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22.03.2017 von eb
Fake news für galaktische Verkehrsrowdies
Oder auch; Surfbrett versus Transmitter im Internet der Dinge, zwischen Fiktion und Kuchenbacken.

(C.) DIN-A4,Tusche,Ölkreide (Klick mich).
bild Es wäre wohl vermessen, das innerstädtische Beförderungssystem der schwäbischen Kolonie auf Right-angled-Prime, als das beste des Universums zu bezeichnen. Dafür sind einige der Argumente der Kritiker, dann doch zu stichhaltig. Genau genommen, ist bereits schon seine Funktionalität, nur durch strikte Einhaltung der schwäbischen Kehrwoche durch auch alle gewährleistet. Auch die Normung von Breite, Länge und Radabstand der Beförderungsmittel selbst, lässt zugunsten der drehbaren Verkehrsinseln für die Änderung der Fahrtrichtung, nur Spielraum nach oben offen. Wobei auch dieser Freiraum, bezüglich der Abhängigkeiten von Geschwindigkeit, Fliehkraft und Windstärke, begrenzt ist. Diesbezügliche Sondergenehmigungen, gibt es lediglich für Frachtransporte bei gleich­zeitig reduzierter Höchstgeschwindigkeit und Beförderungsverbot oberhalb einer Windstärke von 3, nach der auch hier noch bekannten Beaufort-Skala.

Dafür bedarf es aber aufgrund einer vollautomatischen Steuerung, Überwachung, Anpassung der Geschwindigkeit sowie Vermeidung von Kollisionen, keinerlei Führerscheine bzw. überhaupt die Beteiligung eines Fahrers oder Fahrerin. Auch die Verkehrsregeln, beschränken sich auf einige wenige Verhaltensmaßregeln zugunsten der eigenen Sicherheit, bzw. zur Vermeidung von Zuständen, seinem eigenem Beförderungsmittel nach laufen zu müssen. Was aber in der Regel, auch nur bei Benutzung der neuerdings in Mode gekommenen unbestuhlten Freiluftmodelle eine größere Rolle spielt. Diesbezüglich laufen übrigens momentan, auch in Hinsicht des Beförderns alkoholisierter Personen, heftige Diskussionen darüber, ob zusätzliche seitliche Stützräder, wie sie bei den geschlossenen Modellen Standard sind, - generell zur Pflicht werden sollen, bzw. dafür gar auch ein generelles Alkoholverbot gelten soll.

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13.03.2017 von eb
Im Märzen der Bauer ....

Klick macht Bilder größer.
bild Die aktuelle Kombination aus rarer Freizeit, Schönwetter, besonders frühem Frühling und Gartenansprüchen, macht es wirklich schwer, sich auf die hier sonst üblichen Buntheiten zu konzentrieren. Wobei es ja nun wirklich nicht so ist, dass einem das ganze frühlingshafte Wachstum und Gekribbel wie Gekrabbel, was da so plötzlich aus allen Ecken und Enden hervor schaut, nicht genügend Inspiration für auch schräge Gedanken bieten würde. Alleine bei der eigenen Mini-Tomatenplantage, sehe ich bereits schon ganze Heerscharen feuerroter Köpfe mit Kulleraugen auf mich zu kommen, aus den Lauchzwiebelkeimen grinsen einem neue hämische Dämonen entgegen, im Kräuterbeet erzählt die winterharte Petersilie frische grüne Flachheiten, - und in der Regentonne toben bereits schon die Nadelstiche des Sommers. Aber dies will nun mal auch alles erst mal kultiviert werden und da für mich weder Kompromisse mit Spaten statt Pinsel auf Papier-, noch das sensible Bearbeiten frischer Erdkrume mit dem Bleistift einen Sinn ergeben, muss heute ersatzweise mal wieder die Knipse her halten.

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12.02.2017 von eb
Als jüngst mal wieder die Grippe das Narrativ bestimmte ....

(C.) DIN-A4, Klick macht lange Nase.
(Skizze wegen Schnupfen ausnahmsweise mal digital coloriert).
bild Irgendwo, weit im Osten zwischen Laurasia und Gondwana auf den Weiten des Tethys-Meeres, auf keiner heutig weltlichen Landkarte verzeichnet, gab es einst eine Insel, auf der lebte das Volk der Langnasen. Es war schon aufgrund der hohen Gefahr eines Nasenbruchs, ein ausgesprochen friedliches Volk. Es liebte den Tanz, die Musik, - und seine Nasen. Es hatte schon Häuser, Toiletten und Nasencremes, lange bevor die ersten Anzeichen für die heutige Zivilisation der Kurznasen überhaupt absehbar waren. Ebenfalls betrieb es Seefahrt, besaß eine ganz brauchbare Wissenschaft und wusste natürlich, dass die Erde eine Kugel ist, auf welcher ansonsten rings um die Insel der Langnasen herum, lauter gruselige Ungeheuer lebten. Ungeheuer, von denen hunderte von Millionen von Jahren später, Menschen genauso nur noch die Knochen finden würden, wie ihnen die Launen der Natur keine ausreichende Nase mehr gönnen würde, um auch noch in zehn Kilometern Entfernung einen Fliegenschiss riechen zu können. Wenn man sich das Geschäft eines Brachiosaurus mit 25 Metern Körperlänge und 23 Tonnen Lebendgewicht vorstellen kann, dann mag man bereits einen der Gründe dafür ahnen, warum die mit Geruchsrezeptoren reich gesegneten Langnasen, die Isolation ihrer gut belüfteten Insel, der eigenen Expansion in die Welt hinaus vorzogen.

Generell, war das Verhältnis zwischen Kultur und der ungezügelten Rohheit der Natur, natürlich auch zu dieser Zeit durch große Differenzen geprägt. Zugegeben, die Langnasen selber, waren jetzt auch nicht nur Vegetarier, sondern bemühten sich ebenfalls zum Zwecke der Nahrungsaufnahme, einige der letzten noch überlebenden Säugetier-ähnlichen Arten richtiggehend zu züchten. Wobei die stilvolle Zubereitung eines Oligokyphus-Steaks, eben auch anders angesehen wurde, als einfach so die Nase ab zu beißen, wie es die Raubsaurier auf den Kontinenten taten.

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01.02.2017 von eb
Neulich, im Nebel einer klaren Nacht.


(C.) 20x30cm Maroufl. Abtönf./Gouache (Klick macht vollm(u/o)ndiger).
bild

Version 1: Der letzte Romantiker.

Wenn in der Nacht,
ein magisch Vollmond lacht,
und schaurig schön ein Käuzchen schreit,
mach dich fürs Schattenreich bereit.

Es lädt zum fröhlich Reigen,
mit Nachtgetier und Geistergeigen,
die ohne groß zu fragen,
dir ne Gänsehaut einjagen.

Im Wind hörst du bereits ein Wispern,
das lässt die Haare knistern,
und mit schaurigem Entzücken,
läufts kalt dir über'n Rücken.

Unter düstern rauschend Eichen,
merkst du flinke Schatten weichen,
die geheimnisvoll verschwinden,
in des Baumes Rinden.

In dichten dunklen Sträuchern,
riechst du Elfen Düfte räuchern,
um deine Sinne zu verwirren,
und dich im Wald noch zu verirren.

Dort siehst du dann Dinge leben,
die lassen alle Knochen beben,
während andere schon auf Lauer,
für deinen nächsten Gruselschauer.

Unter hinter Steinen hörst du Gnome lachen,
die sich ob deiner Ängste lustig machen,
- es ist doch nur die Nacht,
über die der Vollmond wacht.


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28.01.2017 von eb
Der Schöne und das Biest.
Oder auch: Die seltsame Schwere, der gefüllten großen Leere.

Aus dem Bilderbuch des Nachwuchses derer,
welche die große Leere bereisen. (C.)
bild Quetzalpak-Akazehe, der spitzohrige Geschichtenlauscher und von seinen Fans in der Regel liebevoll Quetzi genannt, gingen die Geschichten aus und begab sich deshalb mal wieder unter die Menschen. Irgendwo im Hinterland, ganz in der Nähe einer für den Tourismus aufgepeppten Burgruine, traf er auch gleich das Burgfräulein des Ganzen. Die war erst ziemlich erschrocken, angesichts seiner äußeren Gestalt, - aber er konnte sie als Opfer der Launen irdischer Natur schnell wieder beruhigen und schlug ihr ein lukratives Geschäft für beide vor. Er würde für ein paar Monate als Touristenattraktion den Burgtroll machen, und sie ihm dafür bescheidene Kost wie Schlafplatz gewähren sowie dröge Mittelalter-Geschichten erzählen, die er noch nicht kannte.

Das Burgfräulein überlegte angesichts der neuen Werbemöglichkeiten bei verkraftbaren Kosten nicht lange, und tüftelte gleich mit ihm eine kleine Show zur alltäglichen Erfreuung der Touristen aus. Das ging eigentlich ganz gut, aber schon während der ersten Aufführung, in welcher er lüstern sabbernd das Burgfräulein zu entführen hatte, fiel ihnen auf, dass die Touristen während der Darbietung zwar hell begeistert waren, aber danach recht unzufrieden die Burgbühne- und einige sogar die ganze Ruine verließen. Belauschende Marktforschung im Publikum, ergab schnell den Grund dafür. Man vermisste einfach ein Happy-End. Und überhaupt, was will man auf einer Ritterburg, auf der nicht wenigstens dann was Ritterliches passiert, wenn die Unholde schon die Jungfrauen klauen?

Unzufriedene Kunden kaufen weder Souvernirs, noch zahlen sie Extraeintritt für die Folterkammer, noch kommen sie wieder, - dies war auch dem Burgfräulein klar. Von Übernachtungen in der stilvoll restaurierten Burgherren-Suite genauso zu schweigen, wie im ebenfalls hübsch eingerichtetem Burgverlies für schmale Geldbeutel. Und selbst wenn doch, musste speziell bezüglich der Übernachtungen bedacht werden, dass Quetzi so überzeugend war, dass eine Entführung ohne Rettung, möglicherweise sogar noch schlechte Gefühle und diffuse Ängste bis in die Nacht hinein transportieren könnte. Auf die Show zu verzichten, kam aber auch nicht in Frage, dafür war sie als Publikumsmagnet einfach zu gut. Außerdem, wann hatte man schon mal ein richtiges Monster dafür zur Verfügung, was sich lediglich mit ein bisschen Essensabfall, Stroh zum Schlafen und ein paar blöden Geschichten als Bezahlung begnügt. Da musste also unbedingt ein Happy-End her.

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06.01.2017 von eb
Reitsport, nicht nur für Mädchen.

(C.) DIN-A4 Tusche/Ölkreide (Klick Klack).
bild Ist ja eigentlich ein gruseliges Klischee. Ich meine das Ding mit der Pferdeliebe schwer überlastig bei weiblichen Teenies. Hat sich merkwürdigerweise aber trotzdem, von der frühesten Bravo bis zu heutigen Reiterferien für Mädchen und auch entsprechenden Pferdeserien im elektronisch viereckigen Weltbild für die Jüngeren wacker gehalten, und sogar schon die Wissenschaft in den Sattel gebracht. Wobei aber auch der Genderforschung nichts besseres einfällt, als die Emanzipation der Bösartigkeiten. Der Teufel reitet die Mädels beim Reiten, um sich endlich mal wie Buben fühlen zu dürfen. Der egozentrische Leistungscowboy, als psychologisches Vorbild für die Emanzipation des egozentrischen Cowgirls. Ja, - geht's noch? Gut, - der technokratischen Abteilung dieses Metiers an jeder ehrlichen menschlichen Emanzipation vorbei, also dieses neoliberale Genderwelsch funktionalisierungs-williger Lebensabschnitts-gefährtinnen und Familien-managerinnen im Wettkampfhimmel, wird dies vielleicht ideologisch gefallen, aber bereits schon von der Nomenklatur her, - wenig damit anfangen können. Im Grunde, kann ich in diesen; "das ganze Glück der Erde, - auf dem Rücken der Pferde" - Filmchen, jetzt nicht mehr sehen, als die durchschnittlich gesiebte Heldensicht, wie man sie sich auch bei jedem billigen Western bezüglich der quantitativen Verteilung von Helden und Bösewichtern zusammen strickt, um eben die Helden leuchten zu lassen. Hat da jemand was gegen einsame Reiterinnen im Pulk der Reiterscharen von eben Bösewichterinnen? Das Schema dieser Teenie-Filme, kann man eigentlich auch auf Alien 1-5 mit Sigourney Weaver auf den Pony-Hof übertragen. Dass das Geschlecht der Aliens dort nicht eindeutig klassifizierbar ist, ist dabei sogar hilfreich. Ganz egal, ob die nun Raumschiffe reiten oder nicht. Auch die simple Verfrachtung Sattel-tragender Zickenkriege in jedes durchschnittliche Klassenzimmer, bringt da kaum Besonderheiten im Pferdestall zuwege.

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31.12.2016 von eb
Trübe blicklos, fraglich Wende, eines Jahres, - an seinem Ende.
(C.) DIN-A4 Tusche/Ölkreide (Klick mich irritierter)
bild


Und dennoch, ohne viel Worte
.... frohes Neues.



23.12.2016 von eb
Frohe Weihnachten
(C.) Klick Klack
bild

Der Menschen Nerven liegen blank,
da meldet sich das Christkind lieber krank.
Auch dem Weihnachtsmann wird's flau,
fühlt sich gar alt und grau.

Die Engel hört man husten,
und sieht sie Feinstaub aus den Federn pusten.
Als Schutzengel hoch gefragt,
doch von Irren durch den Smog gejagt.

Dem Himmelschor geht's sowieso schon schlecht,
übertönt von allerlei menschlich Wortgefecht.
Motette, wild aus Technosprech und Schlachtgesang,
mit Genderwelsch und Waschbrettklang.

Beim Teufel mit natürlich fieser Laune,
vermutet man darob gar fröhliches Geraune.
Sieht seine Zeit gewonnen
und den Himmel auf den Hund gekommen.

Doch auch der fühlt sich nicht pässlich,
sondern flucht stattdessen doppelt hässlich.
Seelen quälen ist kein Zuckerschlecken,
doch kein Teufelswerk bei gequälten Jecken.

So sah man jüngst zum Weihnachtsfeste,
ein Bündnis mythisch kultureller Reste.
Burnout-geplagt und schwer bereit,
für ne kurz besinnliche Entspannungszeit.



18.12.2016 von eb
Die Symmetrie des Kitsches.
Das Hintergrundrauschen zwischen Komplexität und Abstraktion, - Teil 18

(C.) DIN-A4 Tusche/Ölkreide      (Klick mich symmetrischer).
bild Dass unsereiner nichts gegen Kitsch hat, erwähnte ich ja bereits schon mehrmals. Auch nichts gegen schmuckvolle Dekorationen zur Erfreuung von Einrichtern ihres eigenen Wohlfühlambientes. Letzteres schon deshalb nicht, um den sauer erwirtschafteten schlechten Ruf des hiesig imaginären Deko-Studios nicht zu gefährden. Zu Weihnachten, hat es für mich sogar etwas besonders Liebenswertes an sich. Konsum hin, Konsum her, - es fällt schwer, - hinter den liebevoll dekorierten (Haus)Fassaden der bunten und leuchtenden Vorfreude auf Weihnachten Menschen zu vermuten, die voller Hass und Wut sein könnten. Natürlich sieht die Realität immer anders aus wie die Fassade sie verschönern könnte, aber die durchschnittliche Arroganz elitär geschulter Geschmäcker, war in ihrem Naserümpfen übers Nippesgefühl des Alltags-dekorateurs, jetzt auch noch niemals zwingend besser.

Wobei die zeitgemäße Spannbreite, zwischen dem angenommenen Niveau der Bemühungen ums Wahre und Schöne, und eben der Sehnsucht nach einem möglichst einfachen Gefühl fürs Gute und Böse, von der zur Belustigung neigenden Comicseele, sinnigerweise anders betrachtet wird, als die bei näherer Betrachtung eigentlich lediglich Niveau-bedingten Unterschiede der Eitelkeiten des gesamten Spektrums so hergeben möchten. Wobei es bereits schon erstaunlich ist, wie schnell so mancher mit diesem unverändert negativ konnotiertem "Kitsch" um sich wirft, - und dies sogar ganz unabhängig davon, ob sein Gartenzwerg im Garten ein Gartenzwerg für zehn-, eine Gipsskulptur der Aphrodite aus dem Baumarkt für hundert- oder dies oft gesehene mittelständische Pinkelmännchen mit Afteranschluss für den Gartenschlauch am Goldfischteich für fuffzig Euro ist.

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27.11.2016 von eb
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt ....
Aus der Kategorie: Es hatte schon bessere Überschriften gegeben,
bzw. auch, - Bekenntnisse eines Heiden der Weihnachten mag.

(C.) 38x42,5 Holzpappe Abtönf./Gouche (Klick mich weihnachtlicher)
bild





Der Weihnachtsmann ist irritiert,
fühlt sich gar kulturell frustriert.
Nichts ist mehr wie es war,
und was kommt, erst recht nicht klar.

Kälte, Chaos, Schneegestöber,
der Menschen Worte werden ständig gröber.
Auch der Sätze wird es viel zu viel,
gebraucht nur noch wie'n Besenstil.

Die Kinder sind wie immer,
doch die Erwachs'nen werden immer schlimmer.
Da spielt die plumpe Rohheit schon Trompete,
und bläst zur kreischend Hühnerfete.

Mal jault's wie ein Getriebeschaden,
durch den systemisch Irre Menschen jagen.
Mal plärrt's wie völkisch Bierzeltschlager,
der auch nur Menschenhass auf Lager.

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06.11.2016 von eb
Neue Impressionen vom Kirchenplaneten.

(C.) 50x50 Leinwand/Acryl                        (Klick mich bunter)
bild Da ja gerade das alljährliche Geschimpfe auf den kommenden Winter up-to-date ist, hat sich unsereiner während des Reifenwechsels natürlich auch Gedanken übers Wetter gemacht. Was, - zugegebener-weise, - nicht nur ein wenig aus dem Ruder gelaufen ist, sondern irgendwie auch den Planeten verlassen hat. So was passiert schon mal, aber im Gegensatz zur z.B. Politik, muss dies hier ja jetzt keiner ernst nehmen. Zudem wissen die hart-gesottenen Leser dieses blogs ja bereits, dass der Kirchenplanet für unsereins nicht nur unverändert ein Ort voller Geheimnisse und Abenteuer ist, sondern auch voller schräger Welterklärungen, die ausnahmsweise mal keinen Schaden anrichten.

Das Leben auf dem Kirchenplaneten, dessen wahrer Name leider als unaussprechlicher Zungenbrecher der native inhabitants hier immer noch nicht wiedergegeben werden kann, spielt sich ja, wie bereits erzählt, in dem gewaltigen Netz von Schluchten der zerrissenen Planetenoberfläche ab. Auch, dass besagte Schluchten das Prädikat gigantisch verdienen, - also gigantisch tief und ein Großteil davon auch gigantisch breit, - ist ebenfalls nichts neues, - bzw. wird in einigen Jahrhunderten im gefunktem Missionsbericht der ersten terranischen Siedler sogar auf der Erde nachzulesen sein. Was allerdings der vorerst letzte Missionsbericht war, denn ihr Raumschiff musste im Orbit- und das Landeboot, als einzige Funkbrücke dorthin, aufgrund eines immer noch ungeklärtem und jedwede elektrische Spannungsversorgung betreffendem Energiephänomens innerhalb der Schluchten, in der nicht mehr atembaren Oberflächenatmosphäre zurück gelassen werden. So zeigten auch erst weitere zaghafte Erkundungen, dass der Planet zumindest am Boden dieser Gigagräben, alles andere als knochentrocken ist und auch wesentlich mehr Flora und Fauna zu bieten hat, als man anfänglich überhaupt zu hoffen wagte.

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27.10.2016 von eb
Die Trolle- und auch Sonstiges, - im Verborgenen ... (8)

(C.) (Klick macht große Hörner).
bild Das eigene Märchenambiente mit Bilderbuch auch für die Kleinen unter uns, hab ich in letzter Zeit ja schwer vernachlässigt. Schande über mich, - aber die Welt ist so ausreichend mit Spezialisten dieser merkwürdigen Mischung aus Kulturgeschrei und Esoterikbrei für als Kulturapostel getarnte Kulturbanausen bestückt, welche auch vor der Märchen- und Sagenwelt nicht halt machen, dass da kaum die Chance besteht, dass mein eigenes Märchenambiente wegen ausgehendem Stoffs gar untergehen könnte. Als mir letztens denn auch mal wieder ein Anhänger der Marke keltisch-druidischer bis germanischer Spiritualitäten die Welt seines Seelenheils im tiefen Einklang mit der Natur und ihren Geistern erklärte, - konnte ich gar nicht anders, - und hab mich schnellstens wieder durch den nächsten vermoderten Baumstumpf mit Wurmloch zum entsprechenden Märchenland gebeamt, - und durfte dort tatsächlich, auf einen schwer sympathischen Bewohner desgleichen treffen.

Kurt, - der Halbfaun.

Auf Wunsch seines Vaters, sollte Kurt eigentlich Satyr werden. Oder Faunus bzw. im eingedeutschten, - Faun. Doch zu seinem Leidwesen, entwickelte sich der Junge nicht nur zu einem ausgesprochenem Sensibelchen, sondern hatte auch ganz andere Vorstellungen vom Leben. Voran dies lag, konnte Papa auch nicht sagen. Satyre sind von sich aus schon Mischwesen und eventuelle Erbanteile mütterlicherseits zurück zu verfolgen, ist angesichts der Dauerlüsternheit von Satyren einfach ein Ding der Unmöglichkeit. Auch diesbezüglich war Papa schwer enttäuscht, als Kurtchen auch noch anfing Hosen zu tragen.

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12.10.2016 von eb
Space-Street-Art,

(C.) 24x30Maroufl./Abtönf./Gouache (Klick dich ins All).
bild ... oder
Street-Space-Art?
Art-Streets-Space?
Art-Space-Streets?
Space-Art-Streets?
Street-Art-Space?

Ach was, - Artefakte ohne Akte, bis es fröhlich knackte.

Man sollte solcherlei Wortspielchen nicht allzu bierernst betreiben, denn wie man's dreht und wendet, tun sich immer irgendwelche Räume auf die es zu füllen gibt, - und seien es nur deren kahlen Wände mit etwas Farbe. Kommen wir also zum tief-ernst-Seriösem.

Beim Durchforsten meiner zu Lebzeiten verschlungenen SF-Romane, - ist mir aufgefallen, dass im Science-Fiction, Kunst und Künstler eigentlich eher eine Seltenheit sind. Nicht unter den Science-Fiction-Autoren und erst recht nicht unter den Illustratoren, Grafikern und Malern dieser edlen Zunft, welche den entsprechenden Büchern, Heften, Lehrmitteln, bzw. überhaupt der visuellen Umsetzung, erst so das gewisse Etwas geben. Nein, - ich meine eher innen drin, - in den Geschichten selber. Dies mag möglicherweise an diesem "Science" in der Kategorisierung liegen, welches sich aus mir unerfindlichen Gründen auch noch im Science-Fiction-Fantasy wacker hält. Aber gut, da werden wir wohl die gleichen Probleme mit Wortspielen haben. Was mich neben der deutlichen Unterbewertung von Kunst im SF aber noch mehr stört, ist der Umstand, dass wenn sie dann doch mal zur Sprache kommt, es sich immer um "grooooße" Kunst handelt. Also, entweder gigantische Statuen und Gebilde wie z.B. in Jack McDevitt's "Gottes Maschinen", ein Dichter in Greg Bears "Lied der Macht" als entscheidender Faktor um ganze Herrschaften oder gleich das künstlerisch eher fragwürdige zusammen-Dengeln von Asteroiden, Planeten und Sonnen bis Galaxien, in der einen oder anderen Space-Opera.

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07.10.2016 von eb
Theoretische Physik mal ganz unphysikalisch.

(Klick mich schwärzer).
bild Haben Strings und Quanten,
eigentlich Kanten?
Wär's gar schade,
wär'n sie rund, - oder gerade?
Was sind's, für mystisch Sachen,
die da so mächtig Kopfzerbrechen machen?



Zu den menschlichen Eigenschaften, gehört es, eigentlich nicht real bekannte Muster mit bereits bekannten Mustern abzugleichen und daraus wieder irgendwas direkt brauchbares zaubern zu wollen, mit dem man dann unbedarft weiter leben kann. Eine Eigenschaft, die ganz schön hässliche Auswüchse bis gar zu Formen von Vorurteilen haben kann, und deshalb eigentlich unbedingt zu den zu reflektierenden Eigenschaften zählen sollte. Zudem, wirkt sie, wie vielleicht auch indirekt der folgende Text zeigen könnte, schwer hemmend auf die kreative Weiterentwicklung des Verstehens und Umsetzens komplexer Zusammenhänge.

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04.10.2016 von eb
Jenseits von Gut und Böse.
(C.) DIN-A3 Tusche/Ölkreide. (Klick mich riesiger)
bild


Für manche warn's die Riesen,
die schufen See und Fluss.
Sie pinkelten auf Berg und Wiesen,
und schon gab's Nass im Überfluss.

Für andere war's ein großer Gott,
der bastelt gern mit großen Dingen.
Baut Himmelreiche, mächtig flott,
und lässt auch die Vöglein singen.

Noch andere lieben's feinstofflich,
mit mystisch Geist in Raum und Zeit.
Verweben Sauerkraut und dich, wie mich,
zur kosmisch großen Heiterkeit.

So mancher mischt's gleich ganz zusammen,
und köchelt sich daraus ein Süppchen.
Was göttlich blubbernd hält den Stoff beisammen,
und mystisch kichert wie ein Zauberpüppchen.

Die Wissenschaft versucht dem beizukommen,
mit Fakten, Zahlen und gar noch Beweisen.
Des Marktgotts Jünger, seh'n auch dies verschwommen,
und lassen Geister gleich mit Doktorhüten reisen.

Zu den merkwürdigerweise am wenigsten behandelten Kapiteln der Aufklärung, darf man das Thema der empfundenen Aufklärung per Modernitätsgefühl zählen. Das sieht ungefähr so aus; Der moderne Mensch ereifert sich über Geister- oder sonstwie Gläubige-, aber sieht sich jeden Abend in der Glotze merkwürdige Phantasiegestalten der Werbung an, findet das lustig oder kauft darob sogar mal das eine oder andere Auto, weil ihm die emotionale Darbietung davon etwas sagt. Oder haut sich täglich die Schnute-, mit von dieser oder jener Werbung zur eierlegenden Wollmilchsau erklärten Zahncreme voll, und verrührt das Zeugs mittels eventuell gar Bürsten mit Doktortitel.

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29.09.2016 von eb
Comic ist keine Pop-Art ...

Die Leute lieben Pop-Art. Ist so. Ich leider nicht. Ja, - noch schlimmer, - es nervt tödlich, wenn man bezüglich der eigenen Buntheiten auf Pop-Art angesprochen wird. Auch trotz der sicher diesbezüglichen Zwielichtigkeit, irgendwo zwischen Comic und Kinder- wie Märchenbuch, fühlt sich die eigene Comicseele, - dem Comic, - aber auf gar keinen Fall der Pop-Art verpflichtet. Sicher, könnte man das eine oder andere mit mächtig viel Farbe und Kulleraugen-Lichtreflexen bis zur Schmerzgrenze aufpeppen und stufenlosen Schattierungen ästhetisierten, ja vielleicht gar noch mit fotorealistischen Annäherungen weiter ausarbeiten und das dann als Pop-Art in die Welt hängen. Machen gar nicht mal wenige. Verräter, - elende. Godfather Robert Crumb möge euch Weisheit bringen. Comic, - füllte und füllt die gesamte mögliche Spannbreite zwischen grenzenlos albern, heftig schmutzig und über hoch sensible Aussagen und Komplexitäten hinweg, bis gar zur abgrundtiefen Düsternis. Pop-Art ist nur schön, aber schäbig charakterlos und zudem ein hoch unsensibel positivistischer Plagiator, der vom über-ästhetisierendem Aufmotzen von bereits Dagewesenem bzw. gar existierender Originale lebt. Aufgeblähtes karamelisiertes Popcorn, - eben. Bei Pop-Art die beim Comic räubert, kann ich sogar richtig muffig werden.

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26.09.2016 von eb
Meine Güte.

(C.) Ausschn. aus DINA4 Blei-/Buntst. (Klick und blubber)
bild Ui, ui, ui, - heute nacht, (nach mitteleuropäischer Zeit), ist ja die amerikanische Nacht der amerikanischen Nächte. Das erste TV-Duell der beiden übrig gebliebenen zukünftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerikaland. Die potentiell määächtigste Frau gegen den potentiell määächtigsten Mann der Welt. (Gott ist mir übel) Man weiß nicht so recht, in welches Genre man dies kategorisieren könnte, - Boxkampf, Wrestling, Talkshow oder Comedy. Egal, - jedenfalls tritt die politisch-diplomatisch hoch kompetente-, aber desaströs im Sumpf des kapitalistischen Establishments "ab"gesoffenen Hillary Clinton, gegen den durchaus authentischen Barbaren und vom Kapitalismus "be"soffenen Donald Trump an. So ziemlich die gesamte westliche Weltpresse und PR-Fachleute, inklusive der bordeigenen Spin-Doktoren, - sind sich einig, dass erstere sich um größere Authentizität bemühen- und letzterer sich wenigstens bezüglich von Beleidigungen zurück halten sollte, - um das amerikanische Publikum von ihren Vorzügen zu überzeugen. Die Mimik ist entscheidend, - meint man. Berater des Publikums meinen gar, man sollte sich das Duell ganz ohne Ton anhören und nur auf die Mimik achten. Jetzt trainieren die Mimik, dass es kracht. Authentische Mimik, - sozusagen. Authentisch locker fröhlich bei Hillary und beim Donald vielleicht nicht ständig ganz so entgleist, - wahrscheinlich. Alles ganz authentisch. Erfinden wir uns neu und dies heute mal authentisch, ansonsten alles beim Alten und beim Donald allenfalls noch schlimmer. Ich geh derweil mal ganz authentisch Fischmimik studieren und lass mir von der die Zukunft weissagen.



19.09.2016 von eb
Euphemismus?
Das Hintergrundrauschen zwischen Komplexität und Abstraktion, - Teil 17

Klick mich farbenfroher
bild Jaja, - wieder nur Zeugs aus der Knipse. Für neues Buntes zum Entschleunigen der Welt, fehlt unsereinem aber gerade aufgrund äußerer nervlicher Zwangsbeschleunigungen leider die nötige Muße bzw. Stimmung. Wobei diese zaghafte Formulierung, sich auch gerade nur noch an der angeborenen Menschenliebe fest klammert, bevor sie bei weiterer Erhaltung des Zustandes, unter Umständen noch klarere Worte finden wird. Auch der Menschenfreund, kontrolliert seine Selbsterhaltungstriebe bei Begegnung mit dem zweifelhaften Raum zwischen echter egozentrischer Skrupellosigkeit oder skrupellos egozentrischer Blauäugigkeit, nur noch in der Form, ob er eben nett hässlich- oder hässlich nett den Gullydeckel schließt. Aber weder will ich hier mit persönlichen Problemen langweilen, noch die Welt erklären. Der eigene Euphemismus, hält sich aber nun mal generell in Grenzen. Womit wir aber auch beim Thema wären.

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15.09.2016 von eb
Die magische Sieben, - mal bei Vollmond betrachtet.
(Klick mich voller (1x reicht))
bild


Wenn sieben Eulen,
sich mit Schnäbeln keulen
und sieben Wölfe heulen,
bekommt der Vollmond keine Beulen.

Auch sieben Tage später,
gibt's deshalb kein Gezeter
oder irgendeinen Täter,
der spielt den schwarzen Peter.

Steht man siebenmal die Woche auf,
hat man das in sieben Wochen drauf
und im Sieben-Jahres-Lauf,
gibt's allenfalls nen Schalttag drauf.

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31.08.2016 von eb
Variationen zwischen gutem schlechtem, - und schlechtem guten Geschmack.
(Möglicherweise auch einfach nur, - eine Hommage, - an den Fuchs)

(C.) (Klick mich relaxter).
bild Ich hoffe jetzt nicht, dass das Hantieren mit Fuchscontent im heimeligen Wohnzimmer der Ente mit Kopfschuss zu Missverständnissen führt. Mitunter ist es schon eine Frage des Geschmacks, welche fröhliche Gratwanderung von wem, wie, gesehen werden könnte. Um ehrlich zu sein, habe ich tatsächlich darauf verzichtet, - fragt mich nicht warum, - damit jetzt im großen Entenheim zu marodieren. (Fiese Werbung, - gelle?) Was aber nichts mit Befürchtungen zu tun hat, dass dem hiesigen Schnabeltier deshalb das dortige Schnattern untersagt werden würde. Es hätte meiner Ansicht nach nur, -einfach nicht gepasst. Seltsam, - nicht wahr? Aber gut, - ich geh einfach mal davon aus, dass keiner auf den Gedanken kommt, dass ich dem dortigen oder hiesigen Ambiente etwas Böses will. Irgendwelche Feindbilder zwischen Gefieder und Pelz aufbauen, - natürlich auch nicht. Erst recht nicht zugunsten von Spezialisten der Anthromorphisierung von Tieren, welche das leidliche Verhältnis vom Fuchs zur Ente im Spannungsraum zwischen Haus-, Wild- und Peking-Ente, - will meinen, - zwischen Natur und Kochtopf missbrauchen könnten.

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Archiv im Format: ca. 20 Paar ungewaschene Socken pro Schublade

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