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10.11.2013 von eb
Experimental reloading of old clichés.
Oder auch; kleiner Einfühlungsversuch in Frank Millers Paradise.
(Mit schwer resigniert hängendem Mundwinkel zu lesen)

Klick macht dick.
bild Eigentlich wollte Maria von den letzten zusammen gekratzten Münzen nur was Nahrhaftes besorgen gehen. Wenn sie gewusst hätte, dass ihr dabei Karlo über den Weg laufen würde, hätte sie mit Sicherheit einen Umweg in Kauf genommen. Karlo hatte diese typische 50iger-Jahre Comicfresse, die in alten Batmanheften immer die Ganoven darstellten. Was sicher ein hässliches Vorurteil wäre, wenn er sich nicht ständig auch genau so benehmen würde. Aber was soll's. Jetzt stand sie hier in Gotham City, und statt Robin, laberte ihr diese auf Weltmann getrimmte Mafiatype die Hucke voll. Erzählte was vom großen Geld, wie man risikolos ohne große Mühe daran kommt, dass er es nur gut mit ihr meine, und sie dann endlich mal wieder was Vernünftiges zu essen bekäme. Die Story war so abgehustet wie die Geschichte, dass nur gute Menschen in den Himmel kommen. Was Karlos eigener Boss, vor zwei Wochen fernsehgerecht bewiesen hatte. Bei irgendeiner Schießerei unter Drogendealern, traf ihn die Kugel des Herrn. Und die versammelte Mannschaft an um ihren guten Ruf fürchtender Mitverdiener aus den Reihen des anständigen Lebens, beförderte ihn mit Verdiensten um die Gemeinschaft, Priester, Kirche und großem Aufgebot ins Paradies. Fast tat ihr Karlo leid. Ohne seinen Boss, wirkte er wie die Karikatur eines Lebens, welches sie irgendwie alle führten. Aber wo nur die Skrupellosesten gewinnen konnten. Karlo gehörte nicht dazu. Und er wusste es. Vielleicht hätte sie fairer sein sollen. Denn in dieser Scheißstadt auf Typen zu treffen, vor denen man wenigstens keine Angst haben musste, war selten genug. Aber er ging einfach furchtbar auf die Nerven, mit seinem Versuch den großen Macker zu spielen. Also wimmelte sie ihn ab. Erzählte ihm was davon, dass sie es sich überlegen würde. Allzu viele Möglichkeiten hatte sie sowieso nicht. Das bisschen Stolz was ihr geblieben war, hatte sie ihrem letzten Sachbearbeiter ins Gesicht gespuckt. Dem auch nichts besseres einfiel, als sich den eigenen armseligen Job darüber zu erhalten, ihr den Rest davon auch noch nehmen zu wollen. Ihr Kühlschrank war so leer, wie Karlos Hirn. Und das würde er auch bleiben. Und auch das, wusste Karlo. Er wusste es, sie wusste es. Aber sie hatte noch ein paar Tage Zeit. Nur ein paar Tage.



08.11.2013 von eb
Aktion: Mehr ernsthaftes Vertrauen in die Zukunft.

bild Eigentlich hatte ich mir heftige Gedanken gemacht, über eine speziell in ländlichen Kreisen, sich mit gelbgrüner Totenkopfbeflaggung piratös vermarktende Spezies eines merkwürdigen Konglomerats aus zeitgemäß adaptierten Spät68iger-Idealen von Fundi-Realos, der Sehnsucht nach grenzenloser Freiheit alter Techno-Esoteriker mit dem kühlen Blickwinkel von an Raumschlachten gewohnter SF-Fans, wie auch dem religiös marktwirtschaftlich pragmatisiertem Naturalismus des gehobenen Bürgertums eines Realo-Fundis. Aber wie man sieht, ist das weder leicht-, noch eindeutig zu beschreiben. Es einfach als Mischung aus; "I'm free" mit folgendem; "Ich hatte früher auch mal lange Haare" und; "Hey lasst uns die Zukunft basteln" sowie; "Man tut auch was für die Umwelt dabei", - zu beschreiben, wäre evtl. auch irritierend. Wobei von dieser Seite auch schnell mal der Verdacht kommt, gar destruktiv zu sein und zusätzlich auch noch alles viel zu kompliziert zu sehen. Also bin ich lieber konstruktiv, und habe mich dementsprechend einfach mal von den "positive vibrations", eines zwar sympathischen, aber erschreckend blond digitalisierten Didgeridoospielers mit Flugschein, Surfbrett von Dell sowie mit per Microsoft Zertifizierungen erfolgreich auf Hochglanz poliertem Loyalitäts-bewusstsein anstecken lassen.

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02.11.2013 von eb
Omnium Sanctorum, mit folgendem; In Commemoratione Omnium Fidelium Defunctorum

Klick macht dick.
bild Liebe Gemeinde. Liebe Gläubigen. Liebe Seelen, - welche sich auch des Samstags, an den Tempeln des Konsums ganztägiger Öffnungszeiten erfreuen können. Als halbwegs domestizierter Beuteschwabe, fühle ich mich nach einigen doch allzu einfachen Klischees genötigt, in barmherziger Freude und liebevoller Sympathie meinen Mitmenschen gegenüber, meinen Standpunkt ein wenig umschreiben zu müssen. (Keine Sorge, es wird schon ein paar Leute geben, die das verstehen werden).

Es heißt ja, dass Allerheiligen der Festtag ist, an welchem nicht nur der Heiligen, sondern auch denen gedacht wird, die nicht heilig gesprochen wurden. Beziehungsweise auch jenen Heiligen,- die nur Gott kennt. Nun weiß ich ja nun wirklich nicht, wen der so alles auf'm Kiecker hat. Unsereiner wird's im positiven Sinne wohl eher weniger sein. Nicht nur, weil ich armes Sünderlein das mit der Heiligkeit irgendwie nicht so recht hin bekomme. Mir fehlt ja auch die nötige Mitgliedschaft im entsprechenden Himmelsbeförderungs-management. Wobei ich allerdings davon ausgehe, dass der Erzeuger dieses Universums, sich nicht zwingend an die Regeln hält, welche seine Erzeugnisse ihm da so auf mannigfaltige Art zusammen gebastelt haben. Was nicht bedeuten soll, dass nicht auch so ein unzivilisierter Heide wie unsereins, nicht das spirituelle Gefühl einer möglichen Allmacht, Allmächte, eines Gottes, einer Göttin, oder von mir aus auch mehreren, bzw. nichts davon kennt. Also Mächte, (wobei mir das Wort Macht einfach missfällt), - die sogar oberhalb von NSA, Austerität, Systemrelevanz, Exportüberschuss, Wirtschaftswachstum und Börsennotierungen zu verorten wären. Mit welcher Bezeichnung oder Symbolik, ich da allerdings irgendwas beschreiben soll, was nicht beschreibbar ist, - habe ich nun wirklich keine Ahnung von. Die Kunst, - Fragen auch als Fragen im Raum stehen zu lassen, und nicht immer gleich wieder durch Männer mit weißen Bärten oder lustigen Hüten zu ersetzen, ist, - so scheint es mir, eine verlorene Kunst. Dass die irgendwie zwanghaft durch die Kunst des Expertentums ersetzt wurde, - darf ich aber trotzdem, mit Verlaub, - skeptisch sehen.

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31.10.2013 von eb
All Hallows' Eve.



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27.10.2013 von eb
Die Trolle-, und auch Sonstiges, - im Verborgenen. (2)

(C.) DIN-A3 Tusche, Polychromos   Klick macht dick.
bild Jetzt hat man mal ein ruhiges Wochenende, und schon nutzt es Herbert der Wüstenmolch aus, unsereinen gehörig zusammen zu stauchen. Will meinen, mich daran zu erinnern, dass dieser blog ja nicht nur frustigem Politgedröhn und diesbezüglichen-, sondern im Besonderen auch; "echten" Märchen, und der Entschleunigung, wie auch Deökonomisierung der Menschenwelt dient. Recht hat er. Außerdem teile ich seine Ansicht, dass man Menschen die wissen dass sie manipuliert werden, - dies aber ganz normal finden, - am besten mit ehrlichen Lügen begegnet. Sonst geht der feine Unterschied noch ganz flöten. Wobei man sich ruhig mal fragen darf, ob dies unter anderem, nicht auch immer schon der Sinn von Märchen war. Kommen wir also von den Polit- und Lobbytrollen, - zu den "echten" unechten-, will meinen, - harmloseren Trollen. Denn Herbert hat mir von drüben aus dem Märchenland, - auch Bild und Kurzbeschreibung, eines ganz besonderen Exemplars des Staunens übermittelt.

Bastian der Stauner

Bastian ist einer von Kuno's ganz besonderen Experten in Sachen Erhalt des Märchenlandes. Fast könnte man sagen, eine wahre Wunderwaffe gegen jede Form von rational imaginisiertem Dickicht, - in welchem menschliche Erklärbären hausen, denen die Erklärungen übers Dickicht immer schneller kommen, wie die Fragen darüber. Das Besondere dabei ist, - Bastian hat gegen niemand etwas. Weder gegen das Dickicht, noch die Bären darin. Er selber hat auch keine Erklärungen dazu. Schon mal gar keine Expertisen. Er staunt einfach nur darüber. Ganz besonders darüber, dass jeder weiß, - aber niemand staunt. Und am meisten erstaunt ihn, dass ausgerechnet dies, erst recht keinen erstaunt. Denn Bastian ist quasi das trollifizierte Staunen. Er staunt schlicht und einfach, - über alles. Und dies mit einer ganz besonderen Mischung aus liebevoll wehmütiger Hingabe, trauriger Heiterkeit, und unendlicher Neugier, - auch noch fürs aller-kleinste Geschehen.

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26.10.2013 von eb
Der Wutbürger am oberen Ende der Fahnenstange.

Gar schaurig links bewegt sich Rechts im Nu,
- bedenklich Richtung Mitte zu.
Obwohl noch himmelweit davon entfernt,
das Gestern trotzdem seinen Status wärmt.

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24.10.2013 von eb
Noch wirrer.

Nun ja, die Welt wird dort am schönsten erklärt, wo die Erklärungen sich schon vorher widersprechen, - und alle dies ganz normal finden. Ehrlich gesagt, - ich hätte unserer Bundeskanzlerin ja schon eine ganze Menge zu getraut. Zum Beispiel, bis 2020 als hegemoniale Übermutter, den ganzen Kontinent agendual in einen de-sozialisierten Flächenbrand nationaler Sparbüchsen zu verwandeln. Aber darauf, dass sie sich mit zwielichten Gestalten aus dem Umfeld heiliger Krieger mit finsteren Plänen gegen den Westen abgibt, wäre ich denn nun doch nicht gekommen. Schließlich gibt es doch gar keinen anderen Grund für die NSA, - ihr Handy abzuhören. Was uns, neben den Häuptlingen transatlantischer Geheim(dienst)bünde, immerhin auch unser Innenminister ständig versichert-, und unser Bundesminister für besondere Aufgaben, Herr Pofalla, dann der besonderen Aufgabe gemäß, auch sauber unter den Teppich gekehrt hat. Alles in Allem, - ob nun in Frankreich, Brasilien, Mexiko oder sonst-wo, - laut NSA-Chef, geht es schließlich ausschließlich um den Kampf gegen Terror.

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23.10.2013 von eb
Blech mit Pinsel.

Klick macht dick.
bild Darauf hat die Welt gerade noch gewartet; Malende Roboter. Gut, am Artikel ist nichts auszusetzen. Wenigstes mal einer ohne diesen Technorausch, wenn's um die Blechkameraden geht. Und auch ohne die üblichen techno-esoterischen Verklärungen sogenannter; "künstlicher Intelligenz", aus der programmierbaren Konservendose. Der simple Unterschied zwischen Kunst und Handwerk, ist eigentlich auch nicht schlecht dargelegt. Dass man trotzdem unbedingt eine Psychologin zu Wort kommen lassen musste, der auch nichts besseres einfällt, als den großen Schrank; "Kreativität", in Schubladen aufzuteilen, - kann man drüber weg sehen. Abstrahierende Kategorisierung ist das; "wenn und aber", auf dem Weg den Dingen nun wirklich nicht mehr gerecht werden zu können. Die brauchen das einfach. Das simple Zugeben, dass sich das menschliche Bewusstsein dem wissenschaftlichen und insbesondere dem neurologischen Zugang schlicht und einfach verschließt, würde schließlich eine Menge Denkansätze in Frage stellen. Was der Spezies der psychedelisch veranlagten Mechatroniker, zudem schwer an ihrem systemischen Weltbild nagen lassen würde. Und letztendlich, kommt dabei nur eines heraus. Steuer- und programmierbare Automaten, die sich ökonomisch und profitabel gegen den Vorteil für Menschen kalkulieren lassen. Die im Artikel benannten "chinesischen Malfabriken", werden möglicherweise als erstes darauf zurück greifen. Die Fabrik-Maler, werden das sicher ganz toll finden. Auch Krankenschwestern/Brüder, oder sonstige Mitarbeiter jeder Art, finden das sicher; "ganz cool". Letztendlich bleibt nur eine Frage im Raum. Wem nutzt Automatisierung tatsächlich? Und wer wird letztendlich dabei verlieren? Ganz davon zu schweigen, dass man Menschen mittlerweile auch schon wie Automaten betrachtet, - und kalkuliert. Wo kommt dies wohl her?

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21.10.2013 von eb
Aus der Reihe; (Gar nicht) so nett, ist nur's Sonett.
Heute: Paniertes Erbsenschnitzel und Kastanienbier.

bild

Die Wahrheit ist an sich schon echt,
auch wenn sie hält sich meistens sehr bedeckt.
Doch wenn mal nicht, - ist sie nicht recht,
weshalb man sie dann gerne mal versteckt.

Ist sie schon gar bekannt,
wird sie gebogen, bis sie anders stimmt.
Ist dies nicht nötig, - weil sie wer erfand,
sich meist ihr Nutzen nach Gewinn benimmt.

Fragen sind nicht sehr modern,
und strengen auch gewaltig an.
In der Wissenswelt, - erklärt man gern,
welch Vorteil man damit verkaufen kann.

So fand sich auch für Wahrheit Strategie,
die lenkt des Glaubens Nutzenvieh.

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19.10.2013 von eb
Wirr

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bild Meine Güte. Das Ding mit der Deutungshoheit, löst so oder so schon irgendwie ein recht klebriges Gruseln aus. Wobei dies beileibe nicht nur an geistig explanetaren Welterklärern liegt. Manche Bischöfe erklären ja durchaus auch zu Hause die kirchliche Baukunst. Wobei die Deutung der Finanzierung durch Andere, dann allerdings mehr den Geschmack des klärenden Deutens der zuständigen Deutungshoheit zurück lässt. Diese Formen differenzierender Nachforschung, könnte man natürlich auch einfach als Wühlem im Sumpf bezeichnen. Aber dann gibt's wieder Mecker wegen rhetorischer Unkorrektheiten aus der Mitte des Geschehens. Und da auch die Gesellschaft der christlichen Händlerseelen eine Gesellschaft der Mitte ist, ist dieser mittige Anteil an der Mitte doch recht groß. Und natürlich zeigt der in der Regel auch mehr Interesse am offenkundig Skandalösen, welches immer gut dafür taugt, die skandalösen Feinheiten im Sumpf, in Ruhe weiter vor sich hin blubbern zu lassen. Da passiert es auch schon mal, dass der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch, - den Kindern der Barmherzigkeit erklärt, dass wir von Papst Franziskus "Barmherzigkeit" lernen müssten. Ein Lernbedarf, der doch deutlich zwischen Image und Realität unterscheiden lässt. Dieser neue Papst, kann einem echt leid tun. Irgendwie, - scheint der im komplett falschen Verein gelandet zu sein. Wenn er da wirklich aufräumen will, wird er wohl erst mal das neblig schwafelige Image vom großen kirchlichen Wohltäter in den Köpfen der Menschen gerade biegen müssen. Wobei eigentlich schon länger klar ist, dass der große Marktgott, hier doch kräftig am religiösen Ambiente seines Vorgängers geknabbert hat. So wechseln die Götter, - und die Kirchen und die Hüte bleiben. What the hell....

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14.10.2013 von eb
Verhältnismäßigkeiten

bild Naja, - so'n Bischof, verdient ja nun nicht schlecht. 8000 Mäuse brutto im Monat oder 96000 im Jahr, lassen auch trotz zwangsweiser Steuerklasse 1, doch annähernd 5000 netto vermuten. Yooo, - ich gönn's ihnen ja. Ich hab ja auch keine Ahnung, was für nen Stress so'n Bischof in seinem Job hat. So'n Bistum, ist ja auch ne recht große Sache. Und noch sinnlosere Berufe, gibt's sicher auch. Als Heide, kann unsereiner da sowieso nicht mit reden. Weiß der Teufel, (Oh, Tschuldigung), was für'n merkwürdiges Management, sich da so alle möglichen Gläubigen, gläubig über ihre Steuern und sonstige Mitgliedsbeiträge finanzieren. Die werden schon wissen, was sie tun. Und so schwarze Schafe, wie dieser durchgeknallte Limburger Häusle-Bauer, hat ja nu fast jede Firma aufzuweisen. Nobody is perfect. Gut, die Differenz von anfänglich geplanten 5 auf 30 Milliönchen, ist natürlich schon ein wenig heftig. Bei Stuttgart21, betrug die bloß lumpige 2 Milliarden. Und juckt jetzt am allerwenigsten der Schwaben sparsame Seele. Versteh ich ja auch, - so was geht schon mal unter. Und Schwaben und Katholiken, sind wahrlich nicht zwingend das Gleiche. Was wollte ich eigentlich sagen? Ach, - eigentlich nichts. Der Hartz-IV-Regelsatz, wird im Januar 2014 übrigens auch angehoben. Ein alleinstehender Erwachsener, bekommt dann monatlich ganze 9 Euro mehr. Und alle anderen, denen das Spiel mit den Nullen nach dem Betrag auch nicht mehr viel sagt? Nun-ja, man spricht über einen Mindestlohn. Man spricht darüber. Immerhin.

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13.10.2013 von eb
Aus der Reihe; (Gar nicht) so nett, ist nur's Sonett.
Heute: Schlechte Laune.

bild

Wie dünner Nebel, morgens über'm See,
wird erst die Klarheit ein-getrübt.
Dann legt sich kalt wie Schnee,
eine dunkle Wolke die den Aufstand übt.

Wer sie nicht merkt, hat schon verloren,
und wird geentert wie ein Schiff.
Sie lässt den Geist in Trübsinn schmoren,
und treibt den Rest dann glatt aufs Riff.

Grinsend frech, mit schrägem Charme,
so schiebt sich finstre Laune ins Gemüt.
Da wird das Hirn zum dunklen Darm,
der treibt den Schmodder durchs Geblüt.

Zu spät, um sich mit albern Frohsinn noch zu impfen.
Da hilft nur mit dem Grund dafür zu schimpfen.



11.10.2013 von eb
Bloggerblues

Professionell(es) bloggen ....
Erfolgreich(es) bloggen ....

Gieren sie nach Anerkennung? Und wollen sie vielleicht sogar damit Geld verdienen? Oder einfach nur zu Ruhm oder Ehren kommen? Vielleicht sogar mal für die Huffington Post schreiben? Gleichwertig zu den Machern unserer Zeit? Fehlen ihnen gar ausreichend Leser für auch nur eines davon? Oder neigen sie gar dazu, dass zu bloggen, - was sie denken? Und wissen deshalb nicht so recht, welche Schere im Kopf gerade die Angebrachteste ist? Dann sind sie bei uns genau richtig. Erlernen sie erfolgreich den Umgang mit professionalisierten Klischees, normativen Vorgehensweisen und Standards, wie auch die Möglichkeiten zum Pushen ihres Bekanntheitsgrades in der größt-möglichen Zielgruppe. Erlangen sie erfolgreiche Professionalität darin, für den professionellen Erfolg zu leben. Zerstören sie einfach dieses einzigartige, - aber alberne Experiment, bei welchem Menschen an mehr geglaubt hatten, als an ihrer einfältigen Sucht nach persönlichem Erfolg. Sondern genießen sie ihn, - und dass sie nie mehr das sein werden, was sie selber sein könnten.

P.S. Wenn ihnen bloggen nicht so liegen sollte, haben wir natürlich auch noch Entsprechendes fürs Schreiben im Allgemeinen, wie auch Zeichnen, Malen, Kochen und vieles mehr. Ja selbst noch fürs Coachen von jedem einzelnem davon. Googeln sie einfach. Sie werden uns finden.

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08.10.2013 von eb
Und es gibt doch Leben auf dem Mond.
Tiefernste seriöse Wissenschaftskommunikation für Stammtischgärtner, Terrarianer und Kopfschüttler.
(Aus der Reihe; Nur einer mehr, - der euch die Welt erklärt.)

Manipulierter Bildausschnitt aus: Noch mehr Nonsens
bild Natürlich ist der Mond nicht unbewohnt. Was habt ihr denn gedacht? Wer erzählt nur immer wieder diesen Unsinn? Das Ding hängt ja nun wirklich schon ein wenig länger am Himmel, als der Menschen archaische Technik je in der Lage gewesen wäre, dauerhaft eigene Fortpflanzungs-möglichkeiten dort hin zu transportieren. Und dass die bisherigen Mondfahrer nichts davon mit bekommen haben, muss erst recht nicht verwundern. Die haben damals allenfalls nach Russen Ausschau gehalten, die ihnen den Ruhm hätten stehlen können. Und überhaupt, was hat man denn erwartet? Humanoide lebende Steine? Vakuum verspeisende Grünlinge mit Antennenohren? Oder gar noch strahlungsresistente Urzeitmonster, die statt Luft Mondstaub atmen, und den herzhaften Biss in Regolith einem Raumfahrer vorziehen? Ein wenig mehr die Phantasie über Hollywoodfilme hinaus spielen zu lassen, hätte dagegen vollkommen ausgereicht, um den Mond direkt als Sonderzone fürs Washingtoner Artenschutzübereinkommen zu prädestinieren. Naja, - gut. Hat auch seine Vorteile. Diesbezüglicher Tourismus und Handel mit exotischen Tieren und Pflanzen, ist deshalb ja auch glücklicherweise ausgeblieben. Vielleicht mache ich ja gerade auch einen Riesenfehler, und die gesamte globale Industrie für Terraristik und Gewächshauskultur, fängt jetzt an sich profitable Gedanken über ein Joint-Venture mit der NASA zu machen. Aber ich gehe schon davon aus, dass es da ein paar vernünftige Leute gibt, die sich Gedanken über weitgehend unberührte Lebensräume machen. Und wenn nicht, dann wenigstens darüber, ob solche Tier- und Pflanzenimporte nicht eventuell schädlich für irdisches Leben sein könnten. Von eventuell gefährlichen Krankheitserregern mal abgesehen, geht der asiatische Marienkäfer dem europäischen Exemplar ja mittlerweile auch an den Kragen. Ein wenig Vorsicht, ist da schon angebracht. Andererseits, - wenn man bedenkt, dass ein irdisches Gänseblümchen ohne Raumanzug keine Sekunde auf dem Mond überleben würde, kann man sich Ähnliches durchaus auch für Mondblumen auf der Erde vorstellen. Und dies, bevor irdische Mondblumen wie "Ipomoea alba", gleich Asyl im Artenschutzprogramm beantragen müssen. Kommen wir also zum Grundlegenden. Dem wahren Leben auf dem Mond.

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06.10.2013 von eb
Leseempfehlung

Nie war die Gegenwartskunst populärer als heute. Noch immer gilt sie als radikale, progressive Kraft. Doch in Wahrheit schwelgen viele Künstler in Nostalgie, und neuer Konservatismus beherrscht die Szene.

Hanno Rauterberg in der Zeit: Gegenwartskunst in der Erfolgsfalle.



05.10.2013 von eb
Plauderstunde

Heute mal eine ganz unschuldig harmlose Schwafelei. Und auch ganz bildlos. Aber keine Angst, es hat weder was mit Comic, Märchen oder gar Shakespeares Sonetten zu tun. Und irgendwelche Philosophen, sind mir erst mal Wumpe. Auch wenn einige dabei, zumindest bezüglich humaner Denkansätze, für mich schon eine Rolle spielen. Und mit Politik? Das wäre wohl eine Frage des Blickwinkels zwischen Ethik, marktwirtschaftlichen Anforderungen und ständig überzogen produziertem Realpragmatismus. Aber lassen wird das trotzdem. Sondern plaudern mal wieder was in Richtung Science-Fiction. Der macht mir zur Zeit ein wenig Sorge, da sich diese Welt offenbar entschlossen hat, irgendwie gar nichts Neues mehr außerhalb bekannter Klischees zu bringen. Stellenweise, scheint sich hier zudem auch die irdische Marktwirtschaft, nicht nur galaktisch, sondern auch noch multiuniversal, als zwar leicht vergrößerte-, aber doch exakte Kopie ausgebreitet zu haben. Ich lehne Marktwirtschaft doch nicht mal ab, - aber die muss doch nicht noch im letzten Winkel des Universums, so aussehen wie auf der Wall-Street oder bei der Deutschen Bank unterm Schreibtisch. Ein wenig mehr Einfallsreichtum bei den Größen dieser Zunft, - fände ich da wirklich schön. Aber ich schweife ab. Obwohl, - Ideenflaute im Science-Fiction, lässt trotzdem tief blicken.

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03.10.2013 von eb
Einheit, Einheit, Einheit im nationalen Multiversum.

Klick macht dick.
bild Yoooo. Heute is ja nun Tach der deutschen Einheit. Bei der man sich gar nicht schnell genug beeilen konnte, die Einheit auch möglichst einheitlich nicht mehr durch Mauern, aber dafür schichtenweise aufzuteilen. Unter-, Mittel-, und Oberschicht natürlich als Klassenkampf zu bezeichnen, ist nicht besonders populär. Wobei ich den Unterschied jetzt aber trotzdem nicht sichten kann. Der Kampf sieht allerdings tatsächlich irgendwie ganz anders aus, als wie man sich denn das so in Sachen Gerechtigkeit vorstellt. Statt dass "unten" für seine Menschenwürde und auch sonst wie verfassungsrechtlich verankerten Rechte kämpft, findet der Kampf in Form selbstgefälliger Sanktions- und ob steuerungsbedingter Selektionsverfahren zum Aufbau des perfekten Systems zur Vernichtung humaner wie auch demokratischer Grundprinzipien, - wohl eher von oben nach unten statt. Und das auch noch als akzeptiertes mentales Grundprinzip in Form von Management. Prozessoptimierend, rationalisierend, funktionalisierend. Was früher oder später auch den Bach runter gehen wird, denn was dabei "immer" als erstes stirbt, - ist Kreativität. Bis auf die Kreativität beim Optimieren von Prozessen, und bezüglich Rationalisieren und Funktionalisieren eben. Übrigens eines der Grundprinzipien, die vollkommen unabhängig von ideologisierten Ökonomenhirnen sind, welche dazu neigen Kapital oder Sozialismus als ideologische Weltordnungen im Grabenkampf anzusehen. Und keine Sorge, auch so was wie nen Wirtschaftsstandort, bekommt letztendlich jeder Wasserkopf ertränkt, den man auch noch mit seinem eigenen Wasser füllt. Unternehmen Deutschland halt, mit importiertem Managementmodell an der Grenze des Möglichen der eigenen Stagnation. So, wie es sich einst Schröders Schredderagenda vorgestellt hatte, - und nun auch kontinental ihren Busenissslang in die Herzen der Menschen presst. Was soll's. Feiert ihr mal euren Tach der deutschen Einheit. Ich stelle nur die Frage, - welche Einheit? Ich sehe nur Leute, die sich gegenseitig die Hühnerfedern rupfen, von Gewinnern und Verlierern sprechen, während eine ganze Menge nicht mal zugeben will, dass sie selber schon nackt wie ein Grillhähnchen da steht, - schlüpfrig enggleisig auf national macht, - aber die Hähne immer noch von hinten kommen lässt. So fühlt euch den wohl, - ihr "Human resources", - in all eurer Einheit.



29.09.2013 von eb
Der Charme des Lockvogels .....
der mit der Freiheit des Vogels kokettiert, - in den Käfig fliegen zu dürfen.

Ein Experiment (2)

(C.) 50x50cm Acryl auf Leinwand Klick macht dick.
bild


Die Freiheit der Freiheit, die Freiheit anderer kontrollieren zu dürfen, lebt von der Freiheit, dies als Freiheit aller verkaufen zu können. Deshalb ist sie kein schwarzer oder hässlicher Vogel. Sie ist ein Verkäufer. Verkäufer sind niemals hässlich. Sie sind charmant, - liebenswert, - witzig. Und voller Leben. Voller eigenem Leben. Das macht sie so perfide, - schön, - hässlich.





Musikempfehlung dazu
(Es wird euch (vielleicht) gefallen).


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29.09.2013 von eb
Every year the same procedure.


Selig macht der Ökonomen Tanz,
mit medialem Rattenschwanz.
Bedarf es echter Sensation,
liefert sie die Presse schon.
Um fünf vor Zwölf am letzten Tag,
für jeden, der gern Untergänge mag.
Da strömen Retter und auch Helden,
um des Wachstums Not zu melden.
Fiskalisch scharf wird nicht gekniffen,
und an der Klippe lang geschliffen.
Auf den Börsen wird nervös notiert,
und trotzdem nach Gewinn daraus gegiert.
Die Welt hält gar den Atem an,
und schafft sich Proviant fürs Überleben ran.
So haben alle ihren Spaß,
bis drüber wächst, - das mediale Gras.

Die Welt der Ökonomen, - die uns denkt,
uns auch ständig neue Paranoia schenkt.
Die nächste Show wird wohl der Winter sein,
der macht das Wachstum auch ganz klein.
Da kann man heftig was draus machen,
was ebenfalls des Geldes Not lässt krachen.
Angst muss man am brennen halten,
bevor da gar noch Hirne schalten.
Mit Wörtern die modern und klug verwalten,
wie man mit Zahlen Dramen kann gestalten.
Ganz wichtig und auch schwer gebildet,
dann jeder damit Meinung bildet.
Auf keinen Fall darf es gescheh'n,
dass jemand sagt, man hätt die Meldung nicht geseh'n.
So ist man auf dem neu'sten Stand,
vom ständig neu erklärtem Klippenrand.



26.09.2013 von eb
Frust mit Lust am Nebel im Kreis.

Klick macht dick.
bild Heute mal wieder stetig steigend neblig Ernstes. Wobei der Nebel auf dem Bild diesmal recht sparsam vorhanden ist. Was auf keinen Fall bedeutet, dass unsereinem gar die Nebelbilder ausgegangen sind. Da reicht zur Zeit einigermaßen moderates Aufstehen am Morgen, und schon hängt man drin in der Suppe. Aber zur Hebung der Stimmung im sonstigen Dunst, dachte ich mir, dass ein wenig Indian-Summer im Schwäbischen vielleicht angebrachter wäre. Sinnigerweise, leben wir ja auch schon eine ganze Menge Legislaturperioden mit dem Zustand, dass der Wähler die Wahl der Gewählten unter den nicht Gewählten wählt. Irgendwie auch ein recht nebliger Zustand, in welchem merkwürdig viele Leute davon sprechen, dass sie eine Mehrheit von etwas haben, was dann mehrheitlich doch nicht ausreicht. In Bildern gedacht, klirren dann bei diesen Koalitionshampeleien ständig Gläser mit farbigen Inhalten im Hirn herum. Wobei das geringst leere davon bestrebt ist, die Restfüllungen der anderen in sich rein zu kippen. Aber trotzdem jede dieser Füllmengen dabei krampfhaft versucht so auszusehen, als hätte sie ihr vorheriges Glas niemals verlassen. Habt ihr mal grüne oder rote Farbe in Schwarz gekippt? Brrr. Also wirklich. Bei Grün in Rot oder andersherum, kann man sich wenigstens noch anhand additiver oder substraktiver Farbmischung zwischen gelb und braun entscheiden. Aber letztendlich, gibt das auch nur eine Farbsuppe, bei der der größte Anteil auch die Mischung dominiert.

Zugegeben, - politische Farbmischung funktioniert anders als Computermonitore oder ein Sortiment von Acrylfarben. Und so eine Regierung, ist ja auch nicht unbedingt eine Leinwand. Wobei innerparteiliche Überlegungen ums eigene Ich, innerhalb eines parteilichen Über-Ich's, und zusätzlich auch noch innerkoalitionärer Gewinn- und Verlustkalkulationen eines möglichen Ich's, sicher ebenfalls nicht geeignet sind, um bereits schon vorher aufgestellte Glaskugeln vom realen Trübsinn danach zu befreien. (Und wie wir gerade täglich sichten können, den Inhalt davon auch ganz schön im Trüben fischen lässt.) Trotzdem, scheint sich dann doch so langsam, wenigstens eine Verhältnismäßigkeit zwischen Trittbrettern der Macht, und der Möglichkeit evtl. kompletter Selbstaufgabe abzuzeichnen. Man ist ja optimistisch.

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