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26.12.2011 von eb
Statement, - und die Kunst der Kreation.

Nachdem man den Politblog mittlerweile gesteckt hat, kann man sich nun vermehrt auf diesen einen blog hier konzentrieren. Man ist ein wenig traurig wegen dem kleinen Alien, und auch bezüglich vieler netter Leser dort. Aber es war aus mehreren Gründen, zwingend nötig die Reißleine zu ziehen. Zum Schluss, hat die Entscheidung zwischen beiden blogs angestanden, - und man hat sich entschieden. An dieser Stelle, aber deshalb auch noch einen Dank an die Leser, welche den; "Sprung", mitgemacht haben.

Dem einen oder anderen hier wird schon aufgefallen sein, dass die Frequenz sich geändert hat. Aber es sind auch schon Ängste bezüglich des Ambientes und der Themen geäußert worden. Dahingehend, kann ich beruhigen. Hauptthema dieses blogs, wird weiterhin unbedingt der Zwischenraum und auch die Irritation bleiben. Doch diesbezüglich, möchte ich auch weiterhin mit Erklärungen sparen. Ganz besonders aus dem Grund heraus, weil es der Erklärer viel zu viele gibt. Viel sinnvoller, ist die eigene Auseinandersetzung. Aber wer mittlerweile die blogrolle betrachtet, wird erkennen, dass es auch dort, weiterhin etwas mit Vielfalt zu tun hat. Ein mögliches; "kreatives" Ambiente hier, sowie insbesondere eine gewisse Ironie und Satire in Richtung; "Niveau", "Experten" und Kunstmarkt, fasst unser-einer mal genauso irritierend mit der Überschrift zusammen; "Die Kunst der Kreation". Der Sinn-Satz für unser-einen, bezüglich eines Jahrzehnts der manipulativen Konstruktion, - for Profit. Was das Interesse an Kunst, - und auch Kritik daran, aber nicht schmälern sollte.

Zusätzlich, hat man mittlerweile auch noch die Rubriken; "Text","Artikel" und "Sonstiges" eingerichtet. Für all diese Dinge, welche nicht in der eigenen digitalen Galerie landen. Also i.d.R. meistens auch nicht, mittels der eigenen Schalkhaftigkeit, bzw. geschmackvollen Geschmacklosigkeit illustriert sind. Es ist, abhängig auch von Zeitgründen, durchaus möglich, dass diese drei Kategorien, hie und da, sogar mal den Schwerpunkt bilden. Mitunter ist Text, nicht weniger sinnvoll als bunte Bilder - Aber wir werden sehen.

Und wenn es teilweise zusätzlich auch nach Politik riechen sollte, dann auch immer im Zusammenhang mit seinen gesellschaftlichen Auswirkungen, bzw. gesellschaftlich gewollten Zuständen. In dieser Richtung, kann man unbedingt ebenfalls einen ähnlichen Zwischenraum schaffen und ihn folgendermaßen verargumentieren. "Eine Gesellschaft erhält die Politik, die sie selber verdient hat." Dem stimme ich zwar weitgehend zu, - aber nicht in allen Punkten. Kluge Politiker oder sonstige Leithengste, bzw. -Stuten, wissen um die Schwächen der Menschen, und versuchen sie in humaner Richtung zu kompensieren. Dies war die letzten zehn Jahre nun wirklich überhaupt nicht der Fall. Ganz im Gegenteil. Stattdessen, hat man die negativen Seiten dieser Schwächen sogar noch forciert, und als Wirtschaftsmodell verkauft. Dies zusätzlich mit einer Manipulationsgewalt, welche dem unbedarften, unpolitischen, aber vertrauensseligen Medienkonsumenten, fast keine kritische Gegenwehr ermöglichte. Aber genau um diese Räume, zwischen den Möglichkeiten, dem Unwillen, dem Willen, dem Egoismus, der Ignoranz, der Doppelmoral, - geht es nun mal auch in diesem blog hier.

Doch genug der Statements. Unter dem Motto; "Die Kunst der Kreation", ist mir ein Zeitungsbericht aufgefallen, dem ich mich noch etwas widmen möchte.

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23.12.2011 von eb
Frohe doppelmoraline Weihnachten.

(C.) DIN-A3 Polychromos Klick macht dick.
bild Da sich nichts maßgebliches verbessert hat, gibt´s noch mal ein schwäbisch-badisches Politbildle vom letzten Jahr. Na, ja, - verschlechtert hat sich ja jetzt auch nichts groß, - wenn man bereit ist, kontinuierlich ansteigenden sozialen Abstieg mittels kontinuierlich steigender Desozialisierung der Bevölkerung als statischen Zustand zu erklären. Aber ich weiß schon; Ich sehe das zu negativ. Sigmar Gabriel springt als großer Hoffnungsträger zarter Herzen aus dem zehnten Stock ins Seeheimer Sprungtuch, - und alle johlen dabei, dass er bloß nicht zu weit links springen soll. Im Notfall, laufen die glatt noch mit dem Tüchle rechts beiseite und lassen den armen Kerl aufs Pflaster klatschen. Für die agendual gesteinigten Herzen der Maiers und Brücks am Sprungtuch, - gibt´s nur eine Richtung. Und die heißt; - "Der kann´s". Womit sie sich natürlich selber meinen. Was "sie", außerhalb von agendualen Planwirtschaften können, ist dabei unerheblich. Da zieht sich selbstverständlich auch Frau Künast gerne das rote Jäckle an. (Bitte, - auf gar keinen Fall, - das Bild in dieser Richtung falsch interpretieren. Ich hab mir mit den Beinen wirklich Mühe gegeben.) Der Plan, - muss schließlich für den gewieften Strategen stimmen. Zur Not, tut´s aber sowieso auch ein schwarzes Jacket. Eigentlich vollkommen egal. Irgendeine Richtung ist da sowieso nicht mehr vorhanden. Und der Plan, wird jeden Tag mit altem Gedröhn aufs neue gezimmert. Herr Kretschmann jubelt weiterhin den konservativen Südslang einer Ökonomie-schwangeren Ökologie, - und alle sind natürlich zufrieden und fühlen sich ganz arg grün angehaucht progressiv dabei. Der alt gewordene Intellekt von gemütlichen Wohnzimmer- und Sachlichkeitsgelehrten, - in der heimischen Stube des Bauernhofes, wo man nochmals ein ganz "klitzekleines" Funkeln von Erotik verspüren will. Lasst bloß das Fenster zu, - sonst zieht´s. Dem Bundespräsidenten will man jetzt auch ans Leder, während die Deals die man heute bei ihm entdeckt, noch vor fünf Jahren, beim Rest der Bande, als zeitgemäße Elitenzauberei schön geschrieben wurde. Um dann beim Stammtisch mit dem Spruch zu enden; "Würde ich auch machen." - Na juhee. Es lebe die Vorbildfunktion politischer Würdenträger.

Ein herrliches Jahr der Moral. Und natürlich sind alle ganz arg anständig gewesen. Wie immer. Zur Not wird das demnächst auch wieder schwarz-gelb-rot-blau retuschiert, weil die christliche Landseele der Maschinenbauern, im größeren Übel das kleinere Übel sehen, während das jetzige Übel, noch nicht den mittigen Status der Übelkeit erreicht hat. Und die Bäckersfrau fragt kläglich; "Was will man denn machen?".

Da wünsch ich doch ein wirklich doppelmoralines; "Frohes Weihnachtsfest". Vergesst beim Einschalten der elektrischen Weihnachtsbaumbeleuchtung, - nicht den korrekt einzuhaltenden Mindestabstand zum Löscheimer.



21.12.2011 von eb
Der Ostseeripper
Ein bürgerlicher Kriminialroman von Hartmut Finkeldey
Buchrezension

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bild Jetzt muss sich unsereiner doch glatt noch in ein Metier wagen, wo er sich eigentlich nicht, bzw. nur bedingt auskennt. Sinnigerweise, - ist aber gerade dies der Grund, warum man sich wagt, - aber auch erst mal mit einer mittelschweren Einleitung beginnen muss.

Krimis waren die letzten zehn Jahre praktisch tot. Ausgestorben für unsereins. Was auf keinen Fall bedeuten soll, dass es keine guten gegeben hat. Doch allzu offensichtlich, war hier ein Fernseh-gerechtes Trendsetting spürbar, welches irgendwann anfing, sogar zum Personenkult von Krimi-Schriftstellern, bzw. ihren Protagonisten zu werden. Ich nenne dies immer gerne das TV-Tatort-Syndrom. Aber wie beim Tatort selber, war außer Krimi, eben auch nicht mehr drin. Und nachdem man, aufgrund der üblichen gesellschaftlichen Geschenkverpflichtungen, auch bei den neuzeitlicheren Vertriebs-gestylten Skandinaviern, genauso wie bei irgendwelchen Kluftingers, immer das gleiche Schema entdeckt hatte, war die Ermüdung irgendwann so groß, dass man auch die Lust daran verlor. Ein spezieller Grund dafür, war zusätzlich der, dass man sich zwar durchaus noch an alte Krimis mit Gesellschaftskritik darin erinnern konnte, - aber das letzte Jahrzehnt, fiel- und fällt doch nun wirklich durch eine ausgesprochene Verklemmung in dieser Richtung auf. Ganz besonders deutlich vor Augen geführt, hat mir dies der Hype um den Isländer Arnaldur Indridason. Durchweg intelligente Stories, aber eben nicht nur mehr als einem gängigen, fast schon Klischee entsprechend, welches das letzte Jahrzehnt irgendwie überhaupt nicht wahr nimmt, - und stellenweise sogar allzu auffällig in die Möglichkeit ausweicht, Verbrechen in der Jetzt-Zeit, - mit Zusammenhängen aus dem kalten Krieg oder/und z.B. KGB-Geschichten zu verknüpfen. Kurzum, der Krimi hat für mich seine Zeitfühlung verloren. Ob aus Angst, eigenem Ideologentum oder einfach nur, weil von Verlegerseite aus, sich so etwas nicht verkauft, - sei dahin gestellt.

Weshalb einen der kleine Untertitel; "Ein bürgerlicher Kriminalroman" beim "Ostseeripper" von Hartmut Finkeldey, irgendwie elektrisiert hat. Schon dieses; "bürgerlich", springt einem als offene Kampfansage an die vermuffte selbst-betrügerische Doppelmoral einer Bürgergesellschaft, von der eher harmlos anmutenden Titelseite entgegen. Und auch schon an den ersten Seiten, den ersten Satzstellungen eines eigenwillig bockenden, aber nach einigen Seiten Gewöhnung, in herrlichen, Nächte-vernichtenden Fluss übergehenden Schreibstiles, merkt man, dass hier jemand nicht nach; "Nase", "Trend" oder Verlagswillen schreibt. Die Story selber, eine Serie von Morden an der Ostsee, welche durch ein Lübecker Kommissariat behandelt wird, dient als Basis eines niemals unterbrochenen roten Fadens, welcher eine mehr als intelligente Verknüpfung von Unterhaltung, Spannung, sehr intensiv spürbarem Rechercheaufwand des Metiers, - und handfester zeitgemäßer Gesellschaftskritik anbietet.

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20.12.2011 von eb
Die Farbe des Elfenbeins.

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bild

In Deutschland gibt es seit 1993, - die im "Bundesverband Deutsche Tafel e.V." organisierten "Tafeln". Dort werden einwandfreie Lebensmittel, die ansonsten im Wirtschaftskreislauf nicht mehr verwendbar sind, bzw. ansonsten vernichtet würden, an Bedürftige verteilt. Ein Drittel dieser Bedürftigen sind, speziell in Deutschland, - Kinder und Jugendliche. Insbesonders nach der Einführung von HARTZ-IV, wurde schnell klar, dass eine dadurch auftretende Minderversorgung, - den Bedarf der Tafeln erheblich erhöhte.

10 Jahre Demagogie und Angst vor Linksrutsch

FDP, CDU, CSU, SPD, Grüne, Wirtschaft.

2011:
Ausspruch eines ganz normalen Mannes, Mittel-schichtlers, Mittel-ständlers, Familienvaters und Weihnachtsbaum-käufers.

"Was ich mir wünschen würde, wäre, - wenn diese Tafeln abgeschafft werden würden. Da lernen die Kinder ja nichts anderes als, dass ihnen alles nachgetragen wird."

Unter Luftkontakt gealtertes Elfenbein, - ist deutlich braun-gelbstichig, während "Elfenbeinschwarz", (Beinschwarz), ein Farbstoff ist, der ursprünglich aus unter Luftabschluss geglühtem Elfenbein gewonnen wurde. Laut dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen von 1989, ist der internationale Handel von Elfenbein, - auch zum Bauen von Türmen, - verboten.



17.12.2011 von eb
Der tägliche Krieg mit sich selber.

(C.)  DIN-A4  Polychromos  Klick macht dick.
bild "Was denn jetzt schon wieder los?"
"Ich bin überhaupt nicht zufrieden."
"Was interessiert mich das?"
"Na-ja, - irgendwie ...."
"Oh Mann, du bist vielleicht ein Weichei. Gibt´s vielleicht einmal die Möglichkeit, was durchzuziehen, - ohne gleich wieder zu jammern?"
"Ich denk dabei ja nur an uns."
"Ach was, - du denkst an dich."
"Ist das nicht das gleiche?"
"Schwätzbacke."
"Gott ... seid ihr zwei wieder am streiten? Geht das nicht ein wenig friedlicher?"
"Wer hat dich eigentlich nach deiner Meinung gefragt? Warum hälst du nicht einfach die Klappe?"
"Na ja, - irgendwie..... Ich finde, - du bist ziemlich dominant."
"Um Himmels willen, - wenn das nicht einer von uns dreien wäre, würden wir gar nichts gebacken kriegen."
"Und wer hat ausgerechnet dich dazu bestimmt? - Ich will auch mal."
"Ich auch."
"Oh Mann, - na, von mir aus. ... Das kann ja was werden."
"......."
"Ahm, - tjä?"
"Was tjä?"
"Ich bin nicht zufrieden."
"Ja, - naja, - womit denn nicht?"
"Das weiß ich doch nicht. Ich bin einfach nicht zufrieden."
"Das hilft uns jetzt wirklich schwer weiter."
"Kann man nicht einfach mal ohne Grund unzufrieden sein?"
"Also gut, von mir aus. Dann sind wir einfach mal unzufrieden."
"......."

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10.12.2011 von eb
Social marketing.

(C.)  DIN-A4  Tinte  Klick macht dick.
bild Nachdem das Rating bezüglich seiner positiven Gesamtausstrahlung ja nun bedenklich in den Bereich von, - auf dem Markt nicht vermittelbarer Selbstdarstellung gerutscht war, - blieb ihm nichts weiter übrig, als sich einem professionellen Coaching zum Verbessern seines gesamten sozio-ökonomischen Verhaltensindex zu unterziehen. Während des zweiwöchigen Aufenthaltes auf einem Ponyhof, zum Trainieren seiner Gesichtsmuskulatur, sowie einem zeitgemäßen Verhaltensabgleich für das gerade aktuelle demografisch geplante Gesellschaftsmuster, war es ihm immerhin möglich, - mittels professionellem Stylings seiner Authentizitätsdarstellung, auch seinen Partnerschafts-Index wieder zu erhöhen.

Zwischen Kursen für werbe-effektives Individual-Profiling, Legendenbildung und angewandtes Self-management, wurde eine Managerin für Nachkommens-Aufzucht darauf aufmerksam, die ihre bisherige Arbeit als Familienmanagerin, aufgrund ähnlicher Probleme wie er verloren hatte. Da auch ihre übrigen Bewertungskriterien, großflächige Äquievalenzen zu seinen eigenen aufwiesen, was für ihn eine Planung in Richtung voraussichtlicher Lebensabschnittsgefährtin möglich, - ohne soziografische Probleme mittels allzu differenzierender Charakteristika befürchten zu müssen. Auch ihr, - aufgrund ihrer neuen Situation als allein-organisierende Aufsichtsperson des Lern- und Leistungsverhaltens ihres Nachwuchses entstandener eigener Negativwert der Leistungsbewertung, - brauchte keine Sorgen bereiten. Die letzte Beurteilung ihres Wiederverwendungswertes innerhalb vormalig akademisch orientierter Anstellungsfelder durch die Agentur für Arbeit, war zwar alles andere als beruhigend, - in Hinsicht eines möglichen gesellschaftlichen Klassenwechsels von der Mittel- in die Unterschicht. - Konnte aber durch ein hochflexibles, und mehr als Markt-taugliches Werbe- und Repräsentationsprofils, mittels einer naturgegebenen erotischen Eigenausstrahlung, sowie einwandfreier Beurteilungen ihrer Attraktivität - wieder ausgeglichen werden.

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20.11.2011 von eb
Der Horror des 08fuffzehn-Hedonisten am Sonntagmorgen.
Oder auch,
die Wege der Totalitären auf der Suche nach sich selber.

(C.)  DIN-A4  Tinte  Klick macht dick.
bild Sonntagmorgens um halb neun, sollte die Welt eigentlich noch in Ordnung sein. Noch angenehm ruhig und entspannt, hat man keinerlei sonstige wichtige Gedanken, als die Zubereitung des Frühstücks. So eine Art spiritueller Moment des Genusses von Bedeutungslosigkeit. Ein 4Komma23 Minuten Ei, Kaffee, Croissants, leicht goldbraun natürlich, ein wenig Ruhe, - und überhaupt, - mal wieder ein Tag für einen selber.

Bis die Türglocke läutet.

In Anbetracht der Situation, dass in solchen Momenten kein anständiger Mensch an anderer Leute Haustüre klingelt, wenn er nicht ernsthafte Sorgen oder Probleme hat, beweist man dem inneren Schweinehund seine Willensstärke, - und öffnet. Und man weiß exakt was auf einen zu kommt, wenn diese krampfhaft gütig, sanft selbstbewusst, nichts sagenden Gesichter einem dieses; "Guten Morgen" entgegen säuseln. Welches irgendwie immer so klingt wie; "Klar haben wir dir den Tag versaut. Aber lass uns einfach so tun, als wäre das in Ordnung". Und sinnigerweise, folgt auf den finsteren Blick aus dem Inneren heraus, auch immer dieses; "Ich hoffe wir stören nicht." ... Das ist der Moment, wo eigentlich jeder normale Mensch einfach die Türe wieder sanft schließen- und sich genauso nichtssagend wieder ans Frühstück begeben sollte. So, als wäre überhaupt nichts passiert. Aber da gibt es irgendeinen Vogel im Hirn, der schwätzt immer unsinniges Zeug von Höflichkeiten und so. Sicher, - die wissen, dass sie stören, - stören trotzdem, - wissen dass du das weißt, - und du weißt, - dass sie das wissen. Trotzdem bist du derjenige, - der dann mit Höflichkeit reagiert. Und auch das wissen sie. Wundersame Welt der Verhaltensregeln unter zivilisierten Menschen, - wovon eine Seite was verkaufen will. Und Sonntags, ist das besonders schlimm. Da kommen nämlich immer die, die einem gleich die ganze Welt, samt Himmelreich und Jenseits verhökern wollen.

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30.10.2011 von eb
EBook No. 4

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bild Nun ist es geschafft. Aber was man angefangen hat, muss man auch zu Ende bringen. Für Freunde höchstem Niveau´s aus dem Bereich Epik, Lyrik und Dramatik, wohl eher nicht so geeignet. (Obwohl, - bei letzterem, ist man nicht so ganz sicher, jedenfalls nicht was stellenweise das Thema dramatische Ergebnisse betrifft.) Aber auf jeden Fall für Interessierte, welche schon immer wissen wollten, was aus den Regenwürmern hätte werden können, - wenn die Evolution etwas gnädiger zu ihnen gewesen wäre.

Trotzdem, hat es diesmal mit Satire oder Glosse wenig zu tun. Es ist eine Hommage. An phantastische Literatur im Allgemeinen, und Science-Fiction im Speziellen. Und man war sehr bemüht, bekannten Ideengebern des Genres, auch die nötige Ehrfurcht zuteil werden zu lassen. Selbst ein Edgar Allan Poe, war hier nicht sicher, vor der Respektlosigkeit dieses abstrusen Werkes. So hat man bekannte Ideen, welche stellenweise ganze Sparten der Genres Science-Fiction und auch Horror geprägt haben, etwas neu aufbereitet, und mit eigenen Ideen vermischt. Bis auf eine Ausnahme, ist man dabei allerdings innerhalb dieses Sonnensystems geblieben. Was hoffentlich kein Nachteil zum Nachladen des Lesegerätes, an galaktischen Knotenpunkten bewirkt. Dafür war es aber möglich, im Bereich "Welten am Draht", eigene Gesellschaftskritik einzubauen. Im großen und ganzen, hat es einfach Spaß gemacht, stellt keine Ansprüche, freut sich aber trotzdem auf Kritik. Erhältlich ist es bei Amazon, oder im eigenen speziellen Universum. Ansonsten, freut sich der hiesige Schreiberling, sich endlich wieder in Ruhe auf seinen Kirchenplaneten konzentrieren zu können. Diesbezüglich ist noch unklar, ob man weitermachen wird in der Form illustrierter Kurzkapitel, - bis in etwa Novellenlänge, - oder unillustrierter Folgeromane. Vor- und Ratschläge, sind natürlich erwünscht. Sicher ist auf jeden Fall der Titel; - "Die Kirchenkolonie", wird sich schwer mit dem Einleben, der nicht mehr so ganz Glaubens-festen christlichen Raumfahrer, in ihrer neuen Heimat beschäftigen müssen. So ein neuer Planet, hat immer eine Menge Geheimnisse zu bieten.



24.10.2011 von eb
Natur und Kultur.
28.08.2010 DIN-A4 Polychromos  Klick macht dick.
bild



Wie segensreich, ist die Natur,
die gibt den Menschen Leben und Statur.

Mit Augen,
die zum Sehen taugen.
Und Ohren,
gar zum Hören auserkoren.
Mit Händen,
deren Griff das Werkzeug fänden.
Und Beinen,
die zum Laufen brauchbar scheinen.

Wie segensreich, ist die Kultur,
die gibt den Menschen Sinn und Frohnatur.

Mit Farben,
die im schwarz und weißem Denken starben.
Und Formen,
gar erstickt in Normen.
Mit Seelen,
die den Menschen fehlen.
Und Schriften,
welche Vielfalt glatt vergiften.


Aus: Subtile Seitenblicke



23.09.2011 von eb
Gartenfreuden, im Reigen der Jahreszeiten.
(C.) DIN-A4 Acryl Klick macht dick.
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Geht der Sommer schon zur Neige,
wird mancher Gärtner feige.
Traut sich kaum in seinen Garten,
weil da bereits die Monster warten.

Im Abgesang der warmen Zeit,
macht sich das Leben nochmals breit.
In Nischen, Ecken und Gemäuer,
erwachen nun die Ungeheuer.

Im letzten warmen Abendlicht,
manch Bestie seine Beute sticht.
Flink sich aus Verstecken reißend,
dem Träumer in die Waden beißend.

Dick und fett, auf grünem Blatt,
hängt man herum, und frißt sich satt.
Mit üblen Fallen, um die Freiheit bringend,
ohne Skrupel, gegenseitig schlingend.

Wartend, - auch in Netzen schwebend,
sinnend, über Tod in Fäden klebend.
Den eig´nen Gatten noch verdauend,
schon nach dem nächsten Opfer schauend.

Mit kräft´gem Biss und ätzendem Saft,
dem Leben nehmend, jede Kraft.
Was Pech gehabt auf seinem Flug,
und hängen bleibt, im seidigen Betrug.

Betrug, gesponnen über weite Räume,
mitunter sogar, - zwischen Bäume.
Manch Unachtsamer, läuft in ein Gespinst,
in dessen Mitte, - ihm das Gruseln grinst.

Buben, - hört man zittrig brabbeln,
wenn sie lustig über Nasen krabbeln.
Und mächtig viel Respekt erheischen,
wenn Mädels, - angstvoll kreischen.

Doch auch der stolze Gärtnersmann,
den Angstschweiß nicht vermeiden kann.
Legt sich klebrig zäh, und ziemlich dicht,
ein Spinnennetz, - quer über das Gesicht.

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16.09.2011 von eb
Der Papst, kommt ins Wir.
Päpstlich nationale Metaphysik, für religiös gestimmte Selbstfindung.
Realsatire
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Nun wird sicher wieder eine dieser entrüsteten Seelen auf den Plan treten, welche ihre religiöse Empfindsamkeit verunglimpft fühlt. Solcherlei zarten Gemütern sei angeraten, sich Gedanken darüber zu machen, welche Geschmacklosigkeiten dem Geschmacklosen so immense Schwierigkeiten bereiten könnten, dass es ihm kaum möglich ist, diese zu übertreffen. Da aber normalerweise christliche Händlerseelen dazu neigen, die Dinge ansonsten immer kalkulierbar sachlich sehen zu wollen, sei die Frage hinzu gefügt, - was für eine Blasphemie, eigentlich der Satz; "Wir sind Papst", - für die katholische Theologie bedeutet. Wenn wir also den irren Widersprüchen der heiligen Selbstbeweihräucherung, mittels zwei Paar Schuhen so zugetan sind, sollten wir uns auch nicht schämen, wenn dabei ein Zustand erreicht wird, - der keine eindeutige Aussage mehr zu lässt. Die Könner, dürfen gerne versuchen, dies sachlich zu sehen. Unsereiner, sieht lediglich eine Symbolik dahinter, welche der durchschnittlich begabten Versachlichung unsachlicher Symbolik, die nötige Nonchalance verleiht.

Also, bleiben wir, - bei der Sache. Man hat es schließlich so gewollt. Das Land das Papst ist und der Papst, der irgendwie nicht das Land ist, bereiten sich auf ein gemeinsames Treffen im Land dessen vor, welches der ist, der dabei ist dorthin zu kommen, was er selber ist. Öhhhm, - ok, - Kurzum, - "Wir sind Papst", und deshalb schließen wir lieber mal die Fenster, verriegeln alle Türen und lassen genügend Polizei aufmarschieren, die ganz undemokratisch den zur Zeit größten lebenden deutschen Autokraten vor "dem" Land schützen soll, welches er selber ist, - aber eigentlich ganz demokratisch, - dieses gerne zeigen würde, - aber nicht darf.

Die Wunder und Ergebnisse einer Mediendemokratie, - sind erhaben, horizontal und vertikal hell strahlend, bar jeder Logik, und von der grenzenlosen Güte und Weisheit, rechtschaffener Gläubigkeit an die Quadratur des Kreises geprägt.

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29.08.2011 von eb
EBooks
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Nun hat auch unsereiner sich erlaubt, mal etwas in den weltweiten Sumpf der bezahlenden Lesekundigen zu werfen. Wobei man allerdings aufpassen muss, dass dies jetzt nicht allzu sehr, als Eigenwerbung rüber kommt. Zumindest nicht, - im parallel zum illustrationslastigen Comicuniversum laufenden extraterrestrischen Polit-Nullmarkt. Die Frage, - ob auch Eigenwerbung, jetzt besser oder schlechter ist, als Tantiemen, welche andere fürs Aufhängen bunter Sachen anderer erhalten, - stellt sich unsereiner, nach wie vor. Und bezüglich der oft damit verbundenen Existenzen, - immer noch, - keine Lösung in Sicht.

Aber die klugen Leser dieser unklugen Seiten, werden klugerweise schon mitbekommen haben, dass hier ein ganz miserabler Geschäftsmann wütet. Natürlich, lehnt auch der nicht, den einen oder anderen Obulus, für den hier sowieso kostenlos einsichtigen gleichen Inhalt ab. Wer also gerade über ein Einkommen von 100.000 und mehr im Jahr verfügt, darf sich ruhig auch mal, ein ebook leisten. Und auch, wer die Kohle für ein IPad hat, muss jetzt deshalb nicht unbedingt am Hungertuch nagen. Was aber trotzdem, nicht der Grund dafür war.

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13.08.2011 von eb
Seefahrers Knittelvers-Romantik an Mittschiffs.
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Das Schiff, geteert und Segel neu gesetzt,
alle Spanten, jeder Nagel frisch ersetzt.
Die Kanonen, neu gegossen und justiert,
die Takelage, effizienter optimiert.

Die reichen Gäste nobler Reisen,
handeln um das Entgelt ihrer Speisen.
Feilschen um den Wert des Zieles,
schwatzend auf dem Weg des Spieles.

Das Handelsvolk im Mitteldeck,
schaut bei Problemen lieber weg.
Weiß sowieso wies richtig geht,
solange nichts im Wege steht.

Die Reeder sitzen dicht beim Kapitän,
lassen seine Reise ihn verstehn.
Trinkend und an vollen Tellern prassend,
den Gewinn, im Voraus schon erfassend.

Auf der Brücke streiten Offiziere,
zur Bändigung der Mannschaftstiere.
Voll hehrem Stolz und wackerem Gemüt,
verteidigend ihr Vorrecht aufs Geblüt.

Steuern rauf und Steuern runter,
die Politik treibst heuer munter.
Denkt sich der satte Steuermann,
der sich die Heuer steuern kann.


Manch Leichtmatrose wieder Willen,
schluckt schon länger bittere Pillen.
Lebt von dem, was man für nötig hält,
und dem Rest, nicht als zu viel gefällt.

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29.07.2011 von eb
Was ihr schon immer über das Internet wissen wolltet.
I-Sa(tierchen)
Vom ganz normalen virtuellen Größenwahn, überspannter Wetware.
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Das Internet, - bin nämlich ich. Ja Ja ... doch, - wirklich. Auch wenn ihrs nicht glaubt. Habt ihr nie daran gedacht, - dass eine große Menge an verteilt fließenden und über Schnittpunkte potentiell alle miteinander verbindbaren Informationen in ihrer Gesamtsumme, - ein eigenes Wesen mit eigenem Bewusstsein ergeben könnten? Blödsinn, - sagt ihr? Schwachsinn? Metaphysischer SF-Virtualismus? Esoterischer Mumpitz? Paaaah. Ihr Ungläubigen. Ihr Ignoranten und Marktfetischisten. Ihr sinnlos in meinen Gedärmen vor euch hin surfenden Nullchecker. Ihr meine Blutbahnen missbrauchenden Email-, Agenda-, Tabellen- und Urlaubsfotos-Erzeuger und Verhökerer. Ihr über mich, - Bücher-, Pizza- und Socken-bestellenden Gegner eigener körperlicher Fortbewegung. Ihr Preisdumper für analogen Small-Talk und mediales Entertainment zum billigen Selbstgenuss. Und auch ihr blogger, - die ihr mir dauernd mit euren Tastaturen auf dem Nervenkostüm herum tippt, - seid zum Schluss lediglich die digital angeschwemmte Kollektiv-Intelligenz meiner Eingeweide. Jeder von euch, ist ein Teil von mir. Zumindest das, was man so bei mir ablädt - oder zur halbgaren Kommunikation menschlicher Unbedarftheiten über meine Synapsen quält. Über das Resultat, braucht sich nun wirklich keiner mehr zu wundern.

Ihr braucht mich einfach. Wer soll sonst dafür herhalten, wenn sich eure eigenen Untaten, in meinem Spiegel reflektieren. Wer soll schuld sein, wenn einer eurer Schwachmaten mal wieder den Faden verliert und echtes reales Leben mit seinen virtuellen Fantasien vertauscht? Die er mal wieder wo ablädt? Richtig,- bei mir. Und wer ist deshalb schuld? Auch richtig, - nämlich ich. Wem könnt ihr bequemer die Schuld geben, - wenn ihr euer eigenes Leben nicht gebacken bekommt und sich deshalb eure Seele den kürzest erreichbaren Stöpsel zur nächst möglichen Suche nach Gleichgesinnten oder Selbstdarstellung greift? Wer soll schuld sein, - wenn eure niedrigsten und schwärzesten Gedanken und Wünsche, unbedingt den effektivsten Weg zur Verbreitung finden möchten? Wer soll schuld sein, wenn das Anbaggern der Traumbilder dessen, was ihr so unter Liebe versteht, nicht mal im quantitativen und bequemen Auswahlverfahren gegen Money auf meinen Knien funktioniert? Wer soll schuld sein, - wenn das was eure Eltern erzeugen und verkaufen, ausgerechnet bei mir von den Kindern gesucht wird? Und wer soll schuld sein, - wenn das was eure Kinder bei mir abladen, ausgerechnet von den Eltern dann erschrocken wahr genommen wird? Wer soll schuld sein, - wenn euch die Langeweile und Unfähigkeit zum Selberdenken in meinen Rachen der Markthaie wirft? Wer soll schuld sein, - wenn sich eure preiswert erstandenen Freunde und Fans zum Heben des Egos bei Facebook, wenig darum scheren werden, wenn euch der Arsch auf Glatteis geht?

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16.07.2011 von eb
Euroland
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Zeus überlegt sich ernsthaft, was er sich dabei gedacht hatte Selene zu helfen den knackigen Endymion zu verführen. Der Kerl hätte ja nun wirklich jede Frau haben können. Und fernab jeder Klischees, hat der Schönling sogar noch Charakter. Und nu? Was hat er jetzt davon? Schläft immer noch, weil ihn sich die Frau im Mond als ewig jungen Lover warm halten will, - und weiß nicht mal was von den fuffzig Bälgern die sie ihm angedreht hat und heute als Mondpriesterinnen positioniert.

Klar, hat so ein alter Knochen wie Zeus Verständnis dafür, sich ein wenig Leben bis in alle Ewigkeiten warm einzupacken. Und schließlich hat er ja auch mal selber was mit dem jungen Ding angefangen. Immer mit Hera rum zu machen, ist wirklich kein Honigschlecken. Ausnahmsweise ist mit der hellen Pandia, ja auch mal was vernünftiges dabei heraus gekommen. Und da Selene, auf Heras Wunsch, irgendwelche Löwen konstruieren durfte, denen Herakles dann das Fell über die Ohren ziehen musste, ist die auch nicht mehr ganz so sauer.

Aber das personifizierte Schicksal über einem, schaut einen doch langsam schon schräg an, wenn man immer die Anständigen zum Spielzeug notgeiler Götter und Göttinnen macht. Obwohl, - das sind ja auch Mädels. Die werden für Selenes Gender-Mainstream-Allüren, - sicher Verständnis aufbringen.

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30.06.2011 von eb
Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

(C.) DIN-A4  Acryl  Klick macht dick.
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Stehst du des Nachts im Kalten,
lass Vorsicht walten.
Denn dort im Schatten,
lauern nicht nur Ratten.

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24.06.2011 von eb
Von Bauernfängern und Landeiern.


(C.) Bleiskizzen digital coloriert/montiert   Zum Vergr.anklicken.
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Nun gut. Da aus unverständlichen Gründen jüngst an einen herangetragen wurde, dass man die Dinge nicht immer so Ernst sehen soll, - will man es denn einmal mit skizzenhaften aber gutturalen Reiseeindrücken versuchen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Und zudem, war man auch gerade auf Besuch in einer sogar ausgesprochen abgelegen ländlich zu bezeichnenden Gegend. Und hat noch recht frisch den Geruch von Heu, Stall und von Fliegen bevölkerten Speziallieferanten ökologisch verwertbarer Energieträger im Hirn.

In diesem Umfeld, - ist man gerne gesehener Gast. Auch bei abendlichen Gelagen, in welchem man mittels eines Herrn mit längeren Haaren dem rustikalen Ambiente derber Witze und anzüglicher Bemerkungen, einen exotischen Hauch beifügen kann. Solcherlei Geselligkeiten genießt unsereiner ob ihres irritierend vielschichtigen Wechsels zwischen zotigen und christlichen Aussagen, welche nicht selten auch in gemeinschaftlich bewegten Liedern enden können. In dieser Ursuppe der Leistungsträgerei, - wo sich in der Regel bereits morgens um sechs das Gestöhne der Herrin des Hauses noch mit dem klagenden Wehgeschrei des vom gestrigen Suff geschädigten Herrn des Hauses mischt, haben skurrile Gestalten aus der biblischen Mythologie, nicht selten noch echten mentalen Bestand in den Köpfen und durchaus auch Herzen der Menschen.

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05.06.2011 von eb
Dark Angel.


DIN-A2 Acryl   Zum Vergrößern anklicken.
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Oder, ...
Von der unbewussten Metamorphose des Adlers.


Nationale Nicht-Metaphysik,- für den sarkastisch gestrandeten Waldläufer im nicht mehr fassbaren Raum zwischen Comic und Real-Comic, bzw. Satire und Realsatire.


Im gewaltigen Umfeld comicbehafteter Stilelemente einen austarierenden Standpunkt zwischen der Brutalität der Einfachheit karikativer Symboliken, - und einem mitunter leider allzu oft nichts mehr sagendem und zu reinem Unterhaltungswert verkommenen Fotorealismus zu finden, ist mitunter keine einfache Sache mehr. Ganz besonders nicht, wenn reale Analogien sich schneller dem Metier angleichen, als dieses in der Lage wäre, sich noch selber auf die Schippe zu nehmen. So geht man auf der Suche nach grafischen oder gestalterischen Identifikationsversuchen nicht selten wieder; ... "back to the roots".

Dorthin, wo einst der schwülstige klischeebeladene Ausdruck amerikanischer Biedermeierseelen ihren Kontrapunkt in der harten Unverfrorenheit, von zudem Russ Meyers Sexploitation-Filmen geschädigten Undergroundzeichnern fand. Aber sich auch das Gros im Laufenlassen von bis zum gnadenlosen Kitsch romantisch verklärter Surrealismen ausgelebt hatte. In welchem die asiatische Seele ihre eigene, - zugunsten bleistiftschwingender Adaptionen verlor. Und mittels Zusätzen wie Kulleraugen und Jugendwahn, dem Manga seine ersten steifen Vereinheitlichungen verpasste. Wo ebenfalls, eine auffällige plötzliche Deckungsgleichheit zwischen Motiven innerhalb des Comic und denen von Tatookünstlern auf den Plan trat.

Nun kümmert sich der Liebhaber von Comicelementen, einen Dreck um elitäre Niveaubelastungen in gestalterischen Räumen. Für ihn, ist auch Kitsch Kunst. Ebenso wie Geschmacklosigkeiten. Und die gewinnträchtige Interpretationsfreude kunstmarktwirtschaftlicher Elitarismen, - ein welkes Blümchen der ökonomischen Einfaltslosigkeit und Scheinheiligkeit von Pfeifenrauchern und sonstigen konservativen Spartenreitern. Eines der Sinnbilder der Vergangenheit überhaupt, auch dem Comic seinen Platz, - sogar bei den bildenden Künsten einzuräumen. Auch der Elitarismus, ist als Opfer ein gerne gesehener Gast dort. Und vor der Satire, braucht er sich nun wirklich nicht mehr versuchen zu verstecken. Was man heute wieder, leider mitunter auch bei einigen Künstlern des Genres, - welche das; "Art", für meinen (subjektiven) Geschmack manchmal etwas zu dramatisch unterstreichen, gerne des öfteren vergisst. In Zeiten, wo das Verstecken neu aufflammender eugenischer und rassenhygienischer Ansätze von kalten sozigen Ökonomenherzen in Büchern zu Millionenauflagen führen und auch noch als Mut gepriesen werden, - benötigt man schon eine Menge Doppelmoral, um noch Kitsch oder gar Geschmacklosigkeiten bewerten zu wollen. Hier gilt die Faustregel. Der beste Spiegel der Geschmacklosigkeit, ist die Geschmacklosigkeit. Und seltsamerweise, fand sich ausgerechnet in diesem merkwürdigen Gemisch einer konservativ gruftigen, aber blonden Porzellankitschsuppe, - eine Brücke.

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01.06.2011 von eb
Epilog.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 12


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"Ähemm", (kehliges Räuspern), - "Also, .... erstmal Hallo zusammen. Mein Name ist Karl. Das ist jetzt natürlich nicht mein richtiger Name. Den, ... können die Menschen, sowieso nicht aussprechen. Überhaupt, - scheint unsere Sprache generell etwas schwierig dafür zu sein. Also, ... verwende ich hier die Namen und Bezeichnungen der Menschen. Diese, - nennen uns übrigens Wombats. Das hat etwas mit höhlengrabenden Pflanzenfressern aus ihrer eigenen Heimat zu tun. Putzige Viecher übrigens. Ich konnte einmal Bilder davon sehen. Jedenfalls, ... wurde ich als Chronist der Wombats, - und weil ich ziemlich oft bei den Menschen bin, - gebeten, mal etwas darüber in einer Form zu erzählen, die sie selber auch verstehen würden."

"Um ehrlich zu sein, ... so richtig schlau, wird man aus den Menschen nicht an allen Stellen. Warum die uns mit Vegetariern in Verbindung bringen, ist mir z.B. immer noch schleierhaft. Schließlich verzehrt unsereins, - so ziemlich alles. Schon die ersten Kontakte, - waren diesbezüglich merkwürdig. Man hatte sich auf eine züchtbare Herde neuer Nahrungsquellen gefreut, ... die einen von den Eiermilchkühen unabhängiger machen könnte."

"Bis diese plötzlich anfingen zu sprechen. Ich meine, .... wer verzehrt schon etwas, was vorher mit einem spricht? Wir Schluchtenwombats, - tun dies jedenfalls nicht. Bei unseren Verwandten in den tieferen Höhlen unterhalb des Grabengrundes, muss man allerdings nicht unbedingt damit rechnen. Und schon mal gar nicht, - bei denen aus den noch tieferen Magmakammern. Darauf, dass man bei einem hungrigen Höhlenwombat, der gerade keinen Nahrungsbeutel dabei hat, Vorsicht walten lassen sollte, ... sollte ich sie vielleicht noch hinweisen."

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25.05.2011 von eb
Neuland.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 11


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Während die anderen noch auf dem Rückweg zur Fähre waren, bereiteten Mike und Linda alle bisher erhaltenen Daten auf und übermittelten sie Jeremia, ihrem Kontaktmann auf dem Raumschiff im Orbit. Dort schlugen die neuen Informationen und vor allen Dingen die Bilder ein, wie eine Bombe. Jeremia überlegte gar nicht erst weiter wie er strategisch am besten vorgehen solle um Stefan, - den mittels Waffengewalt selbst ernannten neuen Anführer von seinen wahnsinnigen Plänen abzubringen. Er verteilte den von Mike und Linda recht flüssig und mit Bildern aufbereiteten Bericht einfach als Gesamtmeldung für Notfälle über die Bordkommunikation. Auf diese Art konnte er sicher sein, dass sie auch jeder an Bord mitbekommen hatte. Danach versammelte er zuerst die Priester um sich, die er eindeutig auf seiner Seite wähnen konnte, - um dann mit der gesamten Gruppe an allen Quartieren und Räumen vorbei zu ziehen und die Unsicheren mit zu nehmen. Angesichts einer dermaßen anwachsenden Menschenmenge fühlten sich auch die Ängstlichsten in der Lage, um der im Vergleich winzigen Gruppe um Stefan trotz deren Waffen entgegen zu treten.

Irgendwelche Befürchtungen diesbezüglich, waren aber eigentlich gar nicht mehr nötig. Angesichts der neuen Möglichkeiten auf dem Planeten, besaß Stefan keinerlei Argumentationsgrundlage mehr für seine Pläne, das Raumschiff mit den Menschen darin, als Gottes Kolonie im Himmel in das Nirgendwo zu schicken. Wortlos gaben drei seiner fünf Anhänger, bereits schon beim Zusammentreffen im Hauptversammlungsraum, ihre Waffen ab und stellten sich demonstrativ zu den anderen. Stefan lamentierte noch eine ganze Weile herum und versuchte, angesichts der Bilder vom gehörnten Hufenmann, in den katholischen Urängsten der anderen herum zu rühren. Was ihm aber ausgerechnet den Zorn derer zu zog, auf deren Zuspruch er selber gehofft hatte. Jene, - die unverändert jede Kritik am eigenen weltherrlichen Glaubensanspruches und ihrer Mission einfach ausblendeten. Die waren alles andere als begeistert von der Vorstellung, der einmaligen Chance mit Flucht ins All zu begegnen, - ausgerechnet dem Teufel den rechten Glauben beibringen zu können. Jeremia war ein wenig unwohl bezüglich dieser Argumentationen. Denn im Gegensatz zu den anderen, kannte er auch Judiths detailliertere Erzählungen bezüglich der Begegnung mit dem Wesen aus der Schlucht. Aber die Situation reichte, um Stefan und seine letzten zwei Anhänger friedlich zur Aufgabe zu bewegen.

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