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26.08.2015 von eb , - Aktuelle Bilder

Esoterik-Exoterik Teil 3.

Das Hintergrundrauschen zwischen Komplexität und Abstraktion, - Teil 15

bild Im ersten Teil dieses munteren Rauschens des Windes im Walde um dieses Schwubberwort "Esoterik" herum, war es mir wichtig darauf hin zu weisen, dass es dafür ja auch einen tatsächlichen sprachlichen Ursprung gibt, und auch mal wieder zu versuchen, ein Gefühl für den Unterschied zwischen Wahrheitssuche und dem Anspruch auf absolute Wahrheiten wecken zu können. Denn sinnigerweise, bemühen sich ja eine Menge Menschen, mit dieser Begrifflichkeit sich entweder selber oder andere damit zu erschlagen, - je nachdem, was so gerade jemand darunter verstehen möchte. Im zweiten Teil, ritt ich ein wenig auf diesem beliebten Mittelalter-Südseesyndrom für den modernen Zeitgeist herum, welches mir einfach zu viele Leute als eine Art klare Trennung zwischen speziell Naturwissenschaft und, - eben Esoterik, auch in Stellvertreterfunktion; Astronomie versus Astrologie bzw. Alchemie versus Chemie verorten, und nicht selten sogar Geisteswissenschaften gleich mit darunter begraben, - während der Begriff Esoterik selber, - eigentlich erst ab dem 19/20 Jhd. überhaupt wieder so etwas wie eine Bedeutung erfuhr. Was ich mir nur darüber erklären kann, dass man mitunter schon im Schulunterricht, speziell bezüglich der Zeit gegen Ende des Mittelalters, viel zu fixiert und vor allen Dingen einseitig, einzelne Personen in einen Zusammenhang mit so etwas wie Naturwissenschaften stellt, die man aber immer nur teilweise entsprechend und auch dies nur in weitaus größeren Zusammenhängen betrachten kann. Darunter zählt z.B. auch Giordano Bruno, den man sicher als Astronom genauso bezeichnen kann, wie als mehr als mutigen Kirchenkritiker, der dafür gar das Leben hingeben musste. Wobei aber ständig nicht mal erwähnt wird, dass der Hauptgrund dafür mit der war, dass dieser als schwer zum Pantheismus neigende Denker, das Jenseits aus-schloss und eben darüber der Kirche an die Deutungshoheit ging. Doch wenn heute jemand sicher sein will, auch wirklich als esoterischer Spinner bezeichnet zu werden, braucht er lediglich mit ähnlich kosmotheistischen Weltbildern kommen. Betreffs der Alchemie, auch für die Anhänger einer klaren Schlacht zwischen Schul- und evtl. Naturmedizin, müsste man vielleicht sogar noch Paracelsus erwähnen, dessen heutige reichhaltige Verwendung seines Namens ähnlich oberflächliche Schlüsse zu lassen, dass entweder eine Menge Kliniken und Apotheken alles Esoteriker sind-, oder möglicherweise entsprechende Heilpraktikerschulen Schulmedizin. Verständlich, ist eine gewisse Fixierung aufs Ende des Mittelalters natürlich insofern, weil sich hier nun mal tatsächlich eine Art Festival des Uneindeutigen aufgetan hatte. Doch fahren wir fort, mit der Suche nach einer möglichen Berechtigung dafür, sich entweder selbst mit diesem "Esoteriker" schmücken zu wollen, oder es als Schimpfwort gegen andere zu verwenden und mancherorts dies sogar auf Menschen auszuweiten, die damit nicht mal was zu tun haben.

5.) Ein Wort in allen Munden, für den speziellen Kunden.

Tatsächlich real als auch möglicher Oberbegriff, taucht das Wort so Mitte des 17 Jhd. in einer "History of Philosophy in eight Parts" von Thomas Stanley, sowie Mitte des 18 Jhd. in Nachschlagewerken und Enzyklopädien wieder auf, in welchen ebenfalls der Bezug zu Pythagoras, sowie Kenntnissen bezüglich wissenschaftlicher und philosophischer Texte im Raum steht, die lediglich erst mal einem Kreis von Fachleuten verständlich sind. Also nichts, was uns irgendwie, weder in Richtung der mittlerweile wirklich gigantischen heutigen Vielfalt von Esoterik mit Selbstbelobigung-, noch in Richtung einer Ablehnung mittels dieses Begriffes, über das weiter hinaus helfen könnte, mit welchem ich den ersten Teil begonnen hatte. Noch weniger, in Hinsicht eines vermeintlichen Mittelalter-Schnitts, wobei ja nicht gerade wenige Astrologen sich genauso als Esoteriker bezeichnen, wie manche auch noch gerne mit der Mystik des Goldmachens liebäugeln. Ganz davon zu schweigen, dass in einem gewissen analogen Sinne, so manche Mystik moderner ökonomischer Überlegungen bzw. auch Spekulationsgeschäfte, irgendwie auch nicht so wirklich weit davon entfernt sind.

Doch zurück zum Begriff selber. Erst ein Franzose namens Jacques Matter, schrub Anfang des 19 Jhd. ein Buch über antike Gnosis, und verwendete in diesem Zusammenhang ein; "ésotérisme", mit starkem Bezug zu einem inneren "göttlichem" Wissen, mit auch schwer elitärem Hang zu einer Art eigenem geheimen Anspruchs darauf. Dabei scheint das passiert zu sein, was dem Beruf des Müllers, als jetzt Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft, irgendwie nicht so ganz gelungen ist und man einen Neologismus nennt. D.h. die umgangssprachliche Ausrichtung eines Sachverhaltes über ein neues oder bereits existierendes und entsprechend miss-brauchbares Wort. Jedenfalls landete das Ding auch im damaligen französischen Universallexikon. Doch angesichts des Umstandes, dass man vermuten darf, dass auch dunnemals kaum jemand Lexika las, aber Buchautoren mitunter eben doch, bedurfte es zugunsten der quantitativen Verbreitung noch der wahrscheinlich vorher eher nicht ganz so beabsichtigten exzessiven Kontexterweiterung durch die Bereiche Okkultismus und Magie, mittels ziemlich bekannt gewordener Bücher eines echten Kenners des eigenen Metiers. Und diesbezüglich, darf man nun wirklich, wenigstes von einem Verständnis bezüglich einer offenen Auseinandersetzung zwischen Naturwissenschaft und Esoterik genauso reden, wie von einem ganzen Haufen noch mehr Probleme, in Hinsicht von Differenzierungen, gleich bezüglich aller möglichen Seiten.

Aufgrund dieses Umstandes, könnten sich jetzt natürlich einige dazu gemüßigt fühlen, mit diesem "Esoterik" alle Anhänger davon, mit den Anhängern des Glaubens an Engel, Dämonen, Zauberei, Voodoo, Paranormalem bis Übersinnlichem gleich zu setzen. Was viele auch machen, und seinen ganz besonderen Charme darin findet, wenn das ein überzeugter Katholik macht, der abends dann seine Kinder mit der Geschichte vom Himmel und der Hölle ins Bett schickt. Alles nicht so einfach, und auch außerhalb jeder realen quantitativen Verhältnismäßigkeit dessen, was sich heute so an Vielfalt davon mit dem Begriff Esoterik selbst benennt bzw. damit sympathisiert. Da muss man jetzt einfach mal fair bleiben können, und sich mit so was eventuell sogar in Obacht vor z.B. dem möglichen Lynchmob einer Horde Astrologen nehmen, welche man ja auch mitunter in einem Abwasch damit erledigt, obwohl da ein Großteil davon, sein eigenes Metier als knallharte Mathematik betrachtet, aber selbstverständlich, das Ziel daraus ein Horoskop zu basteln, wieder in den Bereich einer, sagen wir mal, überlieferten methodischen Magie fällt, deren Anzahl gläubiger Abnehmer, ja jetzt auch nicht gerade geringer ist.

Zudem muss im Sinne von Paranormal und Übersinnlich, dann auch wieder von Supranaturalismus gesprochen werden, über den wir zum Panrationalismus wieder auf wahrlich uralte Probleme zwischen Irrationalismus und Rationalismus stoßen, die in jeder Richtung nur den Glauben an eines davon zurück lässt, der als Glauben wiederum irrational ist und alles wieder von vorne beginnen lässt. Alles, - überhaupt nicht so einfach. Auf der anderen Seite, darf man Okkultismus wohl durchaus auch in die Sparte besonders einfacher Symboliken zwischen Gut und Böse, Himmel und Hölle, Macht und Ohnmacht verorten. Gandalf hebt den Zauberstab, küsst den Frosch und der alte Mann hat dann eben seine junge Prinzessin. Im morbiderem Sinne, sticht jemand in eine Strohpuppe und bekämpft damit entweder vermeintlich Böses oder will Macht über jemand anderen. Andere orientieren sich an christlichen Symboliken und versprechen sich von Engeln oder dem Teufel das Gleiche wie von der Strohpuppe, bzw. glauben an Ritualiken zur Kontaktaufnahme mit ihren Vorfahren. Wenn es eine Revolution des dummen Kerls gibt, darf man auch davon ausgehen, dass es eine Spiritualität der besonders einfachen Gemüter gibt. Meine ganz ureigene individuelle Interpretation von Spiritualität, (ich oute mich jetzt einfach mal), in Bezug des auch körperlichen Empfindens von Ehrfurcht für einen Zeitfluss zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einer gesamten Menschheit, nur beim Berühren einer der Stelen aus Göbekli-Tepe, werden sie genauso wenig nachempfinden können, wie es mich von so etwas wie einer Esoterik frei sprechen könnte, derer ich mich niemals schämen würde, aber eben deshalb auch kein Recht habe, anderen ihre eigenen individuellen Formen davon vorzuwerfen. Der Unterschied mag aber der sein, dass ich trotz eines starken Erlebnisses, niemals behaupten würde zu sagen; "das ist es" oder irgendjemand muss das genauso sehen wie ich, und schon gar nicht als guten Stoff für Horrorfilme.

Auch deshalb war es mir am Anfang im ersten Teils wichtig, auf den Unterschied zwischen Wahrheitssuche und angenommener absoluter Wahrheit hinzudeuten. Denn es gibt einen ganz einfachen anderen und auch für alle viel sinnvolleren Unterscheidungspunkt. Wenn jemand an Geister glaubt, ist das sein Ding, wenn er es beweisen will, ist das noch lange nicht abzulehnen, sondern entspricht lediglich einer Wahrheitssuche, - wenn er aber beginnt sie an zu beten oder zu beschwören, - ist das was ganz anderes. Und wenn dies gar Formen von Ritualik annimmt, in welche auch andere einbezogen werden, hat es bereits die Form einer Deutungshoheit über eine angenommene absolute Wahrheit. Weshalb man auch tunlichst Obacht darauf haben sollte, ob das jetzt, evtl. gar im Verbund mit Menschenverachtung, gefährlich für einzelne, mehrere oder sogar alle ist. Ein Thema, welches man aber fürwahr nicht alleine an Esoterik aufhängen sollte und in vielerlei Hinsicht eigentlich eher die Mentalität des Agnostikers erfordern würde, welcher sich die Freiheit erlaubt, einfach zuzugeben, dass er weder die Existenz noch die Nichtexistenz eines Gottes beweisen kann und dies auch auf anderes ausweitet. Auch Ockhams Rasiermesser, sehe ich höchst kritisch und zudem funktional schwer ökonomisch mit eben ebenfalls sogar Deutungshoheit miss-brauchbar. Will meinen, zwischen dem; "ist so", oder einem; "ist nicht so", vermisse ich generell ein wenig das simple; "ich weiß es nicht", wo es eben auch angebracht sein könnte.

6.) Natur und Technik, - auch wieder anders trächtig.

Will meinen, ich als eigentlich eher Anhänger der Naturwissenschaften mit auch mehr Orientierung auf Beweislastigkeiten, muss ebenfalls fähig sein zuzugeben; dass ich zwar nicht an Geister "glaube", aber dieser Glaube kein Beweis ist und ich deshalb rein logisch den Satz wählen muss; "ich weiß es nicht". Und als zwar zur Zeit pausierenden, aber jederzeit begeistertem Anhänger der Astronomie, hab ich z.B. bei Astrologie natürlich allerschwerstes Bauchgrimmen. Das liegt aber überhaupt nicht daran, dass in diesem Metier die Möglichkeit spekuliert wird, dass bestimmte Formen kosmischer Einflüsse Einwirkungen auf Menschen haben könnten. Ein simpler Asteroideneinschlag auf der Erde, würde das Problem rein logisch und sehr praktisch, aber zugegeben, - auch ausgesprochen roh lösen, und wäre demzufolge auch mehr ins Metier der direkt beobachtbaren Vorgänge mit auch direkter Beweisgrundlage zu betrachten. Äußere Einflüsse, sind jedenfalls überhaupt nicht von der Hand zu weisen. Über feinfühligere Auswirkungen, kann ich nur spekulieren, solange zur Zeit verwendbare Mess- oder Beobachtungshorizonte weder ein; "ist so", noch ein; "ist nicht so" ergeben. Selbst die ollen Griechen, haben sich nicht davor gescheut, auch noch die gewagtesten Spekulationen bis auch noch zur ultimativen Harmonie des gesamten Kosmos anzustellen. Daran ist überhaupt nichts Falsches. Ohne Spekulation, - keine Forschung. Was ich den Astrologen aber ankreiden kann, ist unbedingt der Zustand, dass sich schon Johannes Kepler, damit eine profitable Einnahmequelle bei Wallenstein gesichert hatte, indem er eben ein; "ist so", bezüglich von Horoskopen produziert hatte. Was ich einfach nicht gutheißen kann. (Nennt mich einen Moralisten)

Außerdem sind wir mit dem Thema Esoterik noch lange nicht fertig, nur weil ein Éliphas Lévi Okkultismus popularisierte. Wie bereits erwähnt, steht das heutige Bild einer Vielfalt von Esoterik im krassen Widerspruch dazu. Natürlich gibt es auch heute noch jede Menge Spezialisten mit auch einem Hang dazu. Aber einmal sehe ich dies als Minderheit, und zum anderen, auch noch deutliche Unterschiede zu einer Art quantitativem Esoterik-Restart vor ca. 50 Jahren und nochmals einer diesbezüglich eigentlich schwer auffälligen, aber meiner Ansicht nach auch absolut unreflektierten Veränderung vor, sagen wir mal, ca. 15 Jahren. Weshalb man niemals den Zeitfaden verlieren- und auch die möglichen Einflüsse einer Zeit, sprich, den Zeitgeist berücksichtigen sollte. Als Anschluss an den zweiten Teil, müssen wir ja bereits schon zu Immanuel Kants Zeiten, also Mitte bis Ende des 18 Jhd. von der Industriealisierung sprechen. Dampf- wie Spinnmaschine und mechanischer Webstuhl waren schon längst erfunden und entwickelten in Kombination, besonders während des 19 Jhd. volle kapitalistische Blüten in Form von Arbeitsplatzvernichtung über Rationalisierung mittels Automatisierung bei gleichzeitiger, trotzdem immer noch Arbeitsplatzausbeutung. Den Begriff des Maschinenstürmers, finde ich übrigens aus vielerlei Hinsicht, eigentlich viel interessanter als den des Esoterikers, aber wir wollen ja nicht vom Thema abweichen. Trotzdem, hängt da, bis heute unverändert, bereits schon der gewaltige Zwiespalt eines Sinnbildes im Spektrum zwischen Begeisterung und Unwohlsein, bzw. Technikgläubigkeit und vermeintlicher Technikfeindlichkeit mit drin, auf dem ich noch ein wenig herum reiten möchte. Generell, werde ich das aber jetzt sicher nicht, wie im verlinkten wikipedia-Artikel, an Karl Marx Problemen damit festmachen. Den Schwerpunkt einer Mentalität dazu, Progressivität nicht im Sinne humanethischer Weiterentwicklung verstehen-, sondern mehr in Form einer systemisch-organisatorischen-, sprich politisch-soziologisch-ökonomischen Anpassung an die ansonsten unreflektierten dynamischen Selbstläufer einer Zeit anpassen zu wollen, ist ein generelles Problem. Ein schwerer Hang, zur auch linken Systemtechnokratie, lässt sich zwar durchaus spekulativ darüber angehen, aber ohne einen Willen aller, eben auch nicht bearbeiten bzw. gar lösen. Zudem bin ich mir sicher, dass es auch bezüglich solcher Gedanken schon wieder Gestalten gibt, die das dann als Esoterik abtun.

Was soll's. Was bleibt ist auf jeden Fall der Zustand, dass mit der im zweiten Teil bereits erwähnten Erweiterung des menschlichen Beobachtungshorizontes durch technische Geräte, eben über die Jahrhunderte auch eine exzessive technische Erweiterung des Handlungshorizontes entstand. Das anfangs relativ harmlose Fernrohr, ließ sich neben dem Betrachten der Sterne, ja auch recht praktisch auf dem Schlachtfeld genauso verwenden, wie als Hilfsmittel zur Vermessung in vielerlei Hinsicht. Wobei ich die Industrialisierung jetzt ganz bestimmt nicht am Fernrohr aufhängen will, sondern dies eher als Sinnbild für den Zustand sehe, dass man etwas verwendet, ganz egal für was, - Hauptsache, - man kann es dafür verwenden, und eben auch so etwas wie eine viel gepriesene Naturwissenschaft, mit ihrem vorher eigentlich mehr analytischem Beobachtungscharakter, so ziemlich ihre Unschuld verloren hatte. Aus den Naturwissenschaften entwickelten sich die Ingenieurswissenschaften, denen auch nichts besseres einfiel, als auf der Grundlage naturwissenschaftlich bereits gewonnener Erkenntnisse so ziemlich alles zu basteln, was gerade möglich- und wo irgendwie auch ein Bedarf dafür vorhanden war. Den Faden, können wir komplett über Dampfmaschinen, Glühbirnen, Atombomben, Teflonpfannen, Camping-Klos, Herzschrittmacher, Robotik und High-Tech-Waffen ziehen. Und ja, - eben auch großflächige Zerstörung einer Umwelt, bei denen den Versprechungen der Wissenschaftler und Ingenieure, dies wieder gerade biegen zu wollen, eben nicht alle mehr unbedingtes Vertrauen entgegen bringen konnten/können. Von zwischenzeitlich auch zwei exorbitanten Weltkriegen mit technisch fundiertem Wissen zur quantitativen Tötung von Menschen, mal ganz abgesehen. Man mag mir ja Zynismus vorwerfen, aber das mit der viel gerühmten Aufklärung im Verbund mit Naturwissenschaften, hatte einen ausgesprochen separativen Charakter, - oder?

Jedenfalls muss es überhaupt nicht verwundern, dass sich, bewusst oder unbewusst ihres menschlichen Zustandes, als entweder Schlachtvieh oder Bedienautomat, (und hier ist es wieder, das Bild des zwar unfreiwilligen, aber doch Maschinenstürmers), bzw. überhaupt als menschlich eher unwichtiges Objekt einer Maschinerie, die sich zum Schluss tatsächlich selber als System bezeichnet, - Menschen irgendwie nach etwas suchen oder greifen lässt, - was anders sein könnte. Warum sie dabei dazu neigen, vermeintlich bewährtes Altes als möglich Neues zu sehen, anstatt wirklich nach neuen Alternativen zu suchen, wäre dabei natürlich unbedingt eine schwer interessante Frage, die man aber sicher nicht einfach so lapidar über Begriffe wie Progressivität versus Traditionalismus angehen kann. (Weshalb man übrigens speziell auch als Linker, Erich Fromm nicht immer so schnell hinter Marx oder/und Adorno verstecken sollte. Der Zustand, sagt nämlich auch eine Menge aus.) Selbstverständlich, sollte man aber ebenfalls auf keinen Fall vergessen, darauf hin zu weisen, dass solche Sehnsüchte weder selbst frei von inhumanem Gedankengut sein müssen, wie auch gerade diesbezüglich Spezifisches natürlich besonders gerne von denen bedient wird, die Menschen gegen Menschen hetzen wollen, bzw. sich selber darüber eine erhobene Position über andere Menschen basteln möchten. Was natürlich in Hinsicht einer Kombination aus Deutungshoheit, absoluter Wahrheit, stammesgeschichtlicher oder sonstiger Kultur-Eiferei bis zu den Naturfetischisten mit Hang zur Raubtier-, bzw. gleich "Leben und Sterben lassen"-Qualität, eine hoch gefährliche Sache ist. Doch wer von brauner Esoterik spricht, muss auch von brauner Wissenschaft, brauner Religion usw. usf. sprechen können.

Ich erwähnte bereits schon im ersten Teil, dass ich grundsätzlich erst mal alles auf seinen Stellenwert im möglichen Spektrum zwischen Menschenliebe über Ignoranz bis zur Menschenverachtung oder gar Menschenhass betrachte, während ich mich mittlerweile mit dem irritierenden Zustand anfreunden muss, dass besonders hart gesottene, bereits darin schon, so etwas wie Esoterik sehen. Einen über-schwer konditionierten Hang zu technokratisch betrachtbaren Weltbildern in weitaus mehr Bereichen, als man so gemeinhin annimmt, als Grund dafür zu sehen, lasse ich einfach mal spekulativ im Raum stehen. Was ich, so widersprüchlich das auch klingen mag, teilweise aber auch wieder nachvollziehen kann, denn auf Seiten der sich tatsächlich über Esoterik identifizierenden Menschen, herrscht nun mal wirklich ein Chaos mit zudem ausgesprochenem Fehlens eigener diesbezüglicher Differenzierungen. Dieser Generalabwasch mittels eines Superwortes wie Esoterik, von auch allen Seiten, war ja überhaupt der Grund für das Ganze hier. Doch zum wirklichen Chaos, - kommen wir erst nach dem Millenium. Denn einen ganz besonderen Hype von so etwas wie Esoterik im Verbund mit bereits erwähntem Unwohlsein bezüglich der eher menschlich negativ empfundenen Auswirkungen naturwissenschaftlicher Erkenntnistheorie ohne Erkenntnis über die eigene Selbstverherrlichung hinaus, gab es auf jeden Fall, so im Zeitabschnitt der 60iger über die 70- bis 80iger Jahre hinweg. Einigen der nicht mehr ganz Jungen, ist vielleicht sogar noch das Zeitalter des Wassermanns im Verbund mit dem Musical Hair und auch dem Woodstock-Festival bekannt. Gut, auch ich war dunnemals gerade erst mal elf Jahre alt und hab mir das eher von außen betrachtet, - trotzdem gehe ich aber einfach mal davon aus, dass auch so manchen Anhänger der reinen Ratio, (zu denen ich mich jetzt eher nicht zähle), der älteren Jahrgänge, das nicht ganz so kalt gelassen hat.

Und auch folgende Friedens- wie Umweltbewegungen, lassen auf keinen Fall den Schluss zu, dass dies alles auf dem Boden einer ausschließlich wissenschaftlich rationellen Betrachtungsweise entstanden ist. Wobei es wohl auch eher der spätere Rückzug in den Realpragmatismus war, der durchaus Erreichtes auch wieder zerstört hat. Aber bezüglich der Umwelt-bewegten, (wozu ich mich ja selber eigentlich wiederum auch zählen muss), wurde es speziell auch wieder spannend. Vereint hat so ziemlich alle das Unwohlsein gegenüber einer Entwicklung die zum Umweltkollaps führen könnte. Getrennt, hat es bezüglich auch der Sichtweise hinsichtlich eines möglichen Humankollapses. Denn nicht gerade wenige der Umwelt-bewegten, ließen auch deutliche Zweifel an ihrer human-ethischen Gesinnung aufkommen, ohne das überhaupt bemerken zu wollen. Ich kann mich jedenfalls noch an Sprüche erinnern, dass die Menschheit am besten untergehen solle, (außer dem Sprecher natürlich), bzw. Reduzierung einer Menschheit auf ein für die Umwelt verträgliches Maß. So Lüdden findet man heute noch, bekommt damit aber sicher weniger eine Zukunft für auch alle Menschen gebacken, und riecht auch ganz schön schwer nach einem Hang zur eigenen Übervorteilung.

Auch ein gewisses Schwergewicht bezüglich von Esoterikern der mehr grenzfälligen Art in Richtung archaischer Naturreligionen, mag seinen Ursprung darin haben, dass es irgendwie was mit "Natur" zu tun haben könnte, bei dem man aber eher eine Natur der Menschen als natürliche Menschen in der Natur betrachtet. Aber auch dies, lässt sich heute schwer alleinig am Begriff Esoterik fest machen. Doch auch dazu, später mehr. Alles in allem, darf man dies aber auch mal quantitativ im Verhältnis sehen, und der weitaus größere Teil dieser bisher eigentlich noch nie in solcher Vielfalt aufgetretenen Konzentration, und eben auch entsprechenden Vielfalt, von sich zum Begriff "Esoterik" bekennenden Menschen, war meines Erachtens nach, eher als liebenswert bis zumindest alles andere als menschenfeindlich zu betrachten. Über Begriffe wie naturwissenschaftliche Bildung in diesem Zusammenhang, unterhalte ich mich erst gar nicht, denn ich kann im Besonderen "nicht nur", anhand eines mittlerweile wieder aufflammenden nationalem Rassismus sehen, dass dies in einem human-ethischem Kontext, irgendwas zugunsten aller gebracht haben könnte. Ebenfalls weitaus fragwürdiger, sah ich da eine spätere Adaption des Ganzen an bereits erwähnten Realpragmatismus. Manchmal nenne ich dies, zugegeben, schon ein wenig bösartig, das Langhans Syndrom. Welcher nicht nur zeigt, welche gewaltige eigen-interpretative Vielfalt man schon seit längerem unter dem Begriff "Esoterik" vereinen könnte. So was ging, bezüglich einer parallelen Netz-Entwicklung über eine ganze Cyberpunk-Ära hinweg bis zu den vermeintlichen Erben in Form der Piraten, sogar so weit, dass man eventuell sogar von Techno-Esoterik sprechen konnte. Denn so mancher Informatiker, so ca. in den 80/90iger Jahren, der ob seines technisch-wissenschaftlichem Sachverstandes auch gerne mal von der Esoterik anderer sprach, ließ jedenfalls auch nicht immer einwandfrei zwischen Netz- und Naturspiritualitäten unterscheiden.

Streitereien zwischen Schulmedizinern und Homöopathen in mehr traditionelleren Kontexten, die mittlerweile lediglich nur noch auf unterschiedlich privatisierten Marktsegmenten herum reiten, ohne dies zu kritisieren, geschweige denn überhaupt zu reflektieren, empfinde ich bis heute eigentlich eher ablenkend von einem möglicherweise tatsächlich realem Zeitgefühls dafür. Und nein, - ich bin kein Freund von Homöopathie. Ob Wasser, Informationen in welcher Form auch immer, übertragen kann, darf man jederzeit spekulieren. Genauso darüber, ob Gestalten der Zeitgeschichte diesbezüglich schon Erfahrungen gesammelt haben. No problem, - und schwer interessant. Es als; "ist so", darzustellen und darüber bereits schon Geschäfte zu machen, ist aber einfach etwas grundsätzlich anderes, und hat mit so etwas wie einer Suche nach Wahrheit, nun mal überhaupt nichts mehr zu tun und bewegt sich im komplett gleichen Kontext und möglichem Erkenntnishorizont wie bei den Astrologen, - und ja, - ich bin so böse, - auch so manchen Ökonomen, soziologischen Systemtheoretikern, Demografen. Doch zurück zur Esoterik, die eigentlich nie lediglich nur aus Astrologen, Homöopathen oder überhaupt Wahrsagern bestand.

Wenn man sich selbst zur Esoterik bekennende Menschen nicht gleich ablehnte bzw. sich damit unterhielt und auch entsprechende Eigenpräsentation auf dem Netz beschaute, so entstand, zumindest für mich, ungefähr folgender Eindruck einer natürlich schwer groben (und auch subjektiv empfundenen) Aufteilung; Ein sehr kleiner Teil davon, versuchte sich tatsächlich, wenn auch auffällig oberflächlich, über die ollen Griechen zu erklären, ein anderer kleinerer Teil, suchte anscheinend wirklich sein Heil im Okkultem und Magischem, doch der weitaus größte Teil, lebte mehr so vom Gefühl, dass im Zuge einer Technisierung altes evtl. wertvolles Wissen verloren gegangen ist und fing dabei meistens vor der Industrialisierung nach hinten an zu denken, mit allerdings auch schwerem Hang dazu, irgendwie alles aus auch allen anderen Bereichen zu vermischen. Und selbstverständlich, gab es auch die Jünger der Begeisterung für den fröhlichen Weltuntergang. Die gab es zwar schon immer irgendwie, aber speziell bezüglich dieses Untergangs, bewegen wir uns bereits in der Jetzt-Zeit, welche ich nochmals gesondert betrachten möchte.

7.) Realtime-Esoterik-Exoterik

Manche behaupten ja, dass Jahrtausend-wenden einen mystischen Charakter haben. Da ich selber davon nur eine erlebt habe, kann ich dazu wenig sagen. Aber zugegeben, es ist hübsch, wenn so eine Jahreszahl drei satte Nullen am Ende hängen hat. Wobei allerdings auch das, angesichts einiger Unklarheiten über das korrekte Datum von Christi Geburt und auch schwerer Zeitkorrekturen im Nachhinein, so seine Zwielichtigkeiten hat, und ebenfalls Anhänger anderer Endzeitvisionen in die Bedroullie bringt bzw. ebenfalls wieder Neukorrekturen erfordert. Was soll's. Der größte Teil des vorher genannten groben Eindrucks besteht für mich immer noch, auch trotz Millenium. Ehrlich gesagt, freue ich mich sogar darüber. Den größten Teil davon, finde ich weder gefährlich, noch wirklich komplett verballert, - ja stellenweise sogar, schwer liebenswert, - irgendwie, - sehnsüchtig. Und das stellt man nicht einfach so über Beschimpfungen ab, denn weder reden wir über Ratio-Automaten, noch ist irgendjemand auf dieser Welt tatsächlich frei von Irrationalitäten. Da ich an die ultimative Ratio eher weniger glaube und dies interessanterweise eben auch schwer speziell bei denen sichte, die ständig davon sprechen, - aber die Vielfalt der Menschen begrüße, gehe ich das darunter an, was eben menschenverachtende Züge trägt.

Ansonsten lässt die Kombination aus irgendeinem "älterem" und/oder irgendeinem "innerem" Wissen, genauso viele Kombinationen aus Wissenschaft, Philosophie, Naturphilosophie, Religion, Naturreligion, Heilkunde, Okkultismus, Scharlatanerei, Zauberei, Engelsglauben, Wunderheilung im auch gesamten Spektrum zwischen einer humanen Ethik über pures Abzocken bis auch zur Menschenverachtung-, als auch zwischen Wahrheitssuche, über angenommene absolute Wahrheit bis gar zur Deutungshoheit darüber zu, - wie sich spätestens seit der letzten ""hoch" wissenschaftlichen" Klimadebatte, ernst zu nehmende Feldforschung, Fanatismus, Software- und Modellierungsfetischisten, Geoingenieure mit schwerer Trial-and-Error-Mentalität, Trittbrett-fahrende Biologen zugunsten der Finanzierung eigener schwer zweifelhafter Forschungsprojekte, vollkommen hysterische Medien-Professoren eigentlich ansonsten hoch seriöser Forschungseinrichtungen, Klima-politisch vollkommen durchgeknallte Bärbel Höhn's fürs Essen aus dem Tank auf Kosten von Drittländern, Kalkulatoren des CO2-Ausstoßes von Margarine und Rinderblähungen, Hobby-Klimatologen und sonstige Wetterfrösche mit Weltbilder so groß wie ein Schuhkarton, Liz Mohns und sonstige Reichen-Club-of-Romes-Mitglieder, wie auch vollkommen vernagelte Fernsehmoderatoren und Unterwassermagazine irgendeiner Seite zugunsten eines Gesinnungskrieges unter Menschen, - sich jetzt fürwahr nicht rationaler verhalten haben. Und ich finde, man sollte das einfach mal zugeben können.

Deshalb sehe ich das gesetzt, und auch wenn ich aufgrund eigener Interessen, Hobbys und Begeisterungen, zwar schwer den Naturwissenschaften zugetan bin, lehne ich Esoteriker deshalb nicht einfach ab, nur weil da jetzt dieses Wort im Raum steht. Viel lieber wäre es mir, mich mal wieder ehrlich mit auch ehrlichen Esoterikern streiten zu können. Denn genau diesbezüglich, sehe ich die aktuelle Zeit nämlich nochmals ganz anders. Aber da das hier nun mal schon ziemlich lang geworden ist, - wird es speziell diesbezüglich, noch einen vierten Teil geben.


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