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12.07.2015 von eb , - Surreale Sichten.

Nur eine verspielte Geschichte, irgendeiner Geschichte.

(C.) DIN-A3 Ölkreide/Pastell/Tusche           Klick mich.
bild


Die Welt ist ruhig und wirkt entspannt,
doch was ist, was man wirklich fand?
Der Weg das Ziel,
doch vom Ziel, sieht man nicht viel.
Der Horizont voll Ahnung,
die zu wenig für die Planung.
Ein Haltepunkt am Wegesrand,
der sich einst am Meeresgrund befand?

Man könnte auf die Spitze steigen,
und lässt das Boot dann treiben.
Man könnte unter Wasser laufen,
und dabei ersaufen.
Man könnte ja auch warten,
bis andere Hilfe starten,
oder paddeln mit den Händen,
und sich in eine Richtung wenden.

Egal, die Qual der Wahl,
schmeckt hier wohl reichlich schal.
Doch hört, es kommt ein Lüftchen auf,
das hat ein mächtig Brausen drauf.
Mit tausend aufgeregten Stimmen,
will es nun mitbestimmen.
Wühlt auf das Meer mit hohen Wellen,
in denen Boote einfach so zerschellen.

Die Not beschränkt die Wahl noch schlimmer,
und am Haltepunkt, - krallt sich Gewimmer.
Das macht den Sturm erst richtig groß,
denn niemand weiß, was wirklich los.

.... Dann rutscht sie ins nasse Grab,
welches niemals dafür Blumen gab?

....

.... Vielleicht rettet sie ein Meerjüngling,
der irgendwo dort unten hing?

.... Oder ein Seeungeheuer sieht die Qual,
und beendet sie als Frühstück der eigenen Wahl.

.... Nein, es kommt ein schöner Prinz mit seinem Schiff,
und rettet die Dame vom kärglich Riff.

.... Ach was, nur eine Spionin die sich ins Nichts gewagt,
und zum Schluss dann doch versagt.

.... Wär's Kind daheim geblieben,
müsste es jetzt keine Ängste schieben.

.... Wer ohne Kompass in die Sonne fährt,
der bleibt wohl besser daheim am Herd.

.... Eine verirrte Seele, die nur noch der Glauben hält am Leben,
und lässt die Götter Himmelsleitern weben.

.... Der Teufel hat die Hand im Spiel,
und diese arme Seele, ist für ihn nicht viel.

.... Das Meer ist gar kein Meer, sondern nur ein Teich,
und der gehört nem reichen Scheich.

.... Ach Quatsch, der Haltepunkt ist die Antenne von nem Ufo,
welch schwebt mit ihr zum Pluto.

.... Na toll, dass arme Kind darf nun ersticken,
anstatt den Meeresgrund ganz leblos zu erblicken?

.... Meine Güte, dann lassen wie es eben leben,
und weiter an dürren Ästen kleben.

.... Das ist doch wohl kein Baum, dort im Raum?
Solch Äste glaubt man kaum.

.... Korinthenkacker, spielt das eine Rolle?
Auch deine Frisur, ist nur ne haarig Tolle.

.... Man wird doch wohl mal fragen dürfen,
um vielleicht auch im Detail zu schürfen.

.... Was darf's denn sein, Buche, Fichte oder Eiche,
an wessen Stamm hängt gleich die Leiche?

.... Wer denkt sich so nen Mumpitz aus?
Ohne gutes Ende, ist das der Graus.

.... Juchee, juchee, wir woll'n die gute Fee,
es lebe das Klischee.

.... Wer wünscht sich nicht ein gutes Ende,
und dafür auch ne brauchbar Wende?

.... Für sich, wünscht jeder das,
doch wenn's um andere geht, wird's meistens krass.

.... Lasst die Welt zugrunde geh'n,
auch dies, wird kaum pauschal gescheh'n.

.... Was ist jetzt mit dem armen Kind,
das sich zur Zeit nicht nach Erklärungen benimmt?

.... Darüber muss man diskutieren,
bevor andere auf die gleiche Art erfrieren.

.... Erfrieren ist das falsche Wort,
die Fakten sprechen für nen Wassermord.

.... So funktioniert das nie,
lernt erst mal die korrekte Terminologie.

....

.... Dann rutscht sie ins nasse Grab,
welches niemals dafür Blumen gab.

....

Und die Moral von der Geschichte,
die Welt steht stets im falschen Lichte.
Doch dafür gibt's Expärten,
die bekleben sie mit kalten Bärten.


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