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13.03.2012 von eb
Alles Wohlstandsbürger.

Die Deutschen werfen zu viel Essen weg, meldet die öffentlich doppelmoraline Hand zur Volksgesundheit- bzw. Belustigung. Zur Zeit beziehen etwa 4,48 Mill. dieser Wohlstandsbürger ALG-II, - sprich HARTZ-IV. Na, - wer davon schmeißt Essen weg? Wenn hier genauso viel von dem Zeugs weggeworfen würde, - warum sind dann insbesondere die Tafeln, ( die von Essen weit oberhalb des Ablaufdatums leben ), so hochfrequentiert in dieser Richtung? Selbst wenn diese schön gerechnete Zahl stimmen würde, wären das immer noch fast 5,5 Prozent der gesamten Bevölkerung und damit 8,24 Prozent von 66,4 Prozent der 14 bis 64 Jährigen, ( 54,3 Mill.) welche man irgendwie in die Sparte Ausbildungs-, Studium-, Arbeitssuchender- oder Ausübender pressen könnte. Das Gros der Rentner mit heftig schmaler Rente, habe ich hier erst gar nicht berücksichtigt, - wie man sieht. Aber, - man sieht im deutschen Studienfieber darin die; "Kehrseite des Wohlstands". Geht das noch pauschaler?

"Jeder kann seinen Beitrag leisten, die Verschwendung wertvoller Ressourcen zu stoppen." Meint Frau Aigner, - ihres Zeichens Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aus Christlich-Sozialen Partei-Kreisen. Fangen wir doch gleich mal bei der Politik damit an. Wie wäre es z.B. mal mit den Human-Resources ? Fängt man nicht sinnvollerweise dort an, - was von etwas leben muss, und nicht dort, was einem das Leben gibt? Ich finde den Ansatz ja durchaus sinnvoll, - diese Mittel- und Oberschicht ist fürwahr, einfach ein verkommener Haufen von selbstgefälligen Wohlstandsfreaks, mit dem elitären Gehabe von Gesundheitsfanatikern und; "Nur das beste vom Besten". Aber ein wenig Differenzierung und Anstand nach unten, - darf man doch wohl erwarten?

P.S. Nachtrag. Doch, doch, - ich habe den vorletzten Satz durchaus bewusst geschrieben. Denn genau so, fühlt sich Pauschalität eben an. Ganz davon abgesehen, dass unsereiner laut dieser kranken Bertelsmann-Schichten-Soziologie, anhand seines momentanen Einkommens ja mit zu diesem Haufen gehört. Wann ich das letzte Mal allerdings Essen weggeworfen habe, muss ich ziemlich lange zurück denken. Zudem, sieht ja auch ein Teil dieses Haufens, die Sache aus einem von dort eher ungewohnten Blickwinkel, - außerhalb des gängigen Qualitäts-Kampagnenjournalismus heraus. (Dank an Kunja für den Hint).



11.03.2012 von eb
In Gedenken an Moebius.

Der große graue Wolf hat schon darauf hingewiesen. Jean Giraud ist gestorben. Dem ist nichts hinzuzufügen. Meister des Comics, - kommentiert man nicht. Man senkt sein Haupt, weiß warum es geht und lässt sie für sich selber wirken. Ehre, - wem Ehre gebührt.



11.03.2012 von eb
Vom kollektiven Lichtsmog.
Die leicht überspitzten Gedanken eines Lichtgeschädigten, - oder auch ...
eine mitfühlende Hommage an die Sucher, - nach in Lichtfluten untergehenden Geheimnissen.

Klick macht dick.
bild Neben dem kollektiven Greifen zu den Waffen, Bibeln, Ziegelsteinen, dem Aufhängen bzw. Teeren und Federn vermeintlicher Bösewichter oder Nachstöhnen von; "Wir sind Bild-Zeitung"- Schlachtrufen, gibt es durchaus auch harmlosere und sogar sympathischere, aber auch absolut nervige Varianten des gemeinsamen Handelns aufgrund eines Auslösers oder Startschusses. In manchen Kleinstraßen Süddeutschlands zum Beispiel, braucht lediglich jemand am Samstagmorgen als erster aufzustehen und vor seiner Behausung die Straße zu kehren, - und er kann sicher sein, dass spätestens innerhalb der nächsten halben Stunde, der gesamte Straßenzug fleißig den Besen schwingt. Destruktive Elemente wie unsereiner zum Beispiel, können da mitunter ganz schön Traditionsschädigend sein. Alternativen mit pädagogischem Hintergrund, aufgrund der Weisheit, dass Tradition bedeutet das Feuer weiterzugeben, finden jedoch leider auch beim Nachwuchs nur lustlose Erwiderungen wie, ... "aber nicht die Asche". Womit man dann, in der Regel, mit den fragend hochgezogenen Augenbrauen des fleißigen Reinigungswillens der Nachbarschaft weiter leben lernen muss.

Ein anderes, allerdings viel komplizierteres Ritual, ist das kollektive Licht an-, beziehungsweise ausschalten, zum Beispiel beim Autofahren. Normalerweise sollte man meinen, dass bei hellem Tageslicht ab 5000 Lux aufwärts, auch das nachtblindeste Auge auf die Scheinwerfer der anderen genauso verzichten kann, wie es dem Scheinwerferinhaber selber, irgendeinen Nutzen bereiten könnte. Weit gefehlt. Nach Vollendung des Tagesanbruchs oder Beendigung sonstiger Verfinsterungen, (Regen, heftige Bewölkung, Schneesturm etc. ), misst man die Anzahl der zusätzlichen Lichthupen, welche einen darauf aufmerksam machen, dass man das Licht aus hat, nicht in Lumen pro Quadratmeter, sondern am quantitativen Auftauchen von im Moment noch angeschalteten Scheinwerfern. Nicht selten passiert es dabei, dass beim Blick in den Rückspiel, die freundliche Lichthupe plötzlich selber die Gesamtbeleuchtung ausschaltet. Diese Form der Kommunikation, steht dann stellvertretend für den Satz; "Ohh, - ist ja wirklich nicht mehr nötig." Solcherlei freudsche Versprecher per Lichtsignale, empfindet unsereins nun wieder liebenswert. Und sprechen immerhin auch für geistige Teilnahme am aktuellen Leben. Etwas beharrlicher, sind da die berühmten Lehrmeister des Straßenverkehrs, die einem später am Parkplatz dann nochmals unbedingt darauf hinweisen müssen, dass man mit eingeschaltetem Licht einfach besser sichtbar sei. Wobei sich natürlich die Frage aufdrängt, woher den dann die plötzliche Konzentration auf Einzelne, in der Masse der Lichter inmitten des Lichts her rührt? Was unsereiner jetzt aber auch nicht unbedingt allzu schlimm findet. Denn mit Sicherheit wird es ein paar Verrückte geben, die wieder mal eine entsprechende Studie oder Statistik basteln wollen, - und das dann nachts ausprobieren. Da sind solche Dauerbeleuchter, vielleicht gar nicht mal so unnütz.

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09.03.2012 von eb
Von Fischen und Unsicherheiten.

Was wirklich nervt, sind Sprüche aus der Wissenschaftsfolklore, - wie z.B, "wissenschaftlich bewiesen", - oder; "Die Wissenschaft sagt ...". Das hat was von ... "Gott sagte ...". Wie diffizil das tatsächliche reale Verhältnis zwischen Theorie und Praxis, auch in der Wissenschaft ist, zeigen vielleicht folgende zwei Berichte aus der Welt der Wissenschaft. Wobei zu betonen ist, dass mediale Weitergabe über Journalismus, immer erst die zweite Hand der Wissenschaftskommunikation ist.

Die EU will die Fischereipolitik reformieren (2011)
Biologen plädieren für eine Kehrtwende in der Fischereipolitik (2012)

Wenn es wohl etwas gibt, wovon jeder irgendwie abhängig ist, dann ist es die Aussage von Menschen, die letztendlich die nötigen Ratschläge für die weiteren Vorgehensweisen liefern. Wer die beiden oben verlinkten Berichte vom dradio aufmerksam liest, wird drei verschiedene Varianten entdecken. Einmal, der praktische Hinweis, dass sich auch die Industrie nach der Wissenschaft zu richten hat, zum Zweiten, dass die Industrie die besseren praktischen Erfahrungswerte besitzt, - und zum Dritten, dass die Wissenschaft selber, alle bisherigen Modelle auf den Kopf stellt. Wobei beide, ein eventuell altes, wie auch neues Modell, die Industrie zum vehementen Umdenken zwingen würde. Und das neue Modell, die gesamte EU dazu. Was also tun? Da unsereiner von diesem Systemdenken, ( große Fische ins Töpfchen, kleine Fische ins Kröpfchen ) sowieso nichts hält, und auch zu erbärmlich einfach ist, neigt man dazu, den neueren Erkenntnissen den Weg frei zu machen. Schon aus dem Grund, weil es immer komplizierter ist, wie man sich das selber vorstellen will. Aber dies ist lediglich jetzt Gefühlslage. Denn genau genommen, bietet der Vergleich der beiden Artikel eine geradezu grandiose Vielfalt an Unsicherheiten. Sowohl für Anhänger bekannter Vorstellungswelten, neuer Vorstellungswelten, sowie Verschwörungstheoretikern, Industriekritikern, Wissenschaftskritikern, ... und und und. Eine eigene Meinung dazu, kann sich unsereiner also gar nicht bilden. Denn einmal, ist in Sachen Biologie unsereiner froh, wenn er wenigstens den Unterschied zwischen einem Weihnachts- und Apfelbaum hin bekommt, und zum anderen, wurde der zwar sehr passable, aber schweineteure Zugang zur Vollrecherche bei den immer noch weitgehend seriösest möglichen Wissenschaftsplattformen "Nature" und "Science", aufgrund von Arbeitslosigkeit im letzten Jahr aus Kostengründen erst mal auf Eis gelegt. Somit bleibt also lediglich, die üblicherweise schwer bedenkliche Wissenschaftskommunikation aus zweiter Hand über mediales Entertainment. Weshalb ich auch auf beide Artikel verweise. Einmal um zu zeigen, aus wie viel Ecken man solche Dinge betrachten kann, - und zum anderen, um diesem Spruch; "wissenschaftlich bewiesen", seine geliebte Vermittlung von Endgültigkeit beim Publikum, mal wieder im realen Licht zu baden. Eigentlich missbrauche ich auch das Thema nur.

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07.03.2012 von eb
Vom Wollen des; was man will, und dem Willen des; was man tut.

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bild Die letzte Zeit, war es bezüglich bunter Bilder wohl etwas ruhiger hier. Man hat bereits mächtig angeklopft deswegen. Manche Dinge brauchen aber etwas länger, - manche weniger. Zur Zeit, ist diese aber leider ziemlich knapp gesät. Zumindest in der Form, dass nicht ausreichend Ruhe für die üblichen Beilagen vorhanden ist. Die ständig auftauchenden "leider überhaupt nicht" klugen Ratschläge, dass doch nicht so umständlich zu machen, und über das Einscannen von Skizzen, sowie digitalem Nachcolorierens doch etwas ökonomischer und zeitgemäßer zu gestalten, möchte ich aber lieber nicht beantworten. Mir ist nicht daran gelegen, die Arbeitsweisen anderer in Frage zu stellen oder zu kritisieren. Fassen wir es einfach so zusammen, dass ich weder bereit bin ästhetischen Konformismus zu unterstützen, noch einen Bedarf dazu verspüre, Dinge die mir Spaß machen, aus Zeitgründen zu ökonomisieren. Meine weiteren Ansichten darüber, wollt ihr nicht wirklich hören. Also lassen wir diese Ratschläge lieber. Der schnelle Kalauer zum Ablachen, entspricht auch nicht unbedingt der eigenen Motivation. Zudem, - ist sowieso irgendwie gerade wieder Acrylzeit ausgebrochen. Frühlingszeit halt. Eigentlich komisch, - andere assoziieren Frühling immer mit Tusche. ... Naja, - warum auch nicht? Das mit dem eigenen Stil, der eigenen Art sich auszudrücken, - die eigene Handschrift sozusagen, ist sowieso so eine Sache. Brrr ... das klingt, ... ehrlich gesagt, schwer nach dieser elitär werbeintensivierten Avantgarde einer Kunstszene für Zahnärzte und sonstigen dörflichen Vereinsmeiereien. Die nennen das dann Markenkern. Muss ich ja jetzt auch nicht unbedingt meinen Sermon zu ablassen, - aber Brandzeichen sind nun mal ebenfalls nicht mein Ding. Gehört aber trotzdem auch zur Thematik dieses blogs. Nur, möchte ich dies dann, inklusive dieses merkwürdigen Umfeldes, auch etwas komplizierter gestalten. Und zwar mit der gleichen Kompliziertheit, wo hier gerne mal unauthentische authentische Legenden gestrickt werden. Wenn die bunten Bildchen zur Zeit also etwas rarer auftauchen, dann bitte ich dies zu entschuldigen. Das ist lediglich i.M. zeitlich, und auch zugunsten zeitaufwändigerer Zulagen bedingt. Soviel zur Beantwortung der geliebten "guten Ratschläge".

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04.03.2012 von eb
Die Freiheit der Kunst und künstlerische Ignoranz.

Ehrlich gesagt, - so erbärmlich traurig die Geschichte auch ist, so hat sie vielleicht auch eine Wirkung in dem Metier, welches sich politisch und gesellschaftlich immer gerne mal mental befreit davon fühlt. Sätze wie, "Kunst finde ich unwichtig" auf der einen Seite, sind dabei genauso banal wie; "Politik interessiert mich nicht", auf der anderen Seite. Über das Thema Kunst, kann man wirklich wüst spekulieren, auch darüber was Kunst ist oder nicht bzw. wer sich als solcher sieht oder nicht, - aber es ändert nichts an der Tatsache, dass hier nicht nur ein gewaltiges Spektrum an medialem und/oder sonstigem kulturellem Entertainment und Kommunikation stattfindet, sondern auch jede Menge Leute, - in und um diesem Umfeld tätig sind, die genauso Bestandteil dieser Gesellschaft sind, - wie alle anderen auch. Latent herrscht hier ständig ein gewisses Gefühl der Interessenlosigkeit, welches verbunden ist mit einer Art Kunstheiligkeit, die sich gerne mal der Vermittlung des Gefühl des Darüberstehens bedient. Generell, ist in den letzten anderthalb Jahrzehnten, auch aufgrund Kunst-theoretischer Überlegungen, in Hinsicht künstlerischer Auseinandersetzung mit Politik und Gesellschaft, ein ziemlich großes Loch entstanden. Eines, welches man geflissentlich den Karikaturisten und Satirikern überlassen hat. Dabei muss man natürlich nicht erwarten, dass hier ausschließlich nur Leute tätig sind, die lediglich nur einseitig kritisieren. Dies kann durchaus, auch ausgesprochen vielseitig und gegenseitig sein. Auch kann man gefühlte Sätze wie; "die grenzenlose Freiheit der Kunst", genauso wenig auf die Schnelle beseitigen wie; "In der Satire ist alles erlaubt." Ist dem tatsächlich so? Das Ganze lebt zudem in einem Umfeld, welches die surreale Gewalt ohne praktische Folgen, zum Amusement anhand von Comic/Mangas, Zeichentrick/Anime, - bereits schon seit Jahrzehnten verinnerlicht und akzeptiert hat.

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02.03.2012 von eb
Galeriebesuch
Aus der Reihe: "Kunst und Kuchen, Kultur zum Fluchen."

Klein Lisa geht mit ihrer Mutter in eine Kunstgalerie. Das ausgesprochen renommierte Haus, hat mit Unterstützung finanzkräftiger Kunstliebhaber eine spezielle Ausstellung auf die Beine gebracht und bietet die Zusammenstellung von wertvollen Originalen verschiedener alter Meister an. Klein Lisa ist begeistert. Sie mag alte Sachen. Die riechen immer so nach Speicher, Modder und schimmeligen Sachen unter dem Fußboden. Weshalb sie ein wenig enttäuscht ist, als sie die gut temperierte und neutrale Luft der ehrwürdigen Hallen der Galerie betreten.

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29.02.2012 von eb
Nochmals, Besinnliches von den Konquistadoren.
Aus der Reihe: "Zivilisation und Barbarei."

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bild Das stilvolle Missionieren und Ausplündern von Kontinenten, versteht der zeitgemäße Konquistador geschichtsbewusst unverändert, - als Gentlemen´s Agreement. Als pflichtbewusster Abenteurer, Eroberer und Söldn... äh Soldat seiner Geldgeber und Förderer, ist es ihm ein dringliches Anliegen, für Finanz-Gott, BankenKönig und Vaterland, dass sinnvollste Bündnis anzustreben, welches allen zum Wohle weniger, den meisten Reichtum verspricht, - und letzteren bringt. Kleine Scharmützel und Machtkämpfe untereinander, z.B. um die größten Anteile, werden dabei selbstverständlich als elitärer und fairer Wettbewerb betrachtet. Die dabei üblicherweise benötigten Schiffsbesatzungen, durften natürlich schon früher, die Schatzkiste tragen, und wurden dafür kräftig mit Schnaps oder Rum entlohnt. Wenn welcher da war.

Schon Leute wie Francisco Pizarro und Diego de Almagro hatten zwar erfolgreich verstanden, sich als voneinander unabhängige Mittelständler mit entweder sogenannten; "Geschäften", oder wie z.B. Pizarro als Bürgermeister und Richter, - sich eigentlich eine mehr als ausreichende Existenz aufzubauen, - aber El-Dorado war schließlich schon damals ein Mythos. Und Mythen vom ultimativen Reichtum und Wohlstand, kommt man nicht mit Klitschentum bei. Also bedurfte es zusätzlich 1524 des Priesters Hernando de Luque, welcher diesbezüglich ausgerechnet jene geplante Unternehmung finanzierte, welche den Inkas den Anfang des Untergangs brachte. Woher jetzt letzterer, als Priester zu seinem Reichtum kam, schweigt sich die Geschichte allerdings eher düster aus. Doch immerhin, bekam er dafür von seinen Businesspartnern den Titel; "Bischof von Tumbes" und "Schutzherr der Indianer Perus". Davon, haben die sich, bis heute noch nicht erholt.

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27.02.2012 von eb
Von der erfolgreichen Konditionierung.

Jeder Mensch ist natürlich einzigartig, individuell und absolut Herr seiner freien Willensentscheidung. Ein Unikat sozusagen. Die ultimativ ins Universum geschmissene Einzigartigkeit eines wiederum selbst in sich geschlossenem Universums. So wie jeder Floh, jeder Hühnerhabicht, südamerikanische Pfeilgiftfrosch und auch andere Ableger aus der Unterordnung der Trockennasenaffen, - solange sich das Einzelindividuum von innen heraus, bis zur Grenze seiner äußeren Hautschicht selbst betrachtet, oder mangels Fähigkeit zur Selbstreflektion, - zumindest empfindet. Ist diese Fähigkeit, aufgrund biologischer Umstände vorhanden, ( zumindest latent ), empfindet sich dieses abgeschlossene Gebilde, - was andere auch öfters mal als System bezeichnen, als der Inhaber dieser Geschichte und damit als Inhaber einer Persönlichkeit. Das Grundgefühl des; "Ichs", welches auch gerne als; "Meins, meins ..." herüber tönt. Solcherlei Unikate mit ebensolchem Ich-Gefühl, trifft man auch gerne mal beim Lesen der Bild-Zeitung oder ähnlicher Papiergebilde, welche auf unsereins, immer ein wenig wie die art-gerecht angepasste Version dieser hübschen kleinen JTag-Stecker zum Laden der Firmware ebenso hübscher kleiner Funktionaliäten wirken, die mittels eigenem linearem bzw. pseudoparallelem Programmablaufes über Zeitscheibenhandling, den funktionalen Spielraum der Firmware ab-reiten. Zumindest ist es immer wieder aufs Neue erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit, solcherlei; "Ich´s", einem nach endlosen und schwer Bandsalat-lastigem Wiedergeben des "char" oder auch "unsigned char" Bereichs der Firmware erzählen, - wie unmanipulierbar und absolut selbstständig denkende Wesen sie doch seien. Dies kann man übrigens auch schwer niveaubedingt, bis in die höchsten Ebenen literarischer Sichtungen betrachten.

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26.02.2012 von eb
Helden des perfekten Managements.
Der abgeschlossene Science-Fiction-Liebesroman für die schwäbische Hausfrau.

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bild Mittlerweile betrug ihre ungefähre Entfernung zur Erde an die 180 Millionen Kilometer. Was eine Laufzeitverzögerung des Funkverkehrs, von circa 8 Minuten und nochmals 8 Minuten für die darauf folgende Antwort ergab. Nachdem sie sich, auf Anraten und unter Anleitung der irdischen Bodenstation, die örtliche Betäubung zur Behandlung ihrer Zahnwurzelentzündung bereits selber verabreicht und auch bestätigt hatte, wartete sie ungeduldig auf weitere Behandlungsanweisungen. Als allerdings auch diesmal, die Wirkung der Spritze ausgerechnet dann einsetzte, als im Funkverkehr die Beantwortung einer Reihe von Fragen erforderlich war, und ebenfalls die Wirkung wieder verlor, als es an die praktische Weiterbehandlung gehen sollte, brachte sie es immerhin mit erneut schmerzverzerrtem Gesicht fertig, den Bedarf einer besser koordinierten Prozessordnung der Arbeits- und Kommunikationsabläufe zu vermitteln. Auf Nachfrage der Projektleitung, ergab sich allerdings, dass das Arbeitspapier Nr. 1044 für medizinische Notfälle im All, keinerlei Vorschläge für alternative Vorgehensweisen vorsah. Wogegen eine zusätzliche Nachkalkulation der Bedarfsmaterialien das Resultat erbrachte, dass die an Bord des Raumschiffes vorhandene Menge an Schmerzmitteln, nicht dem Bedarf der momentan praktischen Vorgehensweise entsprechen würde. Weshalb man überlegte, die empfohlene Mengenangabe für zukünftige Missionen zu erhöhen. Eine zielorientierte Maßnahme, welche trotz der zusätzlichen Kosten, auch von einem dafür zuständigen Expertengremium befürwortet wurde. Die Situation endete allerdings gegen Ende des Tages in einem Eklat, als ein Projektmitarbeiter, welcher in früheren Zeiten als Zahnarzt tätig war, die gesamte Bodenstation mit vorgehaltener Waffe unter seine Kontrolle brachte, und die Behandlung über Funk übernahm. Was ihm den Job, und einige Jahre Gefängnis einbrachte. Der Mann ist übrigens mittlerweile mit der Astronautin verheiratet.



24.02.2012 von eb
Deutungshoheiten und Zielsicherheiten.
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bild



Eigentest zur Deutungshoheit.

Preisfrage, (ohne Preis), zum leicht wahnsinnig schauenden Federvieh. Ist es eine sportliche dynamische Ente, welche einen Bockstand macht? Oder ein faules Huhn, welches nur dumm rum sitzt und die Flügel hängen lässt?



Die Kunst der Beurteilung, welche, trotz ihrer unveränderlichen Subjektivität, natürlich immer den Anschein einer Objektivität erhalten soll, ist eine der größten Errungenschaften der Menschen. Ob in dem Zusammenhang, die Eigenschaft; "groß", jetzt nun wieder analog zu positiv oder negativ gesehen werden kann, obliegt der gleichen subjektiven Objektivität.

Religiöses Expertentum.

"Es ist unlogisch, sich ein Bild von Außerirdischen zu machen, wenn diese noch gar nicht gefunden wurden." Meinte der demütige Diener eines Bildes, welcher dem bildlichen Stellvertreter des gleichen Bildes folgte. Aber als wahrer Gläubiger, der "wusste" was Gottes Wille war, zeigte er bezüglich der bildlichen Darstellung von missionierten Wilden an anderen Orten von Gottes Himmel, - demütige Kompromissbereitschaft.

Jeder ist sich selbst der Ärmste.

"Es ist dekadent, sich mehr wünschen zu wollen, als man hat." Meinte der Dekadente zu denen, welche sich dies gar nicht leisten konnten.

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22.02.2012 von eb
Uiuiui

(Update: Sorry, habe den Link zum alten Alien richtig gesetzt Danke für den Hinweis.)

Hmmm, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Jetzt geht das Geeiere mit diesem medialen Ideologentum anscheinend wieder in die Vollen. Jeder denunziert jeden, und dreht ihm das Wort im Mund rum. Mitunter, scheint das mediale Kurzzeitgedächtnis aber noch kürzer zu sein, als das seiner Leserschar. Zumindest, wenn man Sachen herum dreht, die, schwarz auf weiß, immer noch überall zu lesen sind. Und sogar von denen diskutiert werden, die sich den ganzen Fauxpas überhaupt geleistet haben. Ist schon ein wenig lustig, wie kurzlebig mediale Stimmungsbilder sein können. Welches Blatt hier jahrelang, - ich gebrauche das schlimme Wort jetzt auch mal wieder; "Demagogie" gegen die Linke betrieben hat, müsste man da eigentlich wieder in Erinnerung rufen. Aber man will die Schraube ja nicht weiter drehen. Während an anderen Schrauben leider nichts mehr zu drehen ist. Der gute Herr Gauck hat nun mal das gesagt, - was er gesagt hat. Und er ist medial damit zitiert worden. Und was da geschrieben wurde, - ist alles andere als mittig konform verwendbar oder lässt andere Überlegungen zu, als dass hier jemand alle Krisen und Veränderungen der letzten Jahre vollkommen ignoriert hat. Wenn ein KFZ-Mechaniker bei einem Bewerbungsgespräch offenbart, dass das letzte Auto wo er dran rum geschraubt hat, ein Citroen 2CV war, wird jeder vernünftige Personaler in dem Metier einfach abwinken. Und dies mit gutem Recht. Aber bei der Wahl des Bundespräsidenten, scheint man bezüglich der Zeitfühlung, - ein gutes Stück toleranter zu sein.

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21.02.2012 von eb
Von der allgemeinen ökonomisierten Verständnistiefe.

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bild Über vieles, kann man natürlich gewaltige Diskussionen führen. I.d.R. reicht allerdings ein einfacher Blick auf die rein "praktische" Realität. Denn meistens bewegen sich die Resultate schneller, als ein möglicher Diskurs darüber. Und in unserem ökonomischen Willen nach dem eindeutig reduzierten Nenner für alle, bleibt leider gerade durch den politischen Diskurs und seinem Willen zur rationellen Erkenntnissicht, - so viel auf der Strecke, welches das andere bedingt. In diesem Fall, bleiben nur noch Beispiele, die man als Analogon vermitteln könnte.

Als ich einst mit einem dieser akademisierten Brandzeichenträger mittelständischem, aber seines Zeichens rechts-mittig-linkem selbst ernannten Elitentums, eine Veranstaltung mit Georg Schramm besuchte, konnte der sich vor Lachen kaum halten. Und fragte mich dann mittendrin auch, - "Der ist gut, - nicht wahr?". Als ich ihn allerdings fieserweise nach dem Grund des letzten Lachers fragte, - just als Schramm ein herrliches Analogon zu einer Gesellschaftsschicht zog, welche auch den Lacher involvierte, - wusste er keine Antwort. In diesem Sinne, kann man sich mal vermehrt, Aufmerksamkeit für die mannigfaltigen Nebenaktionen von Herrn Schramm, während seiner Auftritte gönnen. Auch das Glöckchen, spielt dabei durchaus eine "dialektische" und sehr an der realen Praxis orientierte Rolle. Die meisten, - finden das einfach nur witzig. Ich, - finde es traurig. Aber mehr als Respekt vor Herrn Schramm, - für seine Bemühungen.

Es ist ein wenig wie mit der Überschrift und dem Inhalt darunter. Was will der Konsument sehen? Merkt er den Unterschied? Könnte ich einem Armin Müller-Stahl, tatsächlich die Niveaulosigkeit und Einfältigkeit dieser Überschrift zutrauen? "Ich bin für die Zerstörung von Schönheit"? Nein, - so schlimm ist es Gottseidank noch nicht. Die Überschrift alleine, entspricht ungefähr dem niveaulosen und absolut aufs Rudimentäre ökonomisierte Wohnzimmer-Revoluzzertum des Avantgardegefühls einer Journallie, welche vollkommen ahnungslos, im Kulturambiente mit dem Presslufthammer malt. Und auch dementsprechende Auswirkungen hat. Deshalb lohnt es sich immer, erst nachzusehen- bzw. nachzulesen, eh man den zeitgemäß schnellen Blick an den dicken Balken fest hängt. Aber es sind auch immer die Gleichen, welche z.B. auf einer Veranstaltung von Schramm nur des Lachens willen Lachen, bei einem albernen Bild nur des Witzes wegen witzeln, und in der Zeitung nur die Überschrift sehen. Das ist eine traurige Welt. Ohne jeden echten Willen nach Inhalt. Oder dem Bemühen danach, ihn überhaupt zu suchen. Ich nenne dies, - Ökonomisierung der Verständnistiefe. Und es ist auch genau diese Klientel, welche der schnellen Aussage-, des schnellen Lachers-, des schnellen Kalauers zuliebe, eine "Hol dir deine Meinung ab"-Gesellschaft bildet, - in dessen Seelen eine Medienlandschaft Bilder und Meinungen zeichnet, welche sie dementsprechend zur Not sogar selber gestalten kann. Dies ist die eine Seite.

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20.02.2012 von eb
Der politische Markenkern.

Beliebte Sprüche zur Unterstreichung der Parteiidentität beim Niederknüppeln von Arbeitslosen, Arbeitnehmern, Demonstranten und sonstigen Elite-fernen Systemobjekten.

CSU
"Mit der alternativlosen traditionellen Einsicht christlicher Liebe".

CSU
"Mit dem heiligen geballten Zorn Gottes, ... Pfiat di".

SPD
"Wir können das besser".

Grüne
"Nur mit Hölzern aus bundesdeutscher Forstwirtschaft".

FDP
"Ich fühl mich frei dabei".

Anhang: Vorwürfe von Seiten elitepartners.de bezüglich meines Ausschlusses, auch der Arbeitnehmer aus dem erlauchten Kreis der Eliten, welche sich den Lauch gerne mit Sahne geben, - weise ich strikt von mir. Es steht dieser Klientel jederzeit frei, - eine eigene Partei zu gründen, anstatt die übrige Landschaft zu wählen. Beim Finden des Markenkernes, - bin ich gerne behilflich.



19.02.2012 von eb
Von der ökonomisierten Verständnistiefe des Analogons.


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Oder ... die symbolische Hoffnung der Griechen auf General Lasalle.

No furthermore comment.



18.02.2012 von eb
Des Gaucklers Bundespräsi-Fiktionen
Satierchen

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Nach immerhin doch 200 Tagen im Amt des Bundespräsidenten dieses Landes, muss ich heute leider feststellen, dass dieses Volk nicht mehr mein Vertrauen genießt. Meinen Auftrag, die Bevölkerung dieses Landes, als eigen-verantwortlichste Nation der Welt, auch weltweit zu repräsentieren, kann ich auf diese Weise nicht erfüllen. Mein Partei-unabhängiger Vorschlag, die Agenda 2010 sicherheitshalber nochmals zu wiederholen, wurde genauso abgelehnt, wie mein gut gemeinter Rat für mehr Freiheit der Bürgerlichen, - durch Einführung der Sklaverei für HARTZ-IV Empfänger. Was mich in meiner Ansicht bestärkt, dass diese Bevölkerung, - durch und durch, von linken Umtrieben, kommunistischem Gesinnungsgut, Unter-wanderungen durch ehemalige Kader der Ex-DDR, sowie alberne Humanitäts- und Anti-Banken-Bewegungen, gegen das freiheitliche Ausschlachten von Menschengut durchsetzt ist. Auch die irre-führende Behauptung der Medien, dass der kalte Krieg vorbei ist, - war dies bezüglich nicht hilfreich.

Als dann sogar ein Anruf bei der BILD-Zeitung nicht dazu führte, die anderen Blätter, sowie die Bevölkerung wieder auf einen stramm anti-sozialistischen Kurs zu bringen, sah ich mich gezwungen, eine Entscheidung zu fällen, - die nur zu eurem Nachteil sein kann. Da ich nicht dulden werde, dass weiterhin mein Ruf als Bürgerrechtler für die Rechte rechter Bürger beschädigt wird, - erkläre ich hiermit, mit sofortiger Wirkung, - meinen Rücktritt.

.... Kommentare


16.02.2012 von eb
Die Profitgier der Bilanzkreisverantwortlichen.

Ja Donnerwetter, - da ist selbst der alte Alien nicht drauf gekommen. Auf der anderen Seite, - was zu erwarten war. Beim freien deregulierten Laufenlassen der zur ideologischen Gesellschaftsdoktrin erklärten Profitgier, muss man nicht erwarten, dass es dafür irgendeine Ausnahmesparte gibt. Aus dem Verantwortungsbewusstsein für die Bilanzen gewisser Kreise, ergibt sich da von ganz alleine ein Kompositum. In dem Zusammenhang, kann man übrigens auch gerne mal wieder den Wert, (für wen), von Prognosen überdenken. Die freie "gesteuerte" Marktwirtschaft für´s eigene Täschle derer, welche die Experten aufgrund ihrer Erfahrungswerte spielen dürfen. Oh du "geheiligte" christliche Händlerseele, dein "sozialer" Spekulationsspielraum, - ist unendlich. Das geht übrigens auch ökologisch.



15.02.2012 von eb
Neulich, bei den Konquistadoren.
DIN-A4 Tusche Klick macht dick.
bild



Zeus Europa ... das Europa, Karls des Großen ... Kohls Europa ... Merkels Europa ... Deuropa ... ?

Die europäische Union ... die europäische Wirtschafts- und Währungsunion ... das europäische Finanzsystem ... das Europa des Finanzsystems ... ?

Mein Europa ... sein Europa ... ihr Europa ... dein Europa ... euer Europa ... ? Unser Europa ... ?

Obamas Amerika ... ? Putins Russland ... ? Tim Berners-Lee´s World Wide Web ... ?

Ok, ... ich glaub, - ich hab´s jetzt;

Rötger Feldmann´s Deutschland ...
Manfred Deix´s Österreich ...
Norman Pett´s Großbritannien ...
Uderzo und Goscinny´s Frankreich und Belgien ...
Herge´s wundervolles Europa ...
Robert Crumb´s, - bzw. für die zarter beseiteten Seelen, Walt Disney´s Amerika ...

Yupp, - das passt. Und der Rest, - all dieser wunderbaren Visionäre, - in der ganzen Welt, - möge mir verzeihen, wenn er hier nicht genannt wurde. Ich fordere eine ganz neue Weltordnung. Schlimmer, - wird das auf keinen Fall. Aber wenigstens wirklich so farbenfroh, - wie man sich das am Anfang vorgestellt hatte.



13.02.2012 von eb
Überhaupt nicht lustig.

Was zumindest mich, immer bis aufs äußerste schockiert, war und ist, diese Philosophie einer Sachlichkeit, welche imstande war und ist, - Dinge zu beurteilen, - als würde sich tatsächlich alles nur noch um Objekte drehen, die man anhand finanztechnisch ökonomischer Blickwinkel aus der Ferne expertisenhaft bewerten kann. Die Kaltschnäuzigkeit und Arroganz von Technokraten, die allen Ernstes sogar noch imstande sind, - ihre eigenen ideologischen Wunschbilder, als objektive Beurteilung zu verhökern. Und wenn neben dem anscheinend nur noch finanz-systemischem Ballspielen mit ganzen Ländern, dabei sogar mal ungewohnte Begrifflichkeiten, wie zum Beispiel; "Menschen", anstatt "Human resources" erwähnt werden, dann finden sich diese im textualen Schlachtengedröhn und Kanonenfeuer rhetorischer Kaltwetterfrösche wieder, welche so etwas wie Alternativen, anscheinend nur anhand ökonomischer Aussichtslosigkeiten bundesdeutschem Leitkulturdenkens sichten können. Das Problem ist, - derjenige der die Sache von außen betrachtet, besitzt immer eine Position, von wo er dieses; "Außen", mit den eigenen Innereien verarbeitet. Soviel zur Objektivität. Und ich bezweifele ernsthaft, ob sich der übliche deutsch-tümelnde Qualitätsjournalist zu folgender Großkotzigkeit hinreißen lassen würde, wenn die Position der Problematik nicht zu Lasten Griechen-, sondern Deutschlands fallen würde.

Griechenland ist noch das geringste Problem.

Ich gehe nicht davon aus, dass dies irgendwie groß besser geworden ist, möchte aber im Vergleich zum vorherigen Zitat aus verlinktem Artikel des letzten Jahres, noch etwas aus neueren Zeiten gegenüber stellen.

Es schmerzt, mit ansehen zu müssen, wie Griechenland aus den Fugen gerät. Und es schmerzt auch, die wohlfeilen Sprüche und populistischen Forderungen profilsuchender Politiker in Deutschland zu hören, die laut verkünden: Es reicht, der Grieche muss endlich sparen. Es geht nicht nur ums Sparen, es geht ums Gestalten.

Erstaunlich, wie sich ein Blickwinkel verändern kann, wenn die Objekte plötzlich anfangen sich wie Menschen zu bewegen. Und irritierend genug, dass dies ausgerechnet aus der öffentlich-rechtlichen Medialisierung einer Finanz-Conquista kommt, welche sich bisher ansonsten um keinen Deut besser geäußert hatte, wie der Rest der üblichen kalten Herzen. Aber auch mehr als begrüßenswert. Wenn man davon absehen kann, dass die Idee mit dem Gestalten, - ein wenig arg spät kommt. Ich denke, die bisherigen Gestalter, - sind mehr als bekannt. Und die Arroganz dieses "Griechenland muss ....", spricht nicht unbedingt für geistige Weiterentwicklung und echte Akzeptanz von Selbstbestimmungen.

Aber trotzdem, - hat sich da etwa, ganz zart, - etwas geändert? Hat das Objekt, - plötzlich ein Gesicht bekommen? Ein menschliches Gesicht? Eines, was man nicht mehr nur als simple Zahl im Wirbel der Objekte irgendwelcher dubioser Finanzmärkte im Nirwana der Erklärungen selbst-geiler Experten betrachten kann? Eines, - welches sich wie Menschen bewegt, - und morgen plötzlich nicht wieder verschwindet? Sondern eines, welches uns begleiten wird? Mit seinem Leid, seinen Tränen, seinen Flüchen und vielleicht sogar, - seinem Untergang? Eines, welches uns täglich wie ein Spiegel auf uns selber blicken lässt? Und dabei sogar noch die Unverschämtheit besitzt, mit dem Finger auf uns zu zeigen? Wie haben wir uns das vorgestellt? Dass nur wir, in unserer unglaublichen Arroganz und bigotten sachlichen Selbstherrlichkeit, - diesen Finger ausstrecken dürfen? Könnte es sein, - dass nicht die Angst bei den Menschen angekommen ist, sondern die Angst vor den Menschen? Weil sie plötzlich anfangen, die ganze blanke Fratze dessen bloß zu legen, an welches man in seiner heiligen Einfalt, - hat glauben wollen?



10.02.2012 von eb
Der ewig Sachliche.
Aus der Reihe: "Bürgerliches aus´m Kaff."

DIN-A4 Polychromos Klick macht dick.
bild

Als auch diese Beziehung nicht funktionierte, begann er über den Sinn von Liebe zu philosophieren. Auf der Suche nach ähnlich motivierten Leidensgenossen, mischte er sich wieder unter die Menschen. Dabei fiel ihm auf, wie schwer es war, sie aus dieser Perspektive heraus, - in ihrer Gesamtheit von außen zu betrachten. Weshalb er, in Ermangelung eines objektiven Überblicks, in der Kneipe begann weibliche Hinterteile individuell, und sehr subjektiv zu bewerten. Beim abrupten Seitenwechsel zur Vorderfront eines solch rück-seitig betrachteten Objektes, ergab sich die recht unfreundlich formulierte Frage,- ob ihm denn gefiel, - was er sah? Seine etwas unbeholfene Antwort, dass man dies sachlich sehen müsse, verhalf der Dame zwar nicht zu mehr Freundlichkeit, - brachte ihn aber wieder in den Genuss einer erneuten Betrachtung der Rückseite. Nach einigen, doch recht irritierenden Erlebnissen dieser Art, traf er auf eine Frau mit anscheinend ähnlichen Problemen. Zumindest konnte sie seinen sachlichen Ausführungen über die perfekte Beziehung mit dem eigentümlich sachlichen Gedanken begegnen, dass er zwar unfähig zur Liebe-, aber spitz wie Nachbars Lumpi war. Als sie ihm vorschlug, sich einmal zu überlegen, woran das denn liegen könnte, - versprach er ihr, die Sache in die Hand zu nehmen und sachlich zu hinterfragen. Er konnte sich noch gut an ihr spöttisches Gesicht erinnern.





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