich fühle jüngst ob des kommenden Pfingstfestes, deinen heiligen Geist in die Herzen der Menschen dringen. Möge er dort für Ruhe und Ausgeglichenheit sorgen. Möge er ihnen Frieden und Herzenswärme bescheren, einen Sinn für ihre Mitmenschen vermitteln und tiefe Eintracht mit sich selber und der Natürlichkeit einer Welt bescheren, dessen ungestümes Leben, seinen alltäglichen Kampf mit kosmetischer Pflege kämpfen muss.

Naja, - gut, vergessen wir das. Wird hinten und vorne nicht hinhauen. Du weißt das, und ich weiß das. Aber wenn das nun mal daneben gegangen ist, dann hätte ich doch wenigstens eine etwas praktischere Bitte an dich. Könnte man das mit dem heiligen Geist evtl. für Rasenmäher, Kettensägen, Wasserpumpen und sonstige motorisierte Hilfsmittel der modernen Gartenbautechnik adaptieren? Ich meine, - lass ihn in die Kolben fahren, dass sie verrecken und endlich stille sind. Lass ihn die Trafos überhitzen, bis aus dem Gedröhn nur noch das hilflose Jammern sirrender Spulen wird. Lass ihn die Schläuche verstopfen, bis auch die letzte Pumpe im eigenen Druck erstickt. Und vielleicht, - aber nur vielleicht, - zieht dann eine Ruhe ein, - welche den Menschen erlaubt, sie überhaupt erst mal zu finden. Und nicht nur das. Stell dir nur mal vor; Blühende wild wuchernde Wiesen ohne Einheitsfrisur, - so richtig mit Blumen, Insekten und all dem schönen Leben, welches diese merkwürdigerweise Natur- und Frischluft liebenden Biotoptechniker, - eigentlich von Grund auf hassen. Ich bitte dich. Gib diesen grünen Seelen wieder eine Chance, Seelenfrieden außerhalb von Baumärkten und Gartenabteilungen zu finden. Und was mich betrifft. Ich würde einfach so schrecklich gerne, mal wieder das Summen von Insekten hören, von Vögeln usw. All die Summe der natürlich leisen Dinge, welche sich wie ein heiliger Geist erholsam ausbreiten könnte. Könnte .....

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25.05.2012 von eb
Neues von AP73.
Aus der Reihe: "Zivilisation und Barbarei: Heute, - der Kitsch."

DIN-A3 Tusche    Klick macht dick.
bild



Dass unsereiner nichts gegen Kitsch hat, - erwähnte ich schon, - oder? Gut. Für dieses, gleich aus mehreren Gründen vom Aussterben bedrohte Wort, besteht meiner Ansicht nach sowieso Rettungsbedarf. Und da die Welt um mich herum sich entschlossen hat, in unendlichen Reihenfolgen, neben Agenda-politikern, Bücher-schreibenden Bankern, Spekulanten und Börsenblasen, auch Vampire, Monster und sonstige Horrorgestalten mit fiesen Absichten ständig wieder-auferstehen zu lassen, - die allgemeine Freude an der Darstellung blutiger und in ihre Einzelteile zerlegter Sachen, - sowie auch im SF, anscheinend nur noch die brachialen Möglichkeiten gegenseitiger Kontakt-aufnahmen bevorzugt werden, - fühle ich mich in Richtung morbider Darstellungsmöglichkeiten, - zur Zeit ein wenig überflutet. Also war mir einfach mal wieder nach friedlichem Kitsch zumute. Irgendwas harmloses, einfaches, unzeit-gemäßes, langweiliges, schönes und blumiges meine ich. Ganz ohne Macht, Wettbewerb, Strategie, Action und Waffen. Adornos "dümmliche Tröstung", - sozusagen. Wobei ich mir nicht so recht sicher bin, ob der gute Mann so etwas, wie die Morbidisierung einer Tröstlichkeit, ebenfalls in Erwägung gezogen hat.

Nun wird unsereiner sicher nicht Adornos Definition von Kitsch in Frage stellen. Das Problem ist lediglich, dass er bedauerlicherweise 1969 gestorben ist. Also über 40 Jahre Zeit für etwas, sich bei stehender Definition, - auch richtig kräftig in alle Himmelsrichtungen weiter zu entwickeln, - und sich andere Namen zu geben. So mag man es mir vielleicht verzeihen, - aber lasst mich einfach mal wieder ein wenig rum spinnen. Ich brauch das. Muss ja keiner ernst nehmen. Im Gegensatz zum realen Unsinn, bekenne ich mich wenigstens zum wirklichen Blödsinn. Gott, wer soll da noch trennen? Aber hier kostet es nix, bedeutet nix, schadet nix, - und auch ansonsten, befürchte ich jetzt keine Offenlegung eines "wahren" Geheimwissens oder einer These zum Erlernen des Fliegens, - für 12Euro99 in der Esoterik- oder Sachbuchecke eines Buchladens. Solcherlei niveauvollen Sachen, verschließt sich mein einfaches Gemüt. Und das; "An die Stirn tippen", überlasse ich den Strategen zum Entwickeln des rationell effektivsten Zweckprinzips zum Ausbeuten menschlicher Ressourcen und deren Anhänger, - sprich Ressourcen. Die Ornithologen, Insektologen, sowie Physiker, Luft- und Raumfahrttechniker unter uns,- muss ich allerdings um ein paar zugedrückte Augen bitten. Das Motiv, ist natürlich ein wenig arg altbacken. Moderner Kitsch, sieht anders aus. Und hat ob seines zeitgemäßen Konsumentencharakters, stellenweise auch eine andere Nomenklatur. Manchmal taucht dabei auch das Wort Pop-Art auf. Da wird das dann allerdings ein wenig schwierig. Und wir wollen uns ja nicht auf's niveaulose Glatteis begeben, - und evtl. gar noch jemanden wie Andy Warhol des Kitsches bezichtigen. Das geht überhaupt nicht. Gute Pop-Art, ist die niveauvolle Sensibilisierung einer Alltagskultur des Konsums, deren Kunstkritiker die Bedeutung des Einfachen erkannt haben. Da gilt es schon zu unterscheiden. Außerdem liegt bei Pop-Art, der Schwerpunkt mehr auf der finanziellen Tröstung. Was in heutigen Zeiten, ja eher als nicht dümmlich empfunden wird.

Es soll auch nicht bedeuten, dass es keine guten Remakes gibt. Bei Filmen z.B. Aber unsereiner steht nun mal aufs Original. Natürlich kann man Peterchens Mondfahrt mächtig glibbrig machen und mit Kurt Russell verfilmen. So wie das eher untröstliche "Ding aus einer anderen Welt" von 1951. Oder, die Titanic als futuristisches Luftkissenboot sinken lassen und Nosferatu zum x-ten Mal moderner exhumieren. Apropos "Russel". Russ Meyers Sexploitation Filme, gelten heute Insidern als Kult. Die Remakes davon, ... naja, ... sagen wir ... - die Welt ist kompliziert. Ich meine, habt ihr euch mal Stings; "I'm an Englishman in New York", als Techno-Version angehört? Das ist wie bundesdeutsche Trendphilosophie, die an Kant rum schreddert. Ein besonders schönes Remake, fand ich übrigens sogar diese Woche noch. Die Neuauflage von; "Zurück zur Natur". Produktion und Regie, - lag diesmal bei der Rüstungs- und Ölindustrie. Aber wirklich zeitlos, - bleibt nur der Gartenzwerg. Was vielleicht auch daran liegt, dass kaum etwas friedlicher ist, - als solch ein Heckenschmuck. Deshalb finde ich diesen 70iger Jahre Blumenvasen-Dekostil, im Moment vielleicht nicht ganz up-to-date, aber dafür einfach ehrlicher. Und irgendwie, hängt unsereiner da jetzt auch fest, und kriegt den kleinen Mann im Ohr nicht weg. (Irgendeiner, hat dem sogar einen Floh von knutschenden Elfen ins Hirn gesetzt. Kennt sich da jemand mit aus?) Ich befürchte ein Abdriften in Richtung Fantasy. Handy's, Internetanschlüsse und Photonenhirne, - kommen des Weiteren, übrigens auch nicht vor. Mit dem Vorwurf des verkappten Naturalisten, - kann unsereiner allerdings mehr als problemlos leben. Sonstige Psychogramme, - übernimmt die Hauskatze. Ansonsten, ..... Fröhliche Pfingsttage ;-).

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21.05.2012 von eb
Alles Elite, oder was?

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bild Dieses abgeknabbberte Wort; "Elite", scheint unseren Journalisten und moder- sowie marodierenden Funk- und Fernsehgespenstern diesseits des Ereignishorizontes, immer noch recht locker aus den Schrift- und Sprechblasen zu tropfen. Man kann nur vermuten, ob dahinter eigene Sehnsüchte nach gesteigerter Hochachtung, - oder einfach nur genauso eigene Unterwürfigkeiten in Hinsicht einer Grenzfläche in der Raumzeit sind, welche sich partout einreden wollen, dass die Ereignisse dahinter tatsächlich ein schwarzes Loch- und deshalb nicht einsehbar sind. Wenn es eine Elite in Sachen Ignoranz und Bockmistbauen gibt, könnte ich das ja verstehen, aber leider befürchte ich, dass dieses elitäre Gehampel sich selber ganz anders einschätzt. Das sehe ich schon an einigen emails, die mir ständig aus dem Spam heraus anraten, dass ich dringend einer elitepartnerin bedarf und doch endlich mal nach gucken soll. Wieso schickt man mir so Zeugs? Was soll ich mit einer elitepartnerin? Vor allen Dingen, was soll ich mir jetzt darunter vorstellen? Hängen da Christbaumkugeln dran, - oder tragen die Edelsilikonimplantate? Die ab und zu mal mitgelieferten Grinsegesichter, die dem Wortlaut nach ganz in meiner Nähe wohnen sollen, sehen aber jetzt auch nicht anders aus wie normale Menschen. Ich meine, die haben Augen, Nase, Mund und so. Fast schon sympathisch. Also eigentlich alles im grünen Bereich. Nichts außerirdisches dabei. Man sieht ein wenig, dass sie sich für ganz besonders intelligent halten. Nichts ist offensichtlicher, als dieser Versuch, gleichzeitig modern, charmant, sexy, distinguiert und intelligent zugleich in die Kamera zu schauen. So diese Mischung, - moderne Karrierefrau zwischen Nadelstreifen und High-Heels, - oder ersatzweise Föhnfrisur mit Besonders-Klug-Aussehbrille und dynamisch vorgerecktem Kinn. Dafür gibt's sogar ein Klischee. Die Art Vollbusenwissenschaftlerin, die man schon in alten Superman- und Batmancomics eingebaut hatte, und sich über die Jahrzehnte, außer dem zeitgemäßem Outfit, eigenlich niemals geändert hat. Kritisiere ich ja nicht mal. Aber wieso heißt das jetzt Elite? Wo fängt eine Elite an? Was ist das überhaupt? Die Besten der Besten? Das will mir jetzt keiner im Ernst erzählen, - oder? Wenn das so ist, dann muss ich immer an unsere politischen und wirtschaftlichen Frontends denken. Die schwafeln auch ständig von Elite. Ich hoffe doch schwer, die meinen nicht sich selber damit? Wenn das die Besten der Besten sein sollen, dann wird mir ein wenig bange, bezüglich der menschlichen Überlebenschancen.

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18.05.2012 von eb
Jedem sein Ranking.

Klick macht dick.
bild (Bezüglich von Verlinkungen, - siehe auch Update am Schluss.)

Einst war es der Traum eines Reinhard Mohns, das ultimative Management zu entwickeln und auch so gut wie alles, listenmäßig erfassen und nach seinem Nutzen bewerten zu können. Die Dame seines Herzens, verstand es recht geschickt, den Unternehmenspark ihres Mannes, zusätzlich zu seiner Philosophie weiter auszubauen, und auch stiftungsmäßig zu sozialisieren- bzw. zu medialisieren. Ein glückliches Händchen bei der Wahl der Aufsichtsratschefs, erbrachte zudem noch, ausgerechnet zu Zeiten, wo ein Genosse der Bosse und andere interessierte Führungspersönlichkeiten vom "Unternehmen Deutschland" und der Privatisierung auch noch des Hungertodes träumten, - recht interessante Kampagnen zuwege. Soviel Verantwortung, bedarf natürlich einer gesunden Übersicht und eines entsprechenden Bewertungssystemes. Über Standortrankings, Bildungsrankings, Hochschul-Rankings und neben Krankenhausrankings, noch diverse andere Listings der Topprofiteure einer sozialen Marktwirtschaft, hätten dem alten Mohn mit Sicherheit zur Freude gereicht.

Politische Einflussnahme sowie sonstige Aktivitäten, bleiben niemals ohne Folgen für die Gesellschaft. Und nach zehn Jahren, zusätzlichem, mitunter täglichem Betrümmern dieser Ansammlung von Medienkonsumenten mit Bertelsmann-Studien, - ganz bestimmt nicht. Oder will mir jetzt jemand erzählen, er kennt diesen Satz nicht; "Laut einer Studie der ...." ? Und dass mir jetzt keiner mit Verschwörungstheorie kommt, - und so. Es entspricht der ganz normalen Positionierung eines modernen Welt-Unternehmens, welches seine politische und gesellschaftliche Einflussnahme dafür erhält. Man sagt auch Marketing dazu. Lieben ja auch alle ganz schrecklich. Ganz besonders, wenn es darum geht, schicke neue Modewörter zu übernehmen, - und sich damit so richtig an der Front der Zukunft wohl zu fühlen oder zeitgemäß in Profit zu verwandeln. Zugegeben, - die Public-Relationabteilung, - ist hier etwas größer gesät wie normal. Und auch entsprechende Mädchenfreundschaften, werden intensiver gepflegt. Ich kann mich noch gut an Sendungen einer ganz speziellen Medieninstitution erinnern, in denen Mütter, - oh Verzeihung, - Familienmanagerinnen, - ihren Töchtern oder Söhnen vorwarfen, dass sie sich beim Bewerben um eine Lehrstelle, - nicht gut genug verkauften. Was zur Folge hatte, dass prompt am Tresen der Nation, vom erfolgreichen Verkauf des Nachwuchses geplappert wurde. Da muss man nicht erwarten, dass das in Sachen Wettbewerb, Rating, Ranking und sonstigen Arten der manipulierten Unmanipulierbarkeiten anders läuft. Denn selbstverständlich sind alle Herr ihrer Sinne, beim Bedienen auch des neuesten Klischees. Jeder liebt und profiliert seine Individualität über Vergleiche mit anderen, - ist nicht manipulierbar in seinem Kampf um Erfolge, - und absolut selbstständig beim endlosen Hetzen nach Anerkennung zum Tollsten, Schönsten und Besten. Und auch ansonsten, ist Ranking ja auch nichts ungewöhnliches. Hört man ja schließlich täglich. Das eine, muss auch jetzt nicht unbedingt etwas mit dem anderen zu tun haben, - auch wenn es zeitgleich auf den Plan getreten ist. Und die kleinen sozialwissenschaftlichen Harmlosigkeiten moderner Sprachschätze kennen wir ja auch alle. Fragt sich nur, wer gerade die Modernisierung-, und vor allen Dingen, zu welchem Zweck macht-, oder gemacht hat. In der Regel, interessiert das dann weniger. Diese Wettbewerbsgesellschaft benötigt ja auch dringend Rankings. Irgendwie, muss man ja die Gewinner von den Verlierern trennen. Sonst kann sich keiner besser als andere fühlen. Es ist unglaublich wichtig, dass auch wirklich alles, - und damit meine ich auch wirklich alles, - unbedingt sein Leben und seine Existenz über den Erfolg- und Wettbewerbs-treibenden Charakter eines Vergleiches mit anderen erfährt. Und selbstverständlich dient alles nur zur Verbesserung. Wie unbeeinflussbar wir alle natürlich sind, bringt immerhin ein Comicranking, - wenigstens auf den Punkt;

"Weil das ganze Leben eine Liste ist......."

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17.05.2012 von eb
Einer, - bleibt immer zurück.

Klick macht dick.
bild Oha, - da wird ja richtig die Revolution geschmiedet. In Mannheim ist jetzt Katholikentag. Da darf ich mich als Heide, ja eigentlich gar nicht zu äußern. Aber ich mag Kirchentage. Da werden immer so ganz heimelige und wohltuende Sachen gesagt. Nach 97 vorherigen Katholikentagen, im Zweijahresrhythmus, - darf man da schon einen gewissen Standard erwarten. Und was soll ich machen? Die äußern sich ja auch über mich. Die sprechen nämlich immer vom; "wir", und vom; "unser".

Unser Lebensstil, ist nicht zukunftsfähig.

Sehe ich auch so, aber da bekomme ich jetzt Schwierigkeiten mit. Nach 98 neuen Aufbrüchen und ähnlichen Aussagen, weiß ich nicht mehr so recht, wen der gute Zollitsch damit meint. Ich kenne jedenfalls nicht gerade wenige Leute, die können sich nicht mal die Fahrt nach Mannheim leisten. Das liegt durchaus auch an Situationen und sogar Sanktionsmethoden, deren kluges händlerisches Geschick und forderndes Fördern, durchaus auch kirchlichen Segen fand. Oder sagen wir besser, drei agendual verplante Katholikentage langes Ignorieren nicht mittiger Lebensstile, deren Ausbeutung andere durchaus zukunftsfähig sehen. Aber die Grundaussage christlicher Aufbruchstimmung, wird dafür wieder mal mit eindeutig gewohnter Sehnsucht formuliert. Da wird einem ganz wohl und schummrig ums Herz.

"Wir sehnen uns nach einem Aufbruch zu einer menschlicheren, gerechteren und friedlicheren Welt."

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14.05.2012 von eb
Zielkonflikt.

Wir haben nämlich einen gesellschaftlichen Zielkonflikt, - müsst ihr wissen. Warum geben wir die Kinder nicht gleich von Geburt ab weg? Steckt sie weg. Stopft sie weg. Plant sie weg. Integriert sie bequem in die Realisierung dessen, was eurer Eitelkeit zur Selbstbestätigung zur Genüge gereicht. Sie stören nur dabei. Macht sie weg. Unnötiger Ballast. Werft sie den pädagogisch vernünftigen Regeln zu euren Gunsten zum Fraß vor. Stopft sie in die Paläste sinnvoller Erziehung zum Gemeinwohl eurer Egozentrik....... Eurer Ziele!!!!! Sie haben es gut dort..... vielleicht sogar .... besser als bei euch. Was soll man denn sonst erwarten, ... in der Kälte? Erst realisieren, - dann die Studien wem's schadet, - dann den Konflikt sehen. Das ist alles so einfach, -, - und so unglaublich vernünftig, - nicht wahr? Jaja, - ich weiß. Das ist wieder mal höchst unsachlich. Warum sperrt ihr eure Sachen nicht einfach in den Schrank, - und lasst sie dort sterben?

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13.05.2012 von eb
Captain Future hat'n Date mit dem Leben.
Aus der Reihe: "Dark worlds."

(C.) 50x50cm Acryl auf Leinwand   Klick macht dick.
bild



Ok, ok, - diesmal gibt's keine Geheimnisse oder Hintergedanken. Nicht mal wirre Gedankengänge meinerseits. Nein-Nein. Auch ansonsten, - alles ganz normal und voll im grünen Bereich. Wirklich! Ehrlich! Ganz bestimmt! Habe mir nach lästiger Zwangspause bezüglich bunter Bilder, - lediglich in einem Anflug von Wahnsinn, einen Zehnerpack bespannter und fertig grundierter Leinwände gegönnt. Für einen Anhänger von; "Kann mir gar nicht glatt genug sein" - Untergründen, - ist Stoff anfangs ganz schön ungewohnt. Und da bei diesen Versuchen, zwischen Längs- und Querfäden befindliche Zwischenräume auszufüllen, auch unbewusst Zwischenräumliches aus den vergangenen Wochen mit eingeflossen ist, - müssen zur existierenden Überschrift, noch einige hinzugefügt werden.

Vom libidinösen Grunzen religiöser Technofundamentalisten.
(Heidegger on the Rocks.)
Alltägliches zur platonischen Liebe im Karlsruher Feuerbachsaal.
(Dies ist ein wirklich ernst zu nehmendes Thema.)
Philosophische Betrachtungen zur optimalen Fadendicke von Netzstrümpfen,
... aus Sicht des Naturalisten und eines Anhängers von Sigmund Freud.

(Eine Debatte, welche der Naturalist, mittels ziemlich unfairer Methoden und etwas deckender Farbe, zu seinen Gunsten entschieden hat. Er bekennt sich aber zu einem latenten Hang zum Chauvinismus, da er nicht ein einziges Mal, die Dame selber um ihre Ansicht gefragt hat. Mögen die Röntgenaufnahmen späterer Jahrhunderte, - Aufschluss darüber geben.)
Das Tier im Raumanzug.
(Naja....)
Romeo hat Heuschnupfen.
(Die alltägliche Ästethik des Leidens, für besonders kunsttheoretisch verblöd.. ähhh... verblümte.)
Extraterrestrische Naturmedizin und kopfschmerzbedingte Hypersensibilitäten.
(Ich weiß, schwer zu verstehen. Sagen wir einfach, - Fenimore Coopers Lederstrumpf, ein wenig moderner adaptiert.)
Wie stapelt man Leinwandbilder platzsparend in Sammelmappen?
(Eine simple Frage begrenzter Räumlichkeiten.)

Aber die Wahrheit, - sieht natürlich ganz anders aus.

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10.05.2012 von eb
Von der Erhabenheit.
Oder auch, - "Wirres zu Wirrem".
Aus der Reihe: "Kunst und Kuchen, Kultur zum Fluchen."

bild Nun gibt es ja immer noch Leute, die standfest versuchen zu erklären, - was Kunst ist, - und was nicht. Auffällig wird dabei, trotz recht eindrucksvoller Vermischungen untereinander, ein recht krass produzierter Unterschied zwischen rein philosophischen, gesellschaftlichen sowie kunstmarkt-orientierten Ansichten. Und alles natürlich streng; "objektiv". Bei allen drei Richtungen dieses, - anscheinend innerem oder strategischem Zwanges zur Deutungshoheit, findet man einen Begriff aus der Kunsttheorie ganz besonders oft; "Erhabenheit". Unsereiner vermisst da mittlerweile, unbewusst schon automatisch, - die "objektive" Erhabenheit. Fragt mich nicht warum, aber auch dies wird noch kommen, - dessen bin ich mir fast sicher.

Aber was soll's. Kuriositäten, zeigt man den kuriosen Zeigefinger erhabener Ehrlichkeiten, die nicht vom Mythos der Erhabenheit leben, sondern sogar während des Frühstücks, - erhabene Freude bereiten können. Unsereiner frönt z.B. unverändert, liebend gerne den künstlichen Erzeugnissen, welche innerhalb gesellschaftlicher Erhabenheiten in Richtung Kunst, immer noch gerne mal mit einem erhabenen Naserümpfen begegnet wird. Und heute mache ich auch mal, - ganz ungewohnt, aber doch meiner Ansicht nach, - "erhabene Werbung". Die Beschreibung kann ich mir zudem sparen, denn die ist im comicblog bereits schon viel besser vorhanden.

Solcherlei seelisch gestärkt, kunstbeflissen motiviert und fröhlich gestimmt, treten selten erhabene Gedanken auf den Plan. Ich meine, - überlegt doch mal. 52 Seiten mal 43.2 Millionen Dollar. Auf vielen Seiten davon, sind sogar bis zu 6 Einzelbildern. Bei jedem einzelnen davon, kann ich jetzt wahrhaft nicht weniger Erhabenheit sichten, als bei einem Lichtenstein. Eigentlich eher mehr. Um ganze Welten mehr sogar. Und zugegeben, auch nicht so leidvoll oder ernst erhaben wie bei Munch oder Picasso. Wo immer man bei einem Schreienden Erhabenheit sichten - oder sich beim kubischen erhaben die Geometrie durcheinander bringen will. Wobei ich mir jetzt sicher bin, dass ein paar entrüstete Anhänger heimelig elitär Niveau-beflissener, ob dieses Vergleichs erhaben den Kopf schütteln werden. Picasso zumindest, ist immerhin kunst-staatlich zertifiziertes Genie. Und im Gegensatz zu den einfachen Geschichtchen eines Comic-Bildbandes, haben diese erhabenen Werke, natürlich alle auch eine uuuunnglaublich tiefsinnige Legende.

Also sagen wir, - eher eine fröhliche Erhabenheit. Derzeitiger Investitionswert für evtl. spätere Imobillienanlagen übrigens, - "12 Euro Fuffzig". Also im Ernst, - ich hab jedes Bild davon genossen. Der Zeichner ist unbedingt jeden Cent wert. Jaja, - ich weiß. Es sind natürlich keine Unikate. Ich bin mir aber sicher, dass Originale existieren. Ich fordere deshalb, dass das Original des vorletzten Bildes, bei Christi's, - minimum einen Marktwert von 10 Mill. Dollar erreicht. Und jetzt erzählt mir bloß nicht, dass das verrückt klingt. Es ist lediglich frei von objektivem Stuss oder Erhabenheit. Und da man den Wirrnissen bereits schon erlegen ist, - bleiben wir noch ein wenig beim Thema Erhabenheit.

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08.05.2012 von eb
Ich bin nämlich schrecklich wichtig.

Klick macht dick.
bild "Ich bin gerade ziemlich wichtig, weißt du?"
   "Ahhh, - du auch?"
"Naja, gestern war ich ganz besonders wichtig, - deshalb kann ich es heute etwas langsamer angehen lassen."
   "Ja, der Stress ist schlimm. Aber das muss man in Kauf nehmen, wenn man wichtig ist."
"Du sagst es. Das Schlimme ist, dass die Leute das nicht verstehen. Die sehen immer nur die Wichtigkeit, aber nicht die Arbeit dahinter."
   "Du meinst Karl-Heinz den Wichtigtuer?"
"Ja, schlimm nicht?"
   "Schlimm? Von nichts ne Ahnung, - aber einen auf wichtig machen."
"Na, ich nehm den gar nicht mehr wichtig."
   "Das wird wohl das beste sein. Übrigens, - was ich mir gerade überlege. Meinst du, du kannst deine Wichtigkeit so einrichten, dass wir heute Abend gemeinsam essen gehen könnten?"

"Bin ich etwa für dich wichtig?"
   "Öhmm, - wie meinst du das?"
"Naja, wenn ich gerade so wichtig bin, könnte dir das schon Vorteile verschaffen."
   "Meine Güte, du nimmst dich aber ziemlich wichtig, oder? Ich sag dir was, für mich bist du überhaupt nicht wichtig."
"Na, dann vergessen wir das wohl mit dem Essen."
   "Du wärst tatsächlich mitgekommen?"
"Eigentlich schon, aber da wusste ich noch nicht, dass ich total unwichtig für dich bin."
   "Aber, - ich meinte das doch ganz anders."
"Wie denn?"
   "Na,ja, - eben anders."
"Wie anders?"
   "Ach Herrgott nochmal. Ich mag dich einfach. Ist das für dich unwichtig?"
"Nein, - ist es nicht. Wenn du mich wichtig nimmst, nehm ich dich auch wichtig. Auch wenn du eigentlich nicht so wichtig bist. Aber das einzig wichtige ist doch, dass du dich selber wichtig nimmst."

   Öhmm, versteh ich das jetzt? Ach was, lass uns einfach zusammen essen gehen.





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