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18.05.2011 von eb
Die Dämonen, die man mit sich herum trägt.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 10
Oder auch; Die Impertinenz der Symbolik, - 2.

DIN-A2 Acryl   Zum Vergr. anklicken.



Eine erste Überraschung nach dem Aufbruch, bot sich der Gruppe beim neuerlichen Erreichen des eigenartigen Wesens vom Vortag. Es war nämlich einfach verschwunden. An seiner Stelle klaffte ein riesiges Loch im Boden, welches so ziemlich der Gießform eines halben Eies entsprach. Was die Vermutung bestätigte, dass die Hälfte des Wesens tatsächlich im Boden gesteckt hatte. Ebenso erstaunlich war auch der Umstand, dass sich gut die Hälfte des Loches mit Wasser gefüllt hatte. Im Gegensatz zur normalen Oberfläche des Planeten, schien es in tieferen Lagen also mehr als genug davon zu geben. Judith benutzte den Kommunikator um Mike in der Landefähre zu bitten, während ihrer Abwesenheit einen kurzen Ausflug zu dieser Stelle zu unternehmen und eine Wasserprobe in der Fähre zu analysieren. Der Ladezustand des Geräteakkus, hatte sich entgegen den gestrigen Erfahrungen mit den Lampen dagegen kaum verändert. Es musste also tatsächlich einen direkten Zusammenhang zwischen dem Energieabfall aller Geräte und diesen einäugigen Wesen geben.

Dass es davon mehr wie eines gab, zeigte sich im Laufe der Wanderung zur Genüge. Immer wieder begegneten sie auf ihrem Weg diesen eingegrabenen Ungetümen, die scheinbar wartend, teilnahmslos in den Himmel starrten. Manche standen einzeln herum. Andere in Gruppen von mehreren. Und bei manchen, zeugte nur noch ein mit Wasser gefülltes Loch davon. Wohin der vorherige Inhalt verschwunden war, erschloss sich ihnen leider nicht. Mit der Zeit entwickelten die Wanderer ein ungefähres Gefühl dafür, mit welcher Geschwindigkeit sich der Energieverlust, in Abhängigkeit von der Entfernung von einem dieser Wesen auf die Speicher der mitgenommenen elektronischen Geräte auswirkte. So war es zwischendurch immer mal wieder möglich, mit den mobilen Handgeneratoren die Akkus eines Gerätes aufzuladen und kleinere Analysen und Vermessungen auszuführen oder Fotos zu machen.

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15.05.2011 von eb
Verbindendes.
Aus der Reihe; "Die Märchen der Träumer".
DIN-A3   Klick macht dick.
bild



Es begiebt sich einst, - in gar nicht ferner Zukunft, ... mir ist, - als wäre es erst morgen passiert, ... dass sich zwei bisher freundlich gesonnene Länder in einen Krieg verwickeln, - dessen Ursachen so ganz anderer Natur sein werden, als wie gewöhnlich Kriege ihren Lauf gestalten. Dass die Runden rund und die Eckigen eckig sein werden, hat niemals gestört. Auch nicht, dass die Priester der einen das Kreuz von links nach rechts ornamental mit der rechten Hand zeichnen, - während es die Priester der anderen von rechts nach links mit schnellem Stakkato der linken Hand schlagen. Ebenso wenig der Umstand, dass die runde Herrscherin eine Königin und der eckige Herrscher ein König wird. Noch viel weniger, führen das weiche runde Morgengebet der einen, oder das harte Abendlied der anderen zu Unstimmigkeiten. Und erst recht nicht, dass die Münzen der einen lustige Zipfel zeigen, wenn sie unter den Münzen der anderen liegen.

Nein, - es wird des Lebens Richtung, nicht seine Waage sein. So werden sich die Länder im Spiel ergötzen und der Vergangenheit gedenken. Das schaurige Erinnern ob munteren Schlachtens. Das fröhliche Spiegeln vergangener Eitelkeiten. Das lustvolle Empfinden erzählter Geschichten. Der kurze Moment des nachgestellten Sieges, über den lachenden Verlierer. Das stöhnende Sterben in den Armen derer, mit denen man das Fest begeht. Während die runden Mädchen mit den eckigen Brüsten, sich neckisch von den eckigen Jungen mit den runden Schultern jagen lassen werden. Und die Priester verständnis-vorwurfsvoll, dem neuen Leben runde Kreuze ins Quadrat schlagen. Und vielleicht ... dem neuen Punkt am Horizont, - die Aufmerksamkeit des Raumes schenken.

Dem Punkt, der zu allen Zeiten, ... dem Heute das Morgen bietet.



12.05.2011 von eb
Revolution.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 9

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Trotz der Aufregung des letzten Tages schliefen alle zum ersten Mal seit Wochen wieder, einen tiefen und erholsamen Schlaf. Um am nächsten Morgen allerdings, durch eine eingehende Nachricht vom Raumschiff im Orbit geweckt zu werden. Also hatte man ihr Verschwinden mittlerweile doch bemerkt. Judith betätigte die Empfangseinrichtung. Einer der von Anfang an um Wortführerschaft und die Position eines Ersatzbischofs streitenden Priester, starrte sie mit blutunterlaufenen Augen aus dem kleinen Bildschirm an und seine Stimme schrie fast wutentbrannt aus den Lautsprechern.

"Ich fordere die sofortige Rückkehr der Landefähre zum Mutterschiff. Die Gemeinschaft der letzten Gläubigen hat mit Gottes Hilfe die Führung des Raumschiffes und seiner Besatzung übernommen. Wir sehen unsere Mission als eine Prüfung des Herrn an, welcher den Menschen den Schritt in sein Reich ermöglichen will. Deshalb errichten wir zu seinen Ehren eine dauerhafte Kolonie auf dieser Arche und fordern im Besonderen die Frauen auf, ihren Verpflichtungen gegenüber dem göttlichen Willen nachzukommen. Dieses Schiff, wird als ein Zeichen Gottes und seiner Liebe zu den Menschen, seinen Himmel bevölkern."

Judith genügte ein kurzer Blick in die Gesichter der anderen, um auch ohne deren Zustimmung die Verbindung abrupt zu unterbrechen und dem wütenden Priester weiter folgende Litaneien einfach im Wort abzuschneiden. Zudem hatten alle die schweren Waffen bemerkt, welche der Mann vielleicht unbewusst, aber trotzdem bedrohlich zur Schau stellte. Schockiert und hilflos, starrten alle erst mal eine Weile ratlos auf den leeren Bildschirm. Bis ein anderes Kommunikationssignal sie aus ihren Gedanken schreckte. Jeremia, ihr geheimer Kontaktmann auf dem Schiff meldete sich. Sein altes Gesicht, schaute sie mit traurigen Augen aus dem kleinen Kommunikator an, dessen Gegenstück in seiner Kammer versteckt war. "Ich habe eben mitbekommen,", begann er, "dass sich Stefan, unser neuer Anführer bei euch gemeldet hat. Hört zu, - wenn ihr eine Möglichkeit besitzt länger auf dem Planeten zu bleiben, - dann versucht dies. Kommt auf keinen im Moment zurück. Hier oben ist die Hölle ausgebrochen. Der Bischof hat Selbstmord begangen. Daraufhin hat Stefan mit einigen seiner Anhänger die kleine Waffenkammer für Notfälle aufgebrochen und sich mit den Waffen darin, gewaltsam die Führerschaft angeeignet."

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05.05.2011 von eb
Die Mystik des Augenblicks.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 8

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Der Fingerzeig erwies sich bereits schon nach den ersten zwanzig Kilometern Einflug in den sehr sanft, und wegen seiner Weiträumigkeit fast unbemerkbar aber doch stetig abfallenden Eingang des Grabens, - als wahre Fundgrube. Zwang Judith aber auch zum Abbruch des Weiterfluges, und zur Landung auf einem tatsächlich flächig von Flechten und Moosen bedecktem Boden. "Warum fliegst du nicht weiter hinein?" fragte Helga sie, welche aus ihrem Co-Pilotensitz heraus fasziniert die nicht erwartete dunkelgrüne Pracht bewunderte. "Den Instrumenten zufolge, verlieren wir seit einigen Minuten stetig an Energie", erklärte Judith ihr und den anderen. "Dies betrifft sogar die unabhängigen Speicherzellen. Auch wenn es albern klingt, - aber entweder diffundieren wir Energie sinnlos nach außen, oder irgendetwas entzieht uns ganzflächig den Saft.

Und das, vollkommen unabhängig davon, wo er herkommt, oder gespeichert ist. Der Verlust steigt, je weiter wir in die Schlucht vordringen, - würde aber bei momentanem Status und meinen Berechnungen zufolge, erst in ein paar Wochen einen Rückflug ernsthaft gefährden. Deshalb lande ich sicherheitshalber bereits hier schon. Wir werden wohl zu Fuß weitergehen müssen.

Aber freut euch. Die Luft ist schon seit den letzten zwei Kilometern absolut atembar, und soweit es die biologische und chemische Auswertung unseres Bordcomputers betrifft, zumindest frei von uns bekannten Keimen oder Giftstoffen. Wir können uns also frei bewegen, - sollten uns allerdings warm anziehen. Ist im Moment ziemlich frisch da draußen. Ich hab genug von den dicken Mönchskutten für alle eingepackt. Ist vielleicht nicht der letzte modische Schrei, aber dafür bequemer als die Isolieranzüge."

"Was ist mit Beleuchtung?", fragte Daniel, der sich angesichts der modischen Betrachtungsweise über klösterliche Büßerkleidung als Outdoor-Ersatz irritiert fühlte. "Da draußen herrscht bereits ein ziemliches Zwielicht und unter Umständen wird es weiter in der Schlucht noch dunkler. Auch ganz unabhängig von ihrer enormen Breite oder der Planetenstellung. Wenn wir bereits hier im Schiff Energie verlieren, wie schnell würde dies die Akkus der Handleuchter leer saugen?" "Guter Einwand", bemerkte Judith nachdenklich. "Wir haben eine ganze Menge der Holzfackeln für eure anfangs geplanten Zeremonien an Bord. Die brennen Stunden. Ich denke, jeder nimmt sicherheitshalber eine davon mit."

Das Gefühl, nach den Monaten Metallfußboden des Raumschiffes über weiche Moospolster laufen-, und tatsächlich Luft atmen zu können, die sogar nach etwas roch, - war unbeschreiblich. Das hier, - war eine Option die auch den anderen auf dem Raumschiff genug bedeuten musste, um für alle vielleicht wieder einen Sinn, auch außerhalb der vorherigen Mission zu finden. Und vor ihnen, lag eine ganze Welt von Geheimnissen im ansonsten unerreichbaren Halbdunkel eines endlos scheinenden, riesigen Grabens verborgen. Für dessen Durchquerung sie zu Fuß, alleine schon mehrere Wochen benötigen würden. An die Möglichkeit, dass dies sogar nur eine von vielen ähnlichen, aber unzugänglicheren Schluchten sein könnte, wagte dabei kaum jemand zu denken. Ob es am Sauerstoff, an der Umgebung, oder an neu gefundenen Hoffnungen lag, - alle ergriff nach dem Verlassen der Landefähre ein geradezu berauschendes Gefühl der Neugierde und Abenteuerlust. Niemand der zwölf Menschen wäre in diesem Moment in der Lage gewesen von einem der anderen zu verlangen, aus Sicherheitsgründen bei der Fähre zu bleiben.

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27.04.2011 von eb
Hoffnung im Chaos.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 7

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Es herrschte Chaos an Bord des Raumschiffes. Außer einigen wenigen der infolge des Kälteschlafes besonders von geistigen Schädigungen betroffenen, hatte jeder an Bord das Geschehen mitverfolgen können. Keine Mühsal scheuend, -in göttlicher Ehrfurcht aufgebrochen um das irdische Wort Gottes weiter zutragen, - und nun reduziert auf einen Haufen rückständiger Barbaren. Deren Religiösität als eine unter vielen, anscheinend einer Umgebung der Superlativen den Forschergeist abverlangte.

Der Stolz einer ganzen Spezies und einer Jahrtausende alten Kirche, zusammen gestaucht auf den Treppenwitz einer der Spiralarme der Galaxis. Das Ziel, eine außerirdische Spezies um irdisch-katholische Spiritualität zu bereichern, - entleert zu einem genauso leeren, öden Planeten. Bei welchem selbst ein extraterrestrischer Soziologiestudent lediglich alle paar Jahrzehnte per Hologramm vorbei schaute, um seine abgezäunte elektronische Spielwiese begutachten zu können. Dermaßen rüde die Nichtigkeit der eigenen Religion in möglicher universeller Vielfalt zu sichten, ließ viele Priester ihren Glauben einfach verlieren.

Und der Kapitäns-Bischof, als höchste Instanz und Autorität an Bord, betrank sich im hilflosem Verlust von allem, was seinen gesamten Lebensinhalt bisher ausgemacht hatte. Vollkommen desinteressiert am selben Zustand seiner Mannschaft, welche ihn gerade jetzt am dringendsten gebraucht hätte, schloss er sich in seinen separierten Räumlichkeiten ein. Die strenge, an zentrale Autoritäten gewöhnte Disziplin der Priester, brach in sich zusammen wie ein Kartenhaus.

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12.04.2011 von eb
Die Froschkönigin.
Aus der Reihe; "Die Märchen der Träumer".
Oder auch; "Die Langeweile des konventionellen Blickwinkels".

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... Die Froschkönigin.
... Die Königin der Frösche.
... Der Frosch der Königinnen.
... Der König der Frösche.
... Der Königsfrosch der Frohnaturen.
... Fesche Frösche, frische Fische.
... Froschschenkel in der Königsschenke.
... Sei kein Frosch.

... ähm, tja....??!!


Der Frosch ist bleich, der Frosch ist reich,
- dem Leben gleich, ... bleibts doch nur Laich.

Küsstest du ihn noch, als er jüngst zu dir kroch,
- mag er dich doch, ... trotz äußrem Joch.

Die große Liebe, verteilt so manche Hiebe,
- und auch die heitren Triebe, ... erträgt er mit stoischem Geschiebe.

Doch zu lange Beine, lohnt keine Scheine,
- kommst du ins Reine, ... so ist die Schönheit seine.

Ist der Wunsch auch noch so wild, bleibt die Wirkung mild,
- und unverändert gilt, ... dem Frosch, bleibt stets das gleiche Bild.

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10.04.2011 von eb
Erleuchtung.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 6

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Das sachlich geschätzt, etwas dreißig Meter große Wesen, welches in Statur, Kleidung und Aussehen den Bewohnern dieser Stadt entsprach, aber ansonsten durch eine Transparenz bestach, die in etwa dem der städtischen Abschirmung entsprach, - wirkte irgendwie vorwurfsvoll. Deshalb und angesichts der momentan doch recht würdelosen Eigenwirkung, fühlte sich der Kapitäns-Bischof nach Überwindung des ersten Schreckens genötigt, die Situation und vor allen Dingen sich selber unter Kontrolle zu halten und entrang sich ein gequältes; "Ha..hallo".

"Wie hallo? ... Da kommen feuchtigkeitstragende Figuren wie ihr in meine Trockenzone, wahrscheinlich in der Absicht meine Forschungsergebnisse ab zugreifen oder sonst wie zu klauen, und alles was ihr dazu zu sagen habt ist; .... Hallo? Glaubt ihr, ich mach das hier aus Spaß? Die ganze Anlage hat mich ein Vermögen gekostet. Alleine schon die Genehmigung zu erhalten, sie auf diesem öden Planeten errichten zu dürfen hat Unsummen verschlungen. Meine Eltern sind zwar nicht gerade die Ärmsten, aber eine Zulassung an der intergalaktischen Gelehrtenkammer, ist auch für mich kein Pappenstil. Schon die dreißigtausend Versuchsmodule, haben den größten Teil meiner Rücklagen verbraten. Und dann kommt auch noch irgend so ein Idiot von der Vereinigung für die ungestörte Entwicklung barbarischer Kulturen und beklagt sich im abgelegensten Teil dieser Galaxie über störende und mißinterpretierbare Funkfeuer. Die blödsinnige Anlage zur Abschirmung davon, hat mich nochmals das doppelte gekostet. Dabei ist das hier, erst nur das Grundmodell. Und jetzt kommt ihr, bringt bereits durch eure feuchte Existenz den Rost mit, und wollt mich um meine Arbeiten bringen. Schon, dass mein Analysator zwar eure Sprache klar entschlüsseln und verwenden konnte, aber dafür keinerlei sonstige Einblicke in eure Moralvorstellungen oder überhaupt Vorstellungen und schon gar nicht Absichten erhält, - lässt nichts Gutes ahnen. Das Ding arbeitet normalerweise absolut einwandfrei und zuverlässig."

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07.04.2011 von eb
Kontakt.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 5

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Nachdem man nun ausgezogen war um im Auftrag der Kirche einer ganzen Planetenbevölkerung Gottes Wort zu verkünden, hatte sich das Planziel also auf eine Fläche von exakt 103 Quadratkilometern, einem Durchmesser von 11,452 km und einem Umfang von 35,977 km reduziert. Welches zudem noch, wie der Inhalt einer Schneekugel, in eine relativ transparente Hülle eingepackt war, die an ihrem höchsten Punkt 5,726 km erreichte. Doch Gottes Kinder, - sind bescheidene Astronauten. Also machten sich alle eingehend so viele Gedanken wie möglich darüber,- wie man den Bewohnern des Fleckchens überdachter-, aber unschwer ersichtlich, auch bis auf den letzten Meter bebauter Erde, am besten begegnen könnte.

Das Bewohner vorhanden waren, und diese sogar tatsächlich so aussahen, wie auf dem vor 300 Jahren aus den extraterrestrischen Funksignalen gewonnenem Bild, konnte bereits durch vergrößerte Aufnahmen der Sonde geklärt werden. Auch das auf dem auffälligen und zudem noch größten Gebäude im Zentrum der Anlage sichtbare Kreuz, ließ keinen Zweifel offen. Dies hier, war zwar nicht der erwartete, aber doch ursprüngliche Anlass der ganzen Reise. Und nach unzähligen Beratungen, Diskussionen und vielfältig weiteren-, aber nicht weiterführenden Beobachtungen, ließ sich der Kapitäns-Bischof mit zwei ausgesuchten Priestern, von der Pilotin mit der Landefähre zum Ort selber transportieren.

Diese legte eine rasante, aber wahre Meisterlandung hin. Keine zwanzig Meter von der Außenwand dessen entfernt, was von weitem wie eine Halbkugel aus Glas aussah. Und angesichts der vom Flug noch schwer grünen Gesichter ihrer Passagiere, immer noch amüsiert grinsend, half sie diesen beim Anziehen und Prüfen der leichten Isolieranzüge mit eigener Sauerstoffversorgung. Sie bedauerte allerdings sehr, nicht mitkommen zu dürfen. Aber sie war die einzige überhaupt, welche die Landefähre fliegen konnte. Weshalb der Kapitäns-Bischof sie gleich aus mehreren Gründen heraus, keinerlei Gefahren aussetzen wollte. Und speziell für den Fall, dass ein schnellstmöglicher Rückzug erforderlich war, blieb gar nichts anderes übrig als, dass sie bei der Fähre wartete. Da jeder der Isolieranzüge aber neben den Biosensoren und Kommunikationsgeräten auch über Kameras und Außenmikrofone verfügte, konnte sie das Geschehen nicht nur gleich aus verschiedenen Blickwinkeln bequem mitverfolgen, sondern neben einer ständigen Übermittlung davon zum Raumschiff, auch die medizinischen Werte jedes einzelnen überwachen.

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01.04.2011 von eb
Des Teufels Glossar.
Das Fachwörterbuch für den modernen Marktbürger, - oder auch ....
das Vermächtnis des Werwolfs im zeitgemäßen Dschungel.

Satire

21x15cm  Acryl  Zum Vergrößern anklicken.
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Da ja heute jeder seine berufsspezifischen Ambitionen auch als Lernbrücke fürs gesunde Fertigmachen anderer, im zeitgemäßen Wettbewerbsdschungel expertisenhaft als Lebenshilfe an Mann/Frau bringen kann, und der Markt voll von diesbezüglichen Lebensratgebern ist, - will ich mich denn auch nicht lumpen lassen. So eine Chance, sich ein paar Euro nebenher zu greifen, sollte man sich kaum entgehen lassen. Das ständige moraline Drumherum ist so abgelutscht und käsig wie die Socken des Autors, der hier und anderswo normalerweise seinen human- und sozialromantischen Quirl ablässt. Die Zeit ist reif, für echte Lebenshilfe.

Die Menschen wollen die Wahrheit hören, .. und leben. Nicht das ständige Drumherumreden, um eisenharte Gewinner-Brutalitäten in esoterisch-pseudowissenschaftlichem Psychomüll zu verstecken. Also fang ich erstmal mit einem hochwertigen Glossar zur Verargumentierung der wichtigsten Alltagsbegriffe an. Die Leute lieben Sachen die jeder versteht, und mit denen man auch wirklich rechtschaffen böse sein kann. Niemand mag Doppelmoral, bei der das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmt. Den Menschen die Chance zu geben, ... sich ohne Feingeisterei als Helden und Gewinner zu fühlen, ist die ultimative Zukunft des Lebenshilfemarktes. Also, - zugreifen. Es gibt schließlich noch ehrliche Verkäufer. Das Gesamtglossar, gibts zum verbilligten Sonderpreis von Euro 240 beim Verband; Lebens- und Sterbehilfe e.V. An dieser Stelle, nur ein kleiner Ausschnitt daraus.

Intelligenz
Erlangung von Profiten, Macht oder sonstigen Vorteilen, mittels zielgerichtetem Verwendens geistiger Fähigkeiten zur Manipulation bzw. Überzeugung unbedarfterer Naturen.

Objektivität
Verkaufsförderndes Schlagwort mit wissenschaftlichem Ambiente, welches neutrale und vorurteilslose Bewertung simulieren soll.

Experte
Ein besonderer Kenner des eigenen Interessenumfeldes, welcher dies aufgrund seiner diesbezüglichen detaillierten Kenntnisse ganz besonders erfolgreich unter dem Nimbus der Objektivität verkaufen kann.

Wissenschaftler
Ein Experte fürs Wissen, der zusätzlich noch darum herum schafft.

Ökonom
Ein Experte für den kürzest möglich größten Profit, beim längst möglichen geringsten Widerstand.

Charisma
Ein anderes Wort für die Begrifflichkeit der numinosen Autorität ( Wirken einer Gottheit ). Wird oft verwendet, wenn eine Führungspersönlichkeit bei ihren Sklaven Bewunderung für ihre Führung auslöst. Genau genommen, das Sinnbild des sympathischen Killers.

Marketing
Solange ihr mir mehr gebt, als ich zu bringen bereit bin, bin ich euer Mann.

Werbung
Die gesellschaftskonforme Darstellung von Marketing. Ich bin der einzige Mann der fähig ist, euch das zu geben, welches ihr niemals ausreichend bezahlen könnt.

Profilierung
Ich bin der schönste, tollste und beste überhaupt.

Egozentrik
Der mentale Zustand zur Verargumentierung einer Profilierung. Wers nicht glaubt, dem fehlt die nötige Objektivität, Intelligenz, oder ausreichende Kenntnisse des momentan Verlangten.

Bescheidenheit
Am richtigen Fleck und zum richtigen Zeitpunkt die Darstellung und Profilierung der eigenen Person zeitweise unterbrechen zu können, um Sympathien zu erwerben, welche behilflich beim Erwerb von Charisma sein könnten.

Empathie
Bei fehlender Sachlage im richtigen Moment zu fühlen, wenn man vorteilhaft die Seiten wechseln kann. Aber auch instinktiv zu merken, wann jemand weniger Intelligenz besitzt wie man selber, um diese dann vorteilhaft einsetzen zu können.

Demokratie
Eine politische Grundlage zur mehrheitsbestimmten Ausrichtung wirtschaftlicher Interessenlagen.

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28.03.2011 von eb
Theorie und Praxis.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 4

42x50cm Acryl   Zum Vergr. anklicken.


Während die Mannschaft versuchte wieder zu dem zu werden, was der jahrhundertelange Kälteschlaf doch erheblich in Mitleidenschaft gezogen hatte, - nämlich eine Mannschaft, rückte auch das Ziel von Woche zu Woche mehr ins Blickfeld. Dabei beunruhigte ein Punkt ganz besonders. Es gab keinen Funkverkehr mehr. Eigentlich hatte man erwartet, dass mit abnehmender Entfernung die vom Zielplaneten ausgestrahlten Signale mehr Informationen geliefert hätten. Weshalb der Bordcomputer natürlich auch während der ganzen Reise die Antennen auf entsprechenden Empfang gestellt hatte. Doch die Auswertung ergab nur, dass bis circa 50 Jahre nach dem Start noch vereinzelte Fetzen empfangbar waren, - und dann nichts mehr. Vom momentanen Zeitpunkt aus gerechnet, hatte die fremde Zivilisation also seit ungefähr drei Jahrhunderten nichts mehr ins All gefunkt, was irgendwelchen auf der Erde bekannten Sendemöglichkeiten entsprach.

Genug Raum für die wildesten Spekulationen. Wozu die absolute und nicht mehr von Kommunikation abhängige Erleuchtung genauso gehörte, wie der Untergang einer ganzen Zivilisation. Erstere Variante erzürnte den Kapitäns-Bischof doch sichtlich, da nicht römisch-katholische Wege zur Erleuchtung empfindlich an seiner spirituellen Reinheit rüttelten. Die zweite Version stellte zwar den Sinn der ganzen Mission in Frage, aber ließ immerhin die Option offen, zur Not einen ganzen Planeten ohne jede Schwierigkeiten gleich von Anfang an mit dieser Reinheit zu bereichern. Jedenfalls sah er sich dazu veranlasst, seine Mannschaft zu etwas mehr Sachlichkeit und Konzentration auf ihre eigentlichen Aufgaben zu ermahnen.

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13.03.2011 von eb
Wiedergeburt
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 3

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Eines der Realitäten, welchen Menschen sich zu allen Zeiten versucht haben gläubig zu entziehen ist die Akzeptanz, dass Theorie zwar die Praxis vor denkt, aber letztere dann doch schneller ist. Möglicherweise hätte man sich ein wenig mehr mit den Feinheiten der Testverfahren beschäftigen müssen, welche die Kryoniker zu ihren Erfolgsstatistiken veranlassten. Eine Technik, die zum Zeitpunkt ihres Einsatzes eigentlich erst einige wenige Jahrzehnte alt-, und dementsprechend darauf angewiesen war, ihre Testversuche auf Resultate in Jahrhunderten hoch zurechnen. Doch der Glaube ans simulationstechnisch wissenschaftliche Orakeln, war schon immer eines der merkwürdigeren Eigenarten der modernen Aufklärung. Jedenfalls war die Wiedererweckung der christlichen Raumfahrer, nicht ganz 300 Jahre nach dem Start, - ein einziges Desaster.

Die ersten zehn, mit einer Zusatzausbildung in Medizin und Psychologie versehenen Priester, wurden als erste automatisch aufgetaut und solange unter Narkose gehalten, bis sich Körpertemperatur und Organfunktionen normalisiert hatten. Danach wurde gewartet, bis sie fähig waren ein spezielles Interface in ihrer Kälteröhre zu bedienen. Nach einigen Tagen schafften es lediglich zwei von ihnen, mittels einer anpassungsfähigen Abfrageprozedur durch den Bordcomputer nachzuweisen, dass sie körperlich handlungsfähig- und zudem noch imstande waren, mehr als drei Viertel des einstmals gelernten Wissens zu benutzen. Worauf der Bordcomputer sie aus ihren Gefängnissen befreite. Das Bild was sich ihnen bot, war mehr als frustrierend. Sechs der acht Mit-erweckten waren wieder eingefroren worden. Was vom Bordcomputer automatisch ausgeführt wurde, wenn innerhalb vorgegebener Zeiten das Fehlen erwarteter Reaktionen auf Tod, Komaähnliche Zustände, Organschäden oder fehlende Fähigkeit zur Selbstversorgung schließen ließ. Bezüglich letzterem, bot jede Kälteröhre einfach zugängliche Fächer für Trockennahrung, Flüssigkeit sowie Möglichkeiten zur Auscheidungsentsorgung. Aber lediglich nur noch zwei weitere, zeigten sinnvoll verwertbare Lebenszeichen. Nach der Durchsicht des Abfrage-Logs zu urteilen, - hatten sie an diesem teilgenommen, aber anscheinend weit über die Hälfte ihrer vorherigen Erinnerungen verloren. Erfreulicherweise gehörten dazu nicht die normalen menschlichen und im besonderen priesterlichen Umgangsformen. Weshalb sie nach eingehendem Gespräch, in welchem sie glaubhaft vermitteln konnten, zumindest keinen Schaden anrichten zu wollen, - ebenfalls freigelassen wurden.

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02.03.2011 von eb
Mission
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 2

41x39cm Tinte,Polychromos   Zum Vergr. anklicken.


Vernünftiges Missionieren will gelernt sein. Was wiederum selbstverständlich erscheinen lässt, dass sich nach der Entdeckung einer intelligenten außerirdischen Spezies diejenigen darum kümmern würden, welche darin die meiste Erfahrung besitzen. Gottes Wort auch noch in Lichtjahren Entfernung zu verbreiten, ist erklärtermaßen fast schon eine heilige Pflicht für die römisch katholische Kirche.

Weshalb sie sich nach besagter Entdeckung und theologischer Diskussion darüber auch gleich ins Zeugs legte und die Kollekte für eine stilvolle Transportmöglichkeit herumreichte. Der Bau dauerte ein paar Jahre, weil man berücksichtigen musste mehre Generationen lang auf Reisen zu sein. 110 Lichtjahre sind kein Pappenstil den man mal eben so mit einem Spaceshuttle erledigt bekommt.

Allerneueste Antriebstechnik und ausreichend Platz zum Beten waren deshalb vonnöten, wenigstens einen Zeitrahmen von ungefähr 300 Jahren abstecken zu können um das Ziel zu erreichen, den extraterrestrischen Heiden die Taufe zukommen zu lassen. Die benötigte Bauzeit wurde im Besonderen von der kirchlichen Abteilung für "Human-Resources" genutzt, um eine gläubige und linientreue Mannschaft zu rekrutieren. Drei vom Papst ausgesuchte Bischöfe, welche gleichberechtigt die Aufgabe eines Kapitäns übernahmen, erhielten alle kirchlichen Vollmachten inklusive einer galaxieweiten päpstlichen Stellvertreterfunktion. Dazu suchte man gut an die hundert zusätzlicher junger mutiger Priester aus, welche bereit waren ihr Leben für Gott und die Kirche zu geben. Was zwar durchaus viele Bewerber brachte, aber nach Lesen des Kleingedruckten, lediglich in Ausnahmefällen auch begeisterte Vertragsunterschreiber. Eines der größten Probleme war nämlich von Anfang an die lange Reisezeit. Welche schließlich drei- bis viermal so lang wie ein mögliches Menschenleben war. Es gab zwar genug Jungpriester die sich bereitwillig bezüglich des Zölibats opfern wollten, um an Bord priesterliche Nachkommen zu zeugen. Aber weder war es der Kirchenführung geheuer während einer doch recht langweiligen Reise Frauen an Bord rum laufen zu lassen, - noch Ausnahmeregelungen für raumfahrende Geistliche zu gestatten.

Ganz davon abgesehen, dass sich eine solche Sonderregelung empfindlich mit der kirchlichen Abneigung gegen Empfängnisverhütung gebissen hätte. Zur Vermeidung von Inzucht und wenigstens einigermaßen sicherer Gewinnung von zweigeschlechtlichen Fortpflanzungspartnern, wären mindestens zwei bis drei mögliche Gebärmuttern zu kalkulieren gewesen. Was selbst bei strikter Verheiratungspolitik ausreichend Unsicherheitsfaktoren produziert hätte, um den Erfolg der Mission ernsthaft in Frage zu stellen. Die Vorstellung, - mittels einem nach dreihundert Jahren zum Bersten überbevölkerten Raumschiffes, andere Spezies von der Enthaltsamkeit der irdischen Gotteskinder überzeugen zu wollen, - löste bei den Verantwortlichen einmütig verneinendes Kopfschütteln aus. Automatisiertes Klonen oder künstliche Befruchtung ca. 20 Jahre vor Erreichen des Zieles, kam auch nicht in Frage. Das erste war mit der kirchlichen Lehre gar nicht mehr vereinbar und das zweite wäre nur bezüglich weniger ausgesuchter Verfahren sinnvoll gewesen. Die aber nicht weniger spirituelles Hängen und Würgen im eigenen Dogma erfordert hätten. Zudem hätten beide Vorgehensweisen die komplette Erziehung und Neuausbildung von Bischöfen und Priestern per Bordcomputer bedeutet.

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26.02.2011 von eb
Die Impertinenz der Symbolik.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 1

DIN-A4 Acryl,Polychromos   Zum Vergr. anklicken.


Die Reaktionen waren gewaltig, als die Wissenschaft plötzlich Funksignale separieren konnte, die nicht irdischen Ursprungs waren. Ähnlich wie wir unsere Fernseh- und Radiosendungen Tag für Tag haltlos ins All pusten, hatten offenbar auch schon andere solche Mitteilungszwänge entwickelt. Richtig sensationell wurde es allerdings erst, als es gelang, aus den anscheinend schon Lichtjahre lang reisenden Signalen einen Fetzen, der zufällig die Erde streifte zu erwischen, dessen Analyse und Bearbeitung zur Erzeugung eines Bildes führte. Was nicht nur endgültig die außerirdische Herkunft bewies, sondern auch noch einen eindrucksvollen Einblick ins alltägliche Geschehen einer fremden Spezies gestattete.

Was allerdings ebenfalls dazu führte, die Sache erstmal unter Verschluss zu halten. Der Direktor der entsprechenden wissenschaftlichen Projektabteilung meinte zwar; "Na ja, es sind nicht unbedingt die vierarmigen Monster die wir erwartet haben. Und Alienmädels sind auch nicht zu sichten. Aber im Großen und Ganzen, spricht nichts gegen eine Verbreitung an die Öffentlichkeit". Was den anwesenden Beobachter des Vatikans, zur puren Weißglut- und unmittelbaren Aktivierung des gesamten römisch-katholischen Beeinflussungsapparates führte.

Ein extra für diesen Fall zweckentfremdeter Bischof, reiste auch unverzüglich an und nahm die Wissenschaftler unter Androhung der Exkommunikation allerschwerstens ins Gebet. "Ob sie denn alle blind seien ?", wetterte der Kirchenmann bedeutungsschwer, nachdem einige noch anwesenden Protestanten die Kündigung ihrerseits eingereicht hatten. "Das Bild alleine könnte ausreichen, Milliarden von Menschen in tiefste religiöse Konflikte zu stürzen. Der rote Himmel. Das düstere Ambiente. Die Andeutung eines Geistwesens. All dies könnte als Untergangszenario empfunden werden. Und schlimmer noch. Es könnte mit dem Symbol des Kreuzes in Zusammenhang gebracht werden".

Dem Direktor blieb nach dieser Standpauke nichts anderes übrig als zu fragen, "woher den die Weisheit genommen werde, dass es sich hier nicht einfach nur um ein Bild aus einem extraterrestrischen Science-Fiction- oder Horrorfilm handelt? Vielleicht haben die Aliens nichts anderes gemacht als ein wenig Unterhaltungskino. Der Himmel könnte alles sein. Vom ausbrechenden Vulkan, bis zum ganz normalen Himmel unter einer fremden Sonne. Dass die Gnome auf dem Bild aussehen wie Alienmönche, könnte auch ganz anders interpretiert werden. Wer weiß? Vielleicht ist es sogar Gottes Planet und die ursprüngliche Herkunft der katholischen Kirche."

Solcherlei Blasphemie konnte natürlich unmöglich vom Vertreter Gottes geduldet werden. Was ihn auch veranlasste den hochgläubigen Präsidenten persönlich beim Papst vor tanzen zu lassen. Welcher diesen mit eindrücklichen Worten der Vernunft dazu bewegte, alle weiteren Forschungen bezüglich besagtem Bildes und der Funksignale unter Beobachtung, Leitung und Deutungshoheit des Vatikans zu stellen. Was wiederum, -die Anzahl beteiligter Forscher um die dreifache Anzahl von Theologen bereicherte. Zwar konnte im Laufe der folgenden Jahre, anhand von Berechnungen, der Planet ermittelt werden von dem die Funksignale stammten. Doch leider reichten diese Signale niemals wieder für einen solchen Glückstreffer aus, wie der, aus welchem besagtes Bild generiert werden konnte. Welches nach zehn Jahren eingehender Betrachtung, Bibelabgleich und Diskussionen darum, die Theologen zu dem Schluss kommen ließ, - dass es sich bei dieser außerirdischen Spezies nur um ein Volk handeln könne, welches jeder katholischen Glaubensdoktrin widersprach. Und zudem noch das Symbol des Kreuzes, auf geradezu heidnische Art und Weise missbrauchte. Was auch zur Empfehlung einer dringenden Missionierung zur Verbreitung des göttlichen Segens führte, die zur nächstmöglichen Gelegenheit angegangen werden müsse.

.... Kommentare


24.02.2011 von eb
Eine (Zeit)ung und ihr Produkt

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Ein Hauch von Nostalgie durchzieht das Land. Vermischt mit einem Geruch nach Plastik. Bilder von Chicago drängen sich auf. Finstere Schatten in finsteren Gassen. Unter schummrigen Straßenlaternen, machen einäugige Ganoven Geschäfte mit anderen zwielichten Gestalten. In verrauchten Hinterzimmern, brüten fremd klingende Schlapphüte über unamerikanische Ziele.

Und als Gegenstück, - Zahnpastawerbung und blitzsaubere Soldaten in schmucken Matrosenuniformen. Kantige Kommandeure, comikgerecht in Scene gesetzt, stolzieren mit ewig grinsenden Vollbusenschönheiten behängt, die auf Hochglanz gereinigten Truppen ab. Pastellfarbene Kinder mit roten Backen, spielen auf dem spiegelnden Vorderdeck eines Kriegsschiffes. Überdralle Frauen im leuchtenden Sommerkleid, preisen lachend die neuesten Produkte an.

Und dazwischen? Politiker beraten mit den führenden Wirtschaftsbossen des Landes die weiteren Vorgehensweisen. Und hemdsärmelige Zeitungsverleger, machen Public-Relation-Deals mit hochrangigen Politikern. Eine Hand, wäscht die andere.

Irgendwie, - fühlt man sich unwillkürlich in amerikanische Filmkulissen der 60iger-Jahre zurück versetzt. Vielleicht sogar noch früher. Professionelle Pinup-Künstler wie eine Joyce Ballantine oder ein Earl MacPherson, würden sich wahrscheinlich fröhlich im Grabe rum drehen, wenn sie heute Zeitung lesen- und sehen würden, welche Stilblüten und welcher Zeitgeist wieder verbreitet werden. Aber auch ein Erotikzeichner wie Mark Blanton, würde im Umfeld wieder exakt die konservative Doppelmoral orten, deren Anständigkeiten er selber den nötigen Pfiff geben konnte. Apropos Mark Blanton. Jetzt weiß ich, was dem eigenen Bild fehlt. Eine Ketchupflasche. Nein,- falsch...., passt zwar zum nicht mehr ganz so schwarzen Akademikerumhang. (Oder Clownkostüm ?) - Doch nicht in diesem Bild.... Aber in der Zeitung, - würde es passen. Die Leute lieben das. Ihr werdet sehen.



15.02.2011 von eb
Blasenschwäche

DIN-A4 Tinte, Polychromos, Pastell  Klick macht dick.


Ach, - das wollte ich schon immer mal. Den Experten spielen. Zwar hat außer, dass man das Geschehen bereits schon einmal rein praktisch und mittendrin durchlebt hat, unsereiner zwar keine Ahnung. Aber das macht auch nix. Damit unterscheidet man sich in keiner Weise vom Rest, bei welchem die Biertrinker sich doch immerhin ansatzweise zu den Blasenexperten zählen dürfen. Ansonsten besticht der Experte heutzutage sowieso durch Ahnungen. So wie der scheidende Google-Boss Eric Schmidt zu einer eventuellen neuen Internetblase, - da ihm der monetäre Hype um Facebook und Twitter so langsam ein ungutes Gefühl im Urin beschert. Dies könnte man fast als unbewussten Automatismus bezeichnen, bei welcher die Erfahrungen erster Trial and Error Versuche einer vergangenen Epoche, sich bereits als versteckte Restinformation im Harngang verankert haben. Sehr lobenswert.

Sinnigerweise, offenbaren sich solche Ahnungen immer dann, wenn der loyale Träger zwecks eigenen Scheidens in hochdotierte Rückzugsgebiete die nötige Freiheit dazu erlangt, oder sich eventuelle Konkurrenten strategiebewusst von anderen unterscheiden wollen. Ist ja jetzt nicht so, dass Google sich als Vorreiter vom Spielplatz entfernt hat und unbeteiligt zuschaut. Was ein Sergey Brin und Larry Page ( - der jetzt endlich als Gründer nach erfolgreichem Börsengang seinen verdienten Job als Oberboss antritt ), können, - kann eigentlich auch ein Marc Zuckerberg. Der ist zwar zu eitel, um sich von den Erfahrungen eines alten Hasen wie Schmidt abhängig fühlen zu wollen, aber letztendlich macht er auch nichts anderes, als in der gleichen Brühe rumzuschwimmen.

Na gut, lumpige 23 Mrd. Google-Dollar für ein bisschen Gesamtbewertung ist natürlich jetzt nicht vergleichbar mit selbstgeschätzten 60 Mrd. Dollar. Aber jede Blase, zeichnet sich durch eine gewisse Physik aus, die immer gleich abläuft. Stetiges Wachstum mit abschließendem Überdruck. Dass die Blasenentdecker erst mal den Boden bereiten müssen und sich deshalb mit bescheideneren Gewinnen auch von außerhalb der Blase begnügen müssen, liegt am Volumen der eingenommenen Blasenwandfläche, deren nächstmöglicher Nierenzugang gerade noch so nutzbar ist. Wobei Folgefüllungen sinnvollerweise sich mit den vorhandenen Flüssigkeiten entweder vermischen oder schlicht und einfach unter sich begraben. Zum Schluss, hängt es eigentlich nur noch an der Gesundheit der Blase selber, wie weit man den Entleerungsvorgang vor dem einfachen Zerplatzen in die Zukunft hinausschieben kann. Den Zustand vor diesem Zustand, beschreibt der Experte dann damit, - dass viele Leute daran glauben, dass diese Unternehmen in Zukunft gigantische Umsätze erreichen werden.

Bezeichnenderweise zeigte die letzte Blasenfüllung bereits schon nach ca. halber Füllung; (350 - 750 ml), erste Anzeichen von Instabilitäten mit Harndrang. Womit die Zeit der Nachzügler und Trittbrettfahrer anfing. Und z.B. sogar erst gut zehn Prozent vor Erreichen der maximal möglichen Füllung; (900 - 1500 ml), erreichte der Gedanke des haltlosen Geschäftemachens auch die bundesdeutsche Regierung mit Gerhard Schröder an ihrer Spitze. Welche sich fortan am munteren Spiel beteiligen wollte und pünklich zum Millenium dem Feuerwerk einer Zwangsentleerung zusehen durfte. Nachdem die Schließ- und sonstige Blasenmechanik, immerhin ein gutes halbes Jahr unter Höchstdruck standgehalten hatte.

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09.02.2011 von eb
ZweiPunktNull

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DIN-A4 Tinte, Polychromos und digit. Nachbearb.

Da gibt es tatsächlich immer noch Leute die glauben, dass das Internet keinen Einfluss aufs reale Leben hätte. Zugegeben, mit alten Unixkonzepten zur Softwareversionierung über endlose Nummerierungen von Releases, wäre diese Einstellung wahrscheinlich auch heute noch durchaus vertretbar. Aber der zeitgemäße Microsoft- oder "Open-Source"-Distributionsabhängige Webentwickler liebt es schnell, preiswert, einfach, - und vor allen Dingen, - modern. Vielleicht nicht so sehr er selber, - aber unbedingt seine Kunden. Und modern ist immer, - was neu ist. Im Wort; "Neu", liegt so eine Art Schöpfungsgefühl. Genesis. Das ultimative Verlassen des Alten. Nur was neu ist, ist gut. Merkwürdigerweise auch dann, wenns dann doch doppelt so lange braucht und kostet. Aber Webentwicklung, ist irgendwo auch Mystik. Zumindest seit Bill Gates, Sun-microsystems und Jakarta. Aber ich weiche vom Thema ab.

Jedenfalls ist dieses ultimative Gefühl des "Neuen", die ideale Brücke zwischen Marktplätzen jedweder Form. Ob die nun digital sind oder nicht, ist dabei fast unerheblich. Auf dem Gemüsemarkt, will ja schließlich auch keiner altes Zeugs, - oder? Und mit nichts kann man Menschen mehr begeistern, als ihnen in denkbar einfachster Form das neueste vom Neuen unter die Nase zu reiben. Das gibt ihnen dann schon fast das Gefühl selber neu zu sein. Also ganz weit vorne mitzumischen. Dieses Gefühl des Modernen, Neuen, ganz unabhängig davon, - wie alt es tatsächlich ist, lässt sich auf verschiedenen Wegen transportieren. Man kann hochgeistige Schlagworte, wie auszugsweise z.B. Technologietransfer, Interaktion und Kollaboration, multilaterale Softwareimpendanz (*gnnng*), Migration oder Server-Load-Balance kräftig mit Namen von Skript-Interpretern und/oder Textparsern würzen, deren Namen größtenteils alle mit einem "X" anfangen und mit maximal vier Folgebuchstaben aufhören, - und der Suppe dann eine neue Versionsnummer verpassen. Schon ist alles ganz neu und modern. Da den Außenstehenden solcherlei Schlagworte und Buchstabenkürzel allerdings das Gefühl der Modernität zwecks mangelnder Nachsprechbarkeit erheblich einschränken würde, reduziert man eben alles einfach aufs Nümmerle. Der schnellste Weg zum neuen Trend, ist einfach eine höhere Zahl als die vorherige. Die kann dann auch jeder aussprechen.

Wenn sich dann aus Webservern 2.0, Websprachen 2.0, Webframeworks 2.0 und etlichen anderen "1 plus 1 gleich 2" - Erzeugnissen das Ganze zu Tim O´Reilly´s Web in a Nutshell; "Web 2.0" erklärt hat, will selbstverständlich auch die nichtdigitale Welt auf keinen Fall der ultimativen Modernisierung des Zeitgeistes über Addition im Wege stehen. Schließlich benötigen hochgezählte Trends nicht nur entsprechende Bürolandschaften 2.0, Medienkompetenzen 2.0, Public-Relation 2.0, Lernen 2.0, sondern gleich auch die ganz neue Arbeitswelt 2.0. Dass sich, - frische Formen für die Kirche von heute, ebenfalls ganz von selber ergeben wenn man sie neu versioniert, versteht sich dabei genauso wie entsprechendes für Politik. Und da die Wissenschaft es nicht mag, wenn man ihr den Triumpf über neuzeitliches Denken so einfach aus der Hand nimmt, macht sie sich schleunigst auf die Suche nach der Earth 2.0. Wobei die Chancen gut stehen, dass die Suche weniger Zeit beansprucht als der Erklärungsnotstand, entweder mit Nachkommastellen herum hantieren zu müssen, - oder dem eigenen Planeten ohne Duplizierung einfach eine höhere Nummer zu verpassen.

Womit wir allerdings, bei einem ernsten Problem angekommen wären. Was die Adepten dieser Form von Softwareversionierung erfahrungsgemäß in der Vergangenheit genauso wenig interessiert hatte wie heute, - ist die Frage der Abwärtskompatibilität. Eine neue Nummer bringt schließlich neues Leben, ist modern, aktuell, zukunftsweisend - und überhaupt, alles darunter ist schlicht und einfach alt und unnütz. "Deprecated", wie der mittlerweile ebenfalls alt gewordene moderne Java-2.0 Web-Entwickler, in grauer Vorzeit einst frohlockend erklärte. Wer nicht von sich aus aufs aktuelle Nümmerle umzieht, hängt eben hinten dran und ist aus dem Rennen.

Sollen wir es deshalb wagen? ....... Mensch 2.0 ......?

(Am effektivsten Setupprogramm wird noch gebastelt. Neue Treiber, sonstige Updates und experimentelle Live-CD´s, sind aber bereits online verfügbar.)



07.02.2011 von eb
Man at work.

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Der Eintrag ins Bilderbuch für den gnadenlos begabten Heimwerker. .... Oder auch, - dem Ingeniör, is nix zu schwör.

Der gewiefte Elektroniker wird mit Sicherheit anmerken wollen, dass auf der linken Seite eine manuelle Schaltung sinnvollerweise durch ein bipolares Relais ersetzt werden könnte, - aber einerseits sind die Dinger zu groß um noch ins Bild zu passen. Und andererseits, wollen wir doch keine Arbeitsplätze wegrationalisieren, - oder ?



05.02.2011 von eb
Genesis, oder Gummi-Bärtierchen-Tango.

DIN-A3 Tinte, Polychromos   Klickst du im Schlick, macht sich das Leben dick.



Die Genesis, also die Schöpfung, schöpft ja mitunter aus vielen Quellen. Das kann sich angesichts der Vielfalt, ganz schön erschöpfend gestalten. Die einen reden vom Leuchtblitz, die anderen vom bärtigen Mann in der eigenen Werkstatt. Andere hantieren mit menschlichen Rippen rum, oder Lehm und Schmodder, - und wieder andere sprechen von gigantisch großen Göttern, die fleißig Krieg miteinander führten und die Menschen unbedingt benötigten, weil sie keine Zeit mehr für nützlicheres hatten. Dabei hat man offenbar eine Menge Probleme mit Zeitpunkten und Chronologien. Was bei dem einen Jahrtzehntausende erforderte, hat der andere in sieben Tagen geschafft. Eigentlich eine feine Sache. Ich mag Vielfalt. Blöderweise, glaubt natürlich auch jeder daran, dass ausgerechnet seine Bilderbuchphantasien die einzigen richtigen sind. Deshalb, und weil die Vielfalt doch etwas unübersichtlich wurde, nahmen sich kluge Leute mit weniger spirituellem, aber dafür mehr naturkundlichem Hintergrund der Sache an.

Die Wissenschaftler, also die Schaffenden ums Wissen herum, - konnten mit der Zeit, doch eine beträchtliche Verbindung zwischen Theorie und nachvollziehbarer Beweislage herstellen. Immerhin, ein Riesenvorteil gegenüber den doch mehr symbolhaften Gläubigkeiten aus dem anderen Spektrum.

Aber z.B. in Leistungsgesellschaften ist es einfach schwer, so ziemlich alles ausbluten zu lassen was solcherlei Lebenssäfte beinhaltet, wenn man dafür nicht eine höhere Gewalt zur Verfügung hat, die das alles entschuldigt. Was auch bei Teilen dieser Wissensschaffer zu unterschiedlichen Ansichten führte. Die einen sehen solcherlei göttlichen Willen in gequantelten Zwischenräumen, und wiederum andere sprechen vom großen Bio-Designer. Kurzum, - heutigen Schülern beizubringen wie die Welt und das, was sich so Menschheit schimpft entstanden sein könnte, ist weltweit genauso breit gefächert, wie die jeweilige Interessenlage der Meinungsbildenden.

Aber auch wenn manch kreative Schöpfer im Trüben schöpfen und die Sache wieder auf ein göttliches Blitzprojekt in sieben Tagen reduzieren wollen, hat sich doch relativ wacker die Überzeugung breit gemacht, dass die Geschichte nicht nur ziemlich lange gebraucht hat, sondern auch ganz schön kompliziert war. Das heißt, was z.B. das menschliche Leben betrifft, folgt eine Mehrheit von Lehrern doch den Denkanstößen der wissenschaftlichen Variante, und vermittelt die Entstehung des Lebens in der Urzeit dieses Urgesteins Erde, aus der Bildung erster organischer Verbindungen über Einzeller und Mehrzeller bis hin, - ... na wir wissen schon. Selbstverständlich in den naturkundlichen Fächern. Bei den Religionsspezifischen Fächern, kann dies stellenweise wieder ganz anders aussehen.

Übrigens, - meine privaten spirituellen Ansichten darüber, beruhen auf dem Gedanken, dass eine bekannte Fruchtgummi-Firma gar nicht terrestrischen-, sondern außerirdischem Ursprungs ist. Und seinerzeits, unseren geliebten Planeten durch entsprechende Urformen des Lebens, mit demselbigen gefüllt hat, - um später kräftig Geld mit ähnlichen Produkten verdienen zu können. Irgendwoher, - muss der Drang der Menschen zum kindlichen Spielen mit dem Leben anderer, - schließlich herkommen. Denn diese Glaubenszwiste haben ja nicht nur zu gewaltigen Kriegen geführt, - sondern sie führen immer noch dazu. Und der Widerspruch, Moral auf ein religiöses Glaubensgerüst aufzubauen, mit dem man dann moralisch einwandfrei, die Moral mit dem Religionsfeind gleich mit in den Himmel schicken kann, - bedarf einer logischen Lösung. Und die ist eigentlich ganz einfach. Gummibärchen, kennen keine Moral. Soll bloß keiner behaupten, dass unsereiner einen größeren Mangel an, als Logik verkaufter Unlogik aufweist, als die übrigen "vernünftigen" gläubigen Seelen.

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01.02.2011 von eb
Open wound.

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bild



DIN-A3 Tinte



05.01.2011 von eb
Native-Inhabitants

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DIN-A3 Polychromos
Aus der Reihe Pin-Ups für den modernen (maroden) Mann

Wenn die Welt um einen herum bereits schon von sich aus in comikhafte Surrealitäten zerfällt, kann es auch dem wackersten Verfechter der Suche nach Wahrheiten passieren, dass er mal den Faden verliert. Jedenfalls entstand just beim Überqueren der baden-württembergisch-bayrischen Landesgrenze und aufgrund eines Stops in einer mehr ländlich zu nennenden Gemeinde ein Bild im Kopf, welches ein durch SF nachhaltig zerstörtes Gehirn wie unsereiner eines mit sich herum zu tragen pflegt, nicht mehr ohne größere Schwierigkeiten entfernen kann.

Zudem war man noch Zeuge eines Gespräches von dort ansässigen Native-Inhabitants, welche ihre Habitate allem Anschein nach nicht sonderlich oft verlassen hatten. Nun ist unsereinem nicht daran gelegen, jemandem die Liebe zur Mutter- oder Vaterscholle unter seinen Schuhen zu vermiesen. Aber mitunter verspürt man doch den Wunsch, den einen oder anderen Süddeutschling darüber aufzuklären, dass Norddeutschland nicht bei Karlsruhe anfängt, die Welt allgemein etwas größer als Deutschland ist, - und zudem letzteres keine Kolonialmacht mehr darstellt.

Jedenfalls ging es um Migration und Integration von Menschen aus der Sicht derer, die gewohnheitsmäßig allem Anschein nach Gewohntes und Bekanntes ein Leben lang so erhalten wollen, wie es nunmal gewohnt und bekannt ist. In irgendeiner Form da näher drauf einzugehen, widerstrebt unsereinem hier aufs äußerste. Zumal man dann in die Lage käme, allerschwerste Beleidigungen digitalisieren zu müssen. Fassen wir es also in einem Wunsch zusammen. Sollte einmal so etwas wie ein extraterrestrischer Besuch auf unserem schönen Planeten stattfinden, so hoffen wir, dass es sich um freundliche und wohlgesonnene Wesen handelt, welche aber trotzdem über die bessere Bewaffnung verfügen. Und die ihre integalaktische Botschaft in einem kleinen Dorf, an der baden-württembergisch-bayrischen Grenze errichten.





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