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23.12.2018 von eb , - Aktuelle Bilder

Frohe Weihnachten.

(C.) Klick macht größere Hörner
bild Letztes Jahr, versprach ich ja, mich der Frage zu stellen, ob das Christkind ein blondiertes Luther- oder Jesuskind-, eine protestantische Verschwörung gegen den Nikolaus-, das Vorgängermodell vom Weihnachtsmann-, eine recht frühe spirituelle Geschlechts-umwandlung-, eine geschmacklich etwas verirrte Vorlage für den Wolpertinger-, oder gar ein Besuch aus dem All-, eine Infiltration aus der Hohlraumerde-, oder die im parapsychologischem Sinne ektoplasmatische Manifestation einer auf der Unterseite der Scheibenwelt gestorbenen Seele war, bzw. noch ist. Sinnigerweise, geschah dies letztes Jahr noch unter dem Eindruck einer etwas arg aufgeschäumten Melange von Welterklärern, wo ein gewisser Teil, sich z.B. zur seltsamen Rettung abendländisch christlich-schweizerischer Schokoladenprodukte berufen fühlte, - während ein anderer Teil, mehr auf Aliens oder andere mystische Erklärungen für Erscheinungsformen dieser-, - naja, - nennen wir es mal gewagt, - Kultur stand. Wobei es besonders bizarr wurde, wo beides einfach auch von beiden kam und unsereiner einfach darauf besteht, - dass, - wenn hier jemand Nonsens verzapft, - dann bin ich das. Ich lass mir doch nicht das Wasser von der Realsatire abgraben-, und mein Weihnachtsmann, - ist ehrlich kein echter Weihnachtsmann. Also, - bitte. Erfreulicherweise, - hat manch kluger Leser aber schon gemerkt, dass das meiste Mumpitz- und dieses Christkind, einfach nur die im Geschlechts-spezifischem Leistungswettkampf gegen den dicken Weihnachtsmann, einstig unterlegene Überbringerin von Geschenken war, die jetzt allenfalls noch bei den patriarchalen Katholiken, ein bisschen was auf heilig machen darf.

Riecht nach Gender? Auch möglich. Leistungsgender halt, - sehr zeitgemäß. Was soll's? Andere kamen der Sache sogar so nahe, dass sie behaupteten, - das Christkind hätte was mit einem Jesus Christus und seiner Geburt zu tun, während dies mit dem "Christ-" und seinen nicht enden wollenden Endungen, bloß zum brauchtümlichem Firlefanz mit Figurentheater geworden ist. Frei nach dem Satz, - es waren selten die Denker, als meistens ihre Jünger. Kann man nicht von der Hand weisen, - wird in der zeitgemäßen Markt- und Leistungsideologie, aber kaum auf Freunde- und dies besonders nicht bei der christlichen Händlerseele treffen-, und den guten Jesus, evtl. gar in die Unterschicht zur ICH-AG ohne jedes Geschäftsmodell verdonnern. Kein Investor und keine Investorin, investieren heute mehr in Konstrukte ohne jedes profitable Narrativ mit auch Wachstumschancen. Nicht mal mehr die Kirchen. Stellt euch mal zwischen den ganzen heutigen Kuttenträgern, einen Messias im durchlöchertem Hemd vor, der dort Hilfe zur Verbreitung einer Botschaft von Menschenliebe verkaufen will. Im schlimmsten Fall, ist der noch schwul und trifft dann ausgerechnet auf den Oberpapst, der seit neuestem mal wieder was gegen Nichtheten hat-, oder auch auf den einen oder anderen Kardinal und Bischof, die mit offen andere Menschen verachtenden Rechtspopulisten-, sowie Frau Gräfin Thurn und Taxi-fahren. Will er flüchten, steht draußen Söder vor der Tür und nagelt ihn gleich mit Kreuz an die Schulwand. Entgeht er glücklich auch dem Schicksal, landet er auf der Straße oder bei den Damen und Herren der Arbeitsagenturen, und alle werden ihm was vom Markthimmel einer Winner-and-Looser-Gesellschaft erklären, die einfach Popanz braucht, um zum Popanz werden zu können. Ich meine, die Nichtatheisten und Nichtagnostiker unter uns Heiden, haben ja auch ihr-, bis ebenfalls hin zum brauchtümlichem Figurentheater und lassen es sich nicht vermiesen, damit Kasse machen zu wollen. Zugegeben, es ist nicht so hübsch und auch nicht so blond, aber Handelstradition ist Handelstradition und wenn der jeweilige Glaube dabei mit verdienen kann, - dann soll's dem Markt recht sein. Der verkauft eh alles, - und im Zweifel noch sich selber. Der eine oder andere ursprüngliche Gedanke, - geht da schon mal unter. - Frohe Weihnachten, - und falls ihr christlichen Demokraten mal wieder den Merz trefft, - empfehlt ihm doch Weihnachtsaktien.


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