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12.10.2012 von eb
Von Sparten und Schuhkartons.
(Vorsicht, - schwere Textwüste)

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bild Nun kommt unsereiner ja ursprünglich aus der Ecke, welche sich so gerne den Alleinanspruch für Kreativität aufs Hemd gebügelt hatte. (Wieso auch immer) Speziell, - sogar aus der Werbeecke. Hatte sich aber bereits schon sehr früh dafür entschieden, dies eher etwas unabhängiger, - privat zu betrachten. Und in beruflicher Hinsicht, sich mal mit ehrlicher Arbeit in mehr technischen Umfeldern zu versuchen. Was ja immerhin über Jahrzehnte hinweg, bis auf die bereits erlebten und zu erwartenden weiteren Folgeschäden Schröderscher Hirnrisse, - sogar mehr als gut funktioniert hatte. Wobei erwähnt werden sollte, dass diese Geschichte mit dem lebenslangen Lernen, - auch für Autodidakten, im Sinne Profilwütiger Profiler zeitgemäßem Managements, - gründlich in die Hose gegangen ist. Aber unabhängig davon, auch zu der Feststellung führte, - dass ein Großteil des technischen Zeugs, - anscheinend auch nur noch zur Werbung taugt.

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09.10.2012 von eb
Politische Nebenbodenständigkeit.

Den Vogel in Sachen Bodenständigkeit, schoß heute morgen der FDP-Politiker Stephan Thomae im D-Radio ab. Welcher sich bezüglich der Nebeneinkünfte von Politikern in folgender Form äußerte.

Grundsätzlich müssen wir uns aber überlegen, was für einen Politikertypus wollen wir eigentlich haben, wollen wir einen Politiker, der ganz von der Politik abhängt, oder einen, der auch noch geerdet ist, der noch weiß, wie die berufliche Wirklichkeit spielt, der noch einen Fuß in der Wirklichkeit hat und weiß, wie schwer das Geld verdient ist.

Mal ganz davon abgesehen, dass man den Politikertypus abhängig von der Politik, - oder abhängig von Wirtschaftsinteressen sehen soll, - liebe Freunde, - freut euch. Die Zeit der Mühsal ist vorbei. Denn die Arbeitswelt, hat sich grundlegend geerdet. Plant pro Woche einen Vortrag vor z.B. einer Aktionärsgemeinschaft ein. Oder in einem Industrieunternehmen, - vor einer Versicherungsgesellschaft, - vor einem Arbeitgeberverband, - oder in ähnlichen illustren Kreisen lernwilliger Profitmaximierer. Welche für eure zarten Ratschläge gerne bereit sind, - eure Bemühungen mit z.B. 7000 Euro pro Abend zu vergüten. Dem durchschnittlichen Arbeitnehmer in den unteren Gehaltsklassen, würde ungefähr ein halber Vortrag pro Monat reichen, - um den Rest der Zeit, dann untentgeltlich Politik machen zu können. Denn dies, ist die Wirklichkeit, - oder?

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08.10.2012 von eb
Irgendeine kluge Überschrift. (Keine Ahnung, - welche)

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bild Der tiefste mögliche Fall, muss nicht unbedingt der von der Bergspitze sein. Sinnigerweise, haben Berge in Richtung des Fallenden, - eher Hindernis-Charakter mit stellenweise harter Bremswirkung. Was den Vorgang des Höhenverlustes, i.d.R. mit ausreichend Beschäftigung versorgt, - welche einem nicht allzu viel Spielraum lässt, über die Situation nachdenken- und entsprechende Erkenntnisse sammeln-, geschweige denn, - sie weiter vermitteln zu können. Würde man das Raumschiff Erde allerdings kopfüber fliegen lassen, könnte dieser lästige Zustand, bei zusätzlicher Umkehrung der Bordschwerkraft, in den endlos langen Fall ohne jede Einschränkung übergehen, - und so grenzenlose Freiheit, für genauso grenzenlose Erkenntnisse bieten.

Wahnfried der Bergsteiger, .... der sich jüngst beim Schlittenfahren, - und nach Konsum eines Sloterdijk -, Gedanken über den Sinn philosophischer Ausarbeitungen machte, welche die Freiheit vom Bodenkontakt, auch noch systemisch betrachten. Die Erkenntnis, dass Konstruktion, zur konstruktiven Kritik an Konstruktivität nicht viel taugt, - ließ ihn allerdings kurz vor dem Baum, - bei Foersters ästhetischem Imperativ; "Willst du erkennen, - lerne zu handeln", - landen. Der Philosoph in ihm, überlegte ungefähr für den Bruchteil einer Sekunde, wie groß wohl der Unterschied, zwischen der praktischen Handlung, und der konstruktiven künstlerischen Wiedergabe davon sein würde. Der Schlittenfahrer allerdings, - war heilfroh, dass er gerade noch rechtzeitig, - die Kurve gekriegt-, und dabei zumindest gelernt hatte, - dass er das nächste Mal vielleicht besser aufpassen sollte. Und Wahnfried, - hieße nicht Wahnfried, wenn er im Satz, - dass sich die wirkliche Welt immer dort offenbart, wo die üblichen Konstruktionen scheitern, - nicht den herrlich lebendigen Moment entdeckt hätte, der auch trotz "via moderna", den Realisten genauso wie den Nominalisten, genug Stoff zum Streit bis zum Ende aller Tage bieten würde. Und da ihm Schlittenfahren im Kreis genauso wenig Spaß macht, wie die Ästhetik der Elaboration leerer Inhalte, die sich aber furchtbar klug anhören, - hat er schon die nächste Bergtour geplant.



05.10.2012 von eb
Leistungstest

Ihr habt's sicher schon mit bekommen. Die Kinder im Süden der Nation, - können am besten rechnen, lesen und schreiben. Neuerdings liegen Sachsen und Sachsen-Anhalt zwar im Süden, - aber, - spielt ja keine Rolle, - wenn man in Baden-Württemberg keine neidischen Blicke auf die Bayern verursachen möchte. Zudem wollen wir ja keinen Leistungstest bezüglich journalistischer Oberflächlichkeiten einführen. (Auch wenn's nötig wäre) Reicht vollkommen, - wenn wir die Kids mit so was quälen. Der Sinn solcher Rankings, liegt im Ermitteln der besten schulischen Infrastruktur von 16 Bundesländern, im föderalen Wettbewerb ums effektivste Bildungsszenario unter auch genauso viel Länderhoheiten, und darüber hinaus, - eines bundesdeutschen Gesamtdurchschnittes. Bei solcherlei Schlachtengetümmel, gehen dem einen oder anderen Bundesland schon mal die Lehrer aus, - die man dann anderswo wieder anwerben kann, - oder muss. Je nach Chaos oder gerade aktueller Motivationslage, - wie z.B. Sparen oder Bilden. Weshalb natürlich auch das schöne Instrument der Zeitverträge bzw. befristeter Anstellungen, - auch in der hohen Kunst der Pädagogik Einzug gehalten hat. Was die Motivation unter Lehrern wiederum, - selbstverständlich beträchtlich erhöht. Und die Bildung darüber eben auch, - oder?

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03.10.2012 von eb
Das perfekte Bildungssystem.
Realsatire, - mit leicht zynischem Beigeschmack.

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bild Bei tagesschau.de, meint jemand, dass bundesdeutsches Schulwissen über die DDR mangelhaft sei. Dass Schüler gar Willi Brandt für einen DDR-Politiker und Honecker für einen Erz-Demokraten halten. Also, - dies kann überhaupt nicht sein. Alleine in meinem Dunstkreis, könnte ich jetzt vom Fleck weg, - zwei Lehrkörper nennen, welche behaupten, - dass das deutsche Bildungssystem, - eines der besten der Welt ist. Auch wenn manche Miesepeter, natürlich andere Ansichten vertreten. Überhaupt, - wir leben doch hier in einem der aufgeklärtesten Nationen westlicher Hirnakrobatik. Die sogar von der "föderalen" Bildungspolitik mit Elite-Zauberei, - geradezu beglückt ist. Bei uns ist Bildung doch Leistung, - Herrgott nochmal. Wir sind die pure Leistungsmaschine schlechthin. Sowohl im Geiste, - als auch in der Leiste. So, - selektiert man Eliten. Hier bettelt das Humankapital doch sogar um sein lebenslanges Lernen, - direkt von der Kinderkrippe an. Und das Erzeugerkapital, weiß schon gar nicht mehr, wie viele Fremdsprachen denn nun nützlich dafür, - schon im Babyalter sein könnten. Dies soll alles schief gegangen sein? Und die schreiben einfach, dass unsere Schüler nicht mal ansatzweise, - ein klitzekleines Stückchen Vergangenheits-bewältigung hin bekommen? Also, - nöööö, - wirklich. Auf die Idee, dass dies ja auch etwas mit diesem föderalen Bildungssystem, des ideologisierten Unternehmens-managements, mit Wettbewerbs-Charakter eines Markt-Gebildes wie der BRD, bzw. seiner ländlichen Produktabteilungen, - und einem ziemlich fixierten Zeitgeist, dem gar nichts anderes mehr übrig bleibt, als sich über endlose DDR-Polemik selber zu rechtfertigen, - kommt man wahrscheinlich nicht.

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02.10.2012 von eb
Nieder mit den Engeln.
Aus der Reihe: "Gehörntes Klischee, - der Teufel ist ne Fee."

(C.) DIN A3 Tusche    Klick macht dick.
bild


Du Blume meines Herzens,
und meiner haarigen Gestalt.
Vorbei die Zeit der Schmerzen,
die uns getrennt hat mit Gewalt.

Als Engel mit Trompeten,
uns hinderten zu lieben,
und uns mit wildem Beten,
wie Teufel auseinander trieben.

Mit Geifer auf den Lippen,
und wütend roten Augen,
zogen sie an ihren Strippen,
und vergossen saure Laugen.

Voll Hass, mit sprühend Blitzen,
jed Anderes zu bejagen.
Das Leben zu besitzen,
doch nicht mal das eign'e zu ertragen.

Unfähig, noch zu fühlen,
was dessen fähig war.
Um in Seelen gar zu wühlen,
die so rein und sonnenklar.

Die Sonne scheint auch uns'retwegen,
und wieder nicht, - weil's ihr egal.
Man kann sich wohlig in die Wärme legen,
oder grämen, weil man ihr die Wonne stahl.

Lass uns vergessen, was immer glaubt,
dass ihm die Welt zu Füßen liegt.
Lass uns vergessen, was uns beraubt,
und sich dabei nur selbst besiegt.

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30.09.2012 von eb
And the winner is ....

Jaja, - so ein Peer, - hat's schwer. Solcherlei Sachen, kann man verblüfft, irritiert, kopfschüttelnd, weinend oder resigniert betrachten. Die Mitte der Mitte der Mitte, - (rechts von der Kante der Klippe), geht das gewohnterweise mit geübtem Positivismus an. Und freut sich über Lippenbekentnisse zum Angehen von Problemen, - bei denen man gerne übersieht, dass die Bastler der Probleme, hier die Helden zur Bekämpfung derselben spielen. Die plötzliche mediale Rundum-Begeisterung für einen Wunschkanditaten des rechten Seeheimer-Kreises der SPD, lässt andererseits, natürlich ganz besonders bei den Opfern von HARTZ-IV, - und ähnlichen Produkten kalt gewordener Sozen, - schrill die Alarmglocken läuten. Kurzum, - Peer Steinbrück, steht als neu gekürter Kanzlerkandidat der sozigen Mitte-Rechts-Linken, - vor einem Teil seines eigenen Erbes. Die Konstruktion des Niedriglohnsektors sowie die Förderung von Zeit- und Leiharbeit parteipolitisch mit zu tragen, dann aber dagegen angehen zu wollen, - steht äquivalent genauso vertrauensvoll zur Diskussion, wie marktschreierische Finanzpolemik mit Deregulation, bei der man auch mal eine Weltfinanzkrise glatt übersehen hat, - und folgender Volltöne über Regulation. Das Gestern, - macht sich auf, um das Neue von Gestern, - neu zu verestern. Ich müsste schon ziemlich bescheuert sein, wenn ich dem vorbehaltlos Vertrauen schenken könnte. Das heutige Interesse, des sich sozig präsentierenden Kanzlerkandidaten an den Problemen auf dem Arbeitsmarkt, - wobei zu bemerken ist, dass die Vermarktung von Arbeitskräften, immerhin eines der ganz speziellen Inhumanitäten aus seiner eigenen Riege ist, steht jedenfalls in recht krassem Gegensatz, zu einem Peer Steinbrück älterer Tage.

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28.09.2012 von eb
Die Einsamkeit der Götter.
Aus der Reihe: "Dark worlds."

(C.) 50x50cm Acryl auf Leinwand       Klick macht dick.
bild



Aus Magmakammern oder metamorphem Stein,
verwittern Unzerstörbarkeiten, winzig klein.
Durch Wind und Wasser fort getragen,
um zu ersticken,
- alle Fragen.

Dem Tod geweiht, bleibt alles stehn,
und lässt die Zeit, alleine gehn.
Im Sediment gefriert, was war,
um zu zeugen,
- nichts ist klar.

Ein Leichentuch, gewebt aus Fels und Alter,
zu überdauern, Blut und Psalter.
Lässt selbst den Stein in sich versinken,
um zu verbergen,
- geschichtliches Ertrinken.

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26.09.2012 von eb
Die Sucht nach der Antwort ohne Frage.

Klick macht dick.
bild Das Problem liegt in der Derivation substantivierter schwacher Verben. Wenn Auf-, Er-, und Verklärung nicht dominant über Klärung behandelt werden würden, - würde selbst für die Menschen, die Frage; "was Gott ist", - in der simplen Antwort enden, - "Ich weiß es nicht". Ein Zustand, der immerhin ermöglicht, erst mal nachzusehen, - bevor man sich den Kopf einrennt.

(Helga, die verkannte Schiffsratte, beim nachdenklichen Betrachten ihres Göttergatten. Der wieder mal die stabile Käseglocke mit Klarsichtfolie verwechselt hatte, - und jetzt von Joghurt leben muss.)



25.09.2012 von eb
Und auch noch Waldesfreuden....

Du dicke fette Zecke,
- nun hast du mich erwischt.
Du bist wohl ne besonders kecke,
die sich da mit meinem Blut, - erfrischt?

Die Wahl, die lass ich dir,
- auch wenn verlor'n der gute Saft.
Bist du ein störrisch gierig Tier,
oder lässt du los, - mit eig'ner Kraft?

Du hast genug gesogen,
- doch kannst den Kopf behalten.
Es wird dir reichen eine Ewigkeit,
wirst du den Abgang, - selbst gestalten.

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24.09.2012 von eb
Kirschrot

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bild Gut, gut, - nachdem man sich mokiert hatte, dass gerade die dunklen Welten, so miesepetrige Endzeitstimmung erzeugen, bzw. man sich schon Sorgen um die unsrige Seelenstabilität machte, - machen wir einen kurzen Break in der Geschichte der hiesigen Galaxie. Ganz besonders mitfühlende Seelen, warfen unsereins sogar einen Hang zur Melancholie, - ja sogar zum Weltschmerz vor. Wohlgemerkt, - sie werfen es vor. Ein Verständnis solcherlei Stimmungen, ob sie nun zutreffen oder nicht, - gehört nicht zum Repertoire. Es sei denn, irgendjemand kann seine wohlfeile Expertise zur Behebung des Übels ablassen. Ich liebe diese Alltagspsychologen. "Welches Sternzeichen bist du denn? Ahhh ... Skorpion. Wusst ich's doch. Kopfmenschen. Mathematisch sehr begabt. Aber auch kreativ. Und überhaupt, - streng rational. Und doch tiefsinnig und rätselhaft. Neigen zur Selbstzerfleischung." ... Weiha, - was für ein Allround-Schmarr'n. Da muss man glatt aufpassen, dass so Vögel nicht ihre Astrologin anrufen, damit die bei falschen Sternkonstellationen, gleich die psychologische Beratung aus der Eso-Kiste vorbeischickt.

Außerdem, liegt die tiefenpsychologische Wahrnehmung, - falls so etwas wie unvoreingenommene, bzw. systematisch nicht katalogisierbare Wahrnehmung hier überhaupt möglich wäre, - komplett daneben. Was aber überhaupt nichts aus macht. Solcherlei begnadeten Menschenkennern, erläutert man, dass die Grundstimmung lediglich ein fröhlicher Endzeitpositivismus ist, - und schon stimmt deren Welt wieder. Bis zum Untergang des Universums, - geht's ja auch noch eine Weile. Dies begreifen auch die Anhänger handelsüblicher Weltuntergänge. Der Begriff; "Positivismus", ist zudem in diesem Metier, - eine Art mentaler Schalter, - der Hohlräume zur inhaltslosen Vergeistigung bringen kann. Da kannst du zwei Meter unter der Erde liegen, - wenn die Maden deine Kieferknochen noch zu einem Grinsen formen, dann freut sich oben die Welt, ob einer Leiche mit gesunder Einstellung. Diese Anfänger in Sachen "durchgeknallt sein", überzeugen stets aufs Neue, durch ausgesprochen stereotypes Glücklich-, aber Anders-Sein. Kommen wir also zu Ernsthafterem.

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20.09.2012 von eb
Von einem der auszog, - alles positiv zu sehen.
Aus der Reihe: "Dark worlds."

(C.) 30x24cm Marouflage Acryl, Polychromos     Klick macht dick.
bild



Im Niemandsland der ungemochten Sichten,
- dort, wo sich Zwielicht mit dem Nebel mischt.
Ist nichts mehr, was die Angst könnt schlichten,
- die sich in den Nacken krallt, - wie kalte Gischt.

Kein Punkt, kein Raum, der dir gibt Halt,
- noch Ziel, noch Hoffnung oder Sicherheit.
Alles was sich in dir ballt,
- ist Grauen gar, - und Furchtsamkeit.

Drum sieh dich vor, an diesem Ort,
- den du aus Torheit nicht vermeiden wolltest.
Hier trägt dein Schreien sinnlos fort,
- all dies, - was du nicht sehen solltest.

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18.09.2012 von eb
Schlanker Staat und feiste Reiche, - Arme, - als Statistikleiche.

Klick macht dick.
bild Offenbar, kann man sich nicht so recht entscheiden, ob sich beim vierjährigen Sammeln von Unterlagen und Daten arbeitsministerialer Untaten, - ein Armuts-, oder Reichtumsbericht, - bzw. beides ergeben könnte. In den Berliner Büros der medialen süddeutschen Zwangsvertretung, scheint sich Herr Öchsner mit einem recht moderaten Ton zum Hervorheben von Nettigkeiten im Chaos zu begnügen, - während, - mal ganz ungewohnt, das Öffentlich -Unrechtliche, - die Sache, - wie die Frankfurter Rundschau, - etwas saftiger auf den Punkt bringt. Summa summarum, - ergibt sich folgende Kernaussage aus der FR;

Der private Reichtum in Deutschland wird immer größer, das Vermögen des Staates hingegen kleiner. Gleichzeitig werden die Reichsten immer reicher.

Öhmmm, - ist das jetzt neu? Gut, - bezeichnenderweise, interessiert sich diese Regierung ja nur alle vier Jahre, für die Resultate ihrer Arbeit. Da kann man schon mal merken, dass man abgenommen hat. Der Satz; "dass die Ärmsten immer ärmer werden", scheint aber aus unerfindlichen Gründen, nicht zum Repertoire der Diätsüchtigen zu gehören. Aber man verweist immerhin darauf, dass bereits schon seit 2008, zehn Prozent 53 Prozent des Nettogesamtvermögens auf der hohen Kante haben. Schwer krisengeschädigt also, - gelle? Da deucht einem doch, dass für die einen, Krisen einen miesen-, und für die anderen-, einen Riesenverlauf hatten. Nun werden diese Reiseberichte des nationalen Reichtums, ja schon seit 2003 getätigt. Weshalb es sich lohnt, das Touristikziel dieser zehn Prozent, mal aus dem Jahr 2008 anzusehen. Hier steht eigentlich bereits schon ziemlich deutlich, dass die Ungleichverteilung der Einkommen, bereits schon in den Jahren 2002 bis 2005 deutlich zugenommen hat.

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17.09.2012 von eb
Videos?

Film und Video, gehört bei uns ja eigentlich zur modernen Kultur. Filmkultur, - sozusagen. Also Filmkultur, - in westlich christianisierten Religions- und ökonomisierten Profitkulturen. Das blöde an jeder Kultur ist, dass sie sich immer selber als die Größte, Schönste und Tollste ansieht. Bei uns, - wird so was dann modern genannt. Oder auch Fortschritt. Wobei das; "Fortschreiten", anscheinend immer über das Ausreizen der eigenen äußersten Ränder, über die Ränder der anderen hinweg verstanden wird. Die Idee, dass Fortschritt auch humane Werte, wie z.B. das Vorleben von Sensibilitäten und auch das Verständnis von Nichtverständnis sein könnten, läuft i.d.R. im Wahn, Modernitäten noch krasser wie bisher auszudrücken, - an die Wand derer, die dann von Konservatismus oder gar Biedermeierei reden. Folgen, - werden nicht bedacht, - solange es nur Spaß macht. Dies heißt dann bei uns Spiel- und Spaßkultur. Und irgendjemand, kommt immer daher, und meint auch noch mit der größten Abstrusität, - was Gutes für die Welt zu tun. Das sind dann die Spiel- und Spaß-Freaks, die es glatt noch fertig bringen, vor lauter als Aufklärungswillen verkauftem eigenem Hass, - einen Religionskrieg anzuzetteln. Und dann kommt die Frage auf, - dürfen die das?

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15.09.2012 von eb
Warum ich Gemüsemärkte mag.

Oh kleiner Markt, du fröhlich Ort,
inmitten bunter Menschentrauben.
Du bist nicht schuld, dass alles fort,
was Menschen lässt an Menschen glauben.

Sie wollten mehr, - im großen Stil,
und jeder möglichst alles.
Dein Name steht für viel zu viel,
was Echtes tauscht durch Pralles.

Voll Trauer, denk ich an deinen Charme,
wenn ich nun höre deinen Namen.
Seh in dir Menschen herzensarm,
die deinen Charme dir nahmen.

Du, - dessen Sinn verloren ist,
nun bist du nicht mehr Ort, - noch hier,
Du, - der du nicht mehr unter Menschen bist,
sondern diese, - unter dir.

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12.09.2012 von eb
Weltensterben
Aus der Reihe: "Dark worlds."

(C.) 50x40cm Marouflage Acryl       Klick macht dick.
bild



Alter Welten ödes Land,
- windstill jammernd ohne Laut.
Leblos leer und ausgebrannt,
- wartend bis das Ende graut.

Ein letzter Atem aus dem Bauch,
- lässt nur noch ahnen, alte Pracht.
Und wie ein kurzer Hauch,
- nur als Erinnerung gedacht.

Alter Welten leerer Raum,
- düster sterbend in der Zeit.
Verloren ist der Lebensbaum,
- vergessen und Vergangenheit.

Übrig bleibt ein leerer Reim,
- ohne Sinn und ohne Streben.
Denn ohne jeden Keim,
- bleibt auch die Hoffnung ohne Leben.

Toter Welten steinern Grab,
- dessen Ruhe nur das Leben kennt.
Da gibt es nichts, was je wem gab,
- und sich wirklich zeitlos nennt.



10.09.2012 von eb
Zeitscheibenleben

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bild Naja, - eine der neueren Modeerscheinungen, - ist ja das digitalisierte Präsentieren dessen, was man gerade ernährungstechnisch vor hat, - zu sich zu nehmen. Da werden Bilder vom Frühstück, Mittag- und Abendessen genauso gezeigt, wie von der brennenden Cognac-Tasse um Mitternacht. Bei den Geschichten, welche sich soziale Netzwerke nennen, gehört so was bereits zum guten Ton. Jetzt ist mir natürlich schon klar, dass bezüglich dieser kulinarischen Darbietungen, der geistig hoch entwickelte Denkertyp, - missbilligend die Nase ob solcherarts profaner Lebensäußerungen rümpft. Dort, - liegt dann eher ein gutes Buch mit vielsagendem Autorennamen, zwischen Messer und Gabel auf dem Porzellan. Versteh ich ja auch. Geistige Nahrung hält fit, ist gesund, und bezüglich landwirtschaftlicher Düngemittel sowie Massentierhaltung, - vollkommen unbedenklich. Unsereiner, - ist mitunter aber etwas primitiver geartet, - und haut sich hie und da, schon mal ganz gerne was holzfreies zwischen die Zähne, - wo die Zellen noch nicht zum Zellstoff verändert wurden. Und sieht deshalb solche ein-bildrigen Koch- bzw. Pre-Essshow's, - eher locker an. Ein wenig hat dies sogar etwas von ganz normaler zwischenmenschlicher Kommunikation übers Essen. "Hey, - ich hab gerade eine Riesentorte gebacken, - die schaff ich nicht alleine." Nun ja, - und dann langt man in den Monitor, - und wird doch nicht satt davon. Koch-blogs, - vor allen Dingen die vegetarischen, - lassen wenigstens das Rezept fürs Kunstwerk zurück. Weshalb ich nicht ganz verstehen kann, warum man blogs in ihrer Gesamtheit, - nicht auch zu den sozialen Netzwerken zählt. Ganz davon abgesehen, dass die üblichen sozialen Plattformen, doch recht heftig zum besonders kurz angebundenen Ultra-Smalltalk neigen. Zumindest könnte man die; "Gefällt mir" und "Gefällt mir nicht" - Buttons, mittels einiger wählbarer Optionen wie z.B. "Guten Appetit" oder "Erstick doch daran" erweitern.

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08.09.2012 von eb
Seid ihr auch alle schön glücklich ?

Zufrieden? Positiv gestimmt? Voller Vertrauen in die Zukunft? Das Hirn so richtig voller Endorphine? Nicht? Eher langweilig die Geschichte mit dem Glück? Na, - dann probiert's doch mal mit Unglücklichsein. Aber keine Angst, - ganz so schlimm, wird das jetzt auch nicht. Der Artikel hat mich auch nur schwer verärgert, weil es anscheinend immer erst irgendwelcher Philosophen oder sonstiger akademisierter Denker übers Glück bedarf, um Gedanken Einzug in die Qualitätsmedien zu gewähren, - über welche sich blogger eigentlich schon seit Jahren abquälen. Und dies deutlich praktischer orientiert. Diese merkwürdig verquirlte Mixtur aus Suche nach Endless-Happiness, übersteigertem, - bereits schon knallhart esoterisch angelehntem Positivismus-Gelalle, - Trendsetting, - Technokratiegläubigkeit bis zum Abwinken, und gleichzeitig vollkommener Ignoranz gegenüber Sozialabbau, Sanktionsbetrieb und Dehumanisierungsbestrebungen, - ist ja jetzt nun wirklich weder etwas Neues, - noch zu übersehen. Deshalb ist das ärgerlich, wenn sich immer erst ausgerechnet die Leute darüber Gedanken machen, deren Job das ist, - wenn schon alles gelaufen ist.

Alleine beim Begriff, "Happiness-Index", kann man ganz schlicht und einfach nachforschen, - wo der denn her kommt. Wobei der zusätzliche Satz;

Ist noch niemandem aufgefallen, dass die neuen Ideen vom Glück den alten christlichen Vorstellungen vom ewigen Heil sehr ähnlich sehen?

... ein wenig arg perfide und scheinheilig ist.

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07.09.2012 von eb
Abgewrackte Ökologonomie.
Satire ?

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bild Bei den Grünen, - scheint's mir, - ist die Abwrackmanie ausgebrochen. Nach einer Abwrackprämie für stromfressende Haushaltsgeräte, steht nun Entsprechendes für Fahrräder an. Diesen Klima-, Umwelt-, und Weltenrettern, - fällt wirklich ständig grandios; "kreativ Neues", zur Förderung ebenso neuartiger Müllberge und gesteigertem Konsumverhaltens ein. Da leuchtet die Osram-Birne, - schier grenzenlos heilig, durch alle Hallen industrialisiert ökonomisierter Ökologie. Bei 29 Millionen fahrenden Radfahrern, zu 70 Millionen fahrfähigen Fahrrädern, fährt der Plan natürlich schon ziemlich knapp, am sportlichen Werbe-Hype umweltbewusster Radrennsportler und Querfeldeinjäger in Raumfahrermontur vorbei. Die Logik, - dass bei der weitaus größeren Klientel ganz normaler Fahrradfahrer, der zusätzliche Neukauf, eines dem Werbetrend entsprechenden High-Tech-überteuerten Rades, über Vermüllung des Alten, - auch noch zum zusätzlichen Fahrradfahren verführen sollte, bedarf noch ähnlicher Überprüfung, wie der tatsächliche Modernisierungsprozess bei Kühlschränken. Aber was soll's. Dies darf man nach dem misslungenen Elektro-Auto-Hype, unter technologischer Beratung der Grünen, - nicht gar so kompliziert sehen. Und so will, - und darf unsereiner natürlich nicht zaudern, - um mit zusätzlichen Ideen für Abwrackprämien, - hilfreich zur Seite zu stehen.

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04.09.2012 von eb
Moderner Kinderreim.

Ihr Kinderlein, ihr Kinderlein,
- nun kalkuliert mal fein.
Nehmt jede Chance mit,
- die euch noch bringt, - Profit.

Schluss ist mit dem Schmuseleben,
- denn heute geht's ums Leistungsstreben.
Da müsst ihr wissen, was ihr tut,
- und sinnlos spielen, - ist nicht gut.

Auch Freunde sind nur gut, - wenn's lohnt,
- und Strategie dabei die Nerven schont.
Wollt ihr Gewinner sein,
- dann macht die Verlierer klein.

Wünsche wie ein Sturmgewehr,
- bezahlt euch schließlich nicht der Teddybär.
Hört also auf zu zaudern oder klagen,
- wollt ihr den großen Reibach wagen.

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