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02.12.2012 von eb
Die Nachrichten.

Zum Sonntagabend mal wieder was eindeutig unzweideutig nebliges, aus dem täglichen Leben der Nebelgeister. Die im Gegensatz zu unsereins, - natürlich alle Klartext reden. Weshalb sich ein Hauch von Sarkasmus, nicht an jeder Stelle unterdrücken ließ.

Das Land der Demokratie-liebenden Friedensengel und sozialen Marktwirtschaft, verklopft demnächst wahrscheinlich nochmals ein paar hundert Panzer an Saudi-Arabien. Eine Anfrage bezüglich dieser Art Frieden-transportierender Metallmantelgeschosse mit pazifistischer Innen- und Außendekoration zum leiblichen Wohle des Königs, - liegt bereits an. Insbesondere die parlamentarisierten Christdemokraten, sind sich der großen Verantwortung bewusst, - einer absolutistischen Monarchie, - als Stabilitätsanker, ausreichend spezialisiertes Gerät zur Bekämpfung von Aufständen zur Verfügung zu stellen. Und dabei natürlich auch ein paar Qurusch zu verdienen.

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30.11.2012 von eb
Authentisches vom Mond, - für (Ver/Er)wachsene.


Klick macht Vollmond.
bild



Das gepflegte Image des authentischen Darstellers, sollte nicht zwangsläufig über den Darsteller belustigen, - sondern darüber, - dass es gepflegt wird. Denn ab einem gewissen allgemein trendigem Pflegestandard, wird jeder Darsteller automatisch zum Spiegel dessen, was ihn bewundert, verlacht, verhöhnt oder sonst-wie bewertet. Und zum Schluss steht es da, - ohne es zu bemerken. Wie ein einziger begossener Pudel. Dieses Riesenheer, - authentischer Clowns, - denen man die Show aus den Rippen presst, - die sie selber haben wollen. Wer wird hier noch ernsthaft, zwischen Publikum und Bühne trennen wollen?

Der Mann im Mond, welcher im Märchen noch durch einen zweifelhaften Charakter glänzte, und damit nun den Mond vertritt, ... nach der Sichtung einer Sendung von; "Deutschland sucht den Superstar".

Die beliebte Frage; "Glaubst du etwa an Märchen?", - ist für mich eine dieser, - ob ihres alltäglichen Gebrauchs, zur Bedeutungslosigkeit gewordenen Redewendungen, welche gerne des Öfteren benutzt werden, - um anzudeuten, dass ein Gesprächspartner entweder an Unwahrheiten glaubt, oder vielleicht sogar ein wenig naiv ist. Von der Oberflächlichkeit der Verwendung her, würde ich es ungefähr in die Sparte stecken, wo man auch gerne mal nach fragt, ob jemand noch alle Tassen im Schrank habe. Was nicht als Allroundkritik gegen die gesamte Menschheit verstanden werden sollte. Denn unsereiner glaubt jetzt nicht wirklich daran, dass, - inklusive man selber, - da irgendjemand existiert, dem nicht schon der eine oder andere solcher luftig rhetorischer Hüftschüsse gelungen ist. Welche zudem auch nicht zwingend aus Bösartigkeit, sondern mitunter auch aus rein freundschaftlicher, - bis hin zu sogar scherzhafter Motivation verwendet werden.

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27.11.2012 von eb
Die Positionierung der lähmenden Sachlichkeit.

Klick macht dick.
bild Eine sinnvolle Verhältnismäßigkeit zwischen instinktivem Verhalten und der faulen Passivität von endlosem Verstehen anzustreben, könnte ein angemessenes Ziel zum Nutzen aller sein. Was leider bereits schon am Versuch eines Verständnisses dafür scheitert. So bleibt nur Platz, für die große Mitte der Strategen, die über Beides nur die Hälfte weiß, aber dafür doppelt so viel damit herum spielt. Dies natürlich auf dem Rücken der Dummköpfe, welche aus dem Bauch heraus auf sie hören. Während die Superschlauen ihr Mitgefühl ungefähr aus der Warte leben, wie es dem Universum egal sein kann, ob die Erde nun in der Sonne endet oder aufgrund ihrer Bewohner. Jedenfalls ist nichts kontraproduktiver, wie einerseits der Wunsch nach dem ultimativen Glück, welches eigentlich nur ohne jeden Verstand möglich ist, - und andererseits, der Wunsch nach der endgültigen Weisheit, die wohl unabhängig von Leben und Tod sein müsste. Sollte ich mich nicht selber schuldig daran machen wollen, - wäre es jetzt an der Zeit, - etwas zu tun.

Helga, die verkannte Schiffsratte, beim nachdenklichen Betrachten des Hinterteils ihres Göttergatten, - welches gerade noch so, - aus dem großen Brocken Hartkäse heraus ragte. - Den irgendein schlimmer Finger, ausgerechnet unter einem darüber aufgehängten Käfig befestigt hatte.

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25.11.2012 von eb
Umpf.

Meine Güte. Muss ich das jetzt ernst nehmen? Verstehe ich emails, die mich als "Anonymen" bezeichnen, der irgendwo unerkannt sein Statement abgeben will? Oder seh ich das moderat? Helft mir auf die Sprünge. Hat tatsächlich mal jemand den alten Alien vor oder nach seiner Landung auf der Erde, nicht mit eindeutiger Herkunft und dort auch genauso eindeutigem Impressum kommentieren sehen? Ganz egal, was er von sich gelassen hat? Wobei unbedingt erwähnt werden muss, dass Urheber genannter emails und der Hort des anonymen Postulats, dessen Ansichten ich zudem genauso wenig teile wie der des Horts, nicht die Gleichen sind. Dies nur um zu verhindern, dass diese blödsinnigen Interpretationen sich nicht auch noch anfangen im Kreis zu drehen. Können wir mit dem Kinderkram vielleicht aufhören? Zudem muss ich in einem Punkt unbedingt zu stimmen. Auch ich finde die Anmeldung unter "Anonym" feige und zudem extrem kontraproduktiv. Diese bekloppten mails, zeigen jedenfalls deutlich, - wo das hin führen kann. Was ist das für ein schmutziges Spiel, - was hier abgeht?



24.11.2012 von eb
Bildgrund11

Klick macht dick.
bild Bevor die nächste Woche rum ist, möchte unsereiner ganz dringend noch Werbung machen. Doch, doch, - es gibt durchaus auch nützliche Werbung. Die auch eigentlich sogar schon viel früher hätte gemacht werden sollen. Denn nach dem Besuch der Vernissage einer kleinen, aber ganz besonders feinen Kunstauststellung am vorletzten Wochenende in Stuttgart, - lässt unsereiner seiner immer noch anhaltenden Begeisterung ziemlich verspätet freien Lauf. Zumal die momentane Ausstellung nur noch bis zum 30 November läuft. (Termine, Ort, Umfeld und Öffnungszeiten, können dem Link, oder durch Anklicken des Bildes hier entnommen werden.)

Das Problem ist eine gewisse Vielfalt und Dichte auf kleinem Raum, die zwar schwer begeistert, - man aber kaum angemessen beschreiben kann. Zumindest ich nicht. Schande über mich. Ein weniger spontaner Versuch wie dieser hier, ist jedenfalls bereits im Mülleimer gelandet. Wie erläutert man angemessen und anständig die Arbeiten von zwanzig Leuten in einem Raum? Die Bezeichnung "kleine" Ausstellung ist deshalb auch überhaupt nicht richtig. Es lapidar als komprimiert zu beschreiben, wäre aber ebenfalls komplett daneben, denn dafür war es einfach zu stimmig. Und Werbung für eine Ausstellung zu machen und keine Fotos davon zu zeigen, ist natürlich auch so eine Sache. Wobei hier einige der Bilder digitalisiert zu zeigen, wahrlich kein Problem wäre. Aber von der Qual der Wahl aus Unzähligen davon mal abgesehen, - ich bring es einfach nicht fertig. Bei dieser Ausstellung, wird einem der Wert des Originals quasi von selbst beigebracht, falls diesbezüglich Dinge in Vergessenheit geraten wären. Also bleibt mir nichts anderes übrig, - als das unfairste von allem.

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23.11.2012 von eb
Das fröhliche Spiel mit dem Weltuntergang.
Oder auch, - die mentale Unbefangenheit der Sachlichkeit, - nicht nur im Entertainment.

DIN-A4 Polychromos       Klick macht dick.
bild



In aller Herrgottsfrühe,
da nimmt das Unheil seinen Lauf.
Macht sich damit nicht all zu viele Mühe,
da kannst du wetten drauf.

Lediglich die Überraschung,
sollte schon ein wenig rocken.
Und des Schlafes Unterbrechung,
kann um diese Zeit besonders schocken.

Der Untergang, der Untergang,
der schleicht sich meistens morgens an.
Damit er dann mit fröhlichem Gesang,
im hellen Licht sein Tagwerk leisten kann.

Zum Wochenende, - bzw. als leicht verfrühtes Wort zum Sonntag, mal wieder ein Genre-Thema. Der stilvolle partielle- oder komplette Weltuntergang. Da im Kino ja diesbezüglich gerade nur halbe Sachen gemacht werden, muss dies mal wieder unsereins übernehmen. Was Film- und Fernseh-Enthusiasten des morbid-gruseligen Wellness-Gefühls, genauso fasziniert wie Literaten, Wissenschaftler und Esoteriker, - wäre wohl die heimelige Vernichtung, des zumindest näheren Überlebensumfeldes, - bei gleichzeitiger Annahme, dass man selber dann gerade nicht am Ort ist. Bzw. - das Ganze, ja vielleicht doch nicht eintrifft. Mitunter auch nach dem Motto, - was wäre, wenn Außerirdische die Welt radioaktiv verseuchen würden? Fragte ein Mitarbeiter des Kernkraftwerks Neckarwestheim 2, - nachdenklich abends, nach dem Genuss eines Trash-SF. Dies sind dann die gleichen Leute, die tagsüber durch den Satz glänzen; "Das musst du positiv sehen".

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20.11.2012 von eb
Der feine Unterschied, zwischen wahrem Wirrem und wirrem Wahrem.

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bild Je ökonomischer ein Hirn funktioniert, desto anfälliger ist es dafür, sich über die fast schon zur unbewussten Automation verkommenen Regelmäßigkeiten gewohnter Begrifflichkeiten, auch noch den größten Blödsinn als Erklärung vorgauckeln zu lassen. Indem man sich einzig und alleine darauf verlässt, es als richtig anzusehen, - nur weil man glaubt, es der einfachen Worte wegen, - verstanden zu haben.

Wahnfried der Bergsteiger, - welcher sich auf den Standard-Wetterbericht verlassen hatte, - und nun mit Sommerausrüstung im Schneesturm fest saß.

.....

Wirrnis die Erste. (Nach dem Üblichen.)

Berthold, - als teilweise nicht-bürgerlicher Bürger, der als linker Bürgersoze kein Bürger ist, aber ganz normal lebt, - sich also bürgerlich gibt, - einfach deshalb schon, weil er unter rechten Bürgern lebt, - wovon sich ein nicht gerade geringer Teil links gibt, obwohl er rechts redet, - sah sich mit linken Grünen konfrontiert, welche zu den größten Fans der bürgerlichen Mitte zu zählen sein dürften. Und nun als linke Bürger, die keine Bürger sind, - die Bürgerlichkeit entdeckt hatten. Berthold überlegt sich nun, - ob er nicht doch lieber Pirat werden will. Einmal deshalb, weil diese Berufsbezeichnung viel passender zur Mentalität zeitgemäßer Bürgerlichkeit passt, - welche sich unbürgerlich geben will. Und zum anderen, um sich weiterhin nicht der großen Frage stellen zu müssen, - warum der große systemische Psychotherapeut, die Begrifflichkeit der kognitiven Dissonanz, - wohl insgeheim grinsend, mal lieber nicht systematisch gesellschaftsweit betrachtet hatte, - während andere Systemiker, - ausgerechnet von kollektiver Schwarmintelligenz faseln. Aber dies muss man positiv sehen. Denn eventuell werden es die Soziologen oder sonstige esoterische Systemtheoretiker sein, - welche den Beweis dafür liefern, - dass Quantenphysiker und Kosmologen beide unrecht hatten, - und unendliche, auf einen Punkt konzentrierte Quantelung tatsächlich möglich ist, - die dann zur Singularität führt. ... Und dann ist endlich alles eins.

Hipp, hipp, - hurra. Der bloggende Verrückte ist endlich in der Normalität angekommen. Oder die Normalität zu ihm? - Egal, - also gleich noch eins. Diese Anfänger werden unsereins doch nicht zeigen wollen, - wie das geht?

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18.11.2011 von eb
Qualitätsjournalismus
Oder auch, - die Müsli-Journalisten an der Macht.


Ich wär so gern ein Redakteur,
könnt fröhlich Meinung produzier'n.
Dann wär das Leben nicht so schwör,
und ich bräucht mich nicht genier'n.

Was wirklich ist, das stört ihn nicht,
und bringt nur Ärger mit dem Boss.
Die Wahrheit fällt nicht ins Gewicht,
heut steigt man hinten auf das Ross.

Was einst geschrieben, ist längst vergessen,
wen juckt schon, was die Meinung gestern war.
Papier wird am Verkauf gemessen,
den treibt man über Mumpitz gar.


Die Mär vom wack'ren Journalist,
ist nur noch gut zum heilen Schein.
Wer Recherche an den Kosten misst,
der lässt dies ganz schnell sein.

Der schnellste Weg, ist selber nach zu lesen,
was andere hören woll'n.
Dies ist bisher noch immer das gewesen,
was die auch sagen soll'n.

Die eigne Meinung aller, ist dann überall,
bis hin zum Kunden des Frisörs.
Dort wird sie dann zum Völkerball,
gar lustig, ist das Leben eines Redakteurs.

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17.11.2012 von eb
Soziotech, mal ganz außerhalb des Elfenbeinturmes.

Soziotechnisches System:
Luhmanns Sicht auf Menschen, mit nem Schraubenzieher in der Hand. Bzw. die praxisorientierte Modellierung des Zusammenspiels zwischen Mensch, Schraubenzieher, - und was er damit zu tun hat. Bzw. wie man das Ganze als Prozess definieren, kalkulieren und optimieren kann.

Kognition
wikipedia:
...Kognition ist ein uneinheitlich verwendeter Begriff, mit dem auf die Informationsverarbeitung von Menschen und anderen Systemen Bezug genommen wird.

.... und anderen Systemen.

Willkommen im Land der nicht schließbaren Systeme, die bei wikipedia bereits informell geschlossen wurden, - und vormals Menschen hießen. Und sich jetzt das Vokabular ihrer eigenen Soziotechnokratisierung, - auch dort selber abholen.

Soziale Kompetenz:
Verfügbarkeit über die leistende Nettigkeit und das umgängliche Verhalten menschlicher Ressourcen, bzw. entsprechender qualitativer Ressourcenplanung.

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16.11.2012 von eb
Arbeitsmarkt

Endlich hatte er es geschafft. Nach dem zweiten Ablauf eines jährlich befristeten Arbeitsverhältnisses sowie einigen folgenden Rationalisierungswechseln, in Abstimmung seines jetzigen Personalservice-Anbieters mit dessen Kundschaft, an welche er als Arbeitnehmer überlassen wurde, - bewarb er sich bei einem neuen Personaldienstleistungsunternehmen. Und erhielt eine Festanstellung als Personalberater/Consultant im Bereich Arbeitnehmerüberlassung. Er hätte zwar lieber in seinem Beruf gearbeitet, - aber so, konnte er endlich wieder sein eigenes Leben planen. Also, - begab er sich auf Menschenjagd.

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14.11.2012 von eb
Freude am Leben.

(C.) DIN-A4 Klick macht dick.
bild Man könnte es wohl als Kompromiss betrachten, dass eine der Triebfedern, zumindest theoretisch vernunftbegabter Wesen, die ständige Suche nach einem ganz bestimmten und sehr individuellen Zustand, - irgendwo zwischen langweiliger Zufriedenheit und hormonell bedingter Glückseligkeit zu sein scheint. Wobei beides, durchaus nicht ohne Gefahrenpotential für Andere ist, wenn die Mittel zum diesbezüglichen Zweck, damit nicht in Einklang zu bringen sind. Meine eigene, - möglicherweise sicherheitsbezogene Zufriedenheit, ließe sich auch nur teilweise darüber erklären, dass spontane Begeisterungsfähigkeit, - sich mehr an Hartkäsesorten, - statt an Waffengattungen orientiert. Jedenfalls ist es auch unter diesen Umständen, - nach wie vor eine Frage der Risikofolgenabschätzung, ob man jemandem einfach mal seine Freude lassen kann.

Helga, die verkannte Schiffsratte, beim nachdenklichen Betrachten ihres Göttergatten, - welcher nach dem glücklichen Nachwachsen seiner jüngst verlorenen Schneidezähne, - endlich wieder grinsen konnte. Welches er auf dem Deckel des Pulverfasses, - auch wirklich unbedingt jedem, - im Schein der Fackel zeigen musste.



11.11.2012 von eb
Engelsblond, die Zweite.
Märchenstund, mit Sand im Mund.

(C.) DIN-A3 Polychromos      Klick macht dick.
bild



Herbert, der genetisch modifizierte Wüstenmolch von der Erde, - welchen es ins Märchenland verschlagen hatte, - liebte Blumen über alles. Und wenn ihm nicht gerade danach war, versachlichten Träumen ein wenig unkalkulierbare Spannung zu verleihen, dann stromerte der durch den Märchenwald, - und erfreute sich an dessen wahrhaft blumigem Artenreichtum. Tatsächlich, hatte er sich einmal überlegt, ein Buch darüber zu verfassen. Als er seinen Freunden von seinem Plan erzählte, - schüttelten die aber nur belustigt den Kopf. Und wiesen ihn darauf hin, dass es im Märchenwald ja nicht nur die Blumen gibt, die es sowieso dort gibt, - sondern auch all jene, welche anhand von Märchen und Träumen natürlich ständig neu entstehen. Es wäre also von vorne herein, - ein Märchenbuch. Und zudem eines, - welches niemals fertig werden würde. Und damit dies so bleibt, dafür sorgt schon Lisa. Was Herbert zwar seinen Plan fallen ließ, - aber dies doch unter der freudigen Gewissheit, immer wieder neue Blumen entdecken zu können, - die er noch nicht kannte. Und damit auch dies so bleibt, besucht er deshalb erst recht, - auch regelmäßig seine Freundin Lisa.

Lisa ist ein gar liebreizendes Geschöpf. Und wird von allen der Engel vom Märchenwald genannt. Wobei sie zudem auch noch ein ganz besonders beschäftigter Engel ist. Nicht nur, dass sie einen gestandenen Baumchor, achtfedrig zur Bühnenreife dirigieren muss. Zur ihren selbst auferlegten Aufgaben, zählt zusätzlich noch die Verantwortung, für die endgültige Lösung aufkommender Langeweile im Märchenwald. Immer, wenn mal wieder eine Neugestaltung nötig ist, um allzu eingefahrenen Alltäglichkeiten eine kleine Aufweckung zu bieten, - marschiert Lisa in die Berge zu den Riesen. Wobei die Riesen im Märchengebirge, eigentlich die ganze Zeit über nur faul in der Gegend rum liegen, - und schlafen. Bis eben Lisa kommt. Und mit ihren Dirigentenfedern, ein gefühlvolles Liedchen auf den feinfühligen Fußsohlen eines dieser schlafenden Ungeheuer dirigiert.

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09.11.2012 von eb
Abrufbar
Oder auch, - vom Ressourcendenken.

(C.) DIN-A4       Klick macht dick.
bild



Im Schrank des Technokraten,
liegt säuberlich sortiert die Welt.
Hier brauchst du gar nicht erst zu raten,
was dem Technokrat gefällt.
.. Der glaubt, das dies die Welt zusammen hält.

Denn da gibt es feine Sachen,
für jeden Nutzen und auch Zweck.
Aus jeder Schublad Menschlein lachen,
die fröhlich machen jeden Dreck.
.. Und die man dann mit Lachen, - auch schmeißt wieder weg.

In fein sortierten Stapeln abgelegt,
die abrufbar nach Funktionalität.
Denn was nach Bedarf den Schrank bewegt,
kalkuliert die Menschen wie Gerät.
.. Und erklärt dies listig zur Humanität.

...

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07.11.2012 von eb
Vom Expertentum, - 9000 Meter über dem Meeresgrund.

Klick macht dick.
bild Naja, - ist doch auch für die Medien mal nett, wenn sie nach dem ganzen "die Märkte" oder "die Mitte", - auch mal mit "Transatlantik", ein Wort mit mehr wie sechs Buchstaben über-strapazieren dürfen. Manchmal hab ich das Gefühl, dass alle Redakteure und Moderatoren, so eine Art gemeinsames Notizbüchlein besitzen. In welchem dem Thema entsprechend, für alle auch die gleichen Nichts-ist-Alles- und Alles-ist-Nichts-Schlagwörter oder Phrasen, zum Programmieren der Massen stehen.

Jedenfalls, - nach den medialen Statements zweier; "erfahrener", wie sogar noch eines; "sehr" erfahrenen Trans-Atlantik-Experten zur US-Präsidentenwahl, - fühlte ich mich denn doch, transzen- wie auch dental, - schwer berührt. Dass die gleichen Figuren, außerhalb gerade aktuell medialer Siedepunkte, ansonsten eigentlich nur Politiker und Journalisten heißen, - verleitete mich dazu, - mal wieder meine transhessischen Verbindungen zu pflegen. Will meinen, - ich rief aus BW, einen alten Bekannten in NRW an, - um seinen Ratschlag für die perfekte Experten-Karriere zu hören. .... mehr


03.11.2012 von eb
Milch, - und das Porträt vom Schein des Seins.

(C.)DIN-A4 Blei     Klick macht dick.
bild Rehabilitationsmaßnahmen für temporär stillgelegte Knochenwerkzeuge, sollten auch beim künstlich zivilisierten Stifte- und Pinselschwinger, - nicht am Model scheitern. Nun könnte man argumentieren, dass unsereiner weder Lust noch Laune noch Kohle hat, sich Gedanken über ewig grinsende, aber trotzdem teure Models zu machen. Was aber nicht der Wahrheit entsprechen würde. Denn für jemanden, der sich mit Kunstwelten und den Dingen zwischen Schein und Wirklichkeit beschäftigt, sollte weder Agentur, noch evtl. Kosten ein unüberwindliches Problem darstellen, - solange es Barbie-Puppen gibt. Dazu muss man nicht mal Kinder berauben. Und als männlicher Ü50, - Castings im Spielwarengeschäft zu betreiben, muss ebenfalls nicht an der Kasse mit dem Satz enden; "Ähhh, - ist für meine Tochter", - wenn andere, - natürliche Models zu unechter Natürlichkeit bewegen möchten. Und spätestens an diesem Punkt, fängt auch bei Farbenklecksern, - die übliche Diskussion über natürlich Unechtes und echt Künstliches an.

Wobei ich Portraits, - ganz besonders blöde finde. Fotorealismus erst recht. Schon die Annäherung, - an die möglichst reale Darstellung ist mir suspekt. Zumindest, - solange ausgerechnet dort, - der Manipulationswille am größten ist. Und beim Porträt kommt noch extra toll hinzu, - des Porträtierten eigenen eitlen Wünsche an diese Realität. Als wenn's keine Fotoapparate gebe. Sollen sie sich doch mit ihrer Knipse vor den Spiegel stellen, - und schon, - haben sie ein schönes Bild von ihrer Kamera. Welches die Erkennbarkeit der Person dahinter, auch nicht schlechter verbirgt, - als die sensible Retuschierung zum schönsten und tollsten Wesen der Weltgeschichte. Wobei man gerade dort, genau die Leute trifft, - welche Märchen für kindisch, - Surreales für nutzlos, - Computerspiele für schädlich, - und virtuelle Welten für weltfremd halten. Kurzum, - all jene, welche dem ehrlich Unechten, dass unecht Ehrliche als Realität gegenüberstellen. Das ist wie ein Porträt, von unserer Bundeskanzlerin. Meine Güte. Naja, - eine Frage des Stils. Das muss den Briten lassen. Stil, - haben sie. Wobei im analogen Schluss, dem Künstlichen, - auch gerne mal das vermeintlich Natürliche gegenüber steht. Was mich, wenn auch irritierend, - jetzt blitzschnell, - zur Milch wechseln lässt.

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01.11.2012 von eb
Von den Märchen in uns.
Klick mich.
bild


Das Kind im Mann,
- im Gesicht des Mondes.
Es fragt dich irgendwann,
was es für dich tuen kann.

Und auch die Frau,
- welche ist gar gruselig erwachsen.
Fühlt Träume, die nicht gar so schlau,
wenn glitzernd lacht der Abendtau.

Dann strömt herein,
- die Märchenwelt.
Lässt Klugheit Klugheit, Dummheit Dummheit sein,
doch Herzen lachen, unglaublich hell und fein.

Wer dies verlernt,
- sieht nur noch neidisch Kinder lachen.
Lässt rastlos schlagen, leer und abgehärmt,
ein trocken Herz, das nicht mehr wärmt.

Illustr. v. Hans Baluschek zu Peterchens Mondfahrt, 1918.



31.10.2012 von eb
All Hallows' Eve.

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26.10.2012 von eb
In eigener Sache.

Bei mancher Grippe, - reißt endgültig die Strippe.
Keine Ahnung, wie man das jetzt erklären soll. Komplizierte Geschichte. Also, - probiert man's mal folgendermaßen.

Aufgrund medizinischer Indikation, aber nur teilweise möglicher Diagnose, muss diese Praxis vorübergehend, aber erfreulicherweise fühlbar nur für einen absehbaren Zeitraum geschlossen bleiben. Wobei aber trotzdem versucht wird, kurze Behandlungen zwischendurch, sozusagen mit links zu ermöglichen. ... Falls möglich.

In Eil- bzw. Notfällen, bzw. sowie überhaupt, sei jedoch auf folgende, zur Zeit aktive sowie nicht-kommerzielle Praxisvertretungen hingewiesen, - welche selbstverständlich von unsereinem, sowieso nicht vertreten werden könnten. (Eventuell stellenweise subjektiv mögliche Hochstapelei mit Doktorentiteln, kompensieren sich durch tatsächlich vorgenommene, real existierende sowie Plagiatsfreie fachspezifische Arbeiten mit zudem einwandfreier, - zumindest Analyse.)

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24.10.2012 von eb
Höher, weiter, schneller.
Klick,- macht dicker.
bild







Was nun?





Wahnfried der Bergsteiger, - der sich auf dem Mt. Everest überlegte, ob er den Rest seines Lebens nun als Touristenführer verbringen muss, - oder sich mal als Tiefseetaucher versuchen sollte.



20.10.2012 von eb
Zeitsprung
oder auch; Hiiiiiilfe.

Klick macht dick.
bild Was den Science-Fiction vom reinen Fantasy trennt, (trennen möchte), ist das An- bzw. Weiterdenken, auch in wissenschaftlichen Umfeldern bereits diskutierter Möglichkeiten. Wobei zugegeben werden sollte, dass mehr als oft unklar ist, was jetzt fantasievolle Wissenschaft oder wissenschaftliche Fantasie ist, - bzw., - wer letztendlich der tatsächliche Erzeuger der ursprünglichen Idee war. Einer der Autoren, welche jedenfalls immer noch weitgehend, und dies sehr konsequent, dem klassischen Urgedanken des Science-Fiction treu geblieben ist,- ist Jack McDevitt. Auch unbeeinflusst von den irren Fantasien vollkommen exaltierter Weltraumszenarien, durch die wiederbelebte Space-Opera, bleiben seine Romane ungebrochen klar, überlegt, durch-strukturiert und angenehm bodenständig. Naja, - letzteres immer am Genre gemessen ;-) Wobei ihm trotzdem, angesichts gleich mehrerer unterschiedlicher Geschichtsuniversen, - alle mit höchst unterschiedlichen Personen und Charakteren, - zudem eine bemerkenswerte Vielfalt gelingt. Was ihn merkwürdigerweise auch Klischee-loser werden lässt, als die Adepten des gerade aktuellen Genre-Hypes. Dabei darf man nicht vergessen zu erwähnen, dass dies für deutsche Leser, auch speziell durch die immer gleiche wunderbare Übersetzerin Frauke Maier lebt. So ist es nicht verwunderlich, dass selbst ein Ausreißer aus den eigenen Romanreihen, (Wovon übrigens jeder Einzelne davon, auch wie ein abgeschlossener Roman gelesen werden kann.), sogar trotz eines im heutigen SF mittlerweile recht abgelutschten Themas wie Zeitreisen, bei ihm immer noch zu einem lesenswerten und spannenden Buch wird. Doch sollte dies hier nicht zu einer Hommage an Jack McDevitt werden. Dafür gibt es jede Menge andere Gründe, es doch ein gutes Stück edler zu gestalten. Unsereiner, hat sich aber an einem Detail aus einem seiner Bücher, - im wahrsten Sinne des Wortes "aufgehängt". (Treffender wäre; "deadlock"). Ob man es allerdings als Entspannung zum Wochenende betrachten könnte, ist jetzt ebenfalls ein wenig zweifelhaft.

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