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05.11.2010 von eb
Experten

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Kommen sie herein. Fühlen sie sich wohl. Haben sie ein wenig Vertrauen. Das sind schließlich ihre Wirtschaftsexperten. Und sie sind die besten. Die Creme de la Creme der ökonomischen Weisheiten in Beraterfunktion für ihre Regierung. Bert und Hans Werner, - die beiden Obergurus ihrer Zukunft mit maßgeblichem Einfluss auf die Politik. Die Demografen geben die Richtung vor, und die beiden sagen morgen voraus, was gestern passiert ist. Und das, immerhin schon seit Jahrzehnten. Ab und zu übersieht man schon mal ein paar Kleinigkeiten, aber deshalb heißt Weltwirtschaftskrise ja auch Weltwirtschaftskrise. Weltweit eben. Mann kann einfach nicht überall sein.

Deshalb gehen sie ja auch auf Nummer Sicher. So ein Niedriglohnsektor ist doch eine feine Sache. Damit kann man auch eine fertige Wirtschaft ankurbeln. Nächstes mal, werden die beiden die Geschichte weiter ausbauen. Der verdoppelte Niedriglohnsektor bei zusätzlich halbiertem Lohn sozusagen. Eigentlich sollte man gleich die Sklaverei einführen. Dann ist wenigstens genug Stoff zum Retten dessen übrig, was die Jungs in ihrem Stress schon mal übersehen können.

Bert ist ein wenig weicher gestrickt. Ab und zu vermischt er zwar mal Sonderberatung mit Finanzdienstleistung, liebt aber das Differenzieren über Privatisierungen. Als neoliberaler Vordenker kann er sich das erlauben. Der Schritt vom Vordenker zum Nachdenker, bringt mitunter schon mal Einsichten, die beim Vordenken übersehen wurden. Und immerhin war er bis letztes Jahr ja auch noch "weise", - also Wirtschaftsweise. Da steht ein wenig Besonnenheit gut zu Gesicht. Im Großen und Ganzen, sind beide aber ein gut eingespieltes Expertenteam mit Initialzündung der initiierten Neuen Sozialen Marktwirtschaft. Sozial ist, was preiswerte Arbeit zur Verbrennung im sozialen Hochofen schafft. Einer zeigt dabei hierhin und der andere dorthin, und zum Schluss ist sowieso alles ganz anders gelaufen. Aber Hauptsache der Schornstein raucht.

Werner hats da ein wenig besser als Bert. Der kann noch richtig glauben. Und was nicht glaubhaft ist, wird eben zum Geschäftsmodell erklärt. Wenn er keine Gesetzmäßigkeiten am Markt sieht, dann müssen Zeitarbeit und Hungerlohn, eben seiner persönlichen Gesetzmäßigkeit folgen. Das hat schon während der Finanzkrise funktioniert. Bei so Sachen, lässt er noch Orakel dort wachsen, wo die Banker schon aus den Fenstern springen. Das ist echte Motivation. Braucht man auch in dem Job. Ohne geht das gar nicht. Schließlich kann man nicht erwarten, dass die medienpopulärsten Experten einer Meinung sind. Wo kommen wir da hin. So was verkauft sich nun mal gar nicht mehr heutzutage. Nachher sagen beide noch das Gleiche voraus, und wenns dann wieder mal schief geht, müssen unsere Regierungsvertreter glatt noch selber raten. Wär doch peinlich, oder?



02.11.2010 von pf
Graffiti experiments.
Klick macht dick.
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Street-Art and Graffiti Experiments.

Zu Deutsch; Mein Nachwuchs zeigt mir, was ne Harke ist.
Boah. Ich liebe es, wenn´s lebt.

01.11.2010 DINA 4

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02.11.2010 von eb
Robotmania

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Ein Hoch auf Trittins Dosenpfand. Wird ja doch noch mal was vernünftiges draus. Allem Anschein nach, ist nun endgültig die Robotermanie ausgebrochen. Selbst unsere Bundeskanzlerin spielt schon mit Manga-Mülltonnen. Die orangenen Dinger in Autofertigungshallen, sind ja schon alte Hüte. Denn mittlerweile träumen intelligenzlose Medien, ersatzweise von künstlicher Intelligenz, die auch gleich die menschlichen Bezugssysteme kostensparend per Altenpflege auf null reduzieren kann. Forscher realisieren im Geiste schon mal ihren streng wissenschaftlichen Urwunsch nach dem "Alles ist eins". Und junge wie alte Robotiker bilden Netze, Profis, und jeder der sich in die kleinen Atmega-Prozessoren verliebt hat, greift natürlich ebenso voll in die Bastelkiste. (Versteh ich ja). Ob als Botenjunge, Rasenmäher, Reduzierung von Krankenhauspersonal, gegen das zittrige Händchen des Chirurgen oder als moderner Winnetou für zeitgemäße Kriegsspiele. Zwar sind stellenweise Leiharbeiter noch billiger als ihre Blechkollegen, aber man hört schon am kühlen Klang der Rhetorik, - den Robots gehört die Zukunft.

Der alte Traum vom Sklaven dem es egal ist, ob er sein blechernes Patschhändchen schmutzig macht oder nicht, hat sich drastisch zugunsten der mechanisch reproduzierbaren Wiederholgenauigkeit, bis hin zum Tätigkeitsfeld edler Halbgötter in Weiß entwickelt. Und wie bereits dunnemals die Verbannung handwerklich geschickter Feiler und Dreher, dem Rationalisierungsprinzip der weltweiten Wettbewerbsfähigkeit durchs arbeitsamttechnische Maleur der CNC-Umprogrammiererei erklärt wurde, - finden sich auch hier ausnahmslos nur Adepten einer grenzenlosen Begeisterungsfähigkeit für den Umstand, dass längerfristig gesehen, Investitionen immer billiger sind als Lohnkosten mit Kündigungsfristen.

Aber so ein Arbeitnehmer will schließlich nicht maulen. Er hat wirklich wichtigere Sorgen. Z.B. die Frage, ob er dann noch seiner Bierdose trauen kann. Ich warte eh schon auf entsprechende Weißblechgefäße die mir beim Öffnen erzählen, dass Alkohol ungesund ist. Weinflaschenöffner mit eingebauter "ThinkPositive"-Injektion. Schnapsgläser mit Alkohol-Neutralisator oder Eierbecher mit automatischer Cholesterinanzeige. Ob Eier nun schuldig sind oder nicht, bzw. Übergewicht überhaupt kein Thema ist, interessiert doch den Eierbecher nicht. Das Iphone mit App zur minütlichen Kalorienkontrolle, wird diese Lücke dann sowieso füllen. Vielleicht entwickelt sich im Zuge der Demografie, ja sogar noch der Aktiv-Kohle-Filter mit eingebautem Aphrodisiakum-Zerstäuber und intelligenter Partnersichtung. Da werden die Nichtraucher aussterben wie die Arbeitsplätze. Kippenautomaten die einen Ü50iger fragen ob er über 18 ist, haben wir ja schon. Assimilation hat viele Gesichter. Wer hier wen assimiliert, ist schon lange nicht mehr zu klären. Oder kann irgendjemand anhand der endlosen StarTrek-Folgen tatsächlich beweisen, dass Borgs kein Bier trinken? Aber auch dies ist kein Thema mehr, denn Roboter sind billiger wie Borgs.



27.10.2010 von eb
Das liegt im Auge des Betrachters.

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Immer wieder beliebt. Sprüche, die formal manchmal sogar richtig sind, aber in der Regel immer dann ins Weltall geblasen werden, wenn entweder die Argumente ausgehen, oder ein individueller Status-Quo auf Teufel komm raus überleben will.

Aussagen wie; "Das musst du anders sehen", welche das Gegenüber mit; "das siehst du nicht richtig" beantwortet, lassen zwar auf eine gewisse Selbstüberzeugung schließen, sind aber trotz eines mit Sicherheit folgenden ausdauernden Drehens im Kreise, eher harmlos.

Der Satz; "Das liegt im Auge des Betrachters", hat da schon etwas perfideres an sich. Er wird gerne von Menschen benutzt die damit andeuten wollen, dass jeder Einzelne eine eigene Sicht der Dinge hat. Dies hängt ganz besonders davon ab, was denn so gerade Gegenstand der Betrachtung ist. Schönheit, Kunst, Geschmack und die bevorzugte Farbwahl beim Fischen der Gummibärchen aus der Tüte, sind sicher verständliche und akzeptable Gründe jedem sein individuelles Betrachterauge zu gönnen. Auch Ansichten über Politik, Sozialverhalten und Schwimmbäder sind zweifelsohne individuell zu verorten, haben aber bereits schon bei praktischer Mitwirkung bzw. Wahlverhalten Auswirkungen auf Menschen außerhalb des Betrachters. Schwierig wird es, wenn Sätze fallen wie; Behinderung, Gewalt, Profit, Schmerz oder Krieg .... liegt im Auge des Betrachters. Hier kann man bereits durchaus vermuten, dass der Benutzer des Satzes nicht mehr unterscheiden kann zwischen dem Auge des Ausübenden und dem des Erleidenden. Da wartet der aufmerksame Gesprächsteilnehmer in der Regel, dann auch fast automatisch auf eine gern benutzte Floskel von Küche-, und Gartenphilosophen, die die Relativitätstheorie nicht recht verstanden haben.

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26.10.2010 von eb
Nebelgeister unter sich.

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DIN-A2 Polychromos



12.10.2010 von e
Die Leistungsfamilie

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... oder auch,
die sozialen Leistungsbindungen.

Dies versucht man heute auch als soziale Marktwirtschaft zu erläutern. Also mehr, oder weniger, - "sozial ist, was Markt schafft". Andere versuchten es über; "sozial ist, was Arbeit schafft" zu erklären, indem man mittels der Verringerung von Leistungsausgleichen die Leistungsmöglichkeiten rentabel so erweiterte, dass man ausreichend zwischen niedrigen und hohen Leistungsträgern unterscheiden konnte, um den Mangel an Leistungsmöglichkeiten dann bei den niedrigen Leistungsträgern zu verstecken. Kluge Leute, nannten das Niedriglohnsektor. Vom Zahlenspiel, hat dies durchaus funktioniert. Da die Sache aber so niedrig angesetzt war, und Leistung im Leistungsträgerland sich über monetäre Werte definiert, entstanden dabei leider Separationsschwierigkeiten, weil man nicht mehr recht wusste, wen man jetzt für leistungsfaul und leistungswillig erklären konnte.

Eine ausgesprochen unnötig komplizierte Geschichte. Hätte man von Anfang an erklärt; "sozial ist, was Profit schafft", wären diese Differenzierungsschwierigkeiten niemals entstanden.

Nun ist das Bild zu diesem Thema sowieso nicht stimmig, - da es einfach zu romantisch und auch frei von Leistung ist, weshalb die Leistungsträger damit nichts am Hut haben. Romantik ist nicht deren Sache. Man kann nicht auf der einen Seite von Sozialromantik reden, und auf der anderen Händchen-haltend in den Sonnenuntergang segeln. Das passt einfach nicht zusammen. Und ist auch nicht kalkulierbar. Kennen wir ja; Time is Money. Für so was, hat der echte Leistungsträger einfach keine Zeit und wirft auch ein schlechtes Licht auf die sinnvolle Erziehung des Nachwuchses.

Höchstens vielleicht noch im standesgemäßen und zweckorientiertem Rahmen unter sich. Nach hartem Arbeitstag, zur Entspannung z.B. eine Terminabsprache oder Tabellenkalkulation im familiären Rahmen. Da fehlt dann aber eindeutig auch das entsprechende Umfeld. Ein angemessenes Abendessen mit Kerzenschein, gediegenem Ambiente und stilvollem Laptop in der Kantine wäre angebrachter. So, hat das was Prolo-haftes an sich, und der Autor entschuldigt sich bezüglich der fehlinterpretierbaren grafischen Beigabe.



11.10.2010 von eb
Das Leistungskind.

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Kinder sind unsere Zukunft. Dafür können sie gar nicht früh genug mit dem Lernen anfangen. Dass macht schließlich auch Sinn für ihre eigenen Chancen. Der beste gewinnt, und wer sich nicht auf den Hosenboden setzt, verliert das Rennen. Heute bietet von der frühkindlichen Erziehung an beginnend, der gesamte Schul- und Ausbildungsweg jedem die Möglichkeit, über Leistungskampf und sportliches Ranking von Gewinner und Verlierern den fürs Wirtschaftswachstum sinnvollsten Platz als Besten, so früh wie möglich einzunehmen. Man muss ihn seinem Kind nur geben wollen. Fremdsprachen, so früh wie möglich zu beginnen, ist heute nun mal Pflicht. Die ganze Welt redet schließlich Englisch. - Französisch und Spanisch übrigens auch. China hat sich zur Weltwirtschaftsmacht entwickelt, weshalb chinesisch neben russisch selbstverständlich auch Sinn macht. Da kann man gar nicht früh genug mit beginnen und fängt sinnvollerweise schon im Vorschulunterricht, und der, -demnächst bereits schon in der Kinderkrippe an. Da kann man schon mal seinen Kleinen was abverlangen. Die Zeit des Schmusekurses ist nun mal vorbei. Hat schon ein bekannter Politiker gesagt. So findet mit den Unterrichtsmaterialien auch endlich bereits schon im Vorschulalter ein entsprechendes Muskeltraining statt, um dem leidlichen Problem zu begegnen, Kindern im Grundschulalter das Tragen von 20Kilo-Schulranzen, ohne ausreichend trainierte Körpermuskulatur zuzumuten. Alles nur zum Wohle der Kinder. Ein Wohl, welches über Studien bekannter Industrieunternehmen auch ständig zweckvoll überwacht, kontrolliert und bewertet wird.

Da sich die frühkindlichen Erziehungssysteme evtl. als effektiv genug erweisen werden, die Gymnasiumsdauer auf vielleicht 5 Jahre zu reduzieren, könnte schon mal eine Vorüberlegung bezüglich vorgeburtlicher Bildungssysteme angedacht werden. Spezielle Mütterkrippen mit 9-monatiger Berieselung von Leistungsbäuchen mit pädagogisch wertvollen Leistungshinweisen, könnten eventuell sogar zusätzlich zu einer weiteren Reduzierung eines ganzen Jahres führen. Damit stünden der Wirtschaft, aufgrund der vorherigen schrittweisen Reduzierungen des Durchschnittsalters von Abiturienten über G8/G5 und nun G4, bereits 13-14jährige, für eine Akademikerlaufbahn in den qualifizierten Arbeitsmarkt befristeter Studentenjobs oder als preiswerte Praktikanten zur Verfügung. Die danach den dringenden Bedarf an hochqualifizierten Prekärarbeitsplätzen im mittlerweile verdoppelten Niedriglohn-, oder flexiblen Zeitarbeitssektor, auf Abruf mit ihrer Leistung bereichern können.



10.10.2010 von eb
Die Leistungsträgerin.

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Böse Zungen könnten heutzutage behaupten, dass man einer energiegeladenen Lokomotive lediglich einen rosa Anstrich verpassen muss, und schon hat man aus dem Leistungsträger eine Leistungsträgerin gemacht. Doch ganz so einfach ist dies nicht. Nicht nur das vielerorts die weiblichen Vertreter dieser leistenden Wachstumsgärtner durchaus ein größeres Umweltbewusstsein zeigen als ihre männlichen Kollegen, - so liefern sie aus biologischen Gründen heraus, nun mal auch den Nachschub für die menschlichen Ressourcen zukünftiger Wachstumsbeschleunigsfaktoren.

Wachstum ist neben Leistung im ökonomischen Gewächshaus profitabler Vermehrungsoptionen, einer der grundlegenden Pfeiler der Selbstberechtigung des Leistungsträgers. Und niemand wird wohl den weiblichen Vertretern von Dynamik, Leistung, und Flexibilität den größtmöglichen natürlichen Bezug zur Förderung von Wachstum streitig machen wollen. Zusätzlich erfüllen sie innerhalb der zeitgemäßen Philosophie der profitorientierten Marktwirtschaft, zwei sehr wichtige systemische Funktionalitäten um Welten besser als die männlichen Kollegen. Sie sind in einem am Angebot orientierten, und deshalb von Werbung abhängigen Markt vielseitiger verwendbar, und zudem einfach billiger.

Merkwürdigerweise führen ausgerechnet diese sinnvollen Vorzüge innerhalb der ökonomischen Glaubensgemeinschaft, nicht selten zu Unmutsäußerungen in Bezug auf eventuelle sexistische Stereotypen oder gar monetäre Ungerechtigkeiten. Ein Umstand, der der ökonomischen Logik zur Folge nicht nachvollziehbar ist, da noch kein Fall bekannt ist, wonach als Ressourcen definierte Objekte eines Systems überhaupt Rechte besitzen. Jedenfalls hat noch kein Grundkapital jemals solcherlei Ansprüche gestellt, und sollte sich beim Betreten der Abteilung "Human Ressources" klar sein, was dies bedeutet. Auch die Soziologen, welche wirtschaftliche und soziale Systemtheorien versuchen bezüglich der menschlichen Ressourcen in Deckungsgleichheit zu bringen, haben offenkundige Probleme damit, einem Systemelement Privilegien zuzugestehen, welche sich außerhalb eines über funktionelle Verwertbarkeit definierbaren Rahmens hinaus bewegen. Die Systemtheorie kennt nun mal keinen Subjektivbegriff.

Zwar gibt es Studien zu leistungssteigernden Faktoren, wie Glück, Zufriedenheit und auch Gesundheit, - trotzdem widersprechen erwähnte Unmutsäußerungen einmal dem Grundprinzip der freien Marktordnung, und zum anderen auch der grundlegend sich über mittels Produktion und Rationalisierung ergebenden Funktionalität zur Vermehrung von Gewinnen. Entsprechende systemkonforme Versuche, wie z.B. "Gender Mainstream", haben sich deshalb in ihrem theoretischen Gleichstellungsanspruch in jeder Beziehung auch den praktischen Erfordernissen des Marktes angeglichen. Denn gleich, - heißt fröhlich, dynamisch, energiegeladen, positiv .... und selbstbewusst. ..... Erfolgreich und leistungsstark eben. Alle Bewertungsmaßstäbe im Gender Mainstream, richten sich unverändert nach Leistungsmaßstäben und einer gesellschaftlich definierten Erhöhung der eigenen Person über Erniedrigung anderer, zwecks Steigerung der leistungsfördernden Selbstzufriedenheit. Ebenso findet eine stetige Zunahme der Abnahme von Leistungsausgleichen, bei den Frauen im selben Verhältnis statt, wie bei den Männern.

Also, gleich ist, was dem Markt dient. Funktioniert doch.



08.10.2010 von eb
Der Leistungsträger.

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Der Leistungsträger ist ein nicht gerade seltenes, aber dafür um so seltsameres Wesen. Irgendwie steht er immer unter Dampf. Das macht ihn nicht unbedingt schlecht, weil das wird schließlich von ihm verlangt. Und vor allen Dingen, - er ist stolz darauf. Stolz darauf, immer aktiv, dynamisch, flexibel, anpassungsfähig am Zahn der Zeit zu liegen, - und damit tatkräftig seine Leistungsfähigkeit zum Wohle des eigenen Geldbeutels, Ruhmes, und Ansehens, - zur Verfügung zu stellen.

Er ist ein positives Wesen. Selbst, wenn sein Blutdruck, (falls neben Kaffe noch so etwas wie Blut vorhanden ist ), oder sein Herzschlag, weit über den erträglichen Grenzen des normalen menschlichen Überlebensspektrums liegt, wird man bei ihm in den zur Maske erstarrten Gesichtszügen noch das Grinsen einer Barbie-Puppe wieder entdecken können. Dies gehört zum normalen positiven Lebensrythmus dieser marktökonomischen Unterordnung der Trockennasenaffen, welche es sich zum Ziel gesetzt haben, die Welt mit ihren zukunftsweisenden Paradigmen einer ökonomischen Religion der Superlative zu missionieren.

Der Leistungsträger ist ein gläubiger Mensch. Er glaubt an grenzenlose Zukunft, grenzenlose Marktwirtschaft, grenzenlosen Fortschritt und vor allen Dingen, - grenzenlosen Reichtum. Dafür macht er dies alles. Denn er glaubt tatsächlich daran, dass mit ausreichender Leistung, er selber irgendwann zu den Großmotzen der Welt gehört, die nicht mehr selber Leistung bringen müssen, sondern darüber einen Zustand erreichen zu können, wo man mittels Delegation anderer, sich einmal von der eigenen Leistung verabschieden kann.

Noch naivere Gemüter dieser Spezies, oft auch als Mittelschichtler bezeichnet, haben nicht so hoch gesteckte Ziele, sondern sind genügsamer. Sie träumen lediglich von einem tollen Haus, einem tollen Auto, einem tollen Handy und evtl. einer tollen Frau, (ungefähr in dieser Reihenfolge), - oder wenn der Leistungsträger eine Leistungsträgerin ist, - eben andersherum. Dass man in solchen Fällen, eben auch Leistung bringt, versteht sich von selber. Leistung ist alles. Leistung ist die Essenz des Lebens, die Essenz des Fortschritts, die Essenz des; "Alles ist möglich", und wer nix leistet, - der ist eben "faul". Punkt.

Und wenn dies mal zum Leistenbruch führt, dann hilft das positive Grinsen der Barbie-Puppe schon mal über den Bewegungsmangel hinweg, um danach mit neuer leistungsvergütender Leistungsleisterei, neuer Leistung leistende Leistungsbereitschaftschaft, leistend leidend, leistungslastig lustig und vor allen Dingen lachend lallend, dem lullend lobsingenden Lobpreisungen listiger Labsalber löblich auf den Leim zu laufen.

Denn vor lauter leistender Leistungsbereitschaft, hat zumindest der gemeine Leistungsträger keine Zeit sich darüber zu informieren, was die bereits delegierenden Oberleistungsmotze mittlerweile so alles mit ihm anstellen. Irgendwie passt der Wille nach Reichtum, und der Wille zur Leistung dazu, nämlich nicht so recht zusammen. Jedenfalls nicht für alle. Denn wer schon leistend Laberei als Leistung versteht, labert Leistungslastige lustig locker in den Leistungsnotstand hinein. Und der eine oder andere Leistungswillige übersieht gerne dabei, dass ihm der andere oder eine Leistungswillige, die Leistung zur halben Leistung leistend streitig macht. So sinkt bei doppelter Leistung die Leistung für die Leistung, während gleichzeitig die leistenden Nichtleister beständig leistend nach Leistung betteln, obwohl die politische Leistung zur Beschaffung von Leistungsmöglichkeiten genauso leistend abnimmt, aber dafür die leistende Leistungserhöhung bei gleichzeitiger Leistungsenkung zum Leistungsausgleich ebenso beständig abnimmt.

Zu kompliziert?
Na, - da bleibt doch immer noch das Barbie-Grinsen.

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03.10.2010 von eb
Pinup für den Bioingenieur.


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Es ist schon erstaunlich, wie man manchmal unbewusst Dinge verknüpft und in einen gemeinsamen Kontext bringt. Manche Psychologen würden hier wahrscheinlich vom Wirkungsspektrum der False Memories sprechen. Also das Aufrufen von Erinnerungen mit geänderter Neuspeicherung aufgrund neuer Einflüsse. Jedenfalls hatte ich in einem Wissenschaftsmagazin einen interessanten Artikel über synthetische Biologie gelesen, der mich schwer beschäftigt hat, und sicher auch noch weiter beschäftigen wird. Aber danach in alten U-Comics zu versuchen auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen, ist wohl eher keine gute Idee gewesen. Die alten Comic-Zeichenstile faszinieren mich aber unverändert, wobei ich natürlich nur davon träumen könnte, jemals z.B. die unglaubliche Strichtechnik und das Können eines Robert Crumb zu erreichen. Aber mit der Phantasie der Bioingenieure, kann man locker mithalten



30.09.2010 von eb
Abstieg

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DIN-A3 Polychromos



29.09.2010 von pf
Sentient robot
Klick macht dick.
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DIN A-4 10.05.2010



27.09.2010 von eb
Sigourneys pastime.

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DIN-A4 Blei



27.09.2010 von eb
Alienfootball

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DIN-A3 Polychromos



23.09.2010 von eb
Highheels.

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DIN-A4 Polychromos



29.08.2010 von eb
Corinnas sunglasses.

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bild



DIN-A3 Polychromos



28.08.2010 von eb
Große Ohren

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bild



DIN-A4 Polychromos



22.08.2010 von eb
Der deutsche Michel.

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bild



DIN-A3 Polychromos



22.08.2010 von eb
Derivatives

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oder ....
die naturwissenschaftliche Grundlage eines Finanz-, Wirtschafts-, und Sozialsystems,

oder ....
das Drei -Klassen-Modell nach Jacobus Kipp, mit blind agierenden Laboranten.


Wie wir wissen, ist ein Derivat der abgeleitete Stoff einer ähnlichen Struktur, zu einer ebenso ähnlichen Grundsubstanz. Selbstverständlich hatte just Petrus Jacobus Kipp im Jahre 1860 noch keine Ahnung davon, dass sein Kippscher Automat zur Herstellung von Gasen mittels Umsetzung eines Feststoffes mit einer Flüssigkeit, einmal dazu führen würde, die edle Berufsgruppe der Chemiker zur Vorlage für das ebenso edle Finanz-, Wirtschafts- und Sozialwesen zu befördern. Aber da in leistungs- und profitschwangeren Zeiten diese Wesen anscheinend alle das Gleiche sind, und sich dabei auch immer auf die Naturwissenschaften als Grundlage berufen, - erscheint dies mehr als logisch. Zwar wurden bereits vorher schon simple Destillationsbrücken zur Gewinnung profitabler Endprodukte bei gleicher Ressourcenlage benutzt, doch wurde den Systemingenieuren insbesonders bei den Finanzleuten, spätestens bei der einfachen Herstellung von Ethin als Derivat des Ethans mittels Calciumcarbonat und Wasser über den Kippschen Automaten klar, dass man auch finanztechnisch Derivate aus Rohstoffen genauso effektiv herstellen kann. Endprodukte zur Erweiterung der Wertschöpfungskette, - welche zudem noch bei gleichzeitig steuerbarer Entnahme Gasen entsprechen, mit denen es sogar möglich ist, Luftballons zu füllen, die man dann herrlich explodieren lassen kann. Ein Experiment, welches allerdings ausschließlich nur im Freien, und unter Aufsicht von entsprechenden Leistungsträgern durchgeführt werden sollte, die sich per Absprache als Verantwortungsträger bezeichnen lassen können.

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30.07.2010 von eb
Bioraumschiffe 2
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Da meine erste kleine Rundreise mittels eines Bioraumschiffes im April, immer noch regen Downloadbetrieb erfährt und die eine oder andere email sogar meine unernste Ernsthaftigkeit mittels des dort verzapften Blödsinns zustimmend kritisierte, hab ich meinen Anzug für eine evtl. EVA (extravehicular activity) aus dem Kleiderschrank geholt, mir ein paar Erdnussbutterstullen eingepackt, und mich nochmals zum Raumdock begeben, um evtl. noch etwas mehr Einsichten in die Geheimnisse des Universums vermitteln zu können.

Nach kurzer Durchsicht der dort zu charternden Fortbewegungsmittel fiel mir die Wahl nicht schwer, mich für einen netten schnellen kleinen Bioflitzer zu entscheiden der, irgendwie verloren wirkend, trotzdem eine fröhliche Transportmöglichkeit versprach.

Die Zielvorgaben, entlockten ihm allerdings einige besorgte Einwände mittels der bioelektrischen Kommunikationseinrichtung. Denn diesbezüglich, hatte ich ein nicht gerade gemütliches Terrain im Auge. Der Epsilon-Quadrant der bekannten Galaxie, (nach der modernen Einteilung der Sternenflotte), gilt als Gebiet in welchem aufgrund kosmischer Zerfallserscheinungen, eine vormals reiche Artenvielfalt von Bioraumschiffen, räuberischen Exemplaren zwecks Weide- und Fortpflanzungsgründen zum Opfer gefallen waren. Aber Besorgnis ist eine Sache. Echter Wahnsinn eine andere. Und nach dem Start und einer ewig langen Fahrt durchs Nichts, entwickelte sich genau die Vertrautheit, die ein gutes Team aus einem Möchtegernastronauten und seinem Bioraumschiff ausmacht.

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