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10.10.2010 von eb , - Aktuelle Bilder

Die Leistungsträgerin.


DIN-A3 Polychromos   Zum Vergr. anklicken.



Böse Zungen könnten heutzutage behaupten, dass man einer energiegeladenen Lokomotive lediglich einen rosa Anstrich verpassen muss, und schon hat man aus dem Leistungsträger eine Leistungsträgerin gemacht. Doch ganz so einfach ist dies nicht. Nicht nur das vielerorts die weiblichen Vertreter dieser leistenden Wachstumsgärtner durchaus ein größeres Umweltbewusstsein zeigen als ihre männlichen Kollegen, - so liefern sie aus biologischen Gründen heraus, nun mal auch den Nachschub für die menschlichen Ressourcen zukünftiger Wachstumsbeschleunigsfaktoren.

Wachstum ist neben Leistung im ökonomischen Gewächshaus profitabler Vermehrungsoptionen, einer der grundlegenden Pfeiler der Selbstberechtigung des Leistungsträgers. Und niemand wird wohl den weiblichen Vertretern von Dynamik, Leistung, und Flexibilität den größtmöglichen natürlichen Bezug zur Förderung von Wachstum streitig machen wollen. Zusätzlich erfüllen sie innerhalb der zeitgemäßen Philosophie der profitorientierten Marktwirtschaft, zwei sehr wichtige systemische Funktionalitäten um Welten besser als die männlichen Kollegen. Sie sind in einem am Angebot orientierten, und deshalb von Werbung abhängigen Markt vielseitiger verwendbar, und zudem einfach billiger.

Merkwürdigerweise führen ausgerechnet diese sinnvollen Vorzüge innerhalb der ökonomischen Glaubensgemeinschaft, nicht selten zu Unmutsäußerungen in Bezug auf eventuelle sexistische Stereotypen oder gar monetäre Ungerechtigkeiten. Ein Umstand, der der ökonomischen Logik zur Folge nicht nachvollziehbar ist, da noch kein Fall bekannt ist, wonach als Ressourcen definierte Objekte eines Systems überhaupt Rechte besitzen. Jedenfalls hat noch kein Grundkapital jemals solcherlei Ansprüche gestellt, und sollte sich beim Betreten der Abteilung "Human Ressources" klar sein, was dies bedeutet. Auch die Soziologen, welche wirtschaftliche und soziale Systemtheorien versuchen bezüglich der menschlichen Ressourcen in Deckungsgleichheit zu bringen, haben offenkundige Probleme damit, einem Systemelement Privilegien zuzugestehen, welche sich außerhalb eines über funktionelle Verwertbarkeit definierbaren Rahmens hinaus bewegen. Die Systemtheorie kennt nun mal keinen Subjektivbegriff.

Zwar gibt es Studien zu leistungssteigernden Faktoren, wie Glück, Zufriedenheit und auch Gesundheit, - trotzdem widersprechen erwähnte Unmutsäußerungen einmal dem Grundprinzip der freien Marktordnung, und zum anderen auch der grundlegend sich über mittels Produktion und Rationalisierung ergebenden Funktionalität zur Vermehrung von Gewinnen. Entsprechende systemkonforme Versuche, wie z.B. "Gender Mainstream", haben sich deshalb in ihrem theoretischen Gleichstellungsanspruch in jeder Beziehung auch den praktischen Erfordernissen des Marktes angeglichen. Denn gleich, - heißt fröhlich, dynamisch, energiegeladen, positiv .... und selbstbewusst. ..... Erfolgreich und leistungsstark eben. Alle Bewertungsmaßstäbe im Gender Mainstream, richten sich unverändert nach Leistungsmaßstäben und einer gesellschaftlich definierten Erhöhung der eigenen Person über Erniedrigung anderer, zwecks Steigerung der leistungsfördernden Selbstzufriedenheit. Ebenso findet eine stetige Zunahme der Abnahme von Leistungsausgleichen, bei den Frauen im selben Verhältnis statt, wie bei den Männern.

Also, gleich ist, was dem Markt dient. Funktioniert doch.


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