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08.12.2012 von eb , - Aktuelle Bilder

Die Macht der Symbolik.

Klick macht dick.
bild Nun wird man vielleicht über nachfolgende Gedanken den Kopf schütteln. Was jetzt aber auch nichts ausmacht. Wenn jeder bei allen Gedanken die irgendjemand anderes hat, - den Kopf schütteln würde, - sähe dies in einer quantitativen Menschenmenge sicher lustig aus, - wäre auf Dauer aber doch schädlich für die Gesundheit aller. Außerdem sind Gedanken eben auch nur Gedanken. Die müssen nicht immer wichtig sein, - oder zwingend die Weltherrschaft anstreben. Für den unmittelbaren Teilnehmer seiner allernächsten Umgebung, kann selbst die, - für die übrige Welt unerhebliche Überlegung bezüglich der Positionierung eines Katzenklos, - durchaus ernsthaft Kalorien verbrauchen. Und den fröhlichen Benutzer von Pinsel und Stiften, kann eine gigantische Spannbreite, zwischen den Extremen einer nicht mehr weiter reduzierbaren Symbolik, und einer nicht mehr weiter überladbaren Detailtreue, - wirklich zu abstrusen Überlegungen verführen. Evtl. zusätzlich mögliche und/oder direkt beabsichtigte Surrealisierungen innerhalb des gesamten Bereiches, braucht man da gar nicht erst zu erwähnen. Ob dies aber alles tatsächlich so abstrus ist, - möge der geneigte Leser selbst entscheiden.

Und eigentlich ist es doch seltsam, - oder? Ein wuchtiger Unterbau mit langem Hals und breitem Maul, - und schon kann man einen allseits, - anhand von bekannter Formgebung bzw. über Gewohnheiten programmierten Automatismus lostreten, der annähernd symbolisch einen Dinosaurier assoziiert. Der hier ist übrigens ein Diplodocus. Hab ich nicht mal gewusst. Aber nachdem mich die einhellige Meinung archäologisch zwar eher unbedarfter-, aber zumindest jüngerer Seelen gefragt hatte, ob ich denn keine Ahnung habe, - muss ich das wohl akzeptieren. Dabei könnte dies auch ein missratener Hofhund sein. Vielleicht sogar die Reinkarnation des Hundes von Baskerville, - die irrtümlich nicht in Dartmoor, sondern am schottischen Loch Ness gestrandet ist. Oder ein Verwandter von Herbert, dem genetisch modifizierten Wüstenmolch. Zumindest kann man recht sicher sein, dass ein Wesen dieses Aussehens, - genauso wenig existiert hat, wie unsereinem irgendetwas Vernünftiges im Kopf herum ging, - als er munter drauflos gekritzelt hatte. Trotzdem, triggern ein paar einfache Formen, den nächst möglichen Ausweg aus dem Erklärungsnotstand an, der irgendwo in den heiligen Hallen geistigem Erinnerungsvermögens erreichbar ist.

Man kann der Geschichte auch noch eine gewisse Oberweite anmalen, (irgendwo am Hals), und schon geht das verfeinerte Gebilde sogar als Weibchen durch. Der Hit, wäre sogar noch ein rosa Hemdchen oben drüber. Womit einmal die Wirkung des Weibchens verdoppelt-, und zusätzlich noch das durch die Oberweite im Raum stehende "Jugendfrei" erschlagen wird. (Was natürlich auch mit Schniedel und/oder blauem Strampelanzug fürs Männchen möglich wäre.) Über Sinn und Unsinn solcherlei Spielereien, kann man sich sicherlich streiten. Aber spätestens bezüglich der sittlich unbedenklichen Unterscheidungsmöglichkeiten, anhand noch einfacherer Formgebungen an Toilettentüren, - wissen wir zumindest, dass dieses menschliche Assoziationsverhalten über Symbolisierungen, - in ständigem Gebrauch ist. Und wenn es nur die rudimentär angedeutete Lokomotive ist, die uns in der Stadt den Weg zum Bahnhof zeigt.

Möglicherweise treffen ja auch unsereins Visionen, - z.B. die vom Ersatz der üblichen sterilen Kennzeichnungen von Klotüren durch kreativere Pinup's, - sicher den einen oder anderen Geschmacksnerv nicht unbedingt wohlwollend. Aber ständig mit rudimentär abstrakten Andeutungen, - bezüglich nicht auf Hosen basierender Beinbekleidung weibliche Hoheitsgebiete abzustecken, ist jetzt auch nicht unbedingt moderner, als sonstige Weiterentwicklungen bzw. Reduzierungen der 50iger Jahre. (Was auch für die Bahnhofs-Lokomotive gilt) Und es bestünde immerhin die Möglichkeit, diesen Eingängen menschlicher Entrichtung, tatsächlich schon am Eingang etwas menschliches abzugewinnen. Denn auch hier gilt, - Wesen, welche der momentanen Darstellung entsprechen könnten, - werden wir auf diesem Planeten wohl umsonst suchen.

Aber davon abgesehen, - weiß trotzdem jeder, was damit gemeint ist. Einfach deshalb, weil sich aufgrund einer Ansammlung von Erinnerungen, an welcher auch eine ausreichende Anzahl von Menschen beteiligt waren, - die Möglichkeit der Abstraktion auf eine Symbolik für alle ergeben hat. Und mit steigendem Gewohnheitsfaktor aufgrund des Umstandes, dass Symbol und symbolisierte Sache identisch sind, wird diese Assoziation zum Automatismus. Im Fall einer drückenden Blase, ist der bereits schon so ausgeprägt, dass ansonsten ohne große bewusste Überlegungen, - die nächste Tür angepeilt wird, auf welcher das eigene Geschlecht symbolisiert wird. Und man wäre wahrscheinlich schwer überrascht, wenn im Raum dahinter, einfach nur ein Kleiderschrank wäre. Denn mittlerweile, kann man auf Hinweise welche die Räumlichkeiten als Toilette auszeichnen, fast vollkommen verzichten, - da die üblichen kleinen Symbole zum Darstellen des kleinen Unterschiedes, - diese Funktion bereits unbewusst mit übernommen haben.

Normalerweise, gibt es sicher kaum Gründe, gegen solcherlei symbolisierte Verlässlichkeiten zu maulen. Solange sie harmlos, - und vor allen Dingen, - eben auch verlässlich sind, - bzw. bleiben. Und bisher haben wir auch nur über die "langfristig" entwickelten und darüber etablierten Symboliken gesprochen, - die sich aus einer "echten" Grundlage entwickelt haben. Denn wenn es zusätzlich etwas gibt, was mit diesem Vorgang der Bildung bzw. Handhabung von Automatismen herum spielt, - dann ist es die Werbung bzw. das Marketing. Und dies immer weiter zunehmend manipulativ zugunsten von Eigeninteressen. Ein angestrebter Markenkern ist nichts anderes, als der Versuch möglichst quantitativ genau diesen Automatismus zielorientiert so zu konstruieren, dass der Schmodder um den Kern herum, - mit akzeptiert wird. Und bei Bedarf, auch den Kern ersetzen kann. Und eh man sich versieht, reagiert man auf-, oder läuft einem Symbol nach, dessen tatsächlicher Inhalt zwar konsumiert, aber nicht mehr geprüft wird. Und das Umfeld erst recht nicht mehr. Und wenn dann sogar noch politische Parteien einen Markenkern suchen, - dann heißt dies nichts anderes, - als, dass sie selber z.Zt. keine "echte" Identifikations- oder/und Charaktergrundlage mehr besitzen, - und darum eines entsprechenden "unechten" Images bedürfen, - welches ankommt, - und man dann einsetzen kann wie ein symbolisiertes Produkt. Und das weitaus schlimmere dabei ist, - dass sie sich selber nicht bewusst machen, - was da eigentlich mit ihnen passiert ist. Und damit als Vorbilder gesellschaftsweit agieren.

Obiges Bildchen, hatte ursprünglich eigentlich keinerlei Absicht. Aber wir können es ruhig mal im Nachhinein interpretieren. Und getrost auf die Weise stehen lassen, - dass es einen Dinosaurier symbolisiert, - der sich gerade das Hirn über Abstraktion und Symbolik zermartert. ( Man beachte den leicht muffig irritierten Gesichtsausdruck.) Dass beim Ganzen die selbst-bezichtigende Aussage enthalten ist, dass unsereiner nicht mehr zu den Teenagern zählt, trägt unsereiner mit Fassung, - aber mit doch schwerer Irritation darüber, dass dieses Marketingverhalten, - über Jahrzehnte beobachtet, - selber zum politischen und gesellschaftlichen Automatismus, bis tief hinein ins Individualverhalten geworden ist. Wobei übrigens ein ebenfalls interessantes Assoziativverhalten zu Tage tritt. Denn die Verbindung; "Dinosaurier gleich Alt", entspricht dem gleichen Verhalten, warum es den Begriff des Ur- oder UrUr...-Großvaters gibt, - nachdem Sir Leonard Woolley's Ausgrabungen, 1922 dem Namen der mesopotamischen Stadt "Ur", ( was eigentlich Auerochse bedeutet ), - zu wahrhafter Altehrwürdigkeit verhalf. (Woran auch die bekannte Schriftstellerin; Agatha Christie, welche ständiger Gast der Ausgrabungen war, - nicht ganz unschuldig war.) Daran sehen wir, dass selbst noch echte und gewachsene Symboliken, ziemlich blind bzw. falsch analogisierend entstehen können. Und überhaupt nicht zwingend identisch sein müssen, - mit dem, was ihren tatsächlichen Kontext betrifft. Wie sieht dies dann erst mit den konstruierten aus?.


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