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20.04.2012 von eb
Liebe Verkäufer.

Was einen immer wieder den Kopf schütteln lässt, sind diese Spontanreaktionen mit unmittelbar folgendem Griff aus der Klischeekiste rhetorischer Regelkreisläufe. Wenn man sich über den Zustand mokiert, dass diese sogenannte Moderne es offenbar darauf anlegt, - jeden zum Verkäufer zu machen, - kann zumindest unsereiner, mittlerweile auf eine nicht unerhebliche Anzahl des unmittelbar darauf folgenden Schmetterns der Frage verweisen; "Hast du was gegen Verkäufer?".

Das auffällige dabei ist, dass der größte Teil dieser Fragesteller rein beruflich gesehen, - eigentlich gar keine Verkäufer sind. Was nur die irritierende Vermutung zu lässt, dass sie es trotzdem bereits schon wurden, - und der Grund meines Einwandes eigentlich berechtigt wäre. In den Fällen, wo der Fragesteller dann tatsächlich zur Garde der Berufs-Verkäufer zählt, könnte ich Verdruss bezüglich möglicher Aversionen gegen diesen Berufsstand absolut verstehen, - aber auch hier, - scheint man nicht mehr zwischen Beruf und gesellschaftsweiter Berufung unterscheiden zu wollen. Deshalb, - werde ich wohl nochmals meine eigenen Ansichten darüber versuchen müssen, - zu verkauf... äh, - zu erläutern.

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19.04.2012 von eb
No topic.

Man muss schon ein wenig arg naiv sein, wenn man im realen Status der Mentalität europäischer Politiker, so etwas wie soziales Bewusstsein bzw. gar humanitäre Grundüberlegungen erwartet. Frankreichs Noch-Präsident Sarkozy verfügt mit Sicherheit über ausreichend Analysten, welche die Auswirkungen einer zehnjährigen Agenda im Nachbarland, - auch anhand der Auswirkungen davon auf die Menschen beschreiben könnten. Dass er diesbezüglich genauso ignorant ist, wie unsere inländischen Helden kalter Ökonomie und reiner Fixierung auf marktwirtschaftliche Machtstrukturen, müsste mittlerweile eigentlich auch dem letzten aufleuchten. Dass HARTZ-IV nichts anderes gemacht hat, als Arbeitslose in prekär Arbeitende zu verwandeln, welche eine ganz neue Form von arbeitender Armut gebildet hat, die durchaus stellenweise mit Situationen in Entwicklungsländern vergleichbar ist, - interessiert da weniger. Wichtig ist ein Profil. Gelerntes Marktkauderwelsch, dessen Lehrer die waren, die man eben auch selber begünstigt hat. Profil, - ist das Zauberwort. Genormter Wiedererkennungswert, - um eine Person im einem spezifizierten Umfeld einschätzen zu können. Letztendlich, - der Markenkern. Die ultimative Unterwerfung, - unter eine zeitgemäße Sprache, eine zeitgemäße Mentalität, eine zeitgemäße Moderne. Eine Sprache, eine Mentalität, eine Moderne, - deren Oberfläche nicht mal mehr ansatzweise imstande ist, - über die eigene Dummheit der eigenen Entmenschlichung hinaus zu schauen. Ob nun alte Agendaritter aus Seeheimer Kreisen die Troika mit marktwirtschaftlicher Vernunft machen, ob Grüne vom "New Deal" labern, Piraten außer Marketing nichts in der Birne haben was man irgendwie als Tiefsinn außerhalb von Markt-Klischees bezeichnen könnte, - oder die Konservativen die christliche Händlerseele sowieso dem Marktgott übergeben haben, - es bleibt beim Niedergang all der Dinge, zu welchem die Menschen tatsächlich fähig sind. Auch im Guten. Aber gerade dies, - ist ja nicht vernünftig. Nicht ökonomisch gedacht. Nicht rationell genug. Wirtschaft ist zum Profitgehampel weniger geworden. Kunst zur Spass- und Spielkultur von halbseidenen Ignoranten und Marktfetischisten. Und Humanität, - zum vergessenen Wort der Selbstgefälligkeiten. Warum ist mir einfach nur noch so schrecklich kalt?

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15.04.2012 von eb
Die Unverbesserlichen.
Aus der Reihe: "Zivilisation und Barbarei."
(Oder auch, - frisch und fröhlich in den Montag.)

DIN-A4, Tusche   Klick macht dick.
bild Die erste diplomatische Mission nach AP-73, wurde von einem Joint Venture aus mehreren großen Kosmetikfirmen finanziert. Nach einer Analyse des Handels mit Lippenbalsam und ähnlich orientierten Pflegemitteln auf diesem Planeten, herrschte eine wahre Goldgräber-stimmung in diesem Marktsegment. Das anfängliche Misstrauen der Einheimischen, gegenüber den Fremden von der Erde, - wich bald der freudigen Akzeptanz von modifizierten Lippenstiften, welche bei der ersten Kontakt-aufnahme verteilt wurden, wie die Glasperlen eines Christoph Kolumbus in früheren Zeiten. Beinahe, wäre die Unternehmung aber in einem Fiasko geendet, als aufgrund der Unverträglichkeit von irdischen Konservierungs- und Farbstoffen schlimme Entzündungen auftraten, und sogar einige unmittelbar damit verbundene Todesfälle zu beklagen waren. Was man aber vertuschen konnte, und schnellstens die Strategie ändern ließ, indem das Know-How der heimischen Hersteller von entsprechenden Produkten integriert-, bzw. in einer der ersten Fabrikations-stätten auf dem Planeten selber konzentriert wurde. Mit der Zeit, entwickelte sich fast wie von selber, eine umfangreiche Zulieferindustrie, mit deren Hilfe es gelang, die gesamte irdische Produktpalette entsprechend zu modifizieren und herzustellen. Der Aufbau eines nachfolgenden und umfassenden Zwischen- und Endhandels, unter Verwendung heimischer Arbeitskräfte, gestaltete sich dagegen eher holperig. Die Bevölkerung des Planeten war zwar sehr zahlreich, aber die Infrastruktur des Verkehrswesens, im wahrsten Sinne des Wortes prä-industriell. Erst als man zwei irdische Transportunternehmen als Logistik-Partner mit ins Boot holte, war es möglich, eine einigermaßen stabile Versorgungslage für die übergroße Nachfrage zu realisieren. Glücklicherweise, hatte man am Anfang rechtzeitig erkannt, dass irdische Werbe- und PR-Strategien hier nur sehr überlegt adaptierbar waren. Bezüglich menschlich erotischer Komponenten, hätte man fast um ein Haar verpasst, die gesamte männliche Bevölkerung des Planeten, als potentielle Käufer für Lippenstifte zu gewinnen. Diesbezüglich, wurden übrigens die männlichen irdischen Angestellten auf dem Planeten verpflichtet, während der Arbeitszeiten, selber die Farbenpracht der eigenen Erzeugnisse zur Schau zu stellen. Was anfangs schweren Unmut hervorrief. Im Besonderen die Produkte mit verschiedenen Geschmacks- und Duftnoten betreffend. Da diesbezügliche Empfindungen der Einheimischen, sich doch erheblich von entsprechenden menschlichen Bevorzugungen unterschieden, konnten anstehende großflächige Streiks von irdischen Mitarbeitern, nur durch die Anerkennung entsprechender Benutzung als Arbeitskleidung - sowie deren steuerliche Absetzbarkeit verhindert werden. Mit der Zeit, entwickelte sich daraus aber auch eine ganz neue Moderichtung, - speziell in Richtung blauer Farbtöne. Die sich nach einigen Jahren, sogar planetenweit ausbreitete.

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13.04.2012 von eb
War of contents.

Hihi, - das Ganze, ... scheint sich bitter zu einem Grabenkrieg zwischen zwei Extremen zu entwickeln. "Nehmt das, ihr verdammten Piraten und Anti-Acta-Bewegten", meint da glatt einer dieser Facebook-Adepten mittlerer Hirnrindenaktivitäten. Jetzt warte ich automatisch auf; "Nehmt das, ihr verdammten Anhänger der Ausbeuterei von Urheberrechten anderer und entsprechender Contentkontolle," ..... "Nehmt das, ihr Idioten, die ihr euch sinnlos am Grabenrand zugunsten der Interessen anderer abschleifen lasst." - wäre wohl der sinnvollere Grabengesang. Was soll's. Schlachtengesang und Wolfsgeheul an allen Fronten. Die totale Verteidigung des Alten auf der einen- und die absolute Verteidigung des Nichts, - auf der anderen Seite. Und keine Sorge, - dass dieser Sängernatur gerade nichts besseres eingefallen ist, als uralten verkrusteten Strukturen bewusst oder unbewusst nach dem Maul zu wüten, - ist auch mir bewusst. Also, - liebe Pawlowsche Hunde, - pflegt euer Gebiss. Dass hier ausgerechnet sogar die werbestrategische; "Buy your friends" - Kultur, auf dem Ober-content-Klau; "facebook", für Internet-Kritik herhalten muss, birgt zudem eine besonders groteske Variante gelungener Satire in sich. Auch, dass der Mann ein wirklich abstruses und höchst eigenwilliges Kunstverständnis hat, - ist mir nicht entgangen. Für mich ist z.B. auch Straßenmusik, - durchaus Kunst. Den Erfolgreichen etablierter Strukturen zuzuhören, entspricht ungefähr dem Bewusstsein von Leuten, die bei Amazon Bücher wie z.B.; "in einem Monat zum Buchmillionär", - kaufen, dann glatt noch mit dem Schreiben anfangen, - und sich später wundern, dass die Realität irgendwie anders aussieht. Ob der Kerl nun Erfolg hat oder nicht, interessiert mich dabei aber überhaupt nicht. Gerade populäre Leute, sollten sich ihrer Verantwortung bewusst werden. - Fehlanzeige. Blöderweise, spricht der Mann mit dieser Argumentation, eindeutig gegen diese verkrusteten Strukturen, die er selber verteidigt. Und merkt das nicht mal. Zudem sollte er sich einfach etwas besser über die Dimensionen seines eigenen Marktes und die realen Chancen, - z.B. auch durchaus für Straßenmusiker informieren, - bevor er hier die große King-Käse-Glocke raus hängt. Und was mich selber betrifft, - hihi, - ich liebe es geradezu, - (Nicht)Kunst als exzentrisches Hobby zu betreiben ;-) Aus purem Protest gegen das, was dieser Herr hier ohne jedes Nachdenken besingt. Im Elfenbeinturm, ist es immer einfach, Wutanfälle zum eigenen Gunsten zu zelebrieren. The Show must go on.

Doch das Schlimme ist einfach, dass ich bezüglich der Verlogenheit der Piraten, dem Mann leider auch absolut zustimmen muss. Dies geht sogar bis in den unmittelbaren privaten Rahmen hinein. Bis auf eine einzige wirklich mehr als intelligente Ausnahme darin, welche diesem Umfeld mittlerweile auch den Rücken gekehrt hat, - kommen aus dieser Ecke auch nur Phrasen, hoch-ideologische Spontanreaktionen und Netzliedergesänge mit den immer gleichen abgedroschenen Parolen, - welche aber bei Mac-Apps und Spielekultur, - merkwürdigerweise dann eine mehr als doppelmoraline und wirklich eigentümlich scheinheilige Haltung an der Kasse einnehmen. Wo ich dem Mann ebenfalls recht geben muss, ist die generell ständig spürbare, ignorante mentale Einstellung unter diesem Fußvolk der sogenannten Befreier des Inhalts. Auch mein Empfinden, deckt sich schmerzlich mit seiner Aussage, dass es für diese Leute anscheinend keine Kultur- und Kunstschaffenden gibt, - sondern lediglich deren frei abgreifbare Resultate. Aber auch diese wieder mit dieser scheinheiligen Separation bezüglich eigener Vorlieben und Geschäftsfelder. Auch die ständige aufgeblasene Überprofilierung als Fachleute des Internets, - geht mir mittlerweile, zwecks fehlender realer Grundlage dahinter, - einfach nur noch auf den Nerv. Die wirklich ernst zu nehmenden Kompetenzen hier, schaffen es zumindest eindeutig zu einer etwas differenzierteren Sicht. Auch daran, könnte man bezüglich einer etwas arg zentrierten Sicht aus dem Entwicklerambiente für Software heraus, - herummäkeln. Was ich aber nicht tue, - denn mehr als erfreulicherweise, geht das Ganze ja anscheinend auch ohne dieses ideologische Grabenbrandgeschrei von beiden Seiten.

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10.04.2012 von eb
Neosurrealistisch kubisch kalter Kaffee.
Aus der Reihe: "Dark worlds."
Oder auch .... mystischer SF-Mix, - für den gestrandeten Naturalisten.

(C.) DIN A2 Acryl   Klick macht dick.
bild



Schon merkwürdig, wie schnell sich Dinge ändern konnten, und trotzdem gleich blieben. Mit der Zeit, lösten sich die Gesprächsgruppen eher in mentale Zugehörigkeiten, denn in politische, gesellschaftliche oder berufliche Richtungen auf. In einer Ecke, saßen die Phrasendrescher, die Verurteiler, die Abgrenzer, die Haßerfüllten, Henker, Elitären, Treter und Helden. Die, welche genau wussten, - was richtig ist. In einer anderen wiederum, - die Welterklärer, die Technokraten, die Religiösen, Esoteriker, Ideologen und Steuermänner. Die, welche genau wussten, - wie alles richtig werden würde. Und mit ihren Büchern und Weisheiten winkten, - aus endlosen Vergangenheiten heraus. Er bevorzugte die Ecke wo Sätze fielen wie; "Was hältst du davon?", "Was meinst du dazu?", "Glaubst du wirklich?", "Macht es Sinn, - dass ...?". Die Unsicheren, die Zweifler, - die Frager, Träumer, Sucher, Sanften, Getretenen und Ratlosen. Aber auch die, welche sich aufbäumten, gegen die endlosen Erklärungen, die endlosen Weisheiten und Tritte einer Geschichte.

Dabei saßen sie alle im gleichen Boot. Aber jeder wollte in eine andere Richtung. Auf dem gleichen endlosen Meer, - in der gleichen endlosen Nacht, - im gleichen nicht mehr zu besänftigenden Sturm. Aber alle über den gleichen unerreichbaren Bootssteg. Aus genauso vielen Gründen, wie es dem Meer egal sein kann, - wieviel Boote es verschlingt. Deshalb waren sie hier. Hier, - an diesem gottverlassenen Ort. Am Ende einer Welt, - die alle verlassen wollten. Deshalb saßen sie getrennt, - und trotzdem beisammen. Deshalb redeten sie miteinander, - und aneinander vorbei. Einzig von einer Hoffnung genährt. Einem Symbol, - älter als der Hass, älter als die Weisheiten, - älter als die Fragen. Aber vielleicht mit einem Weg, - zu einem richtigen Meer? Mit absoluter Klarheit sichtbar, - und trotzdem unerreichbar. Zum Greifen nah, - aber durch Äonen von Unerklärlichkeiten geschützt. Und so harrten sie aus. Wartend, beharrlich suchend, - forschend, erklärend, verklärend, - mit nichts weiter in der Hand, als ein paar Legenden, die von Leuten erzählten, welche es bereits geschafft haben könnten.

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08.04.2012 von eb
Die Raben, - im Graben.

Gibt's was Neues? Schau ich mal bei XXXX vorbei. Uhhh. Viel zu langer Text. Kann ich nichts mit anfangen. Weiter zu YYYY. Ui, - mitten ins Schwarze. Einfach, prägnant, griffig, kurz und es smashed. Voll auf der Linie. Hoi. Da ist ne klasse Karikatur. Sieht man direkt, was gemeint ist. Richtig schön böse. Gefällt mir. Werde ich gleich mal weiterreichen. Bei ZZZZ sieht's heute auch mürbe aus. Mein Gott. Der Kerl hat sich ja halber tot-geschrieben. Und was für ein Zeugs. Wer soll das denn verstehen? Ist mir zu kompliziert. Ich brauch was einfaches. Wenn man den Leuten erklären will, dass sie durch diese Scheiß-Überökonomisierung geistlos und unsensibel geworden sind, muss das einfach gehen. Ein paar Symbole, rationell einprägsame Sätze, - die jeder versteht. Direkt und mitten ins Herz. Das muss nur so krachen. Man muss es den Leuten unter die Nase halten. Diesen Neoliberalen mit ihren ständigen Feindbildern, kann man nur mit harten Bandagen kommen. Schnelle Witze und flotte Kalauer, - die so richtig rein laufen. Ich bin gegen Feindbilder. Aber man muss sie davon überzeugen, dass ihre Feindbilder Blödsinn sind. Das sie inhuman, unsensibel und durch und durch ökonomisiert sind. Gottseidank, - steh ich als Linker auf der richtigen Seite. Tu ich das? Oder bediene ich nur Klischees?

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07.04.2010 von eb
Frohe Ostern
Klick macht dick.
bild



Immer wieder, geriet die Expedition ins Stocken. Gefährliche Hindernisse versperrten den Weg. Unbekannte Kreaturen gefährdeten das Leben der Expeditionsteilnehmer. Und manch einer davon, verlor sein Leben in unergründlich tiefen Schlünden des Raum-Zeit-Kontinuums. Wie mit Geisterhänden, forderte ihr gottloses Sinnen seinen Tribut. Doch man hatte die Besten ausgesucht. Und Umkehren, - war nicht mehr möglich. Zu viel hing davon ab. Niemals wieder, - würde sich solch eine Gelegenheit ergeben. Sie waren es ihren Kameraden schuldig, - deren Opfer nicht umsonst gewesen sein sollte.

Und nach unzähligen mühseligen Zeitschlüpfen, - nach mehreren Verirrungen auf den Legenden-behafteten Pfaden der alten Ritter der spirituellen Unzulänglichkeit, - nach zermürbenden Suchereien im Dickicht kosmischer Geistlosigkeiten, - und eben so vielen Verlusten, - durchschritten sie, - fast schon am späten Nachmittag universeller Gleichgültigkeit, - das Portal.

Helles Licht, - umfing die von Entbehrungen und Anstrengungen gezeichneten Forscher. Der Raum, - wurde unendlich. Doch entgegen ihren schlimmsten Befürchtungen, - war er nicht leer. Wie eine Offenbarung, lag sie vor ihnen. Das Ziel all ihrer Wünsche. Die seit Äonen angestrebte Hoffnung von ganzen Geschlechtern nach Sinn suchender Intelligenzen. Und sie, - hatten sie gefunden; .... Die Erleuchtung.

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05.04.2012 von eb
Agenda 2100
Satire ?

Klick macht dick.
bild Hören wir auf mit dem Pipifax. Agenda 2010-2020-2030, - was für ein Quatsch.- Alles viel zu kurz gefasst. Kleingeistiger Blödsinn so was. Die Eurogenda 2020 is ja nun ein kontinentales Ding geworden, - und damit Deutschland danach immer noch die King-Käse-Glocke des Ganzen spielen darf, muss natürlich was her, was wieder zehn Jahre weiter denkt. Dann kommt ein vollkommen vergreister Barroso aus der Versenke, macht daraus die Eurogenda2040 und des Alt-Bundeschredders letzter Atemzug, wird dann wahrscheinlich ein aus-gehauchtes Agenda2050 sein, - oder? So kommen wir nicht weiter. Nachher sterben uns noch die Agendaritter weg. Und dann? Hier muss was wirklich weitreichendes her. Die ultimative Be- Vor- und Zuplanung, von allem und jedem, - minimum aufs Jahr 2100 hinaus. Die Installation des perfekten Zukunftsplanes zum Erhalt des unendlichen Wirtschaftswachstums. Mit D-Land natürlich an der Spitze. Dafür bedarf es Reformen, Reformen, Reformen .... und nochmals Reformen. Dieses Land darf nicht mehr so halbbacken wie ein mittelständisches Unternehmen geführt werden. Da müssen schon größere Gedanken her. Hier bedarf es des ultimativen Managements. Im wahrhaft großen Stil. Das Ding muss funktionieren, - wie Siemens oder Coca-Cola. Naja, - am Anfang tut's vielleicht auch Schlecker. Eine echte Herausforderung an die Arbeitgeberverbände ist es allemal. Wobei dazu mit Sicherheit, eine spezielle Long-Life-Therapie für Dieter Hundt eingeplant werden muss. Die INSM wird zum Propaganda-Ministerium umfunktioniert, das Ministerium für Wissenschaft und Forschung durch die Bertelsmann-Stiftung ersetzt, - und Kai Diekmann, ehrenhalber vom Bundespräsidenten adoptiert. So müsste das funktionieren. Leistungsressourcen, lassen sich stufenweise noch über vor-geburtliche Lernprogramme und nach-geburtliche Erhöhung von Existenzängsten steigern. Hängt man an HARTZ-IV noch ne Null dran, sehe ich wahrhaft großartige Möglichkeiten dafür. Wobei wir bis 2050 relativ sicher sein können, dass die generell nicht mehr nötig sind. Immer vorausgesetzt, wir sind nicht zu stolz, bei den Japanern ein wenig abzukupfern. Aber mit dem nötigen Druck, der Rente mit 80ig und einem auf zwei Monate begrenzten ALG-I-Bezug, bekommen auch unsere Entwickler, - das fürn Appel und'n Ei hin. Und natürlich können wir sicher sein, dass auch wirklich, die gesamte Heilandspresse, wieder aufs Neue mit machen wird. Die brauchen schließlich auch eine Agenda, für das, was sie in Zukunft schreiben werden. Nachher kommt noch jemand auf krumme Gedanken. Wo ist eigentlich Kumpel Joschka? Wenn schon rot-grün mit halb-fertiger Agenda, - dann doch wenigstens well-dressed.



04.03.2012 von eb
Stereotype, Klischees und Symbole.

Vom Klischee, spricht man im allgemeinen wenn ein schablonenhaftes Denkschema-, bzw. eine entsprechende Vorstellung oder Redensart, einen solchen Wiedererkennungswert erreicht hat, dass bereits schon ein symbolischer Charakter, bis hin zum unbewussten Automatismus dafür existiert. Dies sind Eigenschaften, welche eigentlich auch für viele Vorbildfunktionen zutreffen, - die ebenfalls Schablonen entsprechen. Da von diesen Dingen eigentlich keiner frei ist, trennt man hier i.d.R. recht hilflos zwischen Stereotype und Klischees. Wobei betreffs des letzteren, dann die Rede ist, wenn die Schablone bereits so überbeansprucht wurde, dass sie schon abgedroschen wirkt. Jetzt haben wir aber ein Problem. Sowohl der Begriff Stereotyp als auch Klischee, sind weder eindeutig definierbar noch genauso eindeutig voneinander zu trennen. Beide werden zusätzlich auch unmittelbar mit dem Begriff "Vorurteil" in Verbindung gebracht. Dies aber leider, auf geradezu gruselig "klischeehafte" Weise. Und beide, haben natürlich einen über-schwer subjektiven Hintergrund. Genau genommen, sind es Paradebeispiele für vollkommen relativierbare Bezeichnungen. Nun ist unsereiner kein Anhänger des Satzes; "Alles ist relativ". Einfach deshalb, weil er einfach nicht stimmt. Aber Begrifflichkeiten, deren pseudo-objektives Handling i.d.R. sich entweder an einem Mainstream-Empfinden oder dem ureigenem Geschmack orientieren, sind bereits schon dadurch extrem variabel verwendbar. Weshalb es jetzt natürlich furchtbar einfach wäre, "klischeehaft", in die volle Kiste des geradezu übergroßen Angebotes davon zu greifen. Alleine mit den durch Medien täglich produzierten und genährten Stereotype und Klischees, würden sich ganze Bücher, - fast von selber schreiben.

In jedem Fall, bezeichnet ein Stereotyp oder ein Klischee, immer die grobe bis sogar schlimme Vereinfachung von etwas. Um es selber mit einer klischeehaften Redensart zu beschreiben; "Alles über einen Kamm scheren." Was ich als nächstes auch gleich mal tun werde, indem ich darauf hinweise, dass im Laufe des folgenden Textes der Begriff "Klischee" oft auch genauso gut für die harmlosere Variante "Stereotyp", oder anders herum stehen könnte. Um Vereinfachungen, geht es sowieso generell dabei.

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03.03.2012 von eb
Leseempfehlung.

Ich muss sagen, - dass sind die Dinge, die unser-einen nicht verzweifeln lassen. Die vollkommen bodenständigen und differenzierten, sowie weitgehend Klischee-freien Ansichten, - mit offenem Blick, - von Leuten die man als "echte" Experten, auch ohne Seefahrerromantik, - noch richtig ernst nehmen kann. Mit Dank an Hartmut von Kritik und Kunst, für den Link, - und dessen Meinung ich mich schlicht und einfach anschließe.



01.04.2012 von eb
Die Sache mit dem surrealem Geschmack.
Aus der Reihe: "Dark worlds."

Oder ... die sinnlos sinnvolle Sinnentleerung, beim sinnvollen Füllen,
sinnlos leerer Flächen, mit mehrdeutig eindeutigen Bedeutungslosigkeiten.

(C.) DIN A3 Tusche    Klick macht dick.
bild



Öhm .... ja ....

"Ich sollte mal wieder was schönes malen", - hieß es. Und das mitten beim trüben Fischen innerhalb dunkler Lebenswelten. "Allerdings wieder was richtiges ... etwas mit Sinn", - kam noch extra dicht und schwer kompetent hinterher. Und wer ist unsereiner, dass er sich den unendlichen Quellen echter Schönheit widersetzen könnte? Warum also nicht? ... Und dann auch noch richtig. Einen Sinn, - soll es auch noch machen.

Meine Güte! ... Was für Ansprüche. Bezüglich der Konzentration aufs momentane Themenambiente, ist das zwar ein wenig stilbrüchig. Aber der Nebel, - der sich hier auftut, ist bereits schon so finster, dass sich das mit der dunklen Welt eigentlich von selbst ergibt.

Außerdem, - benötigt auch meine, von ernsten Gedanken geschundene- und vom sinnfreien Durchzug erkältete Seele, hie und da mal die Drehorgel. Und da die Kaffeedose auch mal wieder gähnende Leere zeigt, - kann das nur schlimm und dunkel enden. Zudem wird hier aus einer hyperkritischen Masse heraus gewünscht, welche sich dem allgemeinen Klischee des mythenverzauberten verrückten Kreativen angeschlossen hat,- der ständig wirres Zeug redet, genauso wirre Frisuren trägt, - und auch ansonsten, - jenseits von Gut und Böse operiert. Also ist mir schon ein wenig daran gelegen, - diesen Möchtegern-Wirren zu zeigen, - wie so was richtig geht.

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31.03.2012 von eb
Fluxus and the End.

Fluxus ist eine Kunstrichtung, die sich in den 60igern entwickelt hatte. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Avantgarde gewesen, - wenn man es im Sinne radikaler Vorhut versteht. Ähnlich wie der Dada(ismus) in den 20igern, war es ein offener Angriff auf das "herkömmliche", konformierte Kunstwerk, als Fetisch einer Bürgergesellschaft mit elitärer Betrachtungs- und Bewertungswut. Eine der bekanntesten Vertreterinnen dieser Richtung, - auch über das Kunstgedröhn hinaus, ist wohl Yoko Ono, - die Frau von John Lennon. Ebenso wird wohl der leider 1986 verstorbene Joseph Beuys, hierzulande hoffentlich immer noch mehr, - als ein bloßer Name sein. Aber ebenso sind damit Personen wie Benjamin Patterson, Dick Higgins, Charlotte Moorman, Ben Vautier, John Cage, George Maciunas und noch viele andere verbunden. Von Beuys abgesehen, hatte mich persönlich, (natürlich später), im Besonderen die Amerikanerin Alison Knowles mit ihrem begehbaren Buch fasziniert. Die Grundüberlegung hinter der gesamten Bewegung, - war die; "schöpferische Idee", welche sich auch in ihrer praktischen Vollendung, nicht vom Leben abkapseln lässt. Emmet Williams prägte den bedeutsamen Satz; "Das Leben ist ein Kunstwerk, und das Kunstwerk ist Leben". "Fluxus" im Sinne von; "fließend", aber auch; "vergänglich", als Einheit von-, und als Übergang zwischen Leben und Kunst. Eine wirklich lebendige Sache. Und ein unbedingte Absage, an den konformen und formatierten Kunstbetrieb.

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29.03.2012 von eb
Knüttelverse für den Marktromantiker.
Aus der Reihe: "Bürgerliches aus'm Kaff."

Dem eitlen Pfau
- fehlt eine Frau.
Mit der er protzen und auch glänzen
und seiner Herrenriege kann kredenzen.
Drum gibt er sich nach hartem Styling,
auf Beutejagd mit gönnerhaftem Smiling.
Trifft hie und da auf zarte Blumen,
die seinem Anspruch, aber nicht geruhmen.
Die Konkurrenz ist schließlich mächtig,
und deren Frauen durchaus prächtig.
Mit Mauerblümchen von den Weiden,
bringt man deren Stolz, - wohl kaum zum leiden.
Da muss schon ein besonderes Wesen,
den anderen die Leviten lesen.

Und Stunden später, in einer Bar, - gar sündig,
wird unser Held, - letztendlich fündig.
Ein Prachtweib, - ohne Zweifel,
als Schmuckstück wie geschaffen, - hol's der Teifel.
Die muss ich haben, denkt er sich wild entschlossen,
und lädt sie ein, ganz unverdrossen.
Die gute Frau, ein wenig irritiert,
die Sache völlig falsch interpretiert.
Und ihm eine scheuert, dass es kracht,
worüber mancher herzhaft lacht.
Nicht schlecht versetzt,
fühlt er sich nun, in seinem Stolz verletzt.
Doch unterschätze niemals die Geduld des Rammlers,
und ehrgeizigen Trophäensammlers.

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26.03.2012 von eb
Das Klischee

Mal wieder etwas politisches. Oder sagen wir besser, ein Lehrstück für den Zustand, was passieren könnte, wenn die Klischees im eigenen Schuhkarton nicht zeitgemäß reflektiert-, aber trotzdem strategisch verwendet werden. Durchaus auch ein Thema in Sachen Kunst,- aber bleiben wir beim Eingemachten. Zumindest berührt es mich immer ausgesprochen peinlich, wenn Personen des öffentlichen Lebens, auch nach zehn Jahren noch nicht begreifen, dass man beim Schuhkarton eigentlich nur den Deckel lüften muss, um mal einen Blick nach draußen werfen zu können und um frische Luft zu atmen.

Frau Andrea Nahles, Generalsekretärin der SPD, Gallionsfigur der parlamentarischen Linken, - und eigentlich eine Kritikerin von Altbundeskanzler Gerhard Schröder, - meinte heute morgen bei einem Interview im dradio, dass man den Eindruck gewinnt; "dass die LINKE mehr gegen die SPD, als gegen den Kapitalismus kämpft."

Wenn man sich die Geschichte eines Gerhard Schröders, als Genosse der Bosse, einer Agenda 2010, den heutigen Zustand des Kapitalismus und seiner Einflußnahme auf die Politik, - sowie zusätzlich noch das Trio der ewig gestrigen Agendasetter, INSM-Anhänger, Bertelsmann-Beter und Burschenschafts-Anhänger eines Seeheimer Kreises, - Steinbrück, Gabriel und Steinmeier, - an sieht, welches die Geschichte heute anführt, - dann hat Frau Nahles gerade den perfekten Weg gefunden, der LINKEN Wähler zu zu schaufeln, - dass es kracht. Ein Hoch auf Frau Nahles. War dies jetzt ein Lapsus linguae? Oder unverändert das dumpfe Japsen nach Luft des linken Schuhs im rechten Seeheimer Schuhkarton? Oder ist es abgestandene Morgenluft, die man im Gestank eines getragenen Schuhs nicht mehr wahrnehmen will, wenn man ihn in den Karton zurück legt? Denn im gleichen Radio, hörte ich ebenfalls wieder den Spruch; "... Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung ...." Es ging um die Vorteile von Zeitarbeit, mit ein wenig zeitgemäßer Modifikation zugunsten der Zeitarbeiter. Was denn sonst?

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24.03.2012 von eb
Was ist gute Kunstkritik ?
Aus der Reihe: "Kunst und Kuchen, Kultur zum Fluchen."

"Was wäre, - selbst noch im hahnebüchenen Raum des Ichs als Mythos, so etwas wie authentische Kreativität, wenn sie Rücksicht darauf nehmen würde, dass ausgerechnet ihre Bewerter, - sie verstehen?"

Eigentlich hat man bezüglich der dunklen Welten, im Moment ganz andere Dinge in der Mache, - und damit auch im Kopf. Aber mit Acryl zu klecksen, ist so eine Sache. Die mitunter mit vielen Zwischenschritten bepflastert ist, welche sich alle nach der weiteren Vorgehensweise richten. Und im Moment steht leider gerade wieder einer dieser 3-4tägigen Press- und Trocknungs-Zwangspausen zum erneuten Glätten der Malfläche an. Ich denke alle Pinselschwinger und Papier und Papp-kundigen, welche nicht der Leinwand oder der Holzplatte frönen, - kennen das Problem. (Diesbezüglich werde ich beizeiten auch mal versuchen, die eigenen Erfahrungen zusammenzufassen.) Und da im lokalen Rahmen die Frage aufgetaucht ist, welche ich hier auch als Überschrift verwendet habe, möchte ich die Zeit nutzen, mich ein wenig darüber auszulassen, - und auch generell mal ein paar eigene Statements los zu werden.

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19.03.2012 von eb
Von den Verhältnismäßigkeiten beim Äpfelzählen.

An manchen medialen Ergüssen, kommt man auch trotz weitgehender Polit-Abstinenz nicht vorbei. Ein Lehrstück, - für den unglaublichen naiven Glauben, der Marktwirtschaft eines Kapitalismus, tatsächlich den Euphemismus; "sozial", als Adjektiv anhängen zu können. In der akustischen Wiedergabe im Radio, kam ja so ziemlich am Schluss einer ziemlich optionsreichen Liste, wenigstens immer noch das wertlose Volk der chinesischen "Human Resources" vor, welche als Billigarbeitskräfte das ermöglicht haben, wo man jetzt nicht weiß, - wohin damit. Des Piraten liebster Hersteller von Designer-Spielzeug, hat lumpige 100 Milliarden auf der hohen Kante, - und weiß nicht so recht, - was er damit anfangen soll. Was macht das Fallobst? Es legt es so an, - das noch mehr daraus wird und schiebt es dorthin, wo man auch ganz bestimmt am Hungertuch nagt. Nämlich; "diszipliniert und fokussiert", - in sich selber. Und der deutsche Landfunk, - nennt das dann ein Luxusproblem. Luxus, - hat nämlich jetzt Probleme, - müsst ihr wissen. Sehr, - "wichtige" Probleme sogar. Jetzt werden natürlich besonders die Apple-Fans entrüstet aufschreien und verständnisvoll, - in Richtung kluger Ökonomie in Sachen Spiel-und Spaß-Gesellschaft verweisen. Wobei die paar Fragen übrig bleiben, wie weit geringer der Überschuss ausgefallen wäre, - wenn man nicht endlos rationalisierend auf Billigarbeitskräfte gesetzt hätte und wenn man wenigstens einen Teil dorthin zurück fließen lassen würde, auf dessen Rücken der Mist eigentlich so profitabel ausarten konnte? Apple, - ist für mich tot. Eiskalte Nimmersatte, mit dem Hirn von Kindern, dem skrupellosen Gebahren von Abzockern und dem Gewissen von vergötterten Ratten, die lediglich den Käse aufpumpen, den sie von anderen ergaunern. Mit Kultur, - hat das nichts mehr zu tun. Gutes Design und qualitätsbewusste Entwicklung, - ist eine feine Sache, - begeistert auch mich, - aber ohne jedes Gewissen, - ist das Scheiße.

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16.03.2012 von eb
Dark worlds intro.

Die Konzentration und Sensibilität für das Umfeld, ist dort am größten, - wo die Anzahl der Haltegriffe, an denen man die Welt erklären könnte, - am geringsten ist.

( Wahnfried der Bergsteiger, - während des freien Falls nach unten. )

Bevor da demnächst jemand auf den schnöden Gedanken kommt; "Jetzt isser komplett wahnsinnig geworden", - vielleicht zur Sicherheit, eine kleine Vorwarnung. (Ich hab mir das mittlerweile so angewöhnt.) Wobei der Spruch; "Ich bin mit Leib und Seele verrückt", - eigentlich genauso der Basis des Werbeeimers; "Authentizität" entsprechen würde, wie die Albernheit; "Sei ein Mythos, - doch sei du selbst". Aber damit sind wir indirekt auch schon beim Thema. Da unsereiner eben auch ohne den üblichen Beimist er selber - und entgegen möglicherweise fehlgeleiteter Annahmen auch durchaus "bei" sich selber ist, - ist ihm, zum Schärfen der Sinne und Ausloten von Nebelwänden, - immer mal wieder schwer nach experimentieren zumute. Weshalb man sich dann, mit der ganz eigenen farb- und textlastigen Natur, - intensiv mit eher verdunkelten Welten befasst. Dunkel in dem Sinne, dass sie i.d.R. nicht besonders erhellend sind. Weshalb das jetzt nicht unbedingt ganz so ernst zu nehmen -, aber eben auch nicht selbsterklärend ist. Mittlerweile haben ja doch schon einige Leser mitbekommen, dass hier die Beleuchtung auf vielleicht mögliche Erleuchtungen, sowieso des öfteren im Infraroten gehalten wird und deshalb eine spezielle Lesebrille erfordert. Und ein wenig, bereits schon verdunkelte Navigationshilfe, wurde ja schon im letzten blog versucht zu vermitteln. Aber generell, kann bei solchen schwer nach Konstruktion riechenden Sachen, natürlich nichts Gutes bei raus kommen. Und schon mal gar nicht im Nebel. Und da in diesen, - meinen düsteren Zeiten, alles noch grenzfälliger und unverständlicher wird wie sonst, ist auch zeitenweise der Aufwand und Farbverbrauch um einiges größer. Was eventuell, stellenweise die blogfrequenz erheblich senken, bzw. unregelmäßiger gestalten könnte. Wer sich auch darauf einlassen will, ist natürlich immer herzlich willkommen. Wer einen konformen Sinn darin sucht, kann alternativ auf mediale Statements unserer politischen Parteienlandschaft verwiesen werden. Ob das dann besser wird, wird wohl Geschmacksache sein. Der dabei entstehende Schaden, ist aber unter Umständen weitaus größer. Sollte allerdings doch wieder unbedingt eine rational; "authentische" Erklärung nötig sein, mit der man so unkompliziert wie möglich, so etwas wie den geraden klaren Charakter eines John Wayne, im harten Kampf für das eindeutig Gute im Hier und Jetzt der eigenen Ranch, - fernsehgerecht über den Ladentisch reichen kann, - so geht auch das;

... Ich will euch natürlich auf die dunkle Seite der Macht ziehen.
... Dafür, - ist mir jedes Mittel recht ...

An dieser Stelle, empfehle ich, während des Hörens folgender Zauberklänge, die langsame Betätigung einer alten rostigen Luftpumpe, - um das Erscheinen von Darth Vader dramatisch zu untermalen. Nach erfolgreicher Entleibung, - war der Kerl ja immerhin auch ganz sympathisch. Nachdem er das halbe Universum in Schutt und Asche gelegt hatte. Nobody is perfect. Aber er ist authentisch rüber gekommen. Oder etwa nicht? Sei´s drum. Im Gegensatz zu ihm, mache ich das jedenfalls mit echter Liebe und Hingabe. Wenn also die Päuschen zwischen den blogs, ab und zu mal etwas länger werden, dann liegt das auf keinen Fall an Lustlosigkeit, - sondern am aufwändigen und konzentrierten Planen sowie strategischem Aufbau, zur Erlangung der Weltherrschaft. Alle Verrückten wollen schließlich immer nur das Eine, - Weltherrschaft.

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15.03.2012 von eb
Navigationshilfe im Nebel.


Klick macht dick.
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Ernst wird schnell mal vorgeworfen, dass er manche Dinge einfach nicht ernst nehmen kann. Nun, - Ernst lebt ein wenig nach der Devise, dass man am sinnvollsten dort marodiert, wo Ernst sich selber so ernst nimmt, dass er den Ernst der Lage glatt übersieht. Solcherlei ernsthaft aufgebaute Elfenbeintürme, bestechen meist durch im Inneren gepflegte Gepflogenheiten und auch dort gesprochene Elfensprachen, die so ernst die elitäre Elfenwelt erklären, dass manchem Ernst nichts ernsthaft anderes übrig bleibt, als mit dem Elfenbein der klar abgrenzenden Turmwände, ernsthaft die Ernsthaftigkeit in Frage zu stellen. Aber das ist jetzt zu kompliziert, - konzentrieren wir uns also auf Ernsteres.

(Helga, die verkannte Schiffsratte, beim nachdenklichen Betrachten ihres Göttergatten, während dessen Suche nach Käse, - im Nebel der Speisekammer des untergehenden Schiffes.)

Selbst während des Komplettuntergangs dieser Welt, werden wir sicher noch Menschen sichten können, welche sich Gedanken über den Sinn der Welt machen. Meines Erachtens nach, - eine der liebenswerten Eigenschaften der Menschen. Zumindest befähigt dies ebenfalls dazu, noch mal richtig sauer auf diejenigen davon zu sein, welche gerade eben die Bombe gezündet-, das Virus freigelassen-, den Mond auf Kollisionskurs-, oder den Stöpsel am Grund des Ozeans gezogen haben. Irgendjemand glaubt immer, dass ausgerechnet er in den Himmel kommt, wenn er den Rest in die Hölle schickt. Dieses subjektive Empfinden für eine objektive Beurteilung aufgrund vorherigem subjektivem Empfindens, ist eines der Hauptmerkmale modernem Expertentums. Ohne dabei in Zynismus ab zu gleiten, lohnt es sich auf jeden Fall, dem mit einer gewissen Belustigung zu begegnen, wenn man nicht schon vor dem Weltuntergang, - gänzlich durchknallen will. Und im schlimmsten Fall, deshalb eventuell sogar noch selber zum Himmelsfahrer wird. Nichts ist verwirrender, als der Menschen logischer Umgang, mit unlogisch verlöteten Nervenzellen.

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13.03.2012 von eb
Alles Wohlstandsbürger.

Die Deutschen werfen zu viel Essen weg, meldet die öffentlich doppelmoraline Hand zur Volksgesundheit- bzw. Belustigung. Zur Zeit beziehen etwa 4,48 Mill. dieser Wohlstandsbürger ALG-II, - sprich HARTZ-IV. Na, - wer davon schmeißt Essen weg? Wenn hier genauso viel von dem Zeugs weggeworfen würde, - warum sind dann insbesondere die Tafeln, ( die von Essen weit oberhalb des Ablaufdatums leben ), so hochfrequentiert in dieser Richtung? Selbst wenn diese schön gerechnete Zahl stimmen würde, wären das immer noch fast 5,5 Prozent der gesamten Bevölkerung und damit 8,24 Prozent von 66,4 Prozent der 14 bis 64 Jährigen, ( 54,3 Mill.) welche man irgendwie in die Sparte Ausbildungs-, Studium-, Arbeitssuchender- oder Ausübender pressen könnte. Das Gros der Rentner mit heftig schmaler Rente, habe ich hier erst gar nicht berücksichtigt, - wie man sieht. Aber, - man sieht im deutschen Studienfieber darin die; "Kehrseite des Wohlstands". Geht das noch pauschaler?

"Jeder kann seinen Beitrag leisten, die Verschwendung wertvoller Ressourcen zu stoppen." Meint Frau Aigner, - ihres Zeichens Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aus Christlich-Sozialen Partei-Kreisen. Fangen wir doch gleich mal bei der Politik damit an. Wie wäre es z.B. mal mit den Human-Resources ? Fängt man nicht sinnvollerweise dort an, - was von etwas leben muss, und nicht dort, was einem das Leben gibt? Ich finde den Ansatz ja durchaus sinnvoll, - diese Mittel- und Oberschicht ist fürwahr, einfach ein verkommener Haufen von selbstgefälligen Wohlstandsfreaks, mit dem elitären Gehabe von Gesundheitsfanatikern und; "Nur das beste vom Besten". Aber ein wenig Differenzierung und Anstand nach unten, - darf man doch wohl erwarten?

P.S. Nachtrag. Doch, doch, - ich habe den vorletzten Satz durchaus bewusst geschrieben. Denn genau so, fühlt sich Pauschalität eben an. Ganz davon abgesehen, dass unsereiner laut dieser kranken Bertelsmann-Schichten-Soziologie, anhand seines momentanen Einkommens ja mit zu diesem Haufen gehört. Wann ich das letzte Mal allerdings Essen weggeworfen habe, muss ich ziemlich lange zurück denken. Zudem, sieht ja auch ein Teil dieses Haufens, die Sache aus einem von dort eher ungewohnten Blickwinkel, - außerhalb des gängigen Qualitäts-Kampagnenjournalismus heraus. (Dank an Kunja für den Hint).



11.03.2012 von eb
In Gedenken an Moebius.

Der große graue Wolf hat schon darauf hingewiesen. Jean Giraud ist gestorben. Dem ist nichts hinzuzufügen. Meister des Comics, - kommentiert man nicht. Man senkt sein Haupt, weiß warum es geht und lässt sie für sich selber wirken. Ehre, - wem Ehre gebührt.





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