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03.08.2012 von eb
Genug des Lästerns. (Zumindest für heute)

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bild Reich mir das Nichts,
ich lass es blüh'n.
Des leeren Gesichts,
kein Muskel wird's bemüh'n.

Gib mir das Alles,
ich werd es genießen.
Im Fall des günstigsten Falles,
können wir es gemeinsam begießen.

Gib mir das Eine,
zu meinem Wohle.
Und ist es das deine,
dann bringt es mir Kohle.

Die Prosa "der Märkte", kommt sicher nicht an gutturale kulturelle Erzeugnisse altehrwürdiger Religionen heran, aber immerhin kann man ihr eine gewisse spielerische Oberflächlichkeit und Niveaulosigkeit unterstellen. Zudem, - ist heute Freitag. Und man hat sich entschlossen, zwecks ungebändigter Terminlosigkeit und Fehlens jeglicher sonstiger gesellschaftlicher Verpflichtungen, - dieses Wochenende, entsprechend friedlich und geruhsam zu durchleben. Sollten "die Märkte", mal von einem Blasphemie-Verbot gesetzlich untermauert werden, was im durchschnittlichen Opportunismus des alltäglichen Lebens ja durchaus schon mal erlebt wird, - dann wird auch den Satirikern, nichts anderes übrig bleiben, als Altes mit Neuem zu vergleichen. Ansonsten, - bleiben mir heute nur noch ein paar Hinweise auf zwei wirklich bemerkenswerte Ereignisse. Eines davon, ist die Erkenntnis, dass die Ernsthaftigkeit modernem Medien-Entertainments, mittlerweile anscheinend im Feuilleton seinen Platz erhält. Zumindest, findet man ausgerechnet parallel zum üblichen "Mutti Merkel rettet den Euro"- Gedröhn in der Wirtschaftsabteilung der FAZ, - im Feuilleton ein bemerkenswertes Psychogramm des Nichtsnutzes des Egos für Andere. Nur schade, dass ausgerechnet die Literaturwissenschaftler, ihren technokratischen Jargon nicht etwas atopischer gestalten können. Trotzdem, - lesenswert.

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02.08.2012 von eb
Das muss man sachlich sehen.
Klick macht dick.
bild



Naja, - gut. Manchmal übersieht man ein paar Sachen. Oder muss sogar extra lange warten, bis sie so richtig reif sind. Hätte auch ein gutes Frühstück werden können. - Verpasst. Der Versuch eines Rettungsschirmes aus frischer gelber Acrylfarbe, hat leider auch nicht lange gehalten. Wäre eine Chance gewesen, es ein wenig fröhlicher wirken zu lassen. Man muss die Chancen nutzen, wie sie kommen, - heißt es ja so treffend. Eines der besonders schönen Resultate, des pragmatisch praktischen Vorbetens von; "Pragmatismus", - beim Spiel mit Volkes opiatem Bedürfnis, fürs bodenständige Gefühl. Bei welchem der Boden, - natürlich lieber nicht gezeigt wird.

Na denn, - dann beißt mal kräftig rein. Zeigt einem Miesepeter wie mir, - was positives Denken ist.

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01.08.2012 von eb
Der Satz des Tages.

Die Spekulanten haben wieder Vertrauen in den Euro gefasst.

... meinte heute morgen eine dieser Expertinnen, welche im Radio das tägliche Börsengeschehen kommentieren.

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30.07.2012 von eb
Das Glossar des modernen Künstlers, - im Big Business.
Oder auch ....
.... vom tiefen satirischen Ernst, der künstlichen Erhabenheit der Kunst.

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bild Sei ein Mythos, doch sei du selber.
Das ist ein wenig wie, - Bild-Zeitung lesen, und das Ding tatsächlich zur Zeitung zu erklären. Sondiere den Willen deiner Zielgruppe, was man dort für authentisch hält, - und dann liefere nur die rudimentären Symbole davon. Den Rest, kann jeder selber interpretieren. Und schon, hast du den mythischsten Nebel, den jeder für authentisch hält. Siehe auch, - Selbstreflexion.

Selbstreflexion
Opportunismus zur Kunst zu erklären, - war schon immer ein wenig schwieriger. Und zugeben, darf man das ja nicht, - auch wenn es Status-Quo ist. Aber solcherlei Weisheiten, sind ganz schlecht fürs Geschäft. Also nebelt man ein wenig mit Sätzen alter Schreiberlinge herum, wie z.B.; "Ich ist ein anderer", - "der sich zudem selber von außen betrachtet", - lässt aber alles wie es ist. Und schon, hat man Selbstreflexion begangen. So was lieben die Leute. Psychozeugs und systemische Selbstanalyse, liegen sowieso gerade voll im Trend. Eine gesunde Analyse, wie man das eigene Ich, sozial und selbstbewusst, zu einer starken, erfolgreichen und monetär bewertbaren Persönlichkeit gestaltet, hilft auch dem Künstler, - die eigenen Schwächen auf ihre künstlerische Umsetzung zu analysieren. Siehe auch Selbstvermarktung.

Selbstvermarktung
Die Kunst, simple Werbe- und PR-Strategien zum Verkauf seiner Selbst, - zur Kunst zu erklären. Siehe auch, - Nebel.

Nebel
Von außen betrachtet, - grau und undurchsichtig. Von innen, - wie geschaffen, - um alles daraus zu machen, was von außen, - niemals jemand tatsächlich beschreiben könnte. Generell, eine Metapher für den Ist-Zustand. Siehe auch, - Nichts.

Nichts
Siehe auch, - Nebel.

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28.07.2012 von eb
Schattenwirtschaft

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bild Im Angesicht des Zustandes, dass D-Land bereits schon Geld umsonst geliehen bekommt, meinte unser Finanzminister jüngst, das; "die Märkte", - nicht in Ordnung sind. Und hält den negativen Ausblick der Ratingagentur Moody's für falsch, weil; "die Märkte", Ratingagenturen nicht mehr ganz so ernst nehmen, - wie vorher. Derselbige Vertreter klugem und weisem deutschem Ökonomentums, erklärt ausgerechnet "dem" Leiter eines der größten Wirtschafts-forschungs-institute und Denk- und Schleuderfabrik des monatlichen Geschäfts-klima-indexes, welches seit Jahren die mediale Wirtschaftswelt; "der Märkte", be- und erschüttert sowie beeinflusst, - die Milchmädchen-rechnung. Irgendein EZB-Chef, lässt einen positiv stimmenden Satz fallen, - und; "die Märkte", lassen die Aktienkurse wieder steigen. Dann werden sie wieder fallen, - oder auch nicht, dann wieder ein wenig steigen, - oder auch nicht, dann wieder, und wieder, und wieder ..... Oder ganz zusammenbrechen, - oder auch nicht. .... Und mir wirft man mangelnde Ernsthaftigkeit vor? Ob das eigene schluchzende Lachen, eher eine ganz normale Reaktion auf so was wie täglichen Irrwitz ist, - behalte ich mir mal vor. Wovon wollen wir eigentlich zukünftig leben? Worauf aufbauen? Auf ein Fluidum? Eines sogar, dessen eigene Experten das Ding zur kalkulativ rationalen Sache per-se erklären? Während sie gleichzeitig mit jedem Wort das Gegenteil davon beweisen? "Die Märkte?" Was ist, wenn; "der Euro", aufgrund der Reaktion "der Märkte", tatsächlich gerettet wird? Wird das dann besser? Oder machen wir uns dann endgültig, - von Hampelmännern, Propheten, eitlen Gecken, PR-Mechanismen, Profitstrategien und fluidalen Bewertungskriterien mit Eigeninteressen abhängig? Es ist schön, wenn man sich Gedanken darüber macht, - ob; "die Märkte" wieder Vertrauen haben. In was auch immer. Wobei wohl jedem klar ist, dass es hierbei um nichts anderes geht, als Vertrauen ins grenzenlose Profitmachen. Und wenn das problemlos möglich ist, - dann sind; "die Märkte", - in Ordnung?

Und was ist mit uns? Habe ich Vertrauen, - in; "die Märkte"? Von ihren Propheten, Priestern und Tempelrittern mal ganz abgesehen. Wobei nicht mal mehr erkennbar ist, welcher Messias von welchem Tempel redet. Dass man mich nicht falsch versteht. Unsereiner hat nichts gegen Markt. Auch nichts gegen Handel. Nur etwas gegen Leute, die den Acker für alle, blind zum Jenseits seiner eigenen Spekulation verkommen lassen. Und dann auch noch huldigend davor knien, - und das sogar zur bodenständigen Normalität erklären. Ist heute nun mal so? "Die Märkte?". Der Himmel über mir, ist manchmal blau und unergründlich. Hallo? Ist Aber- und Irrwitz normal, - nur weil er gerade existiert, - und genug Pragmatiker vorhanden sind, - die nichts anderes können, - als Pragmatismus? Der zudem noch, ziemlich heftig ideologisch, wenn nicht sogar religiös vermauert ist? Sind ja nur ein paar Fragen. Von einem Ungläubigen sogar. Und der Heide, will sich wahrhaft nicht über Menschen lustig machen. Eher vielleicht über ihre Götter? Man darf mir auch ruhig Polemik vorwerfen. Warum nicht? Was sind; "die Märkte", - anderes als Polemik? Unsereiner kann ebenfalls mehr als problemlos damit leben, dass er nicht unbedingt zu den Helden solcherlei Expertentums zählt. (Dass ich so nicht ende, dafür würde ich glatt noch selber das Beten anfangen). Wie würde solcherlei Kompetenz dann am Ende aussehen? Das ich mich hinstelle und von; "den Märkten", - schwadroniere? Für die besonders religiös gestimmten, habe ich jedenfalls nochmals einen älteren Text raus gesucht. Aus irgendeinem Grund, kann man den anscheinend immer wieder verwenden.

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27.07.2012 von eb
Künstlich kunstwissentschaftliche Analyse des Sandwich.

Nun erfreut man unsereinen ja mitunter schon mal, mit dem wohlwollenden Hinweis, dass er den nötigen Ernst missen lässt. Ganz besonders freundlich gesinnte Zungen, unterstellen stellenweise sogar einen unsinnigen Sinn für Unsinn. Ja, - sogar abstrusem Nonsens. Um diesen voreiligen Komplimenten leichtfertiger Seelen gerecht zu werden, muss ich mich natürlich entsprechend anstrengen, - und auch wieder zeitgemäßer orientieren. So hatte ich ja bereits schon im Voraus angekündigt, mich mit weltbewegend philosophischen Betrachtungen, in und ums Marmeladenbrot beschäftigen zu wollen. Aber da mir der Markenkern des unsinnigen Denkers und irrationalen Ökonomen, aus zeitgemäß rentablen Gründen schon am Herzen liegt, habe ich mich entschlossen, dem noch einen drauf zu setzen. Und meinen Lesern zuliebe, - mich an Schwierigeres zu wagen. Endgültig überzeugt von diesem Wagnis, hat mich dann EZB-Präsident Mario Draghi, welcher meinte, dass er den Euro retten wolle,- und dies "um jeden Preis". Da der gleiche Mann einstmals meinte, dass der Sozialstaat ausgedient hat, und auch; "diese Märkte", gleich nach seinem Ausspruch, in puren Freudentaumel mit steigenden Aktienkursen verfallen sind, - musste ich unwillkürlich an das Gerücht denken, dass es vielleicht James Bond- Darsteller Daniel Craig hätte sein können, welcher aus dem Hubschrauber heraus, das olympische Feuer entzündet. Wird wahrscheinlich jetzt kaum nachvollziehbar sein, - aber jedenfalls ist mir unbedingt daran gelegen, der tiefen Ernsthaftigkeit verantwortungsbewusster Männer und Frauen, in und ums kontinentale Geschehen herum, meinen Tribut zu zollen. Und dies, - um jeden Preis.

So ein Marmeladenbrot, ist ja eigentlich eine recht eindeutige Sache. Konstruktion, Zweck bzw. Herstellungsgrund, wie auch Material sowie künstlerische Gestaltung, - sind für jedes Auge frei und offen ersichtlich. Kurzum, - ein Marmeladenbrot, enthält keine Geheimnisse. Selbst eine eventuelle Unterscheidung zwischen Marmeladen- und Konfitürebrot, ist eindeutig am Anteil der Früchte ersichtlich. Aufgrund der Konstruktion, ist zudem kein Inhalt, sondern lediglich eine Bedeckung in mehreren Schichten vorhanden. Die letzte Schicht, kann zwar mal Schimmel sein, aber auch dies, - sieht man direkt. Also fürwahr, - im relativ frischen Zustand, - ist da nichts, was einer sinnlichen Vernichtung, bei moderatem Preis, - im Weg stehen könnte. Kurzum, - einfach nicht unsinnig genug.

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26.07.2012 von eb
Hörprobe

Klick macht dick.
bild Es ist schon erstaunlich, was plötzlich wieder an Diskussionen, Argumentationen und Gesprächskulturen möglich geworden ist. Wie in alten Tagen den deutschen Landfunk, - welcher sich dann stellenweise auch nicht mehr zwischen Ideologie und medialer Verantwortung entscheiden konnte, - genieße ich seit einiger Zeit das SWR2 Forum. Ich möchte dies jetzt nicht als Werbung dafür verstanden wissen, - und frei von Weichwascherei, - ist es auch nicht, - aber im üblichen Sumpf medialer Marktschreierei, empfinde ich es mittlerweile doch, als ein Kerzenlicht im Sumpf. Aber dies soll natürlich jeder für sich entscheiden. Man beachte auch beim Anhören der Diskussion, wie oft das Wort "Glauben" fällt. Ich möchte deshalb darauf hinweisen, weil hier eine Wirtschaftsjournalistin, sich doch mittlerweile eigentümlich ehrlich mit-beteiligt, wie sie ansonsten zu Hauf, ihren Glauben einfach so durch die medialen Welten trümmern. Im Großen und Ganzen, würde ich das Ganze folgendermaßen zusammen fassen. Dies alles sind bestimmt die Leute, welche ansonsten dazu neigen, ihre Kinder mit Sätzen zu erfreuen, - wie z.B. "Siehst du, - wärst du nicht so stur gewesen, - und hätten wir uns früher so unterhalten, - wäre das alles nicht passiert." Aber es ist schön, das wir wieder miteinander sprechen können.



23.07.2012 von eb
Mal kurz anhalten,
... aber immer schön aufpassen.

(C.) 24x30cm-Marouflage Acryl       Klick macht dick.
bild



Da muss jetzt angesichts einfacher Bildchen keiner denken, dass es prophylaktische Gründe fürs handelsübliche Hantieren mit dem Rasenmäher gäbe. Die süße kleine Katze, füttert sich ja auch mit süßen kleinen Vögelchen. Deshalb verpasst, - Mensch, - ihr auch keine neue Frisur. Und fressen und gefressen werden, ist evtl. auch im Märchenwald nicht das Gleiche, - wie mähen und gemäht zu werden. Letzteres, ist eher ein Merkmal unserer modernen Marktwirtschaft. Ob es ein generelles Merkmal der Menschen an und für sich ist, haben wir vor lauter ideologischem Gehampel, ja noch nicht mal ausprobieren können. Zudem, - ist ja noch gar nichts geschehen. Außer vielleicht ein paar allzu vorschnellen Interpretationen. Nicht jeder mit großen Augen, - ist auch hungrig. Und nicht jeder mit einem breiten Maul gefräßig. Vielleicht bahnt sich hier ja sogar auch nur eine gute Freundschaft an? Oder gar eine zarte Liebe? Vielleicht kennen sich die beiden ja auch schon ewig? ... Wer weiß das schon? ... Des Farbenklecksers ultimativer Trumpf über seine Bewerter, - wäre eigentlich sein Schweigen. Sonst müsste er glatt noch die Wahrheit sagen. Nämlich die, dass man eventuell auch einfach nur fröhlich die Phantasie hat laufen lassen. Und einfach nicht mehr Inhalt drin ist, - als auch drauf steht.

Das Schöne bei so Sachen ist, dass nie jemand genau wissen kann, ob ein Text nun vor-, während, oder nach einem Bild entstanden ist. Was die künstlichen Experten rational kunstbeflissener Kunstlosigkeiten, natürlich gerne mal ins künstliche Jenseits treibt. Aber besonders des Comic-, Märchen-, und Kinderbuches Liebhaber, - immer wieder aufs Neue den Satz übrig lässt;

Aber vielleicht, - ist auch alles ganz anders.

Oder auch ...

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22.07.2012 von eb
Leseempfehlung

Da wäre jedes weitere Wort von mir einfach nur geschmacklos. Wie soll man das ausdrücken, wenn einem einer so richtig aus dem Herzen schreibt? Mein eigenes Zeugs, - fällt heute aus. Und ohne jeden weiteren Kommentar, - direkt zu Klaus Baum.

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21.07.2012 von eb
Besorgtes Privatisierungskino.

Oh, - hätte man fast übersehen. Da muss man der kommunalen Zeitung doch glatt mal ein Lob aussprechen. Zwar auch zu spät, - aber immerhin. Im kommunalen Privatisierungskino beim Verscheuern von Krankenhäusern, zeigt man sich neuerdings besorgt, - über Entwicklungen, die sich eigentlich schon vor dem Verkauf, jeder einigermaßen realitätsbewusste Teenager, an fünf Fingern hätte abzählen können. Und von einigen Kritikern, auch durchaus so benannt wurden. Die typischen Erscheinungen von Rationalisierungs-bestrebungen eines einzig am Profit interessierten Unternehmens. Wie es überall an privatisierten Krankenhäusern, schon seit Jahren zu beobachten ist. Interessiert, hat das aber weniger, - denn; "der Markt", ist natürlich von Natur aus "sozial". Deshalb heißt das ja auch "soziale Marktwirtschaft". Selig sind die ewig Gläubigen.

Am besorgtesten, zeigt sich sinnigerweise der, der als Oberbürgermeister, dunnemals den Verkauf an Helios schwerstens empfohlen hatte. Ein Schelm, - wer dabei etwas anderes annimmt, als ausschließliche Sorge um; "unser" Krankenhaus. Wobei das; "unser", einen merkwürdig zwiespältigen Umgang mit dem, - ach so viel gerühmten Eigentum offenbart. Nachdem es einst "unser" war, sich aber jeder fleißig beeilt hatte, das Ding schnellstmöglich zu verscheuern, ist es nicht mehr; "unser", aber trotzdem plötzlich wieder; "unser". Witzige Sache das. Aber, "unser", (nicht meiner), Oberbürgermeister, hofft noch in absoluter Klarheit darauf, dass die schwierige Phase nur eine Übergangsphase ist. Vor dem Mann kann man sich vor lauter Klarheit gar nicht mehr retten. Der ist so klar, dass ziemlich klar ist, dass in ein paar Jahren, die "schwierige Übergangsphase", - gelebte Normalität ist. Vielleicht hat er's noch nicht bemerkt, - aber wenn die Werbekampagnen jetzt schon anfangen, - dann haben die einen Grund. Oder glaubt da jemand tatsächlich, dass ein ökonomischer Flatline-Betrieb wie Helios, ohne kalkulative Zielsetzung und Bedarf, - in Werbung investiert? Dieser Marktglaube, ohne nicht mal seine simpelsten Mechanismen ehrlich zu benennen, - ist von tiefer Religiösität geprägt.



20.07.2012 von eb
Die Perfektion des Nebels.

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bild Ja was denn? Kann man nicht mal was ohne Sinn machen? Der tägliche Gestaltungswille und so? So wie bei Politikern, Managern, Sanierungsexperten, Altlastentsorgern, Trendforschern und Kalkulatoren des CO2 Ausstoßes von Frühstücksmargarine? Hier ein Reförmchen, - da ein Reförmchen? Oben ein Trend, - unten ein Trend? Links ein System, - rechts ein System? Ab und zu auch mal ein Reförmchen des ganzen Universums, weil dessen Trend grad nix einbringt? Geschwind mal alles über den Haufen werfen, resetten, brandroden und umgestalten? Und wenn's schief geht, - reparieren? Oder auch nicht, - und stattdessen, neue Gestaltungen, von alten Gestalten, auf dem Alten? Hauptsache es bewegt sich ständig was. Was, ist zwar egal, aber irgendwas, - ist auch ein Denkmal. Lediglich eine Frage seiner Auswirkungen. Ein nicht unerheblicher Teil des Sinns, hier in diesem blog, ist immerhin auch der Unsinn. Unsinn zum Schutz gegen den Sinn des Unsinns von außen, - sozusagen. Oder sagen wir besser, der zaghafte Versuch, den Unsinn wieder fühlbar zu machen. Wenn das schon mit dem Hirn nicht mehr hinhaut. Und wenn Unsinn, Sinn macht, dann macht kein Sinn, - erst recht Sinn. Macht doch Sinn,- oder? Des Menschen schlimmstes Unvermögen, ist das einfache Betrachten von Botschaftslos Existentem, welchem er nicht wenigstens seine theoretischen Weisheiten aufdrücken kann. Und wenn's die eh nicht gibt, dann gibt es neue Worte dafür. Letzteres, - mit Sicherheit. Gib einer Sinnlosigkeit einen bedeutsamen Namen, dann wird der Nebel im Nebel, zum Fels in der Brandung. Und erhält plötzlich Bedeutung. Einen Markenkern.

Bedeutung, - ist zwingend wichtig. Es kann gar nicht genug Bedeutungen geben. Sonst könnte sich ja auch keiner bedeutungsvoller fühlen wie andere. Was unbedingt eine bedeutungsvolle Umgebung erfordert. Ein Stein, ist schließlich auch kein Stein mehr, sondern Naturkunst, - der versteinerte Zahnschmelz aller bereits verstorbener Lebewesen, - oder gar Teil der Orangenhaut von Mutter Gaia. Das Ding einfach in die Hand zu nehmen und sich darüber zu freuen,- geht nicht. Im systemischen; "Alles ist Eins", hat Eins auch Alles zu sein. Selbst das Nichts. Eins mal Eins ist Eins, und Eins mal Alles eben Alles, - und gleichzeitig Eins. Lediglich Alles mal Alles, ergibt ne Menge mehr. Irgendwie, muss man den Nebel ja vergrößern können. Wachstumsbeschleunigungsgesetz und so. Wäre dem nicht so, wäre wahrscheinlich der größte Teil zeitgemäßer Kunsttheoretiker genauso arbeitslos, wie die Esoteriker, Kirchenmänner oder sonstigen Experten des Deklarierens von Bedeutungsvollem oder Bewertbarem. Ja, - schlimmer noch. Beim normalen Genuss des menschlichen Daseins, käme man glatt noch auf den Trichter, dass man nicht Teil eines Finanzsystems ist, sondern das Finanzsystem, - lediglich ein ziemlich gebräuchliches, aber marodes Handwerkszeug in einer Lebenswelt. Aber das einfache Aufräumen einer Werkstatt, ist natürlich nicht so bedeutungsschwanger zu assoziieren, wie das fröhliche Leuchten einzelner LED's im System. Auch der viertelstündige Vortrag eines Politikers im öffentlichen Raum, reicht vollkommen aus, um zu zeigen, dass im absoluten Nichts, der gesamte Sinn des Universums verborgen liegen kann. Keiner erträgt nichts, - und schon mal gar nicht, - nicht im Nichts. Weshalb das Nichts unbedingt Sinn machen muss. So kann natürlich auch fast keiner mehr etwas genießen, wenn dabei nicht auch irgendwas zu bewerten wäre. Stellt euch doch mal vor, - einfach nichts zu genießen. Ist auch trübselig, - oder? Aber das Nichts mit fröhlichem Leben durch bewertbar Nichtiges zu füllen, lässt selbst Nichtsnutze zu Helden werden. Einen Teil der Triebfeder dazu, verstehe ich ja. Unsereiner kann es auch nicht ab, wenn es eine Welt darauf anlegt, in aller Öffentlichkeit mehr Blödsinn zu verzapfen, - als man selber. So was geht echt an die Eitelkeit.

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17.07.2012 von eb
Die Eleganz der Sensibilität.

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bild Wenn Ewald die Feldmaus, mal eben ums eigene Überleben kämpft, interessiert das in der Regel keine Sau. Und wenn letztere dann im Schlachthof steht, - erst recht nicht. Wie wir sehen, ist der Grenzgang zwischen Animalischem und Menschlichem, selbst sprachlich, ein schwer frequentierter Ort.

Aber alle reden natürlich von Sensibilität.

"Huch ... ich bin ja so sensibel. Du nimmst überhaupt keine Rücksicht darauf. Nicht mal beim Essen. Ketschup auf'm Steak, finde ich roh und kulinarisch niveaulos. Nichts für meine sensiblen Sinnesorgane. Ist die Sau wenigstens bei lebendigem Leib geschmort worden? Da schmeckt der feine Gaumen so wunderbar das Ambiente von Mutter Natur's rauhem Umgangston. Man gönnt sich ja sonst nichts. Ich erwarte schon, dass du sensibel auf mich eingehst. Hast du übrigens mit bekommen, dass der arbeitsscheue Kerl nebenan, von den Argen heftig sanktioniert worden ist? Geschieht ihm recht. Soll er sich doch einen Job suchen. Hey, - mach doch nicht so viel Fett aufs Fleisch! Du bist aber auch ein unsensibler Stoffel. Heute Abend, will ich übrigens den Film mit Reinhold Schwartenmagen sehen. Ich finde die Action von dem so Klasse. Da geht so richtig der Punk ab."

Auch die kleinen Dinge des Lebens, bieten jetzt nicht weniger Irritationen, als die Menschen- und Weltbilder der Mächtigen. Ob so etwas wie sensible Rohheit oder rohe Sensibilität, nach- oder vor-gelebt wird, interessiert aus gutem logischem Grunde heraus, immer nur den, - der das Ganze über-lebt. Und selbst der, ... interessiert es ihn tatsächlich?

Aber da hat wieder jemand den Weihnachtsbaum angezündet, - und vergessen das Licht auszumachen.

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15.07.2012 von eb
Gute Selbstdarstellung, miserables Timing.

Naja, - vielleicht ist dies ja auch eine Form, dieses viel gerühmten Pragmatismus. Manche dieser Umfragen, - ob um 12 Uhr am Mittag schon Tag ist, bestechen jedenfalls durch ein besonders erstaunlich spätes Auftauchen, - an den ausgerechnet sensibelsten Punkten deutscher Bildungsmaschinisten. Der ehemalige Vorsitzende des philosophischen Fakultätentages, und Verbindungsmannes zur Hochschulrektorenkonferenz, ist mittels einer solchen Umfrage zur ultra-hellen Erkenntnis gelangt, dass Studienanfänger ein wenig oberflächlich geworden sind. Er drückt das zwar eleganter mit kulturtechnischen Defiziten aus, aber im Großen und Ganzen, hätte dieses Interview, in seiner ganzen "Leere", - jeder X-beliebige Lehrer geben können. Bis auf den einen Satz natürlich;
Die Schulen vermitteln nicht mehr die wesentlichen Kulturtechniken.

Warum das so ist, - beantwortet er leider nicht. Denn eigentlich, wäre das genau der richtige Mann dafür. Und komischerweise, fragt der Interviewer hier auch nicht nach. Aber der weise Schlusssatz, ist dafür von geradezu hinreißendem philosophischem Deutungsvermögen geprägt.

Die Gefahr ist, dass sich dadurch ein Aberglaube und eine antirationalistische Haltung ausbilden.

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13.07.2012 von eb
Alle sind ganz furchtbar überrascht.

Im Ländle, ist nichts unmöglich, - heißt es so schön. Was andernorts unbürokratisch Lederhose und Laptop heißt, macht im kernigen Wirtschaftswunder ländlicher Untreue, die Maultasche mit der Bank wett. Nicht nur der ehemalige Ministerpräsident Herr Mappus ist überrascht, dass man sein Tun, - eventuell als unlauter bezeichnen könnte. Was der Überrascher Überraschung ist, liefert dem überraschten Publikum, immer mal wieder aufs Neue, die Überraschung weiterer Überraschungen. Wobei nicht immer ganz sicher ist, ob im üblichen Sumpf des Geflechtes konservativer Errungenschaften, welcher gerade in diesem Teil des Getreidefeldes bundesdeutscher Landschaftspflege seine Austrocknung verhindert, die überraschende Steigerung der Anzahl Überraschter, - tatsächlich überrascht. Zumindest beschränkt sich der überraschte Aufschrei, auf den phlegmatischen Blick schwäbisch-badischer Genießer des Betrachtens, täglicher Zeitungsmeldungen. Aber wahrscheinlich liegt dies eher daran, dass man; "volles Vertrauen" darin hatte, dass Minister und Präsidenten dieses Bundeslandes; "pflichtgemäß handeln", wenn sie ihre flotten Deals, mal eben so an verfassungskonformen Einrichtungen vorbei schleusen. Der weltmännische Blick, des vom Big-Business gestählten Landmannes, - macht dies schließlich mit links. So ein bisschen Gott mit ein paar Milliarden spielen, will doch jeder auch mal gerne. Im Zeitalter der; "Notbewilligungen", nimmt man's ja allgemein nicht mehr so genau mit den vorgeschriebenen Wegen. Welche lästiger-weise, zugunsten unnützer Erbringer dieser Peanuts geebnet wurden. Das finanzielle Kreisen ums Parlament, ohne dieses dabei zu betreten, ist ja fast schon kontinentaler Standard. Nimmt man einen Herrn Mappus als Vergleichsperson, dann stimmt einem die doch recht interessante Karriere, - vom demokratischen Volksvertreter, über den bahnhöflichen Volkstreter, zum finanziellen Volksvollstrecker, - doch recht bedenklich. Aber dieses, - heißt dann natürlich wieder Politikverdrossenheit. Und im schlimmsten Fall, - dann auch noch von Wutbürgern.

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11.07.2012 von eb
Wo nimmt er das her?

Da meint ein Soziologe im öffentlich Unrechtlichen, dass wir völlig neue Lebens- und Wohnformen benötigen? Wieso eigentlich? Der gleiche Soziologe erklärt im gleichen Interview, dass der Trend zum Single-Dasein etwas damit zu tun hat, dass es immer "wichtiger und zugleich schwieriger wird, Beruf und Familie aufeinander abzustimmen." Wie, - ist das wohl passiert? Da bleibt doch die Frage offen, - wer richtet sich nach wem, und was ist wem wichtiger als anderes? Bauen wir eine Gesellschaft, die sich nach ihrem ökonomischen Nutzen orientiert? Dann brauchen wir neue Lebens- und Wohnformen. Oder bauen wir eine Gesellschaft, die sich nach traditionellen Mustern orientiert? Dann dürfte die Frage und erst recht nicht die Antwort auftauchen. Oder bauen wir eine Gesellschaft, die sich nach humanen Werten orientiert? Dann bleibt die Frage offen, - aber ganz bestimmt, - gibt es keine humane Antwort. Denn die kann im Moment nur bedeuten, - wir passen unsere Humanität, Kultur und unser ganzes Lebensgefühl, lediglich den ökonomischen Bedingungen an. In diesem Fall, gibt es auch keine Individualisierung. Jedenfalls nicht außerhalb der Anforderungen, was dies zu sein hat. Das Thema "Solidarität und Fürsorge", auch bezüglich Älterer, ist zwingend von der ethischen Frage abhängig, was dieser Gesellschaft wichtiger ist. Dass es mit dieser Ethik ganz übel aussieht, - traut der gute Mann sich nicht anzusprechen. Genau genommen, hat er hier gar nichts gesagt, - außer dem, dass wir uns den Gegebenheiten anpassen müssen. Traurig. Auf solche Soziologen, - können wir verzichten. Davon haben wir mehr als genug. Solche Antworten kann jeder liefern. Der Trend, - hat einen Grund. Warum nicht den Grund auf seine Ethik und humane Basis untersuchen, - anstatt direkt die Antworten darauf zu haben?

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10.07.2012 von eb
Kampf dem Funktions- und Beschleunigungszwang.
Methoden, zur Entdynamisierung der Welt.
Jeder kann mithelfen, - auch du.

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bild Entkoffeinierter Kaffee.
Nikotinfreie Zigaretten.
Krawatten aus Blei.
Nadelstreifenanzüge mit echten Nadeln.
Aquarien als Fernseher verkaufen.
Das Wort zum Sonntag als morgendliche Weckmelodie.
Musik, nur noch im Infraschallbereich.
Autos mit Pedalantrieb.
Handys mit altem Z80 oder 6502 bestücken.
Mehr Hopfen ins Bier.
Waschmaschinen mit Handkurbel.
Spülmaschinen ohne Netzstecker.
Notebooks nur noch mit Windows 7 oder Viesta.
Von jedem Bild, nur den Hintergrund zeigen.
Bei Fastfood-Burgern, die Brötchen ebenfalls in Fett tränken.
Navigationsgeräte, nur mit Karten die älter als fünf Jahre sind.
Bei Dönern, die Serviette weg lassen.
Ketschup-Flaschen mit Kohlensäure.
Klopapier vom Baumarkt. (Abteilung Schleifpapier, - Körnung 40.)
Rasenmähen, - nur auf Schotterpisten.
Kurz vom dem Duschen, 150 ml Tinte in den Durchlauferhitzer.
Deo und Aftershave, preisgünstig durch Knoblauchzehen ersetzen.
Die Etikettierungen von Aphrodisiaka und Schlaftabletten vertauschen.
Motoröl, nur im Bioladen kaufen.
Kettensägen mit Batterien.
Lesebrillen, nur noch über 20 Dioptrien.
Bei Texten, die Kommas weg lassen.
Sekundenzeiger an der Uhr, manuell betätigen.

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07.07.2012 von eb
An der Küste, - nichts Neues.

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bild Nach mittlerweile zwei Wochen striktem Entzug von Nachrichten, hat man am Wochenende doch mal wieder einen Durchgang durchs mediale Geschehen getätigt. Was aber jetzt auch nicht unbedingt hilfreich oder erbauend war. Und außer dem üblichen Schliddern subjektiver Objektivitäten im Tunnel, irgendwie auch nicht mehr gezeigt hat, - als vorher. Zumindest, hat sich an den immer gleichen Leuten mit Hang zum ideologischen Pragmatismus für die praktischste Ideologie im Nebel nichts geändert.

Unveränderte Einheitsquellen
Wo der von jedem ethischen Bewusstsein befreite Marktgott und sein Prophet Werbung regieren, da wird alles zur Einnahmequelle. Im stieren Suchen nach auch der letzten Möglichkeit Kohle zu machen, - und dies mit religiöser Akzeptanz eines Marktes wie er nun mal gerade ist, und ohne Nachdenken darüber wo das enden könnte, - ist auch bei Human Resources, - alles verwertbar. Auch ihre Daten. Opportunities as they come. Sinnigerweise, denkt ja auch jedes einzelne dieser Web's im-, oder am, - Wäpp des ultimativen (w)üsten (W)erbe-(W)ahnsinns mit den drei double-Juhuus, - es wäre das Internet. Wobei die Frage erlaubt sein dürfte, ob die Bezeichnung Werbenet mittlerweile nicht irgendwie treffender wäre. Die paar unlauteren Angebote, die mittlerweile jeder täglich als email erhält, haben sich schließlich auch zur Normalität entwickelt. Dass Herr Gabriel sich ausgerechnet bei Facebook in der Form äußert, dass er es nicht so prickelnd findet, wenn seine Heimatstadt seine Adresse an Werbefirmen oder sonstige Datensammler verhökert, lässt aber doch wenigstens ein gewisses Amusement zurück. So etwas nennt man übrigens auch, - Pragmatismus. Angefangen beim Stadtsäckel, übers Werbenet, - zum Rest der Markt- und werbe-intensivierten Gesellschaft. Finden ja auch alle ganz toll. Eine Diskussion über Ethik von Prophet und Gott, - findet in der Kirche nicht statt. Nur die Resultate, die einem selber nicht gefallen, taugen immerhin noch zur Selbstprofilierung.

Bewegung im Einheitsdenken?
Dass da sogar ausgerechnet mit Herrn Beise, als Zeitungs-Ökonomen, Berufs-Positivisten und einer der lautesten selbsternannten Experten des bisherigen ideologischen Weges, es plötzlich jemand gut findet, dass Ökonomen sich streiten, - lässt Pragmatiker bezeichnenderweise ihren Pragmatismus ausgerechnet dann verlieren, wenn sie die Selbstreflektion immer nur von anderen fordern. Wobei der Schluss eigentlich ziemlich einfach ist. Das bisherige Expertentum, - war nicht besonders viel wert. Was den pragmatischen Experten nicht daran hindert, sich den Zeichen der Zeit pragmatisch anzupassen. Nach doch mittlerweile etlichen einseitigen- und sehr pragmatischen Jahren, zur Erkenntnis zu kommen, dass Ideologie etwas mit Einseitigkeit zu tun hat, - ist auch nicht gerade frei von Satire. Vom plötzlich Sinn des Wandels eines Herrn Sinn vom Unsinn zum Sinn, ganz zu schweigen. Auch, dass die Weisheit von Weisen, die plötzlich weise ihre bisherige Weisheit in Frage stellen, aber deshalb auch genauso weise plötzlich nicht mehr als regierungsamtliche Weisheit deklariert wird, - lässt ebenfalls nur die eine Expertise zu; Man wird immer erst schlauer, wenn (fast?) schon alles zu spät ist? Aber wie Herr Beise schon sagte; Jetzt muss alles auf den Tisch. Wirklich alles? Oooohh-ha. Das kann dauern.

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02.07.2012 von eb
Vom Dogma im himmlischen Garten.

Klick macht dick.
bild Über die Realität ist mal wieder einer dieser Rasenmäher gefahren. Aber diesmal, bleibt wenigstens ein Bildchen vom blühenden Leben zurück. Das Behindern buntem Lebens, zugunsten lieb gewonnener Gewohnheiten, in Kombination mit Radikalreduzierung ästhetischem Empfindens, - ist aber jetzt natürlich nicht nur an Heim- und Hofmechaniker in grünen Latzhosen gekoppelt. Die Glaubenskongregation (was'n Wort), der Katholiken z.B., hat einen neuen Boss bekommen. Als Deutscher, - ein echter Anwärter für; "Wir sind Glaubens- und Sittenlehre" - für Springersche Ethik unter blank gezogenen Oberweiten. Dazu auch noch Dogmatik-Professor. Irgendwie passend. Dies erinnert mich beherzt an den letzten Katholikentag, welcher von einer Öffnung der Kirche träumte. Woraufhin dann maßgebliche Stimmen meinten, dass man da nicht so viel von erwarten sollte. Weise gesprochen. Der gute Mann hat bereits auch schon bewiesen, dass ihm jede Form von Irrlehre ein Gräuel ist. Irrlehre, - ... auch so ein Wort. Heftig vieldeutig interpretierbar, - würde ich sagen. Je nachdem, auf welcher Seite der Irrtum dem Irrtum seinen Irrtum vorwirft. Das kann schon mal zu verirrten Irritationen führen.

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30.06.2012 von eb
Der Blickwinkel der Elitären.


Das Grundklischee der Kinofassung;

Sie wussten, was auf dem Spiel stand. Heute würde sich alles entscheiden. Die letzte Schlacht stand bevor. Die Entscheidung. ... Mit dem Grauen des nächsten Tages würde die Welt wissen, - ob sie eine Zukunft hatte, - oder ob es beim Grauen blieb. Die himmlischen Heerscharen, nahmen ihren angestammten Beobachterplatz ein. Die Flügel angelegt, damit man das ängstliche Zittern der Federn nicht bemerkte. Die zum Zerreißen angespannte Furcht vor dem, was da kommen möge, - mehr schlecht als recht verbergend. In den Logen, sammelten sich die violetten Hüte, Bänder, - und zur Feier des Tages, - besonders weiß gewaschenen Kleider. Ernste Gesichter auch hier. Die Stirne in Falten, die Münder zusammengekniffen. Unfähig noch etwas tun zu können. Sie hatten ihre besten Krieger aufgestellt. Nun lag alles an ihnen. Lähmendes, knisterndes Schweigen breitete sich aus.

Der Feind;

Erst nur vereinzelt, dann immer mehr, entstiegen den brodelnden Fluten des Feuers, - die Kreaturen der Nacht. Veharrten wartend am Ufer. Dem geheimen Kommando eines Jahrtausende-altem Willen gehorchend, kamen weitere hinzu. Füllten die leeren Plätze. Wurden mehr und mehr. Fügten sich ein, in eine mittlerweile endlose schweigende Wand des Grauens. Die sich erst in Bewegung setzte, als der Druck der ständig neu Hinzukommenden übermächtig wurde. Und so setzte sich eine neue Flut in Bewegung. Eine unübersehbare Höllenbrut, die sich wie ein gewaltiger, gigantischer Einzelkörper, in eine bestimmte Richtung bewegte. Ein Körper aus unzähligen Leibern, der in seinem Rücken, einen nicht endend wollenden Strom an ständig neu hinzukommendem Material, - aus dem Fluß des Feuers zog.

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27.06.2012 von eb
Ente in Creme-Rot, Schwarz und Goldgelb.

(C.) 24x30cm-Marouflage Acryl    Klick macht dick.
bild Das Ganze; "Götterdämmerung des deutschen Michel" zu nennen, wäre eine wenig arg böse, - oder? Mir würde das auch nicht gefallen. Wenn der deutsche Michel sagt, dass der deutsche Michel dumm ist, dann hat der deutsche Michel etwas entscheidendes gesagt, - Nämlich, - dass er dumm ist. Ganz schwierige Sache das. Aber es gibt ja auch unpersönlichere Alternativen. "Donald Duck in der Midlife-Crisis mit gesteigertem Bierkonsum", fiele mir z.B. noch ein. Oder; "Al Bundy in Entenhausen". "Erpel's Expertenhaltung beim Fussball", - fände ich aus verschiedenen Gründen, auch noch ganz nett. Gerade zeitgemäß wäre vielleicht noch; "die Reaktion des Bürgers bei der Entscheidung, ob er sich für die Entenhausener Verfassung, oder die der Disney Studios entscheidet." Natürlich immer vorausgesetzt, Dagobert Duck und Robert Iger, lassen diese Frage überhaupt zu. Von fiskalischen Produkten, heiter durch geschleußt, während die Nation der Nation zu jubelt, die ihnen gerade den Arsch unter dem Hintern weg zieht, - ganz zu schweigen. So ist unsereiner mal wieder bemüht, zu verstehen, was eigentlich nicht zu verstehen ist.

Wahrscheinlich ist das Ganze ja nur das Resultat der eigenen Suche, nach dem perfekten Götzenbild in der heimischen Gebetsecke. So ein Heide wie unsereins, hat es schließlich etwas schwerer, - in Sachen spiritueller Tröstung. Andere, haben dafür ihren Fernseher. Und bei manchen, hängt sogar extra noch ein Kreuz oben drüber. Weshalb mir natürlich daran gelegen ist, mich nicht zu sehr von der Umgebung zu isolieren, und erwartbaren Grundmustern auch ein wenig entgegen zukommen. Migration und so. Na, - ihr wisst schon. In der Logistik heißt das schließlich auch; die Einbindung kundenspezifischer Warenkreisläufe. Da bekommt in Baumarkt-gestählten Zeiten, auch der gepflegte Heide, die Möglichkeit für den preiswerten do-it-yourself Götzendienst.

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