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22.09.2014 von eb , - Aktuelle Bilder

Das "ist", isst mit.

Das Hintergrundrauschen zwischen Komplexität und Abstraktion, - Teil 10.
Ruhelos und schwer weitschweifige Gedanken über das, was ist, sein will oder sein könnte.

(C.) 30x24 Maroufl. Acryl. Klick macht dick.
bild Aus gegebenem Anlass, heute mal wieder der Missbrauch von altem Buntem, dessen Möglichkeiten für ein Nachempfinden oder Verständnis eventueller Symbolik, natürlich unbedingt einer Vielfalt möglicher Geschmäcker und auch unterschiedlicher Sichtweisen unterliegt. Wozu selbstverständlich auch empfundene Niveaus gehören, wie weit man skizzierte Kulleraugen und Schrotflinten, ins eigene Gefühl für künstlerische Erhabenheiten pressen möchte. Pudel, zum Beispiel, sind ja auch eine geradezu geniale Reflexion der bildenden Kunst, die irgendwie an den Pforten des höchsten Niveaus einer Konsumgesellschaft mit ausreichend Schotter in den Taschen angekommen ist. Leider sehr einseitig, - denn ich befürchte, dass die quantitativ überwiegende Mehrheit der Künstler, ihre Situation ganz anders reflektieren würde. Man kann es einfach nicht allen recht machen. Aber trotzdem, - irgendwie, - sind wir damit beim Thema angekommen.

Eine der bemerkenswertesten Formen von Kommunikationsverhalten, erinnert mich irgendwie immer schwer an das Schießen aus der Hüfte alter Westernhelden, a'la John Wayne oder Gary Cooper. Ob nun vor, nach, bzw. während des schnellen Galopps durch die Prärie, vor Saloons oder unter irgendwelchen Kirchenglocken, - immer wieder, kommt diese berüchtigte Situation ins Spiel, wo lediglich noch die Schnelligkeit darüber entscheidet, welches ihr; "Das 'ist' so", in Form von Geschossen, sich ins Leben Unbeteiligter oder anderer Welterklärer mit eigenen Revieransprüchen, - in Ist-Form schlägt. Zu den zivilisierteren und glücklicherweise auch heute häufiger anzutreffenden Varianten solcherlei Ausdrucksformen, zähle ich übrigens, auch die beliebte Eigenart von Anlehnungen an den Archetyp des weisen alten Mannes, die eigenen unglaublichen Kenntnisse über-, und Erfahrungen mit 8 Milliarden Menschen, mit Sätzen wie; "Der Mensch 'ist' ....", - zu beginnen. Sinnigerweise, funktionieren solcherlei angenommenen Alternativlosigkeiten nur, wenn dieses; "Das 'ist' so", sich mit einem; "Das 'ist' nicht so", - konfrontiert sieht. Was allerdings verwundert, ist der Umstand, dass offenbar beide, auch dann zur Schießwut neigen, wenn sich sonstige Mitbewohner der Prärie einfach erlauben, auch mal was freundliches von sich zu geben. Da schreibt zum Beispiel, unsereiner ganz unschuldig vom eigenen Respekt vor Kinderbuchautoren, und schon verschießen irgendwelche anderen meinungstechnischen Revieransprüche, blitzschnell Sätze mit dem Absolutheitsanspruch klischeeisierter Revolverhelden in die Umgebung.

"Kinderbücher, - das 'ist' doch keine Kunst.",- meinte man. Hmmmmm. Nun, - ja, - dies einfach so zu behaupten, "ist", - auch keine Kunst, - meine ich. Wir treffen uns, - 12 Uhr mittags, - an der Kirche.

......

Aber möglicherweise, ..... , es "ist" ja nur ein Versuch, kann man auch ein wenig mit der gutmütig gestimmten Stricknadel im alternativen Nebel herum fuchteln, um etwas zu fest eingefahrenen Vorurteilen, vielleicht wieder so etwas wie, Nachdenklichkeit über-, sowie Motivation und Interesse fürs Eingemachte im Bereich des mehr Uneindeutigen vermitteln zu können, - und weniger fürs eindeutig definierbare Duell. Und ich bin mir sicher, dass es selbst noch zwischen diesen Polaritäten, einen bewegungsfreudigen Zwischenraum geben "kann".

Weshalb wir erst mal, die Kinderbücher, Kinderbücher sein lassen, - denn es fiel in diesem möglichen Zusammenhang, ja auch das schöne Wort; "Kunst". Viele fühlen sich ja dazu berufen, in allen möglichen Kontexten und Umfeldern, mit diesem; "Kunst ist..", "Kunst ist nicht...", "Kunst muss ...", "Kunst muss nicht ..." - die Welt der Kunst zu erklären. Was angesichts der Vielfalt und Unterschiedlichkeit davon, - die Sache ein wenig unklar werden lässt. Unklares,- wozu ich natürlich unbedingt auch Fragen zähle, haben aber eine schöne Wirkung. Man trifft immer auf Menschen, die sich darüber unterhalten. Und schon haben wir Menschen, die sich zumindest mal unterhalten, - und nicht gleich, wie bei ähnlich nebulösen Problemen, wie z.B. unterschiedlicher "Ist"-Formen, ein und des gleichen Gottes, sich die Köpfe ein zu schlagen. Viele haben natürlich auch hier, ihr eigenes; "ist" im Revolverhalfter dabei, aber einige, machen sich durchaus auch Gedanken über die Frage und die Fragen darum herum. Eine dieser Fragen wäre z.B., warum man bei der Begrifflichkeit der; "bildenden Künste", so herzzerreißend hilflos danach suchen muss, was man denn hier so unter "Bildung" verstehen könnte?

"Sinnloses Zeugs, solange man damit kein Geld machen kann", - ereifert sich der Ökonom. "Eine der schönsten Formen analogisierbarer Ästhetik", - meint der Mathematiker zum Musiker. "Möglicherweise die letzte Chance, dir ein wenig Sensibilität zu vermitteln", - spricht der Empath zum Barbaren. "Kunst kann einem Menschen die Gedanken- und Gefühlswelt eines anderen Menschen vermitteln", - deklariert so manch vornehmlich sich selber gestaltende Künstler, seinen leichten Hang zum Narzissmus. "Kunst kann dir ein Gefühl für das Leiden vermitteln, welches du selber haben könntest, aber ständig bei anderen ignorierst", - schreit sich so manch tapfere Seele an den Menschen wund, - und bewegt doch etwas. "Sie kann sprechen, ohne, dass sie jemals jemand verstehen würde", - spricht der Mystiker. "Sie kann mit einem Zeichen alles sagen", - der Symboliker. "Sie kann ganze Zeiten und die Menschen darin reflektieren", - schwafeln irgendwelche blöden blogger wie unsereins. "Sie kann dir die Liebe vermitteln", - meint der Schöngeist. "Sie kann dir den Hass und die Bösartigkeit der Menschen zeigen", - der kritische Geist. "Sie kann dir die Wohnung verschönern", - der ästhetische Geist. "Sie kann dich Gott näher bringen", - der heilige Geist. "Sie kann dich an Religionen zweifeln lassen", - der Poltergeist. "Sie kann dich die Welt vergessen lassen", - der Flaschengeist. "Sie kann dich an der Welt zerbrechen lassen", - der Weingeist. "Sie kann dir deine Sinnlosigkeit vermitteln", - der Quälgeist. "Sie kann dir das Leben verschönern", - der Lebensgeist. "Sie kann leben und blühen wie eine Blumenwiese, oder karg und tot sein, wie eine Wüste", - der Zeitgeist.

Was dies "kann", vom "ist" unterscheidet, "ist" ein Spektrum von Möglichkeiten, dem man einen absoluten Zustand gegenüberstellt. Kurzum, - sie vertragen sich nur bedingt. Und mit einem Absolutheitsanspruch, - wird das besonders schwierig. Während das; "ist", bestens dazu geeignet "ist", und dies sogar aus der Hüfte, die Möglichkeiten mit einem einzigen glatten Herzschuss zu töten, - "kann" jenes "kann" dagegen, für die subjektive Empfindung eines einzelnen Menschen genauso gelten, wie für mehrere oder sogar alle. Oder, wie heißt es so schön in der Werbung; "Entdecke die Möglichkeiten". Dass man möglicherweise dabei auch die eher bedenklich manipulativen Möglichkeiten von Werbung entdecken "könnte", wo die Ersetzung des "könnte" durch das "ist", bereits schon Routine sein "könnte" oder "ist", - meinen die damit natürlich nicht, - aber auch diese Möglichkeit besteht. Getötet, wird sie erst durch ein; "ist", - welches die Möglichkeiten dazu nicht mehr "misst". Also wäre mir doch schwer daran gelegen, mit diesem; "ist", ein klein wenig vorsichtiger zu sein. Möglicherweise, "ist" es schwierig, in den zudem national noch höchst unterschiedlichen kunstwissenschaftlichen Schubladen- oder Baukastensystemen, die Kinder- und Jugendbuchliteratur, per definitum, zu den bildenden Künsten zählen zu können oder nicht, - während man beim Comic merkwürdigerweise viel weniger Schwierigkeiten damit hat, - aber die ganz großen und ultimativen Abstraktionen wie z.B. "Kunst", "Natur", "Gott", - leben in der Regel, doch mehr vom generellen Abstraktionsproblem, mögliche Inhalte mit einem Wort beschreiben zu wollen, deren; "könnte", in der Regel größer "ist", wie das angenommene; "ist", - dessen leider zumeist Eigeninteressen-bedingter Willen dazu, dem; "könnte", wiederum die Haare vom Kopfe "frisst". Aber darüber, lasse ich mich in einem der nächsten Teile dieses illustren Rauschens im Hintergrund, etwas detaillierter aus.

....

Ach so, - ja, - da war noch was. Dies mit der Stricknadel, hat eine ganz besondere Bewandtnis fürs eigene Seelenleben. Als fleißiger Leser von natürlich auch Texten anderer blogger und nicht nur der eigenen, - fiel mir die erneute Aufkeimung einer ehrenwerten Tradition von Schreiberlingen auf, den eigenen Schreibstil mit Mordinstrumenten wie Schwert, Degen, Hammer oder Skalpell zu beschreiben. Nach anfänglichen Überlegungen, innerhalb ähnlicher Empfindungen rüstiger alter Krieger, versuchte ich mich anfangs über Gummischleudern und Munition in Form von Knoblauchzehen, Körperbehaarung oder Schnapsfläschen aus Zuckerglas zu definieren, - kollidierte dabei aber, - unter Mithilfe eines anderen rüstigen alten Pazifisten, nicht nur mit dem eigenen Pazifismus, sondern auch mit der Differenz zwischen eigener Freude am Experimentieren, aber großflächig auch aus dem Bauch vertonter Textuierungen, dessen Stil ich eher mit den üblichen organischen Tätigkeiten solcherlei Bauchinhalte vergleichen würde. Ein Phänomen, welches ich übrigens nicht nur bei mir sichte, aber vollkommen in Ordnung finde. Die Stricknadel, steht also auch hier, für das Feld der vielen Möglichkeiten zwischen; "ist" und "könnte". Ob da nu jetzt'n Pulli oder ne schräge Socke bei raus kommt, bleibt der jeweiligen Strickstunde und der dabei gehörten Musik vorbehalten. Was allerdings nicht mehr ganz so voller Respekt und guter Laune, auch mehr in Richtung anderer Format-Interessen gesehen werden darf, wo immer mal wieder, aber dies anscheinend unbedingt, - erklärt werden muss, was ein richtiger blog "ist". Will meinen, wie der auszusehen hat, wie lang ein Text sein muss, worüber man und wie schreiben sollte, und wie man am besten Leser sammelt. Ich persönlich, neige dazu, dass so ein blog, je nach blogger, recht verschieden aussehen "könnte". Und ich hoffe doch sehr, dass dies so bleibt, - und sich auch diese Blumenwiese, nicht zu sehr in englischen Rasen oder gar in eine Wüste verwandelt. Man muss auch trotz aller Gartenfreuden und Liebe zum Baumarkt, nicht zwingend jedes Metier, mit dem Rasenmäher bearbeiten.


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