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08.05.2015 von eb
Von Kerfen, Haselwurmdamen, Haushuhnherren und Pusteblumensalat.
Oder auch:
Schachtelwelten zwischen (Des-)Interesse, Nutzenorientiertheit und evtl. zart verträglichen Kompromissen.

bild

Die Hausfrau:
" .... iiiiihhh, - mach weg, mach weg."

Der Hausmann:
" .... ich brauch nen zweiten Bierdeckel."

Die Vegetarierin:
" .... iiiiihhh, - mach weg, mach weg."

Der Fleischesser:
" .... na, dass wir mal einer Meinung sein würden."

Die Ernährungsberaterin:
" .... aber sehr proteinreich."

Der Künstler:
" .... schrille Ästhetik, mit der Schönheit des Gruselns."

Die Politikerin: " .... schwarz-gelb, - naja."

Der Geschäftsmann: " .... wenn man die Viecher doch nur Kosten-Nutzen-effizient bedrucken könnte, - wäre das die optimale terrestrische Ergänzung zur Nutzung des Himmels als Werbefläche, - in eben auch unmittelbarer Nähe potentieller Kunden. Vielleicht kann man sie zum Transport von kleinen Werbebannern dressieren?"

Die Militaristin: " .... Drohnen."

Der Naturfreund: " .... ahhh, eine echte Wespe aus der Familie der Faltenwespen. Und von wegen Drohne, - der Größe nach, ist das eine befruchtete Königin die sich nach der Winterstarre jetzt den Ranzen voll schlägt. Im Besonderen anhand der Fühlerenden, Haarlosigkeit, Flügelfärbung und Zeichnung, tippe ich nicht auf deutsche oder gemeine-, sondern gallische Feldwespe. Durchaus häufig hier im Süden.

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03.05.2015 von eb
In eigener unsachlicher Sache.

bild War etwas arg ruhig hier die letzten Tage. Der bereits schon angedeutete Wohnungsumzug, ließ während des Endspurts, weder Zeit, noch zugreifbare Anschlüsse für größere digitalisierende Beschäftigungen zu. Letzteres, eigentlich jetzt immer noch nicht, aber man behilft sich mit dem in diesen Fällen ja mittlerweile üblichem Notinternet per Funk, - mit erfreulicherweise hier auch wirklich gutem Empfang. Wer Lust auf Verschwörungstheorien hat, dem hätte ich übrigens jetzt ein paar ganz finstere, - aus dem Metier der Zubereiter von Leitungs- und Funksalaten. Aber dann werden mir gleich wieder kluge Leute erzählen, dass dies ja richtig Kunden- und Verkaufsstrategie heißt, - und was ganz Normales ist. Also werden wir in Zukunft wohl verzweifelte Momente beim Kunden, als ganz normal ansehen müssen. Ein Unterschied zwischen guter- und schlechter Werbung, ist bei der generellen- und übrigens auch erschreckend unsensibel bis fast schon aggressiv und zudem auffällig eintönig deckungsgleichen Verkaufs-Übermotivation in diesem Metier, - schließlich auch nicht mehr möglich. Dafür freut man sich aber ganz bescheiden normal, dass sich auch im größten Umzugsstress, die Atempausen zwischen den Angeboten noch nutzen lassen, um ein Interesse dafür wecken zu können, dass man ein Telefon von A nach B ummelden möchte, - und wird noch bescheidener, wenn man zwecks späterem Nachhaken aufgrund von Ungereimtheiten es schafft, die Hürde der automatischen Spracherkennung zu überwinden, und ein echter Mensch mit tatsächlich mal mehr Service- denn Verkaufsbewusstsein einem hilft, - und sogar glaubhaft vermitteln kann, dass dies mit dem Telefon sogar klappen könnte. Nun muss ja gerade für mich ja auch überhaupt nicht alles "reibungslos" "funktionieren", damit die große Maschine auch bei Wandergelüsten ihrer Innereien, nahtlos per Knopfdruck weiter brummen kann. Ich werde nur dieses komische Gefühl nicht los, dass ausgerechnet diese beschleunigten Funktionalisten standardisiertem Verkaufsgehabes, irgendwie mittlerweile auf einem Level funken, bei dem einfach nicht mehr zu erkennen ist, welche Art von Funktion man sich denn da so zwischen Vollblutverkauf, Beratung und Technik im Allgemeinen vorstellen könnte, wenn die letzten der beiden Möglichkeiten, stellenweise fast schon als Funktion des Kunden übrig bleiben.

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19.04.2015 von eb
Cyborgdämmerung
Der abgeschlossene Mini-SF für voll Vernetzte.

bild Nach einem kräftigen Flash im Hirn, fühlte sich Heiner plötzlich seltsam erbärmlich. Er konnte den Kopf schütteln oder sich Ohrfeigen geben wie er wollte, - weder der im Innenohr implantierte Kommunikator, noch der in der Netzhaut integrierte transparente Minimonitor, wollten noch irgendein Lebenszeichen von sich geben. Ob die zwischen den Temporallappen verklebten Micro-, E-book- und Speichereinheiten, das Navimodul oder der Funkrouter noch funktionierten, war aufgrund des toten Monitors auch nicht zu ermitteln. No input, - stattdessen ungestörte freie Sicht durchs Auge und ungestörter Genuss der Umgebungsgeräusche. Richtig nervend war das, plötzlich das gewohnt nach innen- bzw. maximal bis zur Netzhaut gerichtete Bewusstsein darüber hinaus bewegen zu müssen. Was sollte er jetzt tun? Um die Hotline seines Internetproviders oder gar die Implanteure seiner Techs anzurufen, benötigte er eine Kommunikationseinheit. Selbst dafür, einen Kumpel darum zu bitten für ihn anzurufen, benötigte er so etwas. Davor, ohne Navi und der üblichen Warnsensorik in diesem Menschen- und Straßenchaos da draußen zu Fuß herum zu laufen, um einen Bekannten aufzutreiben, gruselte es ihm richtig vor. Sein Auto ließ ihn, so elektronisch tot wie er war, erst gar nicht an ihn ran. Bei den Nachbarn zu klopfen und um Hilfe zu bitten, stellte sich auch als sinnlos heraus. Wen wundert es? In Zeiten wo jeder gewohnt ist, dass er an gefunkt wird, ist ein Klopfen oder Klingeln an der Haustüre, eher ein Grund die Polizei aus Angst vor Überfällen anzurufen. Wobei ihm auch noch siedend-heiß einfiel, dass sowieso alles sinnlos war, - denn weder hatte er Passwörter, Nummern, Adressen noch sonst welche nützlichen Vertragsdaten aufgeschrieben, sondern alles fein säuberlich, (ordentlich war er, das musste man ihm lassen), in einer der implantierten Speichereinheiten bzw. eben der Kommunikationseinheit gespeichert. Und da, war im Moment nun mal nicht ran zu kommen.

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11.04.2015 von eb
No Biz Like Show Biz ....


(C.) DIN-A4 Blei/Ölkreide/Tusche Klick macht dick.
bild


Erfolg und Ruhm vor Augen,
wollte jüngst ein Mädel glauben,
dass ihr die Welt zu Füßen liegt,
und sie den großen Zaster kriegt.

Da sie sich gut gefiel,
bastelte sie gezielt noch ein Profil.
Von dem sie glaubte, dass es auch anderen gefällt,
und nicht an deren Klischees zerschellt.

Damit ging sie zur Casting-Show,
da wurd's gar stressig, - ouh, ouh, ouh.
Doch gekonnt, bot sie sich an,
und, - gewann.

Was nicht leicht war,
denn für sie war sonnenklar,
Lady Popart, - war ihr Traum,
also sang sie tanzend durch den ganzen Raum.

Auch die Promoter, waren wirklich nett,
und schliffen die Show noch bis ins Bett.
Sie kümmerten sich ganz toll um sie,
und auch ums, wann und wo und wie.

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03.04.2015 von eb
Frohe Ostern.
(mit Update)

DIN-A4 Tusche, Polychr. Klick macht dick.
bild Zwecks Umzugs- und Restaurationsarbeiten am Tempel des eigenen Universums, fällt die diesjährige Osterandacht des hiesigen Heiden leider aus. Was bedauerlicherweise auch die Produktion neuer bunter Reliquien zum Feste betroffen hat. Aber statt goldener Kälber, tun's die alten Eier, schon wegen der passenden Symbolik, - ja immer noch. Aus besagten Zeitgründen-, aber auch zugunsten des doppelmoralinen Pietätsempfindens christlicher Händlerseelen, hat man sich lediglich zu einer kleinen Gruselmesse am Karfreitag entschlossen.

Nach bereits schon ausgesprochen unchristlichen pegidösen Tönen zur Rettung des christlichen Abendlandes, wie auch folgenden schweren nationalistisch gefärbten Herrenmenschentönen innerhalb des Abendlandes an seine finanziell ungehorsamen Südostgrenzen, wie ebenfalls eine hoch qualitative Leichenfledderei mit Witwenschütteln christlichem Qualitätsjournalismus, - darf man diesen Jahresbeginn, - ja wohl sowieso als Grusel-Ei bezeichnen. Der hiesige Heide jedenfalls, ist zwar trotz Konfessionslosigkeit dem humanem hinter dem christlichen Gedanken im Sinne des neuen Testaments durchaus zugetan, - stellt sich auf seiner Suche nach überzeugenden Christen, aber mittlerweile doch lieber auf eine längere Wartezeit ein. Der übliche Mob Event-bedingter Verschwörungshypothetiker indes, muss bei dem staatlich- als auch medialem Hang zum asozialen Umbauen gleich ganzer Gesellschaften aufgrund von marktliberalen Thesen, - überhaupt nicht verwundern. Irgendeiner, macht ja schließlich die Vorbilder, - und letztendlich damit auch die Trends.

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30.03.2015 von eb
Blank page
bild

Willst du die große Pleite,
dann mach ne blanke Seite.
Tipp morgens früh um Sechs,
noch schnell was ins Gewächs.
Kopier das blöd wie Stroh,
möglichst so,
dass niemand wirklich froh.

Die richtige Moral,
kopiert nach remote von lokal.
Dies sollte auch lokal geschehn,
macht man's jedoch remote, - dann ist's geschehn.
Die Linuxwelt hat wenig fiese Lücken,
doch manchmal ein paar Tücken,
die nicht unbedingt beglücken.

Ist ja gut, ist ja gut. Sorry wegen dem irritierend leerem Himmel heut im Hausgang, - statt einem Wohnzimmer. Das ist das üble Ding mit einem geöffnetem ssh-Terminal remote und einem lokal ohne vorherigen Kaffee. Da ist im falschen Terminal schnell mal ein sftp von remote nach remote statt von lokal nach remote gemacht und wirkt dann wie cat /dev/null. Ja, ich geb's ja zu, ich bin ein Terminalfreak, - aber Riesendank für die freundlichen Hinweismails.



27.03.2015 von eb
Hüstel

Das merkwürdige Gefühl, dass ständig irgendwelche Leute wie die Mainstreamhasen durchs geöffnete Toilettenfenster greifen und an der Klopapierrolle ziehen, ohne wenigstens mal über den Weg durch den Hausflur nachzusehen, wer denn da als letztes abgespült haben könnte, - kann wohl jetzt keiner auf die Schnelle nachvollziehen, - oder? Ist auch nicht so wichtig. Aber das unsereiner nun mal überhaupt kein Anhänger dieser systemischen Vögelei zwischen Pseudosoziologie, Pseudosystemtheorie und Bertelsmanischem Technokratiebewusstsein vollkommen ideologisierter Marktpfeifen ist, dürfte wohl nun wirklich nichts Neues sein. Ich denke, auch wenn es nur zum Abziehen eines Dokuments im anderen Sinne dient, darf man sich da schon mal eine kleine Sensibilität erlauben, wenn man unter diesen Gesichtspunkten, plötzlich seinen guten schlechten Domänennamen ausgerechnet zwischen diesen Glanzlichtern der modernen Erfüllungsgehilfen des Zeitgeistes wieder findet. Nicht das man mich falsch versteht. Ich hab nichts gegen Führungskräfte. Beileibe nicht, - aber gemessen an ihren Führungsqualitäten und dem ständigen Geleier mit vermeintlich wissenschaftlichem Background, darf man doch wenigstens eine gewisse Sicht über durch Trends gezauberte Fundamentalismen hinaus erwarten. Aber unsereinem soll keiner nachsagen, dass er keine Kompromisse kennt. Die einfache Entfernung des unliebsamen Zieles einer Verlinkung wäre auch zu einfach. Stattdessen gibt es ja immerhin noch die Möglichkeit, das Toilettenfenster zu schließen und dafür den Hausflur offen zu halten.



22.03.2015 von eb
Achtung, - Wääärbung. (Teil 5)
(Real)satire?
Leistung, Leistung, Leistung, Leistung, Leistung, Leistung, Leistung, Leistung, Leistung .....

bild Wer mit wachen Augen an den Produktregalen der Zeitgeschichte vorbei läuft, kann sich vielleicht noch daran erinnern, dass so gegen Mitte der 90iger in den Drogeriemärkten bzw. auch entsprechenden Abteilungen der Supermärkte, - im Gewusel der; "For ever young and ready for any crap" - Enthusiasten des Einnehmens natürlicher bis synthetischer Vitamin- oder sonstiger Lebens-, Jugend-, Gesundheit-erhaltender bis verlängernder Mittelchen, - plötzlich ein wahrhaft übergroßes Angebot an Vitamin-E Präparaten auftauchte. Als gesundheitsbewusster Zeitgenosse, fragte ich mich dunnemals natürlich sofort, - wofür das denn überhaupt gut sein könnte.

Von leichten Zweifeln meiner eigenen Kenntnisse bezüglich dem Stoffwechsel zuträglicher organischer Verbindungen geplagt, fragte ich allerdings nicht nur mich, sondern las und recherchierte auch speziell bei den Kennern des wissenschaftlichen Forschens nach. Die mussten dies ja schließlich am Besten wissen. Das Problem war, sie wussten es zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht. Was vielleicht auch erklärte, warum die Werbung auf den Produkten selber, wie auch in der Regenbogenpresse mit Gesundheitsberatung, so merkwürdig schwammige bis auch höchst unterschiedliche Angaben dazu machte und das Zeug anscheinend auch für- oder gegen alles gekauft- wie zu sich genommen wurde. Kurz nach dem Millenium allerdings, so ca. nach der amtlich agendualen Verkündung der Leistungsgesellschaft, löste man das Problem, - und die Buchstaben bei den Angaben bezüglich Leistung- erhaltender bis fördernder Wirkungen, wurden nicht nur größer, sondern ergaben auch endlich mal unter den verschiedenen Herstellern, - einen relativ einheitlichen Standard mit auch deutlicher Umsatzsteigerung und ebenso deutlicher Botschaft; "Willste deine Leistung steigern, darfst du dich dem nicht verweigern". (Für diese durchaus repräsentative Link-Werbung fürs Leistungsbewusstsein auch im Alter, bekomme ich vielleicht endlich die Transplantation für ne zweite Pumpe bezahlt, - mit einer, kriegt man das alles ja eh nicht mehr gebacken.)

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19.03.2015 von eb
Aus der Reihe; (Gar nicht) so nett, ist nur's Sonett.
Heute: Und doch, ist alles nur eitel.

Klick macht dick.
bild


Nicht jeder Kelch bedeutet Weisheit,
doch vielleicht leidlich guten Wein.
Weshalb so manch betrunkene Gescheitheit,
glaubt; "dies wird wohl Weisheit sein".

Weisheit heißt heut sowieso Betrunkenheit,
bis hin zum Suff der eitlen Macht.
Finanzielle Vorherrschaft mit Kalkulierbarkeit,
ist jetzt der Geist, der sich zur Weisheit macht.

Systemgeschrei von Wirtschaftsweisen und Profitpropheten,
kann nur Naseweisheit geistbefreiter Technokraten sein.
Dieser Kelch bedeutet nur, - zu deren Macht zu beten,
.... und da gibt's nun wirklich besseren Wein.

Noch Kelch, noch Wein, wird letztlich wircklich Weisheit sein,
doch der Weisheit Ziel, war mit Sicherheit auch nicht,
.... ihr eigener Schein.



17.03.2015 von eb
Zwischen Bauchkunst, Kunstbauch und Kunstschmaus.
bild

Unter den Menschen, hat der Begriff "Kunstbanause", einen eher zwiespältigen Charakter. Eigentlich, resultiert er aus einer Abwertung von nicht frei Geborenen in der Antike, welche ihren Lebensunterhalt durch körperliche Arbeit bestreiten mussten und deshalb wenig Sinn für die freien Künste aufbrachten. Wobei man angesichts prähistorischer Funde menschlicher Gestaltungsgelüste, den Kunstbegriff wohl weit über solche Elitarismen hinaus dehnen sollte. Andererseits, haben zu allen Zeiten so manch einfache Seelen, es nun mal auch nicht beim allzu oft durchaus verständlichem Desinteresse belassen, sondern aus mitunter recht irrwitzigen Motiven, gerade bei den kulturgeschichtlich relevanten Kunstwerken von Menschen, - sogar ausgesprochen zerstörerisch gewirkt. Zerstörungen, führen aber in der Regel nur beim Zerstörer nicht zu Verstörungen, - weshalb ich davon ausgehe, dass sich auch ein eventuelles Verständnis für die Auslegung einer Liebe zur Kunst über den Magen, - eher in Schranken halten wird. Auf ein verbindendes Gespräch unter Kunstliebhabern, - hoffe ich wahrscheinlich umsonst.

Helga, die verkannte Schiffsratte, - beim nachdenklichen Betrachten ihres Göttergatten. Welcher in der Kapitänskajüte ein ziemlich altes edles Gemälde entdeckt hatte, - und sich nicht entscheiden konnte, ob er die Vorder- oder Rückseite davon, einem guten alten Hartkäse vorziehen würde. Nach Beendigung des Tests, war er sich immer noch nicht sicher, aber man konnte mit Sicherheit eine schiffsweite Jagd auf nagende Kulturbarbaren erwarten.



14.03.2015 von eb
Der Kreis der maroden Macht der Nacht, die das Licht bewacht.
Klick macht dick.
bild


Es befrieden, welche es vermieden,
vereinend zu schmieden, - was verschieden.

Es spalten, welche verwalten,
die Kontrolle der Alten, - die sie behalten.

Es wachen, welche selbst als Sachen,
über Menschen lachen, - die sie zu Sachen machen.

Es weben, welche als Strategen,
Strategien verstreben, - gegen das Leben.



09.03.2015 von eb
Leseempfehlung

Auch wenn dies hier mit Sicherheit kein Politblog ist, - und ich mich aus vielerlei Gründen auch vehement gegen solcherlei Vorwürfe wehren würde, - so möchte ich doch auf die -, zumindest meiner Ansicht nach, bisher beste, terminologieunabhängige und kompaktest zusammenfassende Beschreibung einer aktuellen europäischen Situation hinweisen, die wohl Feynsinn in seinem Artikel; Der Eurokrieg gezaubert hat. So Wörter wie Lesebefehl, - mag ich nicht, - aber eine "unbedingte" Leseempfehlung, ganz besonders an die üblichen verkappten Nationalisten deuropäischer Volksbauchökonomie mit gleichzeitigem; "Wir sind die Guten"-Leitkulturgehabe, - kann ich mir einfach nicht verkneifen.



07.03.2015 von eb
Vom Banalen, - in den Kathedralen.
Hommage, an den "ehrlichen" Kitsch.

(C.) 50x40Maroufl. Abtönf./Gouache Klick macht dick.
bild Und es begab sich zum 503ten blog eines blogs, dass sich eine finstere Horde rein gebliebener Comicseelen von Mäuse-melkenden Regenwurm-geweih-köchen und Luftballon-aquarianern aufmachte, - um die seinerzeit von den Popartisten ermordete Seele des Gartenzwergs zu reanimieren. Dieses arme Wesen, welches ehemals mit dieser unglaublich braven Bescheidenheit, alleinig durch seine Existenz imstande war zu sagen; "Hier, - so Grinsebacken-leer, sieht das in den Hirnen der Menschen tatsächlich aus." Dieser, in Wahrhols Abendrot hinterrücks erstochene lustige kleine Kerl, dessen zombiehafte Kopien nun stattdessen genauso mit Rockgitarre, Gothic-Kostüm oder Neglige in den Vorgärten der Menschen stehen, - wie auch ansonsten, der Kitsch durch die ästhetischen Aufblähprozesse von Popcorn mit folgender Karamelisierung, sein ehrliches Gesicht verloren hat, - und mit stufenlos schattierten und auf Hochglanz polierten Micky Mäusen und Pudeln, - selbst noch Walt Disney schändete. Und der Kitsch, der den Kitsch mit Kitsch brach, - wurde zur Kunst des Umgangs mit dem rosa Nebel.

Voller Ehrfurcht vor den wahren Schmierfinken der Vergangenheit und im vollen Bewusstsein, dass der Mörder keinesfalls der Gärtner war, stellte die verschworene Gemeinschaft bei Vollmond die rosaest mögliche Porzellanschüssel aufs Feuer des reinen unverfälschten Gedankens. Und sie gaben, - uralte Beschwörungsformeln murmelnd, fünf Teile mächtig religiöser Ursymbolik rudimentärst möglicher Klischees hinein, danach vier Teile altbackener Biederkeit und noch einen kräftigen Schuss dieses dicke-Möpse-Spielekonsolen-Feelings der Kinder. Danach breitete sich ein herrlich klares Nippesgefühl aus, - irgendwo, zwischen der Nostalgie alter Superhelden-Comics, Aerobic-Studios, frisch gebohnerten Kriegsschiffen, Meister Proper, Feng-Shui, blitzsauberer amerikanischer Reihenhauskultur, Schrebergartenatmosphäre, alberner Kirchenpoesie und Omis Gute-Nacht-Geschichten. Und es wird nicht mehr lange gehen, - bis dies Gefühl sich weltweit verbreitet hat.

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04.03.2015 von eb
Schöne neue Welt.
Der täglich realpragmatische Micro-Science-Fiction.

bild "Hallo? Ja hier ist Maier, ich muss mich entschuldigen. Ich kann heute nicht zur Arbeit kommen."

"Oh, - sind sie krank?"

"Nein, die KI meiner Kaffeemaschine spinnt."

"Und das soll ein Grund sein, nicht zur Arbeit zu kommen?"

"Sieht so aus. Der Fehler scheint in der Abstimmung zwischen meinem Krankenversicherungsprofil in der Kaffeemaschine und dem meines autonomen Autos zu liegen. Die Maschine spuckt gerade nur koffeinfreien Kaffee aus, weil sie Angst um mein Herz hat, - und mein Auto fährt erst los, wenn ich wegen meinem zu niedrigen Blutdruck nicht innerhalb der vorherigen Stunde wenigstens eine vernünftige Tasse Kaffee zu mir genommen habe."

"Meine Güte. Haben sie schon ihre Krankenversicherung angerufen, damit die ihnen übers Internet ihren Gerätepark mit dem richtigen medizinischem Profil versehen?"

"Natürlich, doch die sind sich nicht sicher, welches der Profile nun das richtige ist und bevor mich meine Kaffeemaschine tatsächlich umbringen könnte, wollen sie dies erst mit meiner Hausärztin abgleichen. Die kommt allerdings gerade nicht an ihre Unterlagen ran, weil sie irgendwo auf einem Autobahnrastplatz fest sitzt. So viel ich weiß, hat sie nach einer Schönheitsoperation im letzten Jahr öfters mal Schwierigkeiten damit, die Gesichtserkennung ihres Autos davon zu überzeugen, dass sie die ist die sie ist und diese auch einen Führerschein besitzt."



24.02.2015 von eb
Blogstock mit bloggers Bücherschock.

Der geschätzte Kollege Stefan Rose von den fliegenden Brettern, warf ein blogstöckchen in die Runde. Mit der gestellten Aufgabe, fünf Bücher zu nennen, die man dieses Jahr plant sich anzutun sowie Weitergabe von Aufgabe und Stöckchen an andere blogger. Ich muss mich allerdings wegen der doch recht späten Reaktion darauf entschuldigen. Das Stöckchen traf bereits schon zu diesem Zeitpunkt, einen weitgehend handlungsunfähigen Hund in seiner Hütte, der deutlich mit fiebrigen Überhitzungserscheinungen zur Abtötung von Keimen zu kämpfen hatte. Will meinen, er ist auch jetzt gerade noch ganz gut damit ausgelastet, einen dumpf rot glühenden Ziegelstein, der sich vormals Hirn genannt hatte, sachte und vorsichtig so abkühlen zu lassen, dass dieses von der Wet- zur Töpferware mutierte Etwas, wenigstens noch als Klangkörper durch geht. .... mehr   & Kommentare


07.02.2015 von eb
Nur ein paar belanglose Worte.

bild

Aber nicht doch, - sprach das Wort,
um zu verhindern Wörtermord.
Denn sind im Wort auch Menschen drin,
macht manches Wort gar schlimmen Sinn.
Man meint, - das Wort ist lediglich Getöse,
doch sein Gebrauch, macht schnell mal Gut und Böse.
Dazu gibt es die Art, die nur noch kalt und taub,
und spricht vom Menschen, als wär er Staub.

Das sind die Wörter fürs Objekt,
womit nun auch der Mensch verreckt.
Der Tod ist doch nicht ausgestorben,
weil andere Namen, - seine Ehrlichkeit verdarben.
Mit denen man ganz kühl und sachlich,
ihn dort verstecken kann, - wo's unbeteiligt fachlich.
Das Wort im technokratisch Sinne,
bringt selten menschliche Gewinne.

Damit lässt sich hängen und auch köpfen,
und Menschen als Objekte schröpfen.
Die niemand mehr als Menschen sieht,
weil es mit Wörtern fern davon geschieht.
Nichts mehr, als ein abstrakt Symbol,
fürs eigene distanzierte Wohl.
Nur Lebenswelten zum System entstellt,
dem als Wort das menschliche Nichts gefällt.

.... mehr


01.02.2015 von eb
Qualitätspanik im Qualitätsjournalismus.
bild

Man glaubt es nicht, das gibt es nicht,
und stört das deutsch-systemisch Gleichgewicht.
Im Blätterwald die journalistisch Büchse knallt,
der selbst ganz Ungewohntes um die Ohren schallt.
Ein Gespenst geht um,
- im Südosten macht ein Linksrutsch krumm.
Da stören Menschen uns're Zahlen,
mit glatt noch eig'nen Wahlen.
Die waren sogar demokratisch,
statt kalkulierbar technokratisch.
Da wollen Menschen nicht mehr sparen,
und sich auch noch vor'm Hungertod bewahren.
Was glauben die denn, was sie dabei gewinnen?
Hier wird gestorben, bis für uns die Gelder stimmen.
So bläst sich selbst noch mancher Soze auf,
und macht die deuropäisch Rechnung auf.
Die humane Seele auf dem Zahlenberg,
verkauft, - ans kapitale Ökonomenwerk.



27.01.2015 von eb
Im Westen, nichts Neues.
bild

Die Suppe ist fertig,
sprach der Zeitgeist gegenwärtig.
Man hacke Humanismus mit System,
das macht's Garen menschlicher Ressourcen sehr bequem.
Eine wenig Esoterik in die Wissenschaft,
gibt dem Essen Zuversicht und Glaubenskraft.
Noch das Gemüse links und rechts geschnitten,
und eingerührt mit knusprig braunen Fritten.
Als Bindemittel kräftig Fremdenhass,
und Schwachsinn aus dem nationalen Eichenfass.
Die ganze Brühe noch gekocht,
so hat's der Bürger immer gern gemocht.



25.01.2015 von eb
Der pawlowsche Hund und die symbolische Wirkung.
Das Hintergrundrauschen zwischen Komplexität und Abstraktion, - Teil 12.

(C.) DIN-A4 Tusche/Pastell         Klick macht dick.
bild Nun ja, - guter Müll fängt dort an, wo er nicht radioaktiv ist, - wie es so schön heißt. Trotzdem, ist das Bunte keineswegs einer dieser höhnisch vegetarischen Hinweise ans Volk der Fleischeslustigen. Sollte sich doch jemand entsprechend getriggert fühlen, - kann er sich jederzeit in Gedanken ersatzweise eine Banane-, oder von mir aus auch eine Infusionsflasche aufhängen. Aber die fröhliche Gier beim Schlagen der Zähne ins Saftige, fand ich so einfach ein wenig archaischer. Dafür hab ich aber auf die kleine Bösartigkeit verzichtet, der möglicherweise etwas bizarren Wesenheit, mit leicht sklavischer Haltung mehr aus dem Bereich der Vierbeiner, noch ein wedelndes Schwänzchen hinzuzufügen.

Zwischendurch, muss man aber einfach immer mal wieder die nicht ganz billigen Tuschefässchen umrühren, - sonst klumpt das Zeug ein. Also kann man auch gleich damit etwas Pappe mit einfacher, aber trotzdem geschmackvoll geschmacklos zwiespältiger Symbolik füllen. Und ganz so steril, wie die doch recht phantasielosen Gemälde als Hinweise auf Toilettentüren, muss es ja jetzt auch nicht sein. Symbolik, ist ja gerade voll in. Vor so allerlei gesetzten Zeichen und kleinen bis großen Gesten mit symbolischer Wirkung, kann man sich alleine schon nicht mehr bei dem retten, was sich tatsächlich selbst schon als Symbolpolitik bezeichnet. Da fällt es gar nicht mehr auf, wenn sich auch unsereiner, ein paar neblig luftig-lockere Gedanken dazu macht. Was in Anbetracht des subjektiven Plaudertaschen-Ton's des hiesigen Rauschens im Hintergrund und evtl. auch anderen Blickwinkeln über ebenfalls andere Merkmale, - für den "systemischen" Denker, natürlich der Garaus ist. Das Belustigende ist ja gerade, dass im Maschinchen die kategorisierend abstrahierende Symbolisierung, gezwungenermaßen zum eigenen Handwerkszeug gezählt werden muss, die quantitativ subjektive symbolische "Wirkung", anhand des quantitativen objektiven Anspruchs, (HarHarHar) - schon alleine wegen der Dynamik darin, - gar nicht berücksichtigt werden kann. Schwieriger Satz, - ich weiß, aber rein praktisch wirkt sich dies so aus, dass dann plötzlich Umfrage-Studien auftauchen, die dann dies belegen, was schon längst vorher passiert ist und man unter Umständen mit vorherigen Studien sogar selber mit bewirkt hat. So was läuft bekannter-weise ja auch unter soziologischer- bis Zukunftsforschung. Böse Zungen, sagen auch Trendforschung dazu. Noch bösere Zungen, - Trendsetting. Das hat etwas mit der symbolischen Wirkung von und für Trends zu tun, - geht aber jetzt zu weit. Die symbolische Wirkung von; "Laut einer Studie der ....", äußert sich bei einigen ja ebenfalls immer noch, in dieser Habacht-Stellung fürs konditionierte Aufmerksamkeitsverhalten, bezüglich angenommener wissenschaftlicher Seriösität. Sei's drum.

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18.01.2015 von eb
Mad Wülfried's irritierender Kampf gegen das Böse.
Der surreale Ultrakurzfilm für den angehenden Zyniker.
Aus der Reihe: "Dark worlds"

(C.) DIN-A3 Tusche/Ölkreide/Pastell        Klick macht dick.
bild


Als nach Verfinsterung der üblichen Weltbeleuchtung, selbst noch die strukturell bedingten positivistischen Restbestände begannen sich zu schließen, wusste Wülfried, der Patriot fürs Zeitgefühl angenommener Gutartigkeit, dass es Zeit wurde für zeitgemäße Bösartigkeit und fühlte sich dazu berufen, dabei mit zu helfen, - die Welt wieder ins Lot zu bringen. Wobei er vor den Toren der Stadt der Verleuchtung, auf den Geist der inneren Verblendung trifft, welcher sich ihm als Geist der nützlichen Verwendung offenbart. Dergestalt mental gestärkt und magisch unterstützt, enthauptet sich unser Held nun seinen Weg zur erneuten Erleuchtung der Welt, - deren Restlicht daraufhin endgültig erlischt.





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