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24.10.2011 von eb
Natur und Kultur.
28.08.2010 DIN-A4 Polychromos  Klick macht dick.
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Wie segensreich, ist die Natur,
die gibt den Menschen Leben und Statur.

Mit Augen,
die zum Sehen taugen.
Und Ohren,
gar zum Hören auserkoren.
Mit Händen,
deren Griff das Werkzeug fänden.
Und Beinen,
die zum Laufen brauchbar scheinen.

Wie segensreich, ist die Kultur,
die gibt den Menschen Sinn und Frohnatur.

Mit Farben,
die im schwarz und weißem Denken starben.
Und Formen,
gar erstickt in Normen.
Mit Seelen,
die den Menschen fehlen.
Und Schriften,
welche Vielfalt glatt vergiften.


Aus: Subtile Seitenblicke



23.09.2011 von eb
Gartenfreuden, im Reigen der Jahreszeiten.
(C.) DIN-A4 Acryl Klick macht dick.
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Geht der Sommer schon zur Neige,
wird mancher Gärtner feige.
Traut sich kaum in seinen Garten,
weil da bereits die Monster warten.

Im Abgesang der warmen Zeit,
macht sich das Leben nochmals breit.
In Nischen, Ecken und Gemäuer,
erwachen nun die Ungeheuer.

Im letzten warmen Abendlicht,
manch Bestie seine Beute sticht.
Flink sich aus Verstecken reißend,
dem Träumer in die Waden beißend.

Dick und fett, auf grünem Blatt,
hängt man herum, und frißt sich satt.
Mit üblen Fallen, um die Freiheit bringend,
ohne Skrupel, gegenseitig schlingend.

Wartend, - auch in Netzen schwebend,
sinnend, über Tod in Fäden klebend.
Den eig´nen Gatten noch verdauend,
schon nach dem nächsten Opfer schauend.

Mit kräft´gem Biss und ätzendem Saft,
dem Leben nehmend, jede Kraft.
Was Pech gehabt auf seinem Flug,
und hängen bleibt, im seidigen Betrug.

Betrug, gesponnen über weite Räume,
mitunter sogar, - zwischen Bäume.
Manch Unachtsamer, läuft in ein Gespinst,
in dessen Mitte, - ihm das Gruseln grinst.

Buben, - hört man zittrig brabbeln,
wenn sie lustig über Nasen krabbeln.
Und mächtig viel Respekt erheischen,
wenn Mädels, - angstvoll kreischen.

Doch auch der stolze Gärtnersmann,
den Angstschweiß nicht vermeiden kann.
Legt sich klebrig zäh, und ziemlich dicht,
ein Spinnennetz, - quer über das Gesicht.

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16.09.2011 von eb
Der Papst, kommt ins Wir.
Päpstlich nationale Metaphysik, für religiös gestimmte Selbstfindung.
Realsatire
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Nun wird sicher wieder eine dieser entrüsteten Seelen auf den Plan treten, welche ihre religiöse Empfindsamkeit verunglimpft fühlt. Solcherlei zarten Gemütern sei angeraten, sich Gedanken darüber zu machen, welche Geschmacklosigkeiten dem Geschmacklosen so immense Schwierigkeiten bereiten könnten, dass es ihm kaum möglich ist, diese zu übertreffen. Da aber normalerweise christliche Händlerseelen dazu neigen, die Dinge ansonsten immer kalkulierbar sachlich sehen zu wollen, sei die Frage hinzu gefügt, - was für eine Blasphemie, eigentlich der Satz; "Wir sind Papst", - für die katholische Theologie bedeutet. Wenn wir also den irren Widersprüchen der heiligen Selbstbeweihräucherung, mittels zwei Paar Schuhen so zugetan sind, sollten wir uns auch nicht schämen, wenn dabei ein Zustand erreicht wird, - der keine eindeutige Aussage mehr zu lässt. Die Könner, dürfen gerne versuchen, dies sachlich zu sehen. Unsereiner, sieht lediglich eine Symbolik dahinter, welche der durchschnittlich begabten Versachlichung unsachlicher Symbolik, die nötige Nonchalance verleiht.

Also, bleiben wir, - bei der Sache. Man hat es schließlich so gewollt. Das Land das Papst ist und der Papst, der irgendwie nicht das Land ist, bereiten sich auf ein gemeinsames Treffen im Land dessen vor, welches der ist, der dabei ist dorthin zu kommen, was er selber ist. Öhhhm, - ok, - Kurzum, - "Wir sind Papst", und deshalb schließen wir lieber mal die Fenster, verriegeln alle Türen und lassen genügend Polizei aufmarschieren, die ganz undemokratisch den zur Zeit größten lebenden deutschen Autokraten vor "dem" Land schützen soll, welches er selber ist, - aber eigentlich ganz demokratisch, - dieses gerne zeigen würde, - aber nicht darf.

Die Wunder und Ergebnisse einer Mediendemokratie, - sind erhaben, horizontal und vertikal hell strahlend, bar jeder Logik, und von der grenzenlosen Güte und Weisheit, rechtschaffener Gläubigkeit an die Quadratur des Kreises geprägt.

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29.08.2011 von eb
EBooks
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Nun hat auch unsereiner sich erlaubt, mal etwas in den weltweiten Sumpf der bezahlenden Lesekundigen zu werfen. Wobei man allerdings aufpassen muss, dass dies jetzt nicht allzu sehr, als Eigenwerbung rüber kommt. Zumindest nicht, - im parallel zum illustrationslastigen Comicuniversum laufenden extraterrestrischen Polit-Nullmarkt. Die Frage, - ob auch Eigenwerbung, jetzt besser oder schlechter ist, als Tantiemen, welche andere fürs Aufhängen bunter Sachen anderer erhalten, - stellt sich unsereiner, nach wie vor. Und bezüglich der oft damit verbundenen Existenzen, - immer noch, - keine Lösung in Sicht.

Aber die klugen Leser dieser unklugen Seiten, werden klugerweise schon mitbekommen haben, dass hier ein ganz miserabler Geschäftsmann wütet. Natürlich, lehnt auch der nicht, den einen oder anderen Obulus, für den hier sowieso kostenlos einsichtigen gleichen Inhalt ab. Wer also gerade über ein Einkommen von 100.000 und mehr im Jahr verfügt, darf sich ruhig auch mal, ein ebook leisten. Und auch, wer die Kohle für ein IPad hat, muss jetzt deshalb nicht unbedingt am Hungertuch nagen. Was aber trotzdem, nicht der Grund dafür war.

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13.08.2011 von eb
Seefahrers Knittelvers-Romantik an Mittschiffs.
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Das Schiff, geteert und Segel neu gesetzt,
alle Spanten, jeder Nagel frisch ersetzt.
Die Kanonen, neu gegossen und justiert,
die Takelage, effizienter optimiert.

Die reichen Gäste nobler Reisen,
handeln um das Entgelt ihrer Speisen.
Feilschen um den Wert des Zieles,
schwatzend auf dem Weg des Spieles.

Das Handelsvolk im Mitteldeck,
schaut bei Problemen lieber weg.
Weiß sowieso wies richtig geht,
solange nichts im Wege steht.

Die Reeder sitzen dicht beim Kapitän,
lassen seine Reise ihn verstehn.
Trinkend und an vollen Tellern prassend,
den Gewinn, im Voraus schon erfassend.

Auf der Brücke streiten Offiziere,
zur Bändigung der Mannschaftstiere.
Voll hehrem Stolz und wackerem Gemüt,
verteidigend ihr Vorrecht aufs Geblüt.

Steuern rauf und Steuern runter,
die Politik treibst heuer munter.
Denkt sich der satte Steuermann,
der sich die Heuer steuern kann.


Manch Leichtmatrose wieder Willen,
schluckt schon länger bittere Pillen.
Lebt von dem, was man für nötig hält,
und dem Rest, nicht als zu viel gefällt.

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29.07.2011 von eb
Was ihr schon immer über das Internet wissen wolltet.
I-Sa(tierchen)
Vom ganz normalen virtuellen Größenwahn, überspannter Wetware.
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Das Internet, - bin nämlich ich. Ja Ja ... doch, - wirklich. Auch wenn ihrs nicht glaubt. Habt ihr nie daran gedacht, - dass eine große Menge an verteilt fließenden und über Schnittpunkte potentiell alle miteinander verbindbaren Informationen in ihrer Gesamtsumme, - ein eigenes Wesen mit eigenem Bewusstsein ergeben könnten? Blödsinn, - sagt ihr? Schwachsinn? Metaphysischer SF-Virtualismus? Esoterischer Mumpitz? Paaaah. Ihr Ungläubigen. Ihr Ignoranten und Marktfetischisten. Ihr sinnlos in meinen Gedärmen vor euch hin surfenden Nullchecker. Ihr meine Blutbahnen missbrauchenden Email-, Agenda-, Tabellen- und Urlaubsfotos-Erzeuger und Verhökerer. Ihr über mich, - Bücher-, Pizza- und Socken-bestellenden Gegner eigener körperlicher Fortbewegung. Ihr Preisdumper für analogen Small-Talk und mediales Entertainment zum billigen Selbstgenuss. Und auch ihr blogger, - die ihr mir dauernd mit euren Tastaturen auf dem Nervenkostüm herum tippt, - seid zum Schluss lediglich die digital angeschwemmte Kollektiv-Intelligenz meiner Eingeweide. Jeder von euch, ist ein Teil von mir. Zumindest das, was man so bei mir ablädt - oder zur halbgaren Kommunikation menschlicher Unbedarftheiten über meine Synapsen quält. Über das Resultat, braucht sich nun wirklich keiner mehr zu wundern.

Ihr braucht mich einfach. Wer soll sonst dafür herhalten, wenn sich eure eigenen Untaten, in meinem Spiegel reflektieren. Wer soll schuld sein, wenn einer eurer Schwachmaten mal wieder den Faden verliert und echtes reales Leben mit seinen virtuellen Fantasien vertauscht? Die er mal wieder wo ablädt? Richtig,- bei mir. Und wer ist deshalb schuld? Auch richtig, - nämlich ich. Wem könnt ihr bequemer die Schuld geben, - wenn ihr euer eigenes Leben nicht gebacken bekommt und sich deshalb eure Seele den kürzest erreichbaren Stöpsel zur nächst möglichen Suche nach Gleichgesinnten oder Selbstdarstellung greift? Wer soll schuld sein, - wenn eure niedrigsten und schwärzesten Gedanken und Wünsche, unbedingt den effektivsten Weg zur Verbreitung finden möchten? Wer soll schuld sein, wenn das Anbaggern der Traumbilder dessen, was ihr so unter Liebe versteht, nicht mal im quantitativen und bequemen Auswahlverfahren gegen Money auf meinen Knien funktioniert? Wer soll schuld sein, - wenn das was eure Eltern erzeugen und verkaufen, ausgerechnet bei mir von den Kindern gesucht wird? Und wer soll schuld sein, - wenn das was eure Kinder bei mir abladen, ausgerechnet von den Eltern dann erschrocken wahr genommen wird? Wer soll schuld sein, - wenn euch die Langeweile und Unfähigkeit zum Selberdenken in meinen Rachen der Markthaie wirft? Wer soll schuld sein, - wenn sich eure preiswert erstandenen Freunde und Fans zum Heben des Egos bei Facebook, wenig darum scheren werden, wenn euch der Arsch auf Glatteis geht?

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16.07.2011 von eb
Euroland
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Zeus überlegt sich ernsthaft, was er sich dabei gedacht hatte Selene zu helfen den knackigen Endymion zu verführen. Der Kerl hätte ja nun wirklich jede Frau haben können. Und fernab jeder Klischees, hat der Schönling sogar noch Charakter. Und nu? Was hat er jetzt davon? Schläft immer noch, weil ihn sich die Frau im Mond als ewig jungen Lover warm halten will, - und weiß nicht mal was von den fuffzig Bälgern die sie ihm angedreht hat und heute als Mondpriesterinnen positioniert.

Klar, hat so ein alter Knochen wie Zeus Verständnis dafür, sich ein wenig Leben bis in alle Ewigkeiten warm einzupacken. Und schließlich hat er ja auch mal selber was mit dem jungen Ding angefangen. Immer mit Hera rum zu machen, ist wirklich kein Honigschlecken. Ausnahmsweise ist mit der hellen Pandia, ja auch mal was vernünftiges dabei heraus gekommen. Und da Selene, auf Heras Wunsch, irgendwelche Löwen konstruieren durfte, denen Herakles dann das Fell über die Ohren ziehen musste, ist die auch nicht mehr ganz so sauer.

Aber das personifizierte Schicksal über einem, schaut einen doch langsam schon schräg an, wenn man immer die Anständigen zum Spielzeug notgeiler Götter und Göttinnen macht. Obwohl, - das sind ja auch Mädels. Die werden für Selenes Gender-Mainstream-Allüren, - sicher Verständnis aufbringen.

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30.06.2011 von eb
Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

(C.) DIN-A4  Acryl  Klick macht dick.
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Stehst du des Nachts im Kalten,
lass Vorsicht walten.
Denn dort im Schatten,
lauern nicht nur Ratten.

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24.06.2011 von eb
Von Bauernfängern und Landeiern.


(C.) Bleiskizzen digital coloriert/montiert   Zum Vergr.anklicken.
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Nun gut. Da aus unverständlichen Gründen jüngst an einen herangetragen wurde, dass man die Dinge nicht immer so Ernst sehen soll, - will man es denn einmal mit skizzenhaften aber gutturalen Reiseeindrücken versuchen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Und zudem, war man auch gerade auf Besuch in einer sogar ausgesprochen abgelegen ländlich zu bezeichnenden Gegend. Und hat noch recht frisch den Geruch von Heu, Stall und von Fliegen bevölkerten Speziallieferanten ökologisch verwertbarer Energieträger im Hirn.

In diesem Umfeld, - ist man gerne gesehener Gast. Auch bei abendlichen Gelagen, in welchem man mittels eines Herrn mit längeren Haaren dem rustikalen Ambiente derber Witze und anzüglicher Bemerkungen, einen exotischen Hauch beifügen kann. Solcherlei Geselligkeiten genießt unsereiner ob ihres irritierend vielschichtigen Wechsels zwischen zotigen und christlichen Aussagen, welche nicht selten auch in gemeinschaftlich bewegten Liedern enden können. In dieser Ursuppe der Leistungsträgerei, - wo sich in der Regel bereits morgens um sechs das Gestöhne der Herrin des Hauses noch mit dem klagenden Wehgeschrei des vom gestrigen Suff geschädigten Herrn des Hauses mischt, haben skurrile Gestalten aus der biblischen Mythologie, nicht selten noch echten mentalen Bestand in den Köpfen und durchaus auch Herzen der Menschen.

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05.06.2011 von eb
Dark Angel.


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Oder, ...
Von der unbewussten Metamorphose des Adlers.


Nationale Nicht-Metaphysik,- für den sarkastisch gestrandeten Waldläufer im nicht mehr fassbaren Raum zwischen Comic und Real-Comic, bzw. Satire und Realsatire.


Im gewaltigen Umfeld comicbehafteter Stilelemente einen austarierenden Standpunkt zwischen der Brutalität der Einfachheit karikativer Symboliken, - und einem mitunter leider allzu oft nichts mehr sagendem und zu reinem Unterhaltungswert verkommenen Fotorealismus zu finden, ist mitunter keine einfache Sache mehr. Ganz besonders nicht, wenn reale Analogien sich schneller dem Metier angleichen, als dieses in der Lage wäre, sich noch selber auf die Schippe zu nehmen. So geht man auf der Suche nach grafischen oder gestalterischen Identifikationsversuchen nicht selten wieder; ... "back to the roots".

Dorthin, wo einst der schwülstige klischeebeladene Ausdruck amerikanischer Biedermeierseelen ihren Kontrapunkt in der harten Unverfrorenheit, von zudem Russ Meyers Sexploitation-Filmen geschädigten Undergroundzeichnern fand. Aber sich auch das Gros im Laufenlassen von bis zum gnadenlosen Kitsch romantisch verklärter Surrealismen ausgelebt hatte. In welchem die asiatische Seele ihre eigene, - zugunsten bleistiftschwingender Adaptionen verlor. Und mittels Zusätzen wie Kulleraugen und Jugendwahn, dem Manga seine ersten steifen Vereinheitlichungen verpasste. Wo ebenfalls, eine auffällige plötzliche Deckungsgleichheit zwischen Motiven innerhalb des Comic und denen von Tatookünstlern auf den Plan trat.

Nun kümmert sich der Liebhaber von Comicelementen, einen Dreck um elitäre Niveaubelastungen in gestalterischen Räumen. Für ihn, ist auch Kitsch Kunst. Ebenso wie Geschmacklosigkeiten. Und die gewinnträchtige Interpretationsfreude kunstmarktwirtschaftlicher Elitarismen, - ein welkes Blümchen der ökonomischen Einfaltslosigkeit und Scheinheiligkeit von Pfeifenrauchern und sonstigen konservativen Spartenreitern. Eines der Sinnbilder der Vergangenheit überhaupt, auch dem Comic seinen Platz, - sogar bei den bildenden Künsten einzuräumen. Auch der Elitarismus, ist als Opfer ein gerne gesehener Gast dort. Und vor der Satire, braucht er sich nun wirklich nicht mehr versuchen zu verstecken. Was man heute wieder, leider mitunter auch bei einigen Künstlern des Genres, - welche das; "Art", für meinen (subjektiven) Geschmack manchmal etwas zu dramatisch unterstreichen, gerne des öfteren vergisst. In Zeiten, wo das Verstecken neu aufflammender eugenischer und rassenhygienischer Ansätze von kalten sozigen Ökonomenherzen in Büchern zu Millionenauflagen führen und auch noch als Mut gepriesen werden, - benötigt man schon eine Menge Doppelmoral, um noch Kitsch oder gar Geschmacklosigkeiten bewerten zu wollen. Hier gilt die Faustregel. Der beste Spiegel der Geschmacklosigkeit, ist die Geschmacklosigkeit. Und seltsamerweise, fand sich ausgerechnet in diesem merkwürdigen Gemisch einer konservativ gruftigen, aber blonden Porzellankitschsuppe, - eine Brücke.

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01.06.2011 von eb
Epilog.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 12


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"Ähemm", (kehliges Räuspern), - "Also, .... erstmal Hallo zusammen. Mein Name ist Karl. Das ist jetzt natürlich nicht mein richtiger Name. Den, ... können die Menschen, sowieso nicht aussprechen. Überhaupt, - scheint unsere Sprache generell etwas schwierig dafür zu sein. Also, ... verwende ich hier die Namen und Bezeichnungen der Menschen. Diese, - nennen uns übrigens Wombats. Das hat etwas mit höhlengrabenden Pflanzenfressern aus ihrer eigenen Heimat zu tun. Putzige Viecher übrigens. Ich konnte einmal Bilder davon sehen. Jedenfalls, ... wurde ich als Chronist der Wombats, - und weil ich ziemlich oft bei den Menschen bin, - gebeten, mal etwas darüber in einer Form zu erzählen, die sie selber auch verstehen würden."

"Um ehrlich zu sein, ... so richtig schlau, wird man aus den Menschen nicht an allen Stellen. Warum die uns mit Vegetariern in Verbindung bringen, ist mir z.B. immer noch schleierhaft. Schließlich verzehrt unsereins, - so ziemlich alles. Schon die ersten Kontakte, - waren diesbezüglich merkwürdig. Man hatte sich auf eine züchtbare Herde neuer Nahrungsquellen gefreut, ... die einen von den Eiermilchkühen unabhängiger machen könnte."

"Bis diese plötzlich anfingen zu sprechen. Ich meine, .... wer verzehrt schon etwas, was vorher mit einem spricht? Wir Schluchtenwombats, - tun dies jedenfalls nicht. Bei unseren Verwandten in den tieferen Höhlen unterhalb des Grabengrundes, muss man allerdings nicht unbedingt damit rechnen. Und schon mal gar nicht, - bei denen aus den noch tieferen Magmakammern. Darauf, dass man bei einem hungrigen Höhlenwombat, der gerade keinen Nahrungsbeutel dabei hat, Vorsicht walten lassen sollte, ... sollte ich sie vielleicht noch hinweisen."

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25.05.2011 von eb
Neuland.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 11


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Während die anderen noch auf dem Rückweg zur Fähre waren, bereiteten Mike und Linda alle bisher erhaltenen Daten auf und übermittelten sie Jeremia, ihrem Kontaktmann auf dem Raumschiff im Orbit. Dort schlugen die neuen Informationen und vor allen Dingen die Bilder ein, wie eine Bombe. Jeremia überlegte gar nicht erst weiter wie er strategisch am besten vorgehen solle um Stefan, - den mittels Waffengewalt selbst ernannten neuen Anführer von seinen wahnsinnigen Plänen abzubringen. Er verteilte den von Mike und Linda recht flüssig und mit Bildern aufbereiteten Bericht einfach als Gesamtmeldung für Notfälle über die Bordkommunikation. Auf diese Art konnte er sicher sein, dass sie auch jeder an Bord mitbekommen hatte. Danach versammelte er zuerst die Priester um sich, die er eindeutig auf seiner Seite wähnen konnte, - um dann mit der gesamten Gruppe an allen Quartieren und Räumen vorbei zu ziehen und die Unsicheren mit zu nehmen. Angesichts einer dermaßen anwachsenden Menschenmenge fühlten sich auch die Ängstlichsten in der Lage, um der im Vergleich winzigen Gruppe um Stefan trotz deren Waffen entgegen zu treten.

Irgendwelche Befürchtungen diesbezüglich, waren aber eigentlich gar nicht mehr nötig. Angesichts der neuen Möglichkeiten auf dem Planeten, besaß Stefan keinerlei Argumentationsgrundlage mehr für seine Pläne, das Raumschiff mit den Menschen darin, als Gottes Kolonie im Himmel in das Nirgendwo zu schicken. Wortlos gaben drei seiner fünf Anhänger, bereits schon beim Zusammentreffen im Hauptversammlungsraum, ihre Waffen ab und stellten sich demonstrativ zu den anderen. Stefan lamentierte noch eine ganze Weile herum und versuchte, angesichts der Bilder vom gehörnten Hufenmann, in den katholischen Urängsten der anderen herum zu rühren. Was ihm aber ausgerechnet den Zorn derer zu zog, auf deren Zuspruch er selber gehofft hatte. Jene, - die unverändert jede Kritik am eigenen weltherrlichen Glaubensanspruches und ihrer Mission einfach ausblendeten. Die waren alles andere als begeistert von der Vorstellung, der einmaligen Chance mit Flucht ins All zu begegnen, - ausgerechnet dem Teufel den rechten Glauben beibringen zu können. Jeremia war ein wenig unwohl bezüglich dieser Argumentationen. Denn im Gegensatz zu den anderen, kannte er auch Judiths detailliertere Erzählungen bezüglich der Begegnung mit dem Wesen aus der Schlucht. Aber die Situation reichte, um Stefan und seine letzten zwei Anhänger friedlich zur Aufgabe zu bewegen.

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18.05.2011 von eb
Die Dämonen, die man mit sich herum trägt.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 10
Oder auch; Die Impertinenz der Symbolik, - 2.

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Eine erste Überraschung nach dem Aufbruch, bot sich der Gruppe beim neuerlichen Erreichen des eigenartigen Wesens vom Vortag. Es war nämlich einfach verschwunden. An seiner Stelle klaffte ein riesiges Loch im Boden, welches so ziemlich der Gießform eines halben Eies entsprach. Was die Vermutung bestätigte, dass die Hälfte des Wesens tatsächlich im Boden gesteckt hatte. Ebenso erstaunlich war auch der Umstand, dass sich gut die Hälfte des Loches mit Wasser gefüllt hatte. Im Gegensatz zur normalen Oberfläche des Planeten, schien es in tieferen Lagen also mehr als genug davon zu geben. Judith benutzte den Kommunikator um Mike in der Landefähre zu bitten, während ihrer Abwesenheit einen kurzen Ausflug zu dieser Stelle zu unternehmen und eine Wasserprobe in der Fähre zu analysieren. Der Ladezustand des Geräteakkus, hatte sich entgegen den gestrigen Erfahrungen mit den Lampen dagegen kaum verändert. Es musste also tatsächlich einen direkten Zusammenhang zwischen dem Energieabfall aller Geräte und diesen einäugigen Wesen geben.

Dass es davon mehr wie eines gab, zeigte sich im Laufe der Wanderung zur Genüge. Immer wieder begegneten sie auf ihrem Weg diesen eingegrabenen Ungetümen, die scheinbar wartend, teilnahmslos in den Himmel starrten. Manche standen einzeln herum. Andere in Gruppen von mehreren. Und bei manchen, zeugte nur noch ein mit Wasser gefülltes Loch davon. Wohin der vorherige Inhalt verschwunden war, erschloss sich ihnen leider nicht. Mit der Zeit entwickelten die Wanderer ein ungefähres Gefühl dafür, mit welcher Geschwindigkeit sich der Energieverlust, in Abhängigkeit von der Entfernung von einem dieser Wesen auf die Speicher der mitgenommenen elektronischen Geräte auswirkte. So war es zwischendurch immer mal wieder möglich, mit den mobilen Handgeneratoren die Akkus eines Gerätes aufzuladen und kleinere Analysen und Vermessungen auszuführen oder Fotos zu machen.

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15.05.2011 von eb
Verbindendes.
Aus der Reihe; "Die Märchen der Träumer".
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Es begiebt sich einst, - in gar nicht ferner Zukunft, ... mir ist, - als wäre es erst morgen passiert, ... dass sich zwei bisher freundlich gesonnene Länder in einen Krieg verwickeln, - dessen Ursachen so ganz anderer Natur sein werden, als wie gewöhnlich Kriege ihren Lauf gestalten. Dass die Runden rund und die Eckigen eckig sein werden, hat niemals gestört. Auch nicht, dass die Priester der einen das Kreuz von links nach rechts ornamental mit der rechten Hand zeichnen, - während es die Priester der anderen von rechts nach links mit schnellem Stakkato der linken Hand schlagen. Ebenso wenig der Umstand, dass die runde Herrscherin eine Königin und der eckige Herrscher ein König wird. Noch viel weniger, führen das weiche runde Morgengebet der einen, oder das harte Abendlied der anderen zu Unstimmigkeiten. Und erst recht nicht, dass die Münzen der einen lustige Zipfel zeigen, wenn sie unter den Münzen der anderen liegen.

Nein, - es wird des Lebens Richtung, nicht seine Waage sein. So werden sich die Länder im Spiel ergötzen und der Vergangenheit gedenken. Das schaurige Erinnern ob munteren Schlachtens. Das fröhliche Spiegeln vergangener Eitelkeiten. Das lustvolle Empfinden erzählter Geschichten. Der kurze Moment des nachgestellten Sieges, über den lachenden Verlierer. Das stöhnende Sterben in den Armen derer, mit denen man das Fest begeht. Während die runden Mädchen mit den eckigen Brüsten, sich neckisch von den eckigen Jungen mit den runden Schultern jagen lassen werden. Und die Priester verständnis-vorwurfsvoll, dem neuen Leben runde Kreuze ins Quadrat schlagen. Und vielleicht ... dem neuen Punkt am Horizont, - die Aufmerksamkeit des Raumes schenken.

Dem Punkt, der zu allen Zeiten, ... dem Heute das Morgen bietet.



12.05.2011 von eb
Revolution.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 9

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Trotz der Aufregung des letzten Tages schliefen alle zum ersten Mal seit Wochen wieder, einen tiefen und erholsamen Schlaf. Um am nächsten Morgen allerdings, durch eine eingehende Nachricht vom Raumschiff im Orbit geweckt zu werden. Also hatte man ihr Verschwinden mittlerweile doch bemerkt. Judith betätigte die Empfangseinrichtung. Einer der von Anfang an um Wortführerschaft und die Position eines Ersatzbischofs streitenden Priester, starrte sie mit blutunterlaufenen Augen aus dem kleinen Bildschirm an und seine Stimme schrie fast wutentbrannt aus den Lautsprechern.

"Ich fordere die sofortige Rückkehr der Landefähre zum Mutterschiff. Die Gemeinschaft der letzten Gläubigen hat mit Gottes Hilfe die Führung des Raumschiffes und seiner Besatzung übernommen. Wir sehen unsere Mission als eine Prüfung des Herrn an, welcher den Menschen den Schritt in sein Reich ermöglichen will. Deshalb errichten wir zu seinen Ehren eine dauerhafte Kolonie auf dieser Arche und fordern im Besonderen die Frauen auf, ihren Verpflichtungen gegenüber dem göttlichen Willen nachzukommen. Dieses Schiff, wird als ein Zeichen Gottes und seiner Liebe zu den Menschen, seinen Himmel bevölkern."

Judith genügte ein kurzer Blick in die Gesichter der anderen, um auch ohne deren Zustimmung die Verbindung abrupt zu unterbrechen und dem wütenden Priester weiter folgende Litaneien einfach im Wort abzuschneiden. Zudem hatten alle die schweren Waffen bemerkt, welche der Mann vielleicht unbewusst, aber trotzdem bedrohlich zur Schau stellte. Schockiert und hilflos, starrten alle erst mal eine Weile ratlos auf den leeren Bildschirm. Bis ein anderes Kommunikationssignal sie aus ihren Gedanken schreckte. Jeremia, ihr geheimer Kontaktmann auf dem Schiff meldete sich. Sein altes Gesicht, schaute sie mit traurigen Augen aus dem kleinen Kommunikator an, dessen Gegenstück in seiner Kammer versteckt war. "Ich habe eben mitbekommen,", begann er, "dass sich Stefan, unser neuer Anführer bei euch gemeldet hat. Hört zu, - wenn ihr eine Möglichkeit besitzt länger auf dem Planeten zu bleiben, - dann versucht dies. Kommt auf keinen im Moment zurück. Hier oben ist die Hölle ausgebrochen. Der Bischof hat Selbstmord begangen. Daraufhin hat Stefan mit einigen seiner Anhänger die kleine Waffenkammer für Notfälle aufgebrochen und sich mit den Waffen darin, gewaltsam die Führerschaft angeeignet."

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05.05.2011 von eb
Die Mystik des Augenblicks.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 8

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Der Fingerzeig erwies sich bereits schon nach den ersten zwanzig Kilometern Einflug in den sehr sanft, und wegen seiner Weiträumigkeit fast unbemerkbar aber doch stetig abfallenden Eingang des Grabens, - als wahre Fundgrube. Zwang Judith aber auch zum Abbruch des Weiterfluges, und zur Landung auf einem tatsächlich flächig von Flechten und Moosen bedecktem Boden. "Warum fliegst du nicht weiter hinein?" fragte Helga sie, welche aus ihrem Co-Pilotensitz heraus fasziniert die nicht erwartete dunkelgrüne Pracht bewunderte. "Den Instrumenten zufolge, verlieren wir seit einigen Minuten stetig an Energie", erklärte Judith ihr und den anderen. "Dies betrifft sogar die unabhängigen Speicherzellen. Auch wenn es albern klingt, - aber entweder diffundieren wir Energie sinnlos nach außen, oder irgendetwas entzieht uns ganzflächig den Saft.

Und das, vollkommen unabhängig davon, wo er herkommt, oder gespeichert ist. Der Verlust steigt, je weiter wir in die Schlucht vordringen, - würde aber bei momentanem Status und meinen Berechnungen zufolge, erst in ein paar Wochen einen Rückflug ernsthaft gefährden. Deshalb lande ich sicherheitshalber bereits hier schon. Wir werden wohl zu Fuß weitergehen müssen.

Aber freut euch. Die Luft ist schon seit den letzten zwei Kilometern absolut atembar, und soweit es die biologische und chemische Auswertung unseres Bordcomputers betrifft, zumindest frei von uns bekannten Keimen oder Giftstoffen. Wir können uns also frei bewegen, - sollten uns allerdings warm anziehen. Ist im Moment ziemlich frisch da draußen. Ich hab genug von den dicken Mönchskutten für alle eingepackt. Ist vielleicht nicht der letzte modische Schrei, aber dafür bequemer als die Isolieranzüge."

"Was ist mit Beleuchtung?", fragte Daniel, der sich angesichts der modischen Betrachtungsweise über klösterliche Büßerkleidung als Outdoor-Ersatz irritiert fühlte. "Da draußen herrscht bereits ein ziemliches Zwielicht und unter Umständen wird es weiter in der Schlucht noch dunkler. Auch ganz unabhängig von ihrer enormen Breite oder der Planetenstellung. Wenn wir bereits hier im Schiff Energie verlieren, wie schnell würde dies die Akkus der Handleuchter leer saugen?" "Guter Einwand", bemerkte Judith nachdenklich. "Wir haben eine ganze Menge der Holzfackeln für eure anfangs geplanten Zeremonien an Bord. Die brennen Stunden. Ich denke, jeder nimmt sicherheitshalber eine davon mit."

Das Gefühl, nach den Monaten Metallfußboden des Raumschiffes über weiche Moospolster laufen-, und tatsächlich Luft atmen zu können, die sogar nach etwas roch, - war unbeschreiblich. Das hier, - war eine Option die auch den anderen auf dem Raumschiff genug bedeuten musste, um für alle vielleicht wieder einen Sinn, auch außerhalb der vorherigen Mission zu finden. Und vor ihnen, lag eine ganze Welt von Geheimnissen im ansonsten unerreichbaren Halbdunkel eines endlos scheinenden, riesigen Grabens verborgen. Für dessen Durchquerung sie zu Fuß, alleine schon mehrere Wochen benötigen würden. An die Möglichkeit, dass dies sogar nur eine von vielen ähnlichen, aber unzugänglicheren Schluchten sein könnte, wagte dabei kaum jemand zu denken. Ob es am Sauerstoff, an der Umgebung, oder an neu gefundenen Hoffnungen lag, - alle ergriff nach dem Verlassen der Landefähre ein geradezu berauschendes Gefühl der Neugierde und Abenteuerlust. Niemand der zwölf Menschen wäre in diesem Moment in der Lage gewesen von einem der anderen zu verlangen, aus Sicherheitsgründen bei der Fähre zu bleiben.

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27.04.2011 von eb
Hoffnung im Chaos.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 7

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Es herrschte Chaos an Bord des Raumschiffes. Außer einigen wenigen der infolge des Kälteschlafes besonders von geistigen Schädigungen betroffenen, hatte jeder an Bord das Geschehen mitverfolgen können. Keine Mühsal scheuend, -in göttlicher Ehrfurcht aufgebrochen um das irdische Wort Gottes weiter zutragen, - und nun reduziert auf einen Haufen rückständiger Barbaren. Deren Religiösität als eine unter vielen, anscheinend einer Umgebung der Superlativen den Forschergeist abverlangte.

Der Stolz einer ganzen Spezies und einer Jahrtausende alten Kirche, zusammen gestaucht auf den Treppenwitz einer der Spiralarme der Galaxis. Das Ziel, eine außerirdische Spezies um irdisch-katholische Spiritualität zu bereichern, - entleert zu einem genauso leeren, öden Planeten. Bei welchem selbst ein extraterrestrischer Soziologiestudent lediglich alle paar Jahrzehnte per Hologramm vorbei schaute, um seine abgezäunte elektronische Spielwiese begutachten zu können. Dermaßen rüde die Nichtigkeit der eigenen Religion in möglicher universeller Vielfalt zu sichten, ließ viele Priester ihren Glauben einfach verlieren.

Und der Kapitäns-Bischof, als höchste Instanz und Autorität an Bord, betrank sich im hilflosem Verlust von allem, was seinen gesamten Lebensinhalt bisher ausgemacht hatte. Vollkommen desinteressiert am selben Zustand seiner Mannschaft, welche ihn gerade jetzt am dringendsten gebraucht hätte, schloss er sich in seinen separierten Räumlichkeiten ein. Die strenge, an zentrale Autoritäten gewöhnte Disziplin der Priester, brach in sich zusammen wie ein Kartenhaus.

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12.04.2011 von eb
Die Froschkönigin.
Aus der Reihe; "Die Märchen der Träumer".
Oder auch; "Die Langeweile des konventionellen Blickwinkels".

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bild




... Die Froschkönigin.
... Die Königin der Frösche.
... Der Frosch der Königinnen.
... Der König der Frösche.
... Der Königsfrosch der Frohnaturen.
... Fesche Frösche, frische Fische.
... Froschschenkel in der Königsschenke.
... Sei kein Frosch.

... ähm, tja....??!!


Der Frosch ist bleich, der Frosch ist reich,
- dem Leben gleich, ... bleibts doch nur Laich.

Küsstest du ihn noch, als er jüngst zu dir kroch,
- mag er dich doch, ... trotz äußrem Joch.

Die große Liebe, verteilt so manche Hiebe,
- und auch die heitren Triebe, ... erträgt er mit stoischem Geschiebe.

Doch zu lange Beine, lohnt keine Scheine,
- kommst du ins Reine, ... so ist die Schönheit seine.

Ist der Wunsch auch noch so wild, bleibt die Wirkung mild,
- und unverändert gilt, ... dem Frosch, bleibt stets das gleiche Bild.

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10.04.2011 von eb
Erleuchtung.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 6

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Das sachlich geschätzt, etwas dreißig Meter große Wesen, welches in Statur, Kleidung und Aussehen den Bewohnern dieser Stadt entsprach, aber ansonsten durch eine Transparenz bestach, die in etwa dem der städtischen Abschirmung entsprach, - wirkte irgendwie vorwurfsvoll. Deshalb und angesichts der momentan doch recht würdelosen Eigenwirkung, fühlte sich der Kapitäns-Bischof nach Überwindung des ersten Schreckens genötigt, die Situation und vor allen Dingen sich selber unter Kontrolle zu halten und entrang sich ein gequältes; "Ha..hallo".

"Wie hallo? ... Da kommen feuchtigkeitstragende Figuren wie ihr in meine Trockenzone, wahrscheinlich in der Absicht meine Forschungsergebnisse ab zugreifen oder sonst wie zu klauen, und alles was ihr dazu zu sagen habt ist; .... Hallo? Glaubt ihr, ich mach das hier aus Spaß? Die ganze Anlage hat mich ein Vermögen gekostet. Alleine schon die Genehmigung zu erhalten, sie auf diesem öden Planeten errichten zu dürfen hat Unsummen verschlungen. Meine Eltern sind zwar nicht gerade die Ärmsten, aber eine Zulassung an der intergalaktischen Gelehrtenkammer, ist auch für mich kein Pappenstil. Schon die dreißigtausend Versuchsmodule, haben den größten Teil meiner Rücklagen verbraten. Und dann kommt auch noch irgend so ein Idiot von der Vereinigung für die ungestörte Entwicklung barbarischer Kulturen und beklagt sich im abgelegensten Teil dieser Galaxie über störende und mißinterpretierbare Funkfeuer. Die blödsinnige Anlage zur Abschirmung davon, hat mich nochmals das doppelte gekostet. Dabei ist das hier, erst nur das Grundmodell. Und jetzt kommt ihr, bringt bereits durch eure feuchte Existenz den Rost mit, und wollt mich um meine Arbeiten bringen. Schon, dass mein Analysator zwar eure Sprache klar entschlüsseln und verwenden konnte, aber dafür keinerlei sonstige Einblicke in eure Moralvorstellungen oder überhaupt Vorstellungen und schon gar nicht Absichten erhält, - lässt nichts Gutes ahnen. Das Ding arbeitet normalerweise absolut einwandfrei und zuverlässig."

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07.04.2011 von eb
Kontakt.
Aus der Reihe: Der Kirchenplanet, Teil 5

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Nachdem man nun ausgezogen war um im Auftrag der Kirche einer ganzen Planetenbevölkerung Gottes Wort zu verkünden, hatte sich das Planziel also auf eine Fläche von exakt 103 Quadratkilometern, einem Durchmesser von 11,452 km und einem Umfang von 35,977 km reduziert. Welches zudem noch, wie der Inhalt einer Schneekugel, in eine relativ transparente Hülle eingepackt war, die an ihrem höchsten Punkt 5,726 km erreichte. Doch Gottes Kinder, - sind bescheidene Astronauten. Also machten sich alle eingehend so viele Gedanken wie möglich darüber,- wie man den Bewohnern des Fleckchens überdachter-, aber unschwer ersichtlich, auch bis auf den letzten Meter bebauter Erde, am besten begegnen könnte.

Das Bewohner vorhanden waren, und diese sogar tatsächlich so aussahen, wie auf dem vor 300 Jahren aus den extraterrestrischen Funksignalen gewonnenem Bild, konnte bereits durch vergrößerte Aufnahmen der Sonde geklärt werden. Auch das auf dem auffälligen und zudem noch größten Gebäude im Zentrum der Anlage sichtbare Kreuz, ließ keinen Zweifel offen. Dies hier, war zwar nicht der erwartete, aber doch ursprüngliche Anlass der ganzen Reise. Und nach unzähligen Beratungen, Diskussionen und vielfältig weiteren-, aber nicht weiterführenden Beobachtungen, ließ sich der Kapitäns-Bischof mit zwei ausgesuchten Priestern, von der Pilotin mit der Landefähre zum Ort selber transportieren.

Diese legte eine rasante, aber wahre Meisterlandung hin. Keine zwanzig Meter von der Außenwand dessen entfernt, was von weitem wie eine Halbkugel aus Glas aussah. Und angesichts der vom Flug noch schwer grünen Gesichter ihrer Passagiere, immer noch amüsiert grinsend, half sie diesen beim Anziehen und Prüfen der leichten Isolieranzüge mit eigener Sauerstoffversorgung. Sie bedauerte allerdings sehr, nicht mitkommen zu dürfen. Aber sie war die einzige überhaupt, welche die Landefähre fliegen konnte. Weshalb der Kapitäns-Bischof sie gleich aus mehreren Gründen heraus, keinerlei Gefahren aussetzen wollte. Und speziell für den Fall, dass ein schnellstmöglicher Rückzug erforderlich war, blieb gar nichts anderes übrig als, dass sie bei der Fähre wartete. Da jeder der Isolieranzüge aber neben den Biosensoren und Kommunikationsgeräten auch über Kameras und Außenmikrofone verfügte, konnte sie das Geschehen nicht nur gleich aus verschiedenen Blickwinkeln bequem mitverfolgen, sondern neben einer ständigen Übermittlung davon zum Raumschiff, auch die medizinischen Werte jedes einzelnen überwachen.

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