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01.06.2011 von eb , - Aktuelle Bilder

Epilog.

Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 12


DIN-A4 Acryl   Zum Vergr. anklicken.



"Ähemm", (kehliges Räuspern), - "Also, .... erstmal Hallo zusammen. Mein Name ist Karl. Das ist jetzt natürlich nicht mein richtiger Name. Den, ... können die Menschen, sowieso nicht aussprechen. Überhaupt, - scheint unsere Sprache generell etwas schwierig dafür zu sein. Also, ... verwende ich hier die Namen und Bezeichnungen der Menschen. Diese, - nennen uns übrigens Wombats. Das hat etwas mit höhlengrabenden Pflanzenfressern aus ihrer eigenen Heimat zu tun. Putzige Viecher übrigens. Ich konnte einmal Bilder davon sehen. Jedenfalls, ... wurde ich als Chronist der Wombats, - und weil ich ziemlich oft bei den Menschen bin, - gebeten, mal etwas darüber in einer Form zu erzählen, die sie selber auch verstehen würden."

"Um ehrlich zu sein, ... so richtig schlau, wird man aus den Menschen nicht an allen Stellen. Warum die uns mit Vegetariern in Verbindung bringen, ist mir z.B. immer noch schleierhaft. Schließlich verzehrt unsereins, - so ziemlich alles. Schon die ersten Kontakte, - waren diesbezüglich merkwürdig. Man hatte sich auf eine züchtbare Herde neuer Nahrungsquellen gefreut, ... die einen von den Eiermilchkühen unabhängiger machen könnte."

"Bis diese plötzlich anfingen zu sprechen. Ich meine, .... wer verzehrt schon etwas, was vorher mit einem spricht? Wir Schluchtenwombats, - tun dies jedenfalls nicht. Bei unseren Verwandten in den tieferen Höhlen unterhalb des Grabengrundes, muss man allerdings nicht unbedingt damit rechnen. Und schon mal gar nicht, - bei denen aus den noch tieferen Magmakammern. Darauf, dass man bei einem hungrigen Höhlenwombat, der gerade keinen Nahrungsbeutel dabei hat, Vorsicht walten lassen sollte, ... sollte ich sie vielleicht noch hinweisen."

"Einige wenige der älteren menschlichen Männer, ... sind übrigens ganz schön nervig. Kaum hatten sie es geschafft ein paar Brocken unserer Sprache zu lernen, fingen sie an von irgendeinem Gott und seinem Sohn zu radebrechen. Wobei sie mir Bilder von Gebäuden zeigten, die sie Kirchen nannten. Falls ich sie richtig verstanden habe, - versuchten sie mich zu überzeugen, dass wir so etwas bauen sollten. Als ich sie fragte, ... wofür das gut sein solle, meinten sie etwas von Schutz vor Unglauben und dem Teufel. Bezüglich des Unglaubens, - hab ich ihnen dann vermitteln können, dass unsere riesigen Höhlenbibliotheken, - wo nicht nur ein großer Teil der Geschichte unserer Welt archiviert ist, sondern auch jeder Wombat das Recht dazu hat seine persönlichen Erinnerungen und Gedanken über seinen Tod hinaus aufzubewahren, - sich als Schutz gegen Unglauben, bisher ausgesprochen wirksam bewährt haben. Und was den Teufel betrifft, bräuchten sie sich auch keine Gedanken zu machen. So wie sie den beschrieben hatten, kann es sich darum nur um einen unserer Verwandten aus den unteren Magmakammern handeln. Und der beste Schutz dagegen ist, - etwas anderes zu essen mitzubringen, ... als ausgerechnet nur sich selber. Essen, was ihnen Essen bringt, essen die auch nicht. Sie sind vielleicht ein wenig rustikaler veranlagt als wir Schluchtenwombats, aber für blöde muss man sie deshalb auch nicht halten. Irgendwie schienen meine Antworten eine Menge Eindruck hinterlassen zu haben. Jedenfalls wurde ich danach nie mehr auf das Thema Kirchen angesprochen."

"Ansonsten, - muss man sich das aber mal vorstellen. Da planen halbwegs intelligente Lebewesen einen längeren Trip ohne Rückkehr, - und nehmen gerade mal eine Handvoll Frauen dazu mit. Bei uns Wombats, - dürfte man in der gleichen Situation das Hörnerknallen der Männer, - bis ans andere Schluchtenende hören. Aber das muss ja jetzt glücklicherweise nicht unser Problem sein. Was Kinder betrifft, haben Menschen und Wombats allerdings eine Menge gemeinsam. Auch bei den Menschen, - kreischen Kinder und Eltern vor Vergnügen, wenn man die Kinder in die Luft wirft und wieder auffängt. Bei den Eltern, klingt das aber irgendwie merkwürdig gequält. Und wenn man die Kleinen an der Brust reibt, laden die sich statisch dermaßen auf, dass sie manchmal einfach dort hängen bleiben. Jedenfalls, ist der Nachwuchs von Mike und Linda mittlerweile ein echter Fan von mir. Und auch wenn es merkwürdig und vielleicht unglaubhaft klingt. Aber neben den zwei anderen Worten die er bereits sprechen kann, ist er der einzige Mensch, ... der bisher meinen richtigen Namen hin bekommt."

"In nächster Zeit, - unternehme ich übrigens sowieso vermehrt den langen Weg ins Tal der Menschen, - wie sie selber den Seitenarm der Schlucht bezeichnen, wo sie sich niedergelassen haben. Und besuche Judith, Daniel und Helga. Die drei scheinen ausgesprochen interessiert an uns zu sein. Und geben sich sogar richtig Mühe unsere Sprache zu lernen. Daraus hat sich mittlerweile sogar ein gegenseitiges Vertrauen entwickelt, welches man durchaus schon als Freundschaft bezeichnen könnte. Außerdem helfen sie mir die anderen zu überzeugen, ihr mitgebrachtes Saatgut aus ihrer Heimat nicht zu verwenden. Die Eiermilchkühe, wie sie unsere Hauptnahrungsquelle nennen, spielen schließlich nicht nur eine zentrale Rolle in der gesamten Biosphäre unserer Heimat, sondern auch unserer Glaubenswelt. Der Ort, wohin die Tiere so geheimnisvoll plötzlich und spurlos verschwinden, ist für die meisten meiner Brüder und Schwestern auch der Ort, wo wir selber einst her kamen. Und hat unsere Mysterienwelt verständlicherweise schon immer geprägt. Viele meiner Vorgänger haben ihr ganzes Leben damit verbracht, die uralten verschütteten Bibliotheken zu suchen. Die der Legende nach, genauso von unserer Herkunft erzählen, wie auch einem früheren Leben auf der Oberfläche unserer Welt. Die Moos- und Gräserflächen, - aber durch z.B. geplante menschliche Weizenfelder zu beeinträchtigen, könnte eine empfindliche Störung des bisherigen Gleichgewichtes verursachen. Da dieses Gleichgewicht, - aber auch für die Menschen mehr als ausreichend Nahrung bietet, rechne ich mit der Einsicht aller. Sehr hilfreich ist dabei auch Simon, der offenbar ein besonderes Gefühl für Pflanzen besitzt. Und mich sogar gefragt hat, - ob er nicht eine Weile bei uns leben könnte, um mehr darüber zu erfahren."

"Mit der Sprache der Menschen, - hab ich selber übrigens, - auch noch einige Schwierigkeiten bezüglich verschiedener Details. Beim nächsten Besuch, - zum Beispiel, - muss ich Daniel unbedingt fragen, - was der Ausspruch von Helga bedeutet, - dass sie meine Hörner sexy findet."


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